Arbeitsplatte Küche - Laminat oder Leimholz

seifel1212

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Abend zusammen,

ich bin kurz davor mir eine Küche bei Ikea zu bestellen. Nun bin ich am überlegen bzgl. der Arbeitsplatte (Maße 2750x635x38).

Bei Ikea ist die günstigste Variante eine Spanplatte, die mit Laminat überzogen ist (189 €).
Ich bin ein großer Freund von richtigem Holz und kein Fan von Plastik. Deswegen hatte ich überlegt, mir eine Leimholzplatte aus Buche zu kaufen. Diese kostet (keilgezinkt) 249 € mit den Maßen 4000x800x38 und würde ich entsprechend zuschneiden. Für die Reste finde ich schon Verwendung. Ich habe in meiner Werkstatt (L-Form) auch zwei dieser Platten, einmal 3800 und einmal 2800 lang. Damit gab es bisher nie Probleme (1-2x Jahr öle ich sie).

Nun zu meiner Unsicherheit:
Es gibt wieder 50 % die meinen, dass das für die Küche absoluter Quatsch sei, es nur Probleme geben wird und der Pflegeaufwand zu hoch ist etc.
Die andere Hälfte berichtet von guten Erfahrungen. Ich habe mit einem Tischler und einem Restaurator gesprochen, die schon lange für uns tätig sind und die sind beide der Meinung, dass das bei entsprechender Pflege überhaupt kein Problem sei. Einer der beiden hat selbst in seiner Küche eine Leimholzplatte (allerdings aus Eiche). Ein Anruf bei einem lokalen Holzhändler ergab widerum ein anderes Ergebnis.

Mir ist bewusst, dass man keine nassen Lappen oder heißen Töpfe/Pfannen auf das Holz stellen sollte. Nach Zuschnitt 2x ausgiebig ölen und dann 1-2x pro Jahr.

Nun dürft ihr alle auch nochmal euren Senf dazu geben, damit ich mir noch unsicherer (Spaß - hoffentlich sicherer) in meiner Entscheidung werde.

Vielen Dann im Voraus!
 

Johannes

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Hallo,
ich habe vor 35Jahren eine Küche für meinen Bruder gebaut. Massiv Erle und bei der Arbeitsplatte waren sich mein Bruder und seine Frau nicht einig, wir haben dann zusammen beschlossen erstmal eine einfache beschichtete Spannplatten Arbeitsplatte zu installieren. Dieses „Provisorium“ ist immer noch in Ordnung.
Ich habe viele Küchen gebaut, aber Massivholz Arbeitsplatten nur auf ausdrücklichen Wunsch der Kunden, mit Hinweis auf den Plegebedarf.

Es grüßt Johannes
 

fried.chycken

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Ich bin aufgewachsen in einem Haus mit einer massiven Buchenarbeitsplatte. Nach über 30 Jahren ist die in die Speisekammer gewandert...
In meiner Küche habe ich eine komplett unbehandelte massive Ahornplatte und ich möchte nichts anderes haben. Schmierseife und glitzi-schwamm sind die regelmäßige Pflege, es geht nicht jeder Fleck beim ersten Mal raus aber dann halt beim 2. Oder 3. Mal. Hab sie jetzt 7 Jahre und überlege sie irgendwann mal sachte zu schleifen. Aber vielleicht dauert das auch noch 5 Jahre.

Was ich sagen wollte - team Massivholz :emoji_wink:
 

IngoS

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Ich bin ein großer Freund von richtigem Holz und kein Fan von Plastik.
Hallo,

da solltest du nicht lange überlegen.
Ich habe so einige Arbeitsplatten aus Eiche und Esche selbst gefertigt, die ständig in Benutzung sind.
Außerdem einen intensiv genutzten Backtisch aus Esche, auf dem regelmäßig Teig aufgearbeitet wird und der genau so regelmäßig mit viel Wasser abgewaschen wird.
Alles unproblematisch für Leute, denen klar ist, dass eine Arbeitsplatte nicht exakt so bleibt, wie am ersten Tag. Ja, da sieht man mit der Zeit Gebrauchsspuren und irgendwelche Flecke, die aber auch wieder verblassen.
Wer das nicht ertragen kann, nimmt halt Kunststoff, möglichst mit Altholzdekor, ausgeflickte Risse und dicke Äste.

Gruß Ingo
 
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Küstenharry

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Die Ahornplatte würde ich ja gerne sehen.
Wie die Wirtshaustische?
Die Bialetti von meiner Frau macht schwarze Flecken auf der Eichenplatte, aber da muss sie selber aufpassen.egal. einmal im Jahr schrubben und ein wenig ölen. Fertig.
 

fried.chycken

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Bekommst nachher ein Foto.
Ja. Metall, was. Edelstahl ist, macht Flecken, auch auf Ahorn.
So passiert nur nach Einzug mit einem Bierfass und diese Weihnachten mit einer Keksdose.
Der bierfassfleck ist lange weg, der Keksdosenfleck erinnert uns noch ein paar Monate daran, dass wir auf Naturmaterial kochen :emoji_grin:

Esstisch ist übrigens auch Ahorn, ist seit den frühen 90ern der Familienesstisch bei meinen Eltern gewesen. Die haben einen anderen, wieder Ahorn, und der andere ist bei uns eingezogen. Auch der sieht nach der 2. Generation Kleinkinder noch sehr gut aus, natürlich hat er ein paar Gebrauchsspuren, aber nicht der Rede Wert.
 
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Leibhaftiger

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Wir hatten in der alten Küche Massivholz Eiche, in der jetzigen seit fast 10 Jahren die Starkfunierplatte vom Schweden. Beides total unkompliziert, beides war/ist nur geölt. Unsere Küche wird sehr intensiv genutzt, dementsprechend sieht die Arbeitsplatte nicht aus wie aus dem Katalog, aber weder schmuddelig noch sonstwas. Klar darf man nicht stundenlang Wasser drauf stehen lassen und mit feuchtem Metall oder farbintensiven (Erdbeeren!!!) Lebensmitteln muss man etwas vorsichtig sein, aber das war es auch. Einmal im Jahr leicht Überschliffen und neu geölt und fertig.
Die nächste Küche (dann vom Schreiner) bekommt wieder ne Massivholzplatte.
 

Hoosier

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Du siehst, es gibt hier zwei Lager :emoji_wink:

Der Pflegeaufwand bei der Massivplatte ist höher, und es werden Spuren sichtbar bleiben. Wenn das ok ist für Dich, dann gut. Ansonsten lass es.

Ich würde zu Stein raten :emoji_slight_smile:
 

uwe_

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bin selber vor paar Jahren umgestiegen auf Leimholz an verschiedenen Arbeitsflächen in Küchen, und hatte schon:
- Birke, lackiert: würd ich nicht wieder machen, lack zu empfindlich, Holz zu weich
- Buche, gebeizt und lackiert, würd ich nicht wieder machen, lack zu empfindlich, Buche ist sonst gut, keine Probleme gehabt mit Nässe, auch nicht am Spülbecken
- Eiche, geölt - bis jetzt das beste optische Ergebnis nach Gebrauch. Steht jetzt so 2 Jahre, wird fast täglich da gekocht, und ist gut in Schuss. An einer Stelle müsste ich mal ganz leicht nachschleifen, da hat entweder jemand mal direkt auf der Arbeitsplatte geschnitten, oder es sind einfach Kratzspuren durch sonstigen Gebrauch.
also klar: +1 für Holz
 
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Ich bin auch im Team Massivholz bei der Arbeitsplatte. Wenn das Waschbecken perfekt dicht montiert wurde das kein Wasser reinkriechen kann sehe ich kein Problem. Das man eine heiße Pfanne nicht ohne Untersetzer auf die Arbeitsplatte stellt gilt für die meisten Oberflächen. (Außer Granit, Marmor, Stahl)
 

carsten

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Hallo

die Arbeitsplatte bei meiner Oma war Span Dekor und um die 40 Jahre alt. Optisch nicht mehr up to date aber ohne das da was aufgequollen war. Die bei meinen Eltern hat ca 35 Jahre auf dem Dekor. Vor über 25 Jahren ist mal eine Schüssel aus einem der Oberschränke gefallen und hat ne Beschädigung von ca 5 *5 mm verursacht. Mit Hartwachs aufgefüllt und Nagellack versiegelt. Hält seit dem. Dekor Eiche.
Kenne etliche Küchen ähnlichen Alters. Auch da keine Schäden.
Küchenarbeitsplatten aus Spanplatte sind seit Jahrzehnten üblich und erprobt. Enorme Dekorvielfalt. Man darf halt nicht die Baumarkt oder gar IKEA und CO nehmen. Da sollte man sich schon bewusst sein das es da erhebliche Qualitätsunterschiede gibt. Wenn es um Budget geht wäre ich eindeutig bei Span
 

magmog

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Guuden,

Apla mit HPL-Belag hält sehr lange, nicht drauf schneiden, nichts werfen, nichts rauhes schieben.
Mit dünner Malaminharzbeschichtung nur als Provisorium.
Dichtes Hartholz wie Buche, Ahorn, Hard Maple mit Parkett Hartwachsöl,
alle paar Jubeljahre mal leicht abgezogen und neu eingelassen,
hält über viele Generationen.
 

teluke

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In allen unseren Küchen, mit Ausnahme des Ferienhauses, sind Steinplatten.
Nicht weil wir die schöner finden sondern einfach wegen der Unempfindlichkeit.

Im Ferienhaus wird die Küche nicht so oft genutzt und immer sauber gehalten.
Da sieht die Eiche massiv Platte aus wie neu.
Ist in jedem Fall schöner als Stein.
 

Mister G

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Esstisch ist übrigens auch Ahorn, ist seit den frühen 90ern der Familienesstisch bei meinen Eltern gewesen. Die haben einen anderen, wieder Ahorn, und der andere ist bei uns eingezogen. Auch der sieht nach der 2. Generation Kleinkinder noch sehr gut aus, natürlich hat er ein paar Gebrauchsspuren, aber nicht der Rede Wert.
Hi fried.chicken,
sind Eure Ahornplatten roh oder geölt?
Wenn geölt: womit?
 

Handjive

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Ich habe schon mal eine Küche in Kernbuche (Fronten und Arbeitsplatte) und eine mit einer Ahornplatte gebaut.

Bei beiden haben sich, nach ca. 7 und 9 Jahren bisher keine Probleme ergeben.

Kuche1.jpg Kuche1.jpg
 

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Mr.Ditschy

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Bei Ikea ist die günstigste Variante eine Spanplatte, die mit Laminat überzogen ist (189 €).
Ich bin ein großer Freund von richtigem Holz und kein Fan von Plastik. Deswegen hatte ich überlegt,
-----
Nun dürft ihr alle auch nochmal euren Senf dazu geben, damit ich mir noch unsicherer (Spaß - hoffentlich sicherer) in meiner Entscheidung werde.
Bin auch ein Freund von Naturholz, doch würde nicht mal mehr die Küchen Fronten in Naturholz nehmen ... also wenn zur Wahl, würde ich als Alternative, definitiv zur Spanplatte in Laminat Naturoptik als Arbeitsplatte greifen.
 

seifel1212

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Guten Morgen zusammen,

Jetzt hab ich endlich Zeit gehabt, mir all eure Nachrichten durchzulesen. Erst mal vielen Dank, für die unterschiedlichen Erfahrungen und Hinweise!
Es lässt sich allerdings sehr leicht erkennen, dass es anscheinend echt eine 50/50 Geschichte ist. Ich würde sagen, wir sind uns alle einig, dass man mit einer Spanplatte am ehesten keine Probleme bekommen wird. Bei den Leimholzplatten ist es wohl etwas komplizierter. Da ich die Küche bei IKEA heute bestellen muss und im gleichen Atemzug entscheiden muss, ob ich die Spanplatte mit bestelle oder mehr eine Leimholzplatte im Baumarkt oder beim Holzhändler kaufe, denke ich, dass ich es mit der Leimholzplatte probiere. Diese liegt bei gerade einmal 60 € mehr, und wenn es nach 2-3-4 Jahren trotz Pflege doch starke Probleme geben sollte, die sich nicht mehr vernünftig beseitigen lassen, müsste ich notfalls in die Tasche greifen und noch mal für 190 € die Variante von IKEA kaufen. Das wäre natürlich auch mit etwas Arbeit verbunden (Armaturen und Wandabschlussleisten sow ie Ceranfeld abmontieren), aber der Versuch ist es mir auf alle Fälle wert. Und da denke ich, sind wir auch alle der gleichen Meinung, dass das Kosten technisch noch überschaubar wäre. Die "kaputte" arbeitsplatte könnte ich im Nachhinein schließlich immer noch für andere Dinge nutzen.

Ich werde mich sehr wahrscheinlich für die Variante Buche entscheiden, weil ich diese auch in meiner Werkstatt habe und bisher sehr zufrieden bin. Wenn ihr noch irgendwelche tollen Pflegetipps habt, dann immer nur raus damit! Man lernt ja schließlich nie aus :emoji_grin:

Also noch mal Danke an euch alle und erst mal ein schönes Wochenende!
 

Neige

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Mal so verallgemeinert, es gibt sie nicht, die perfekte Küchenarbeitsplatte.
Nachfolgende Überlegungen:

Kocht man sehr viel und will der Pflege weniger Aufand schenken, dann Keramik oder Granit

Steht Hygiene an oberster Stelle, Edelstahl

Scheut man die Pflege nicht, dann Vollholz, passt auch schön zu Landhausstiel und verstreut Wohlbehagen.

Alternativen sind Quarzkomposide oder beschichtete Platten.

Zusätzlich gilt es zu berücksichtigen welche Längen und Breiten stehen zur Verfügung um z.B. unschöne Stöße zu vermeiden.

Vor und Nachteile brauchen hier denke ich nicht erörtert zu werden, da gibt es im WWW genügend Hinweise.

Zu guter Letzt entscheidet auch noch das Budget.



dass man mit einer Spanplatte am ehesten keine Probleme bekommen wird
Wenn die Platte fachgerecht montiert ist, kann man lange Freude daran haben.


Bei den Leimholzplatten ist es wohl etwas komplizierter
Würde ich so nicht sagen, auch die kann bei richtiger Montage und Pflege ein Küchenlebenlang halten.
Wenn ihr noch irgendwelche tollen Pflegetipps habt

Meine persönliche Empfehlung
https://shop.natural-farben.de/Natural-Moebel-Hartoel/Natural-Moebel-Hartoel
 

teluke

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Bin auch ein Freund von Naturholz, doch würde nicht mal mehr die Küchen Fronten in Naturholz nehmen ... also wenn zur Wahl, würde ich als Alternative, definitiv zur Spanplatte in Laminat Naturoptik als Arbeitsplatte greifen.
Da widerspreche ich massiv!!!
Holz muss nur holzgerecht verarbeitet werden dann ist es der Spanplatte haushoch überlegen.
 

Küstenharry

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Massivholzanleimer
Man kann ALLES drauf stellen.
So habe ich die alte Nolte Küche im Hauswirtschaftsraum gepimt. Unkaputtbar und günstig. 60x 60 Fliesen genommen, Mosaik Steinchen für die schmalen Streifen und eine 18 mm Kantenleiste aus sibirischer Lärche sowie OSB als Unterbau.
 
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