42qm Terrasse in Hanglage

TK1990

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Hallo zusammen,

ich bin im Bereich Terrassenbau ein Anfänger, aber handwerklich nicht unbegabt. Daher plane ich die Erstellung meiner 42qm Terrasse selbst, benötige aber etwas Hilfe. Insbesondere ist mir wichtig, dass die Unterkonstruktion stabil genug ist, um bspw. einen Geburtstag mit 30 Personen darauf zu feiern. Außerdem gibt es einen Höhenunterschied in der Länge von 60cm, aufbauend von Anfang bis Ende.

Die Terrasse wird 6 Meter breit und 7 Meter lang. Die gesamte Unterkonstruktion besteht aus KVH Fichte NSI. Ich wollte 10x10 Pfosten in H-Anker in Punktfundamente setzen. Insgesamt 16 Fundamente, jeweils 2 Meter Abstand (Spannweite).
Darauf kommen 16x8cm Balken. Darauf im Abstand von 40 cm 10x6 Balken und darauf wiederum die Dielen.
Die Aufbauehöhe ist also schon enorm, sodass ich auch einiges an Erde wegschaffen muss, damit ich die Unterkonstruktion einheitlich realisieren kann.

Aufbauhöhe:

Pfosten in H-Anker: ca. 30 cm
Balken 16x8: 16 cm
Balken 10x6: 10 cm
Dielen: ca 2,5 cm
Gesamt: 58.5 cm

Das bedeutet, dass ich im hinteren Teil mit 60 cm Höhenunterschied nichts abtragen muss, weiter vorne aber umso mehr. Meine Annahme war, dass die Unterkonstruktion lieber einheitlich sein sollte, weil das Ganze ja mit der Witterung "arbeitet" und ich deshalb nicht vorne und hinten unterschiedliche Lösungen haben sollte.

Denkt Ihr, das ist überdimensioniert oder genau richtig? Habt Ihr eine kostengünstigere, aber gleichzeitig stabile Variante? Ich habe auch Varianten gesehen, bei denen die Balken seitlich am Pfosten verschraubt wurden, weiß aber nicht, wann das in Ordnung wäre hinsichtlich Traglast.

Ich würde mich sehr über Hilfe freuen. Falls Angaben noch fehlen, gebt gerne Bescheid.

Danke vorab und viele Grüße
Theo
 

wirdelprumpft

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Irgendwie kommt mir da ne Stützmauer in den Sinn. Verfüllen ist einfacher als graben.
Dann kann man mit normaler Aluunterkonstruktion+ Stellfüße arbeiten die verrotten nicht im Gegensatz zu KVH
 

Micha83

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Wenn es nicht überdacht ist, rate ich auch davon ab.
Wir hatten eine 20 qm Holzterrasse in Stelzenbauweise aus Douglasie, ebenfalls im hang aber deutlich mehr Höhenunterschied.
Nach knapp 10 Jahren war die an den Verbindungen so vergammelt, das ich sie abreißen musste.
Es sind dann Schalungssteine und Betonplatten geworden.
 

happyc

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Einen a.d. Waffel
Schau mal hier:
https://www.woodworker.de/forum/threads/balkonkonstruktion.139939/
das ist die UK von einem Balkon, der im 1. OG luftumspült ist / war, also so gebaut, dass die Feuchtigkeit (theoretisch) gut wieder abtrocknen kann.
Da du deine Unterkonstruktion für die Terrasse deutlich näher an die Erde baust, wirst du sehr schnell Probleme mit Feuchtigkeit / Staunässe / Spritzwasser bekommen, und deine Unterkonstruktion wird nicht lange halten.

Ich würde auch über Stützmauer(n) und auskoffern / auffüllen nachdenken, und dann entweder wie von wirdeprumpft geschrieben ne Alu-UK oder Steinplatten.
 

weissbuche

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Fichte, Douglasie alles Hölzer die in die Widerstandsklasse 3 oder schlechter gehören, dazu in Erdnähe verbaut. Wenn dann noch wenig oder kein Holzschutzmittel verwendet wird, ist der Mißerfolg geplant.
 

IngoS

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Hallo,

von Fichte als Unterkonstruktion muss ich dringend abraten. Mein Vorbesitzer des Hauses hatte die Terrasse mit Fichtenbalken unterbaut. Die sind gefault, so das die Schrauben der Dielen nicht mehr gehalten haben. Nachdem Christiane durch eine lose Planke verunfallt ist, (leider erst nachdem) habe ich alles abgerissen und neu gemacht.

Gruß Ingo
 

TK1990

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Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Die Terrasse wird größtenteils nicht überdacht. Damit habe ich meine Antwort bzgl. Unterkonstruktion.

Dann hätte ich noch folgende Idee: Ich könnte die Punktfundamente mit KG-Rohren (allerdings Durchmesser 25cm, nicht 30cm) erhöhen und diese bis oben mit Beton füllen. Darauf könnte ich wiederum die Alu-Unterkonstruktion setzen. Wäre das ein gute Alternative? Das würde ähnlich wie hier aussehen:

Anhang sicherheitshalber entfernt. Daher hier der Link zum Bild: https://www.hausjournal.net/wpc-dielen-alu-unterkonstruktion

Allerdings weiß ich nicht, welche Dimensionen die Hauptträger haben bzw. wie groß die Spannweite sein sollte. Die aufliegenden Querbalken wären 29x49 mm.
 
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magmog

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Guuden,

steht da zu nichts in dem Artikel, aus dem illegal (Urheberrecht nicht beachten ist strafbar!)
das Bild kopierte wurde?

Auszug aus den Forumsregeln mit denen sich jeder hier Beitragende einverstanden erklärt hat.:

„Achte auf die gesetzlichen Regelungen
Verbreite keine verbotenen Texte oder Bilder. Es existieren mehrere Gesetze zum Recht an Texten und Bildern, die zu berücksichtigen sind. Zum Beispiel das Urheberrecht. Bilder sollten daher immer von dir stammen. Du muß nachvollziehbar alle Rechte an den Bildern haben die du auf woodworker.de hochgeladen hast. Du solltest das Bild selbst gemacht haben. Bedenke, Screenshots sind keine eigenen Bilder und auch Bilder die dir jemand geschickt hat, sind keine eigenen Bilder. Auch deine Texte sollten von dir stammen, vorzugsweise in deutscher Sprache verfasst sein und sich am Artikelthema orientieren. Zitate sind mit Ursprung und Quellenangaben zu versehen."

https://www.woodworker.de/impressum/forumregeln/
 
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TK1990

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Guuden,

steht da zu nichts in dem Artikel, aus dem illegal (Urheberrecht nicht beachten ist strafbar!)
das Bild kopierte wurde?
Leider nein. Ich habe den Beitrag einmal editiert. Danke für den Hinweis.
Auch half die Google-Bildersuche nicht. Zwar gibt es viele Beiträge mit dem Bild, allerdings geht kein Beitrag auf die Hauptträger ein.
 

WoodyAlan

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Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Die Terrasse wird größtenteils nicht überdacht. Damit habe ich meine Antwort bzgl. Unterkonstruktion.

Dann hätte ich noch folgende Idee: Ich könnte die Punktfundamente mit KG-Rohren (allerdings Durchmesser 25cm, nicht 30cm) erhöhen und diese bis oben mit Beton füllen. Darauf könnte ich wiederum die Alu-Unterkonstruktion setzen. Wäre das ein gute Alternative? Das würde ähnlich wie hier aussehen:

Anhang sicherheitshalber entfernt. Daher hier der Link zum Bild: https://www.hausjournal.net/wpc-dielen-alu-unterkonstruktion

Allerdings weiß ich nicht, welche Dimensionen die Hauptträger haben bzw. wie groß die Spannweite sein sollte. Die aufliegenden Querbalken wären 29x49 mm.
So hab ich’s gemacht. 34m2 am Hang und 110cm unterschied am höchsten Punkt. Mitm erdbohrer 30cm breite Löcher gebohrt, 20er Kg Rohre rein, mit Beton verfüllt und mittig hehr eine 16er gewindestange gesetzt. Dann 12x8 kvh Balken drauf, drauf in 50cm Abstand Lärche 70x45 UK und darauf die Dielen. Mit 25 Personen feiern wackeln auch keine Gläser…
 

WoodyAlan

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Egal wie: wenn kein Alu als UK verwendet wird muss Dachpappe auf die UK mit seitlichem überstand bissl nach unten gebogen. Dann fault da auch nix. Und für die Dielen empfehlebuch Terrafix anstandshalter. Damit hast immer den richtigen dielenabstand inkl. Abstand zur UK. 1000er pack Ebay kostet ned viel, macht aber vieles einfacher
 

TK1990

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Danke erst einmal. Anbei ein Foto der Lage:
IMG_1368.jpg

Rechts der Ausstieg auf die Terrasse über die Terrassentür (ca. 20 cm über den aktuellen Platten), dabei wird sich die Terrasse 7 Meter nach links strecken (aus dem Blickwinkel im Bild). Bis zur letzten Palisade im Hintergrund sind es 4 Meter. Die Terrasse wird also noch 3 Meter weiter nach links gehen, daher der steigende Höhenunterschied.
 

FredT

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Solche Konstruktion 42m² für 30 Personen haben wir im Metallbau aus soliden I- und U-Trägern errichtet. Da wackelt nix, biegt sich nix durch, fault nix weg. Grundkonstruktion feuerverzinkt... Lass dir ein Projekt machen; die Terasse wird dich überdauern. Vor allem hast du geprüfte Sichewrheit und Gewährleistung. Oder du hast eine sehr gute Versicherung:emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:ersonenschäden sind schweineteuer.
 

TK1990

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Alles, was ich mit Alu berechnet habe ist deutlich teurer, in etwa doppelt so teuer. Außerdem würde ich das Ganze gerne selbst umsetzen. Daher wäre die von WoodyAlan umgesetzte Variante mein Favorit.

Das würde bedeuten:

- im 2 Meter Raster 30er Punktfundamente, darin 20er KG Rohr, alles mit Beton verfüllen und Gewindestange einbetonieren
- 160x80 KVH anbringen
- Dachpappe oben drauf, seitlich leicht rausragend
- Darauf 100x60 KVH anschrauben
- Darauf ebenfalls Dachpappe, seitlich leicht rausragend
- Terrassendielen

Klar, ich habe die Feuchtigkeit von unten, keine Frage. Könnte das trotzdem so haltbarer werden? Was ich hier oft gelesen habe, ist, dass es besonders an den Verbindungen/Auflagepunkten gammelt. Dem wäre mit der Dachpappe ja einigermaßen vorgebeugt. Alternativ könnte ich dort zusätzlich Gummipads auflegen.

Was denkt Ihr?
 

WoodyAlan

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Was nimmst du für Dielen bzw. mit welcher Stärke? Ichbhab 34er Lärche Dielen. Die UK Kanthölzer haben einen Abstand von 50cm. Da federt dann auch nix. Meine Fundamente haben ca nen Abstand von. 1,20m. Finde da zwei Meter schon ordentlich.
 

TK1990

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Was nimmst du für Dielen bzw. mit welcher Stärke? Ichbhab 34er Lärche Dielen. Die UK Kanthölzer haben einen Abstand von 50cm. Da federt dann auch nix. Meine Fundamente haben ca nen Abstand von. 1,20m. Finde da zwei Meter schon ordentlich.
Man wird mich ggf. steinigen, aber es werden BPC Dielen. Ich habe aktuell mit Kleinkind usw. einfach nicht die Zeit, mich 1-2 Mal jährlich intensiv um die Pflege zu kümmern, daher sollen diese wenig Pflege bedürfen. Außerdem gefällt uns das optisch besser, obgleich ökologisch wirklich schlecht. Thermo-Holz ist mir leider zu teuer.

Der Abstand der Punktfundamente ergibt sich durch die starken Balken von 160x80 mm, sowie darauf aufliegend in 40 cm Abstand die 100x60 mm Balken. Das sollte locker reichen und ich muss weniger Punktfundamente setzen. Da mache ich mir weniger Sorgen.

Eine Frage hätte ich noch: Wie hast Du das Gefälle realisiert? Wenn ich die KG Rohre entsprechend zuschneide mit 2% Gefälle, dann liegen die Balken ja nicht eben auf.
 

WoodyAlan

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Man wird mich ggf. steinigen, aber es werden BPC Dielen. Ich habe aktuell mit Kleinkind usw. einfach nicht die Zeit, mich 1-2 Mal jährlich intensiv um die Pflege zu kümmern, daher sollen diese wenig Pflege bedürfen. Außerdem gefällt uns das optisch besser, obgleich ökologisch wirklich schlecht. Thermo-Holz ist mir leider zu teuer.

Der Abstand der Punktfundamente ergibt sich durch die starken Balken von 160x80 mm, sowie darauf aufliegend in 40 cm Abstand die 100x60 mm Balken. Das sollte locker reichen und ich muss weniger Punktfundamente setzen. Da mache ich mir weniger Sorgen.

Eine Frage hätte ich noch: Wie hast Du das Gefälle realisiert? Wenn ich die KG Rohre entsprechend zuschneide mit 2% Gefälle, dann liegen die Balken ja nicht eben auf.
Ok, geschmäcker sind verschieden, meins wärs nicht. Bei ner holzterrasse bin ich leidenschaftslos. Außer konstruktivem holzschutz keine pflege, einfach nutzen. Im Frühjahr geh ich falls notwendig mitm Hochdruckreiniger und UFO mit minimalem Druck drüber und gut is. Meine is jetzt 9 Jahre alt und Tip top. Ölen verlängert die Lebensdauer nur minimal, gleichzeitig wärs aber viel wiederkehrender Aufwand in Zeit Arbeit und Kohle.

Das Gefälle (2 grad wär mir zu wenig um steigendes Wasser zu verhindern) stellst du mit den gewindestangen (Mutter/scheibe/balken/scheibe/mutter) für die Gesamtfläche ein.

Due fundamentrohre werden mit nem schnurgerüst im Raster gesetzt und ausgerichtet, daran orientieren sich dann auch die gewindestangen. Damit diese sauber sitzen ist eine hilfsvorrichtung sinnvoll: kleine Box aus Holz mit mittigen Bohrungen als Führung der gewindestange zum aufsetzen aufs Rohr. Das selbige muss dazu aber schon sauber senkrecht am schnurgerüst ausgerichtet sein. Klingt aufwändig, is aber halb so wild.
 

Micha83

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Das sieht doch aber auch bescheiden aus, kg Rohre wie Spargelstangen.
Da kannst du wirklich mit Schalungssteinen die Außenkontur mauern, mit Beton ausgießen.
Auffüllen, abrammen, Split ziehen Platten drauf, fertig.
Ist vom Aufwand sicher ähnlich und kostet sicherlich auch nicht mehr, wie mit Holz. Dafür dauerhaft.
 

TK1990

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Dann haste aber keinen "Lebensdauerfaktor" drin.
In 10 oder 15 Jahren denkste dir "Hätte ich mal".
Dann wäre dieses Jahr nur die Unterkonstruktion drin :emoji_grin: Das müsste ich mal mit der Regierung besprechen.
Ok, geschmäcker sind verschieden, meins wärs nicht. Bei ner holzterrasse bin ich leidenschaftslos. Außer konstruktivem holzschutz keine pflege, einfach nutzen. Im Frühjahr geh ich falls notwendig mitm Hochdruckreiniger und UFO mit minimalem Druck drüber und gut is. Meine is jetzt 9 Jahre alt und Tip top. Ölen verlängert die Lebensdauer nur minimal, gleichzeitig wärs aber viel wiederkehrender Aufwand in Zeit Arbeit und Kohle.

Das Gefälle (2 grad wär mir zu wenig um steigendes Wasser zu verhindern) stellst du mit den gewindestangen (Mutter/scheibe/balken/scheibe/mutter) für die Gesamtfläche ein.

Due fundamentrohre werden mit nem schnurgerüst im Raster gesetzt und ausgerichtet, daran orientieren sich dann auch die gewindestangen. Damit diese sauber sitzen ist eine hilfsvorrichtung sinnvoll: kleine Box aus Holz mit mittigen Bohrungen als Führung der gewindestange zum aufsetzen aufs Rohr. Das selbige muss dazu aber schon sauber senkrecht am schnurgerüst ausgerichtet sein. Klingt aufwändig, is aber halb so wild.
Mit den Unterlegscheiben und Muttern macht natürlich Sinn. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht.

Zum Setzen der Gewindestange wollte ich mir Kanthölzer zuschneiden mit einem Loch in der Mitte. Sollte nach meinem Verständnis klappen. Das mit der Holzbox von Dir verstehe ich nicht ganz. Hast Du ein Bild o.ä.?
 
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