Shaper Origin erfahrung

isso

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Ganz interessant, bin aber mit meiner Lösung für meine Anwendung gut bedient. Das automatische runden ist ganz praktisch
 

HolzandMore

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Mal eine Frage an die Profis, Shaper mit dem ganzen Zubehör und dann noch den Benchpilot dazu, wäre eine Portalfräse in dieser Größe nicht günstiger und flexibler? Oder warum macht man das? Der Platz in der Werkstatt wäre ja der selbe.
Gruß Andi
 

Tokoloshe

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Shaper ist tragbar, kannst du theoretisch mit zum Kunden nehmen, kannst beliebig große Teile bearbeiten im Freien etc. Das kann meine Fräse nicht (dafür kann die ganz viele andere tolle Sachen, die die Shaper nicht kann). Und man kann die Shaper ganz gut wegpacken.
Shaper hat jetzt inzwischen auch eine Bearbeitungsstation, da scheint es schon sehr wie eine Portalfräse zu sein von der Idee (und kostet auch so viel), die könnte man gut ersetzen.
Ich würde sie mir nicht kaufen, kann aber gut verstehen, warum die einen Markt hat. Bin immer noch böse, dass die Compass verklagt haben und der seine Fräse einstellen musste (obwohl die von der Technik her anders funktioniert hat): https://makezine.com/article/digital-fabrication/machining/compass-cnc-heads-forward/
 

isso

ww-robinie
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Shaper ist easy. Wer ein Handy bedienen kann kommt damit klar. Dazu guter Support und Platzbedarf Nähe null.

Das sind die Argumente für mich und meine sehr konventionelle Produktion.

Es ist halt ein Problemlöser, bzw erweitert sie die Möglichkeiten.

Eine Steigerung des Durchsatzes schafft sie nie, Umsatz nur wenn man gute Ideen hat.
 

HolzandMore

ww-robinie
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Und der Benchpilot? den montiert man doch auf einer Platte mit den Domino-Streifen drauf, dann braucht der doch genausoviel Platz wie eine kleine Portalfräse?
 

holzer1998

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Den benchpilot brauchst du grundsätzlich nicht. Der erweitert die Shaper aber zu einer kleinen Portalfräse, die auch allein fräst, da du sie sonst ja immer von Hand führen musst.

Dadurch gewinnt sie weiter an Möglichkeiten.

Wie @isso schreibt, die Shaper ist ein Problemlöser, ersetzt viele Vorrichtungen, Schablonen etc., die man sich extra bauen müsste oder dient auch dazu Schablonen herzustellen um danach dann damit eine kleine Serie zu produzieren.

Ich habe sie jetzt seit 3 oder 4 Jahren und gebe sie erst her, wenn ich Platz, Geld und Bedarf für eine große CNC habe.
 

heiko-rech

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Hallo,
es ist immer schwierig, die Origin und das ganze System drumherum mit einer stationären Portalfräse zu vergleichen. Die Konzepte dahinter sind einfach zu unterschiedlich. Mit der Origin kann man erst einmal relativ klein, also mit der Maschine selbst starten. Die kostet ca. 3500 Euro, was natürlich viel Geld ist. Aber damit und zwei Rollen Tape kommt man schon recht weit. Es gibt dutzende Baupläne für Erweiterungen, die man selbst bauen kann. Oder man kauft sich als Nächstes die Workstation und macht sich damit das Leben leichter. Benchpilot war für mich ein riesiger Sprung, da ich für den Onlineshop auch einige Teile immer wieder mal in Kleinserie fertige. Man kann das ganze System also nach und nach kaufen und muss die ca. 6000 Euro für das Komplettpaket nicht auf einmal ausgeben. Eine Portalfräse muss man eben komplett kaufen.

Weitere Vorteile wurden ja bereits genannt. Der Benchpilot wiegt ca. 15 Kg. ,kann also auf einer Platte montiert durchaus auch an die Wand gehängt/ gestellt werden. Somit bleibt das Shaper System immer noch extrem kompakt.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil, ist die Bedienung. Das geht alles viel einfacher, als bei einer Portalfräse mit einem CAD/CAM. Vieles kannst du direkt an der Maschine machen, wie z. B. einfache Formen, Bohrungen, Fingerzinken. Alles andere geht in Shaper Studio im Browser viel einfacher, als in einem CAD. Vieles funktioniert automatisch, beispielsweise das Abbremsen an Ecken und kleinen Konturen bei der Verwendung von Benchpilot. Und im Gegensatz zu vielen anderen Firmen macht Shaper (Demnächst Festool) ständig neue Videos, in denen die Funktionen und Möglichkeiten gut erklärt werden.

Und wenn du das alles nicht möchtest, kannst du die Maschine auch ohne WLAN, Internet und Shaper eigene Software nutzen. Zum Erstellen von Konturen kannst du z.B. Inkscape benutzen und die Daten per USB übertragen. Selbst Updates kannst du per USB einspielen. Es gibt also keinen Onlinezwang, aber die Onlinefunktionen machen vieles einfacher und bequemer.

Ich bin der Meinung, dass die Origin gerade für kleine Betreibe durchaus eine Alternative zur großen CNC sein kann, wen sie richtig eingesetzt wird. Der Einmann-Betrieb kann mit einem Gesamtinvest von 6.000 Euro dann Dinge anbieten, für die ansonsten eine große CNC für mehrere zehntausend Euro nötig wäre. Beispielsweise eine Tischplatte in Elipsenform, eingefräste Schriftzüge, Beschläge, die komplexe Fräsungen erfordern und vieles mehr. Und das alles bei kurzer Einarbeitungszeit, ohne teure Schulungen etc.

Ich habe die Shaper Origin auch lange Zeit unterschätzt. Das sollte man nicht machen. Man sollte sich die Möglichkeiten anschauen und sich vor allem auch überlegen, was man damit machen könnte, was vorher nicht ging. Wenn man mit der Origin nur das macht, was man bisher mit den vorhandenen Maschinen auch gemacht hat, bringt sie natürlich keine Vorteile. Das ist aber bei jeder anderen CNC genau so.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Shaper und setze sie auch immer öfter auch in Onlinekursen ein.

Gruß
Heiko

Hier mal ein paar Bilder vom aktuellen Projekt:
(Ja, das könnte man auch alles mit herkömmlichen Maschinen machen)
 

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wirdelprumpft

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Portalfräse in dieser Größe
Bei den kleinen Portalfräsen ist der einzige Vorteil das sie alleine Fräsen.
Teilegröße ist limitiert
Ausfräsungen an der Plattenkante ab einer gewissen Länge (Maschinentisch bis Boden) nicht mehr möglich.
Wobei das bei Shaper evtl. auch ein Problem sein könnte.
Software von Sharper scheint gut zu sein also schnell zu erlernen.
Bei kleiner CNC (1000x600mm) mit Mach3 braucht man schon mehr Zeit bis man alles kann Inkl. CAD zeichnen.
Spannsystem benötigt man auch usw.

Sharper hätte ich mir bestimmt gekauft, aber da hatte ich schon ne 5-Achs
Manches kann die Sharper mit Sicherheit schneller erledigen als ne große CNC
 

heiko-rech

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Hallo,
Manches kann die Sharper mit Sicherheit schneller erledigen als ne große CNC
Z.B. Scharnierfräsungen (bis hin zu Tectus) in Kanten. In Kombination mit Plate ganz einfach und schnell. Die Maschine kommt zum Werkstück. Auf der großen CNC braucht man da mitunter ein Winkelaggregat. Die Alternative ist dann wieder die Oberfräse mit Schablone.

Gruß
Heiko
 

holzer1998

ww-robinie
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Ich kann alles, was @heiko-rech schreibt so bestätigen.
Ich hatte mir zusätzlich zur Shaper eine kleine Portalfräse (40x30cm) gekauft um Teile, die ich häufiger benötige damit fräsen zu können.
Als der Benchpilot rauskam habe ich sofort gewechselt.
Ja, das ganze System ist nicht billig. Aber es baut komplett aufeinander auf. Die Zubehörteile wie Workstation, Plate, den Haltewinkel für Plate kann man sich auch selbst herstellen. Dafür gibt es im sog. ShaperHub sogar Dateien zum runterladen und nachfräsen.

Ich kann es eigentlich nur wiederholen, die Shaper ist ein Problemlöser und ersetzt viele Vorrichtungen. Wer viel große Teile in Serie (Lochreihen in Schrankseiten, Verbindungsbohrungen, größere Menge an Freiformteilen etc.) machen will ist mit der Shaper sicher nicht gut bedient. Da ist dann eine große CNC oder ein Bearbeitungszentrum (auch als Durchlaufmaschine) wesentlich besser aufgehoben.
Braucht aber auch mehr Platz und Geld dafür.
 

wirdelprumpft

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Tür ist etwas was ich immer mit CNC machen würde die lässt sich super spannen und ist danach komplett fertig inkl. Schlosskasten, Falz etc.
Denke da eher an Kleinteile die sich mit unter nur schlecht spannen lassen also alles was nicht mehr über die Sauger spannbar ist. 500x40x15 oder so
Sicherlich gibt es eine Vielzahl von alternativen Systemen zum spannen auf der Maschine aber die haben dann andere Einschränkungen und kosten je Stück zwischen 600-1800 Euro - da ist dann schon ne Shaper drin…
 

isso

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Ach, ganz wichtig:

Macht unheimlich Spaß und erweitert sehr frustlos den Horizont!

Fasziniert wirklich einfach das Teil!
 

Christian81

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Kann auch nur sagen das ich das Invest nicht bereut habe. Der Kundenservice ist super, die Qualität stimmt. Für mich ist es eine Allround Maschine. Ob mal spezielle Bänder fräsen, Taschen oder LED's. Es klappt damit einfach sauber und gut. Wenn ich überlege was wir früher immer für einen Schablonen Haufen hatten nach diversen Projekten. Auch der Bench Pilot ist eine tolle Sache, benutze die Shaper dadurch deutlich öfter um Kleinserien zu fräsen etc. Der Platzbedarf ist auch wirklich nicht viel. Für mich eine der besten Maschinen der letzten Jahre.
Das was Heiko schreibt kann ich so unterstreichen.

Gruß Christian
 

heiko-rech

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Hallo,
eine sehr schöne Funktion, die direkt integriert, ist sind Fingerzinken. Ich habe das schon mehrfach genutz und immer mit perfekten Ergebnissen. Mit Benchpilot geht das bis zu einer Breite von 450mm. Mit etwas vorsichtigen Einstellungen, was Vorschub und Zustellungen angeht, dauert das Fräsen zwar recht lange, aber dafür ist dann auch alles wirklich ausrissfrei und passt sehr gut.

Ich lasse die Flächen gegenüber dem Hirnholz immer etwas überstehen, damit sich die Zinken auch gut und einfach verleimen lassen.

Ungleichmäßige Zinken lassen sich in Shaper Studio sehr einfach erstellen:
1791370169149.png

Wer das noch nicht mit seiner Shaper ausprobiert hat, sollte das unbedingt mal machen. Offene Schwalbenschwanzzinken muss ich auch unbedingt mal ausprobieren.

Gruß
Heiko
 

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schorsch

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Hallo,
kann man mit dieser Fräse auch Geld verdienen oder frisst sie einem unnötig Zeit weg.
Man kann natürlich Anwendungen konstruieren die nur mit einer CNC Fräse machbar sind, aber vieles wird auch damit gemacht was mit Standardmaschienen viel rationeller ginge.
Georg
 

heiko-rech

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Hallo,
kann man mit dieser Fräse auch Geld verdienen oder frisst sie einem unnötig Zeit weg.
Das hast du selbst in der Hand.
Man kann natürlich Anwendungen konstruieren die nur mit einer CNC Fräse machbar sind,
Man sollte seinen Kunden einen leicht finanzierbaren Mehrwert bieten, der ohne diese Technik einfach zu teuer ist.
aber vieles wird auch damit gemacht was mit Standardmaschienen viel rationeller ginge.
Dann hat man CNC nicht verstanden.
Was ich hier gezeigt habe stammt aus dem aktuellen Onlinekurs. Sogesehen verdiene ich also mit der Maschine Geld. Der Kurs ist für Einsteiger und zeigt in erster Linie, wie das grundsätzlich mit der Maschine funktioniert. Machbar ist aber viel mehr. Am Ende kommt es immer darauf an, was man aus einer neuen Technik macht.

Neue Technologien (wobei CNC ja nun alles andere als neu ist) sollten nicht dazu benutzt werden, Dinge zu tun, die man bisher mit den vorhandenen Maschinen auch machen konnte. Es geht darum sich und seinen Kunden neue Möglichkeiten zu eröffnen, die nicht zu teuer werden. Wenn man das macht, kann man damit auch Geld verdienen.

Ein Beispiel: Ein Kunde möchte einen Tisch haben. Mit Standardmaschinen wird der rechteckig, weil rund nun mal teuer wird. Mit einer CNC, auch wenn es "nur" eine Shaper Origin ist, kannst du mit geringem Aufwand beispielsweise die schmalen Seiten des Tisches in einem leichten Bogen ausführen statt einfach nur gerade. Oder du machst irgendwo Bögen dran, ohne großartig Schablonen zu bauen. Vielleicht verwendest du auch andere Beschläge, die du bisher nicht verwendet hast, weil das Einfräsen zu viel Zeit gekostet hat.

Ich fräse mit der Origin zum Beispiel Teile für Bausätze, also Kleinserien. Ohne diese Maschine könnte ich diese Bausätze nicht anbieten, weil der Herstellungsaufwand einfach zu hoch wäre und die Bausätze zu teuer.

Wie ich schon geschrieben habe, gerade die Shaper Origin bietet einen recht preiswerten Einstieg in die CNC-Technik. Die Einarbeitung ist einfach und 6.000 Euro für eine Vollausstattung sollten einen halbwegs gut laufenden Betrieb nicht gleich in den Ruin treiben.

Gruß
Heiko
 

wirdelprumpft

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Fräse auch Geld verdienen oder frisst sie einem unnötig Zeit weg
Arbeitsplattenausschnitt + Aussparung für die Spannelemente oder Tectus-Türband
Normale Oberfräse - Schablone bauen oder kaufen dann fräsen ggf. braucht man noch speziellen Anlaufring oder Fräsdurchmesser.

bei Sharper hoffen das der Beschlag in der Bibiothek vorhanden ist - laden, fräsen, fertig.
Wenn nicht gibt es bei Häfele etc. die CAD-Datenbank wo ich mir ab und an die Konturen hole, wenn ich das auf der CNC mach.

Was ist Rational, schwieriges Thema
Nehmen wir mal ei Türblatt mit 4 Lichtausschnitten 300/300 mm

Herkömmlich: Formatsägen (1), Fälzen an der Tischfräse (2), Schlosskasten mit Kettenstemmer(3), Stulpfräsung mit Oberfräse, Bänder werden mit Schablone gebohrt. Lichtausschnitt meist mi 30 mm Anlaufring und Obefräse mit selbst gefertiger Schablone. Löcher für Drücker und PZ meist mit Bohrer.(4)

Was davon die Sharper kann weis ich nicht, ich hab keine.
Vermutlich bis auf das Fälzen alles und das ohne Schablone.
Anzahl Werkstückbewegung liegt auch bei (4)

CNC macht mit einer Aufspannung alles ggf. auch noch Nut für Kältefeind.
Finde ich sehr angenehmes Arbeiten. Es kann keine Schablone verrutschen und die Ausfräsungen sind immer exakt.

Der Vorteil der CNC - weniger Werkstückhändling, darin liegt mit unter der größte Zeitgewinn
neben der deutlich höheren Präzision gegenüber herkömmlichen Maschinen.
Programierzeiten entspricht in etwas den Rüstzeiten bei herkömmlichen Maschinen.
 

isso

ww-robinie
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Heiko hat es gut auf den Punkt gebracht.
Nicht statt, einfach anders.

Mein größter Einsatzbereich ist Schablonen für Oberfräsen oder die Tischfräse zu bauen.

Klein oder groß ist da irrelevant.

CNC wäre für mich utopisch und sinnlos.

Zum Thema "sich etwas zu überlegen" hänge ich Bilder an.
 

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Avogra

ww-esche
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kann man mit dieser Fräse auch Geld verdienen oder frisst sie einem unnötig Zeit weg.
Man kann natürlich Anwendungen konstruieren die nur mit einer CNC Fräse machbar sind, aber vieles wird auch damit gemacht was mit Standardmaschienen viel rationeller ginge.
Aus meiner Sicht bedienen konventionelle CNC Fräsen und die Origin sehr unterschiedliche Bedarfe, auch wenn der Einsatz-Zweck auf den ersten Blick sehr ähnlich wirkt.

Ich denke, dass konventionelle CNC Maschinen viele Aufgaben deutlich effizienter machen als Standardmaschinen, steht außer Frage, ganz besonders wenn es um Serienfertigung geht, einfach weil kein Mitarbeiter gebunden wird.

Die Origin kann das sicher nicht leisten und ist im professionellen Umfeld wohl eher ein Nischen-Gerät. Genau für diese Nischen kann sie sich aber schnell auszahlen.

Die besonderen Merkmale sind unter anderem:
* Sehr geringe Rüstzeiten. Die SVG Dateien sind schnell erstellt und aufgespielt oder man kann das Design sogar direkt am Gerät erstellen. Danach Fräser einspannen, Tape aufkleben, Werkstück antasten und los geht's. Ich als Hobby-Schreiner brauch dafür oft weniger als 5 Minuten. Mit gelegentlich wiederkehrenden Aufgaben und Plate sogar wesentlich schneller.
* Gerät kann auch zum Werkstück transportiert werden. Damit sind zB präzise Ausschnitte, auch von komplexen Konturen, an fertigen Möbeln trivial.
* Unkomplizierte Bearbeitung auf der Kante, zB Eckverbindungen wie Zinken, Beschläge, etc.

Damit ist sie prädestiniert für:
* komplexe Einzelstücke,
* Herstellen von Schablonen für konventionelle Maschinen,
* Anpassung von fertigen Teilen, zB. nachträgliche Änderungswünsche vom Kunde
* Einlegearbeiten (das ist wirklich unverschämt einfach),
* Ausbesserungen oder Einlegearbeiten in Parkett,
* flexibler Problemlöser,
* alles was mir gerade nicht einfällt...

Gerade der letzte Punkt ist auch nicht zu unterschätzen. Ein sehr schönes Beispiel finde ich ganz profane exakte runde Ausschnitte. Ich hatte schon öfter den Bedarf zB passgenaue Löcher für Rundstäbe herzustellen. Die haben ja fast nie genau den Nenndurchmesser. Konventionell ist es wirklich aufwändig zB ein 29,7mm Loch zu bohren oder Fräsen. Mit Origin sind das unter 10min incl auspacken und aufräumen.

Ob eine Schreinerei damit Geld verdienen kann hängt sicher stark von ihrer Ausrichtung ab. Aber für einige Betriebe zahlt sie sich sicher aus.
 

Christian81

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Wie man sie nutzt ist jedem selbst überlassen. Ich kann ja nur für mich sprechen. Wenn ich im Möbelbau irgendwelche Verbinder oder Beschläge einfräsen möchte oder eine kleine 3 mm Lochreihe dann greife ich logischerweise zur Shaper. Auch wenn das einstellen oder einrichten etwas Zeit in Anspruch nimmt, es zahlt sich aus. Ich bekomme ein perfektes Ergebnis wenn alle Parameter stimmen. Jeder Schreiner hat ja seine Schwerpunkte. Da findet man doch öfter Anwendungen wie man denkt. Türen mache ich z.B fast gar nicht, dafür würde ich sagen ist die Shaper einfach zu leicht um in einer 40 mm Röhrenspan irgendwelche Ausschnitte zu fräsen. Da weiß ich das sich das nicht rechnet. Ich denke immer nur so wie ich es früher gelernt habe, in einem Betrieb ohne CNC, wie oft wir Schablonen gebaut haben, die aber immer nur für ein Projekt gebraucht wurden. Herstellen, Probefräsen und wieder nachbessern. Brauche ich jetzt nicht mehr. Selbst für mich der Null Erfahrung mit CAD oder sonstigen Zeichen Programmen hat, komme wunderbar mit Shaper Studio klar und kann alles was ich brauche irgendwie aus dem Holz fräsen. Habe Anfang des Jahres eine Eckbank gebaut, wusste nicht wie ich die Lehne mit Fuß vernünftig herstellen soll. Das ganze gezeichnet und eine Schablone 1:1 gefräst, dann alle Teile am Anlaufring gefräst. Hätte ich ohne Shaper nicht so gut und perfekt hinbekommen. Oder mal eben einen gewissen Durchmesser fräsen, sei es für einen Durchlass oder sonst was.
Ich glaube ich verdiene jetzt nicht durch die Shaper mehr Geld, aber ich liefere eine bessere perfekte Arbeit ab, in dem ich verschiede Dinge wie Aussparungen an Rückwänden etc. nicht mit der Stichsäge versuche sondern diese in 5 Minuten perfekt und Ausrissfrei fräse. Das Gerät unterstreicht meinen Anspruch auf eine gute und saubere Arbeit und das sehen die Kunden dann ja auch.
Selbst mit der Shaper alleine, ohne Bench Pilot oder Workstation kann man schon richtig viel machen, klar kostet auch 4000€. Aber die Shaper hat den riesen Vorteil das sie jede Größe bearbeiten kann. Das war für mich der Hauptgrund diese zu kaufen.
 

heiko-rech

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Hallo,
der Vollständigkeit halber:
Gestern habe ich die Fingerzinken verleimt, zu denen ich einige Beiträge schon Bilder zur Entstehung gezeigt habe. Die Zinken wurden so gefräst, dass das Hirnholz minimal zurückstand. Das macht das Verleimen sehr einfach und man kann überall schön Pressdruck erzeugen. Die Überstände wurden dann mit dem Bandschleifer bündig geschliffen. Das Ergebnis kann man glaube ich als perfekt bezeichnen.

garderobe_14_bandschleifer.jpg garderobe_14_zinkung.jpg

Gruß
Heiko
 
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