Wasserbasierer Lack auf Reste alter (Öl-) Kunstharzlacke ist unproblematisch wenn die Vorbereitung stimmt, also alles gut angeschliffen und gut gereinigt wurde. Da die Erfahrung zeigt, dass man bei Fenstern beim Schleifen halt doch nicht ganz alles erwischt, bin ich großer Freund des klassischen Anlaugens. Das entfettet, reinigt und rauht auch dort an, wo man bei der Strafarbeit "Schleifen" ein wenig nachlässig war.
Anders herum ist es tatsächlich kritischer. Hier wird die Grundregel "von hart nach weich" verletzt: die meist Acryl-basierten Binder der Wasserlacke sind weicher und können auch vom Kunstharzlack angelöst werden. Kann gut gehen, aber ist eher riskant als anders herum.
Ich würde bei Fenstern möglichst bei KH bleiben. Wichtig ist halt, dass es ein sog. Ventilack ist und Eignung für "nicht maßhaltige" Hozbauteile verspricht. Das liest man zwar ungern über die eigenen Fenster, aber technisch ist das korrekt. Sikkens ist super, aber das gilt gleichermaßen für alle anderen, gängigen großen Marken. Wenn man ein wenig sparen möchte, nimmt man eine Hausmarke der großen Malerbedarf-Firmen. Da steht dann meistens auch ein renommierter Hersteller dahinter. Ich habe gute Erfahrungen mit den Eigenmarken von Bito und Brillux gemacht, die auch recht günstig sind.
Anders verhält es sich mit den Eigenmarken der Baumärkte. Von "Swing Color" und Konsorten rate ich dringend ab. Hab schon zu viele Heimwerker um mich herum daran verzweifeln sehen. Ich selbst halte mich von diesen Marken allerdings schon so lange fern, dass eigene schlechte Erfahrungen schon sehr lange zurück liegen und die Erinnerungen allmählich verblassen.