Nussplatte trotz regelmäßigem Ölen stumpf - wie aufbereiten?

holzwurm1220

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Liebe Holzwerker

unsere Nuss Küchenplatten wurden vor 8 Jahren vom Küchenbauer geliefert. Es lag ein Pflegeset der Firma Andrei bei. Wir haben die Arbeitesplatte alle 1-2 Jahre geölt. Die wenig beanspruchten Flächen sind gut erhalten (siehe Anhang). Mitterweile haben wir jedoch viele Stellen, die recht gräulich sind (auch im Anhang). An einer Stelle hebt sich sogar leicht eine Fuge ab. Das Ölen reine Ölen führt mittlerweile leider zum gleichen Ergebnis.

Ich habe jetzt vor Kurzem einen Waschtisch aus Ahorn gebaut und das Holz von Körnung 80 bis 240 abgeschliffen, dazwischen, gewässert und gesaugt, anschließend vier mal mit Hartöl eingelassen. Trotzdem sind schon leichte Wasserflecken erkennbar. Das hatten wir bei der Nuss Platte nie (auch dort wurden Wassertropfen schonmal stehen gelassen).

Ich wollte jetzt die Arbeitsplatte mit 240K abschleifen und nochmal einlassen. Hätte aber Angst, dass sie dann noch empfindlicher wird (wie der Ahorn). Bis jetzt war sie ja zumindest gegen Wasser, Ölflecken absolut immun.

Über eure Einschützungen Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße
 

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Pareto

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Ich kann mir nicht helfen... Für mich sieht das lackiert aus.

Wenn du ein gutes Hartöl hast, mit dem du dich auskennst: Mach das!:emoji_thumbsup:
Die Optik wird dann eine andere sein - wenn du mich fragst: Eine schönere.

Vorher checken: Für Ahorn nimmt man i.d.R. aufhellende Öle, die nicht anfeuern - für Nussbaum das Gegenteil!
 

Leibhaftiger

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Disclaimer: Ich bin kein Profi, aber seit >10 Jahren Erfahrung mit Bau geölter Möbel.

Die grauen Flecken sind in meine Augen normale Abnutzungsspuren mit Vergrauung. Passiert bei stark genutzten Oberflächen wie einer Arbeitsplatte schon mal. Wenn die wieder so aussehen soll wie neu, hilft nur Abschleifen und Oberfläche neu aufbauen.
Wie lange hatte der Waschtisch Zeit auszuhärten, bevor er verwendet wurde? Meine Erfahrung ist, dass die Oberflächen mindestens 3-4 Tage Zeit haben sollten, komplett auszuhärten, bevor sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Wenn das Öl noch nicht ganz durchgehärtet ist, gibt es sehr schnell Flecken bzw es ist deutlich weniger robust/belastbar.

Beim Öl auf jeden Fall nicht sparen, nimm ein gutes Arbeitsplattenöl, (z.B. von Natural Farben oder Osmo) und halt dich an die Herstellerangaben zur Verarbeitung. Dann dürfte da eigentlich nichts schief gehen.
 

holzwurm1220

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Ich kann mir nicht helfen... Für mich sieht das lackiert aus.

Wenn du ein gutes Hartöl hast, mit dem du dich auskennst: Mach das!:emoji_thumbsup:
Die Optik wird dann eine andere sein - wenn du mich fragst: Eine schönere.

Vorher checken: Für Ahorn nimmt man i.d.R. aufhellende Öle, die nicht anfeuern - für Nussbaum das Gegenteil!
Greift sich schon geölt an. War auch ein Ölfplegeset dabei. Das würde mich schon sehr wundern.

Beim Ahorntisch habe ich ein weißpigmentiertes genommen, damit die Farbe nach Ölung ident bleibt. Das war dann auch so.

Disclaimer: Ich bin kein Profi, aber seit >10 Jahren Erfahrung mit Bau geölter Möbel.

Die grauen Flecken sind in meine Augen normale Abnutzungsspuren mit Vergrauung. Passiert bei stark genutzten Oberflächen wie einer Arbeitsplatte schon mal. Wenn die wieder so aussehen soll wie neu, hilft nur Abschleifen und Oberfläche neu aufbauen.
Wie lange hatte der Waschtisch Zeit auszuhärten, bevor er verwendet wurde? Meine Erfahrung ist, dass die Oberflächen mindestens 3-4 Tage Zeit haben sollten, komplett auszuhärten, bevor sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Wenn das Öl noch nicht ganz durchgehärtet ist, gibt es sehr schnell Flecken bzw es ist deutlich weniger robust/belastbar.

Beim Öl auf jeden Fall nicht sparen, nimm ein gutes Arbeitsplattenöl, (z.B. von Natural Farben oder Osmo) und halt dich an die Herstellerangaben zur Verarbeitung. Dann dürfte da eigentlich nichts schief gehen.

So sehe ich das auch. Für mich stellt sich nur die Frage, ob ich einfach mit K180 oder K240 abschleife und dann mehrmals öle ODER ob ich nochmal einen Zwischenschliff mit Wasser abwischen mache. Was meint ihr?

Beim Waschtisch habe ich mit Naturalfarbe gearbeitet. Bei der Nuss Platte würde ich zum Osmo tendieren.

Den Waschtisch habe ich dreimal alle 24h geölt, dann nochmal nach 3 Tagen und nach 2 Wochen schließlich erst installiert.
 

holzwurm1220

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Ich kann mitterweile durch die Rückmeldung des Herstellers Anrei ergänzen : Die Platte wurde damals mit Schellack vor dem Ölen behandelt. Beides bekomme ich zugesendet.

Ich solle wie folgt vorgehen:
- K240 abschleifen
- Mit Schellack grundieren
- K320 zwischenschleifen
- 3-4mal Ölen

Muss gestehen, dass ich Schellack in Verbindung mit Ölen zum ersten mal höre.
 

brubu

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Ich glaube da hat auch der "Hersteller" keine Ahnung. Das Holz ist grau und muss gründlich geschliffen werden. Falls das Graue nicht ganz weg ist wird es noch schlimmer.
Danach braucht es nur Öl und sonst gar nichts.
 

Pareto

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Schellack ist toll, aber nicht sehr strapazierfähig.
Das Öl darauf kann zwar noch einen öligen Schimmer erzeugen, aber nicht ins Holz eindringen, wie es eigentlich sollte.
Jetzt fehlt stellenweise der Lack und stellenweise ist er noch da.

Für mich macht dieser Oberflächenaufbau keinen Sinn.
Abschleifen und Ölen - das wäre das Richtige.

Zur Körnung: Mit 240er aufhören ist ok, aber du solltest deutlich grober anfangen. Kommt ein bisschen auf den Zustand an:
(100) - 120 - 180 - 240
Wässern ist bei Öl eigentlich nicht nötig, schadet aber auch nicht (gut trocknen lassen).
 

flüsterholz

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Das funktioniert schon so, wie vom Hersteller empfohlen. Schellack mit oder ohne Füllstoffe kann als Schnellschleifgrund oder auch Sperrschicht eingesetzt werden. Was hier, denke ich, erreicht werden soll, ist ein Sperrgrund, der verhindert, dass der Ölanteil des Hartöles ins Holz eindringt. Würde man den Schellack nicht vorher auftragen, würde an den Stellen, wo die alte Hartölfläche geschädigt ist, das neue Hartöl einsinken und nach 3 Neuaufträgen nur ein leichter Glanz entstehen. An den nicht geschädigten Stellen wäre es dann aber schon hochglänzender, da hier sofort schichtbildend. So könnte man das komplette Abschleifen umgehen. Farbliche Unterschiede wird es wahrscheinlich geben, aber der Schutz wäre wieder vorhanden.
Möglich wäre vielleicht noch, dass der Schellack eingefärbt oder sehr dunkel ist. Das könnte die grauen Stellen etwas kaschieren. Da kann ich aber nur spekulieren.
Seltsam finde ich eher, dass zwischen den einzelnen Ölschichten kein Zwischenschliff erfolgen soll. Könnte aber auch an der Zusammensetzung des Öles liegen.
Wässern zwischen einzelnen Ölaufträgen, ist meiner Ansicht nach, kontraproduktiv.
 

brubu

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Das funktioniert schon so, wie vom Hersteller empfohlen.
Eine Arbeitsplatte ist eine stark strapazierte Oberfläche, wenn etwas aufgebracht wird das das Eindringen des Öls verhindert oder bremst sieht die Fläche später wieder so aus. Wenn wir richtig gut ölen kennen wir solche Probleme nicht. 8 jährig und alle 1-2 Jahre geölt kann fast nicht sein oder das Öl konnte nicht eindringen. So wie der Rest der Platte aussieht kann es fast nicht sein, dass die teilweise so schlecht ist.

Wenn der Hersteller Anrei ist sehe ich dort in den Anleitungen nichts von Schellack.

So wie ich es sehe schleifen die Hobbyisten zu fein, unser Ölhersteller gibt K 120-150 an, bei uns ist meist bei K 150 fertig. Wenn das Holz zu fein ist saugt es weniger.
 

magmog

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.... hochwertiges Hartwachsöl für Parkett. Hat hohe Abriebswerte, graut nicht bei Wasser, trocknet schnell.
Je nach Hersteller in verschiedenen Glanzgraden.

Haben deutlich über 20 Jahre viele Alpas, Stufen, Möbel, Fensterbänke, Tische.... zur allgemeinen Zufriedenheit damit behandelt.
 

WinfriedM

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Die Bilder wirken auf mich so, als wäre das ein eher schichtbildendes Öl, was dann so ähnlich wie ein Lack wirkt. Wenn man das wirklich sauber machen will, müsste jetzt erstmal die Schicht und die Vergrauung runtergeschliffen werden. Dann würde ich wieder mit einem schichtbildenden Öl arbeiten. Das wäre z.B. Osmo Hartwachsöl im passenden Glanzgrad. Nach Einzugszeit würde ich Restöl auf der Oberfläche soweit verschlichten, dass nur noch eine haudünne Schicht auf der Oberfläche erhalten bleibt. Und diese Behandlung dann mindestens 3 mal.

Pflegeöle taugen oft nicht...
 

brubu

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Pflegeöle taugen oft nicht...
Die heissen nur so, das ist normales Öl stark verdünnt damit es leicht aufzutragen ist und nicht klebt. Ich wollte auch einmal Pflegeöl bestellen, da sagte der AD das kannst du auch selber verdünnen.............

Ein Gedanke zu Hinweisen zu Schellack etc. wenn der Hersteller wirklich vor dem Ölen irgendetwas aufträgt das die Aufnahme des Öls bremst, kann das wohl nur sein um zu scheckiges, teilweise zu starkes Anfeuern zu verhindern. Das hilft aber nichts in Sachen Oberflächenqualität wenn weniger Öl aufgenommen wird schützt es weniger.

Bei grossen Möbelherstellern wird industriell, schnell gearbeitet, die Qualität der Oberflächenbehandlung kann aber nicht mit mehr Marketing wettgemacht werden.
 

flüsterholz

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@holzwurm1220 kann es sein, dass die Schäden in Bereichen auftreten, in denen die Platte vermehrt Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt ist? Kaffeevollautomat, Espresso, etc? Das schafft auf Dauer keine Oberfläche. Da würde nur eine entsprechende Unterlage neue Schäden verhindern.

Edit, und das nächste Mal ein anderes Holz nehmen. Nussbaum ist eher suboptimal für Arbeitsplatten.
 

MTrp

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Die grauen Stellen sind die Folge davon, dass dort die Oberflächenbeschichtung abgetragen worden ist und das ungeschützte Holz dann vergraut. Das Intervall zum Nachölen war sicherlich deutlich zu groß. Ich kenne diese Problematik - in deutlich geringerer Ausprägung - von den stärker beanspruchten Stellen an unserem Nuss-Esstisches. Er ist ebenfalls von Anrei und ich habe auch so ein Pflegeset dazu.

Das Öl ist definitiv nicht schichtbildend, man könnte sonst auch nicht einfach nachölen. Wie gut oder schlecht dieses Öl ist bzw. ob andere besser schützen und länger halten, wage ich auf Basis meiner überschaubaren Erfahrungs- und Vergleichswerte nicht zu beurteilen. Wir haben sonst mit dem Tisch keine Probleme, behandeln ihn aber auch recht pfleglich und haben keine kleinen Kinder. Eine Küchen-Arbeitsplatte ist aber sicher deutlich größeren Belastungen ausgesetzt.

Für einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit wäre ein Hartwachsöl besser. Allerdings ist die Wachsschicht meines Wissens empfindlich auf übermäßige Wärmeeinwirkung - damit wären wir bei einem Hartöl.

Betreffend Schellack und Öl: Meines Wissens kann man sehr hellen Schellack vor dem Ölen auftragen, um das Anfeuern zu reduzieren, oder dunkleren Schellack nach dem Ölen um die Maserung noch weiter zu betonen. Vielleicht hat @heiko-rech Zeit und Lust seine Expertise dazu hier zuteilen?

Betreffend die ungewöhnliche Hersteller-Empfehlung die Oberfläche zum Erneuern mit K240 abzuschleifen: Ich erkläre mir das damit, dass bei ungeübten Amateuren damit die Gefahr reduziert wird, dass zuviel und/oder unregelmäßig Material abgenommen wird.
 

heiko-rech

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Hallo,
Betreffend Schellack und Öl: Meines Wissens kann man sehr hellen Schellack vor dem Ölen auftragen, um das Anfeuern zu reduzieren, oder dunkleren Schellack nach dem Ölen um die Maserung noch weiter zu betonen. Vielleicht hat @heiko-rech Zeit und Lust seine Expertise dazu hier zuteilen?
Erst Leinölfirnis zum Anfeuern und dann noch Schellack funktioniert. Die Oberfläche kann schön glänzend gemacht werden, ist aber nicht so robust, was den Kontakt mit Wasser und Alkohol angeht. Ein Video dazu gibt es hier:
https://kurswerkstatt-saar.com/schellack_ganz_einfach/
(zweites Video)
Erst Schellack und dann Öl habe ich noch nicht probiert, scheint mir aber auch nicht gerade logisch. Ganz dünn Schellack vor dem Beizen habe ich schon gemacht, das führt zu einem gleichmäßigeren Bild z.B. bei Buche und anderen Hölzern, die gerne wolkig werden. Anschließend dann aber Lack drauf.

Gruß
Heiko
 

flüsterholz

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Es funktioniert aber. Manche Drechsler machen das als Oberfläche. Also erstmal Schellack und dann irgendein Öl. Dem Öl oder den Harzen im Hartöl ist das ziemlich egal, ob sie an der Luft oder im Holz aushärten, bzw trocknen. Ein Teil des Öles wird auch durch den Schellack noch ins Holz einziehen, zumindest der erste Auftrag. Danach bildet es aber nur noch Schichten.
Ich mag diese Vorgehensweise persönlich aber auch nicht, da man auf den Schutz, den das Öl im Holz bewirktt, verzichtet. Ich bevorzuge aber ein ähnliches Verfahren für Tischplatten. Ich nehme nur andere Harze in einem Halböl gelöst. Die sperren auch nicht ganz so gut ab wie Schellack. Die ersten zwei Schichten Hartöl ziehen dann noch teilweise ins Holz. Ab der dritten sind sie dann meistens nur noch schichtbildend. Ab dann nur noch mit Zwischenschliff bis etwa zur 5. Schicht. (hängt immer etwas vom Holz ab) Danach noch eine Schicht Hartwachs aufpoliert.
 

derdad

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Ich kann mir schon vorstellen, dass manche Hersteller mit einer Art Sperrgrund arbeiten um gleichmäßige, schöne Oberflächen zu bekommen. Letztendlich muss jeder Hersteller seine Waren auch verkaufen, und die Kunden keine Fachleute sind, zählt vor allem die Optik und die Haptik. Einem Kunden zu erklären, die Eigene Oberfläche ist zwar nicht so gleichmäßig und greift Sicht nicht soooo glatt an, dafür hält sie länger als jene vom Mitanbieter ist sehr, sehr schwierig.
So wie Lasuren bei den Fenstern. Eine Dünnschichtlasur ist zwar dauerhafter als eine Dickschichtlasur, die Dickschicht gibt dafür optisch und haptisch mehr her. Deshalb verlangen Kunden sehr viel öfter eine Dickschichtoberfläche. Zumindest war es vor 20 Jahren so.
LG Gerhard
 

holzwurm1220

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@holzwurm1220 kann es sein, dass die Schäden in Bereichen auftreten, in denen die Platte vermehrt Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt ist? Kaffeevollautomat, Espresso, etc? Das schafft auf Dauer keine Oberfläche. Da würde nur eine entsprechende Unterlage neue Schäden verhindern.

Edit, und das nächste Mal ein anderes Holz nehmen. Nussbaum ist eher suboptimal für Arbeitsplatten.

Gewissen Flächen sind sicher sehr strapaziert worden. Da kann man die ganze Familie mehrmals einschulen, trotzdem gibt es immer wieder Überraschungen. Die Flächen neben der Abwasch, Kaffeem. und Kochfeld sind dementsprechend stärker beansprucht. Aber auch Flächen die selten mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen und nur mechanisch belastet wurden sieht man schon erste Abnutzungen.
Die Bilder wirken jedoch schlimmer als es tatsächlich ist. Man muss auch dazu sagen, dass die Arbeitsplatte in Sachen Flecken absolut top ist/war. Egal ob Rotwein, heißes Fett oder ähnliches. Selbst bei längerem stehen bleiben hatten wir keine Flecken.

Aus euren Posts lese ich, dass ich mit Schellack doch eher im Experimentierbereich bin. Hartwachsöl aufgrund der Wärme auch nicht geeigent. V.a. neben dem Kochfeld hätte ich da auch meine Bedenken + ich kann einfach nicht ausschließen, dass jemand einen heißen Topf draustellt.

Für mich ergibt sich folgende Vorgehensweise:
- nach 100 - 120 - 150K (grober aufhören) Schliff
- mind. 3 mal Hartöl
- mit Zwischenschliffen

Würdet ihr so vorgehen und welches Hartöl würdet ihr in diesem Fall verwenden?
 

flüsterholz

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Für mich ergibt sich folgende Vorgehensweise:
- nach 100 - 120 - 150K (grober aufhören) Schliff
- mind. 3 mal Hartöl
- mit Zwischenschliffen
Das wäre eine mögliche Vorgehensweise, wenn du eine komplett neue Oberfläche aufbauen möchtest. Dafür müsste die alte aber komplett runter. Für eine Renovierung der bestehenden, so wie vom Hersteller empfohlen. Also mit 240er beginnen. Solltest du so keine glatte Oberfläche hinbekommen, etwas grober, 180er, danach nochmal mit 240er, schleifen. Hängt aber auch vom Schellack ab.
Aber ich müsste das auch Ausprobieren. Jedes Hartöl verhält sich, je nach Inhaltsstoffen (Harzen, Ölen), etwas anders. Manche Hartöle brauchen nach dem Auftrag einen Zwischenschliff, manche verlaufen so gleichmäßig, dass das nicht nötig ist. Ich weiß auch nicht, welcher Schellack das ist, ob mit oder ohne Füllstoffe. Das sind alles Dinge, die ich nur während der Anwendung vor Ort beurteilen und entscheiden könnte. Schleifvliese finde ich übrigens besser für diese Anwendung. Schleifpapier funktioniert, aber nicht ganz so gut.
 

MTrp

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Einen heißen Topf verträgt das Holz auch nicht, da ist die Oberflächenbehandlung irrelevant.

Gewissen Flächen sind sicher sehr strapaziert worden. Da kann man die ganze Familie mehrmals einschulen, trotzdem gibt es immer wieder Überraschungen. Die Flächen neben der Abwasch, Kaffeem. und Kochfeld sind dementsprechend stärker beansprucht.

Ja, das ist einfach so - so eine Arbeitsplatte ist eine Nutzfläche, man möchte sie ohne viel Extraaufwand für das benutzen, für das sie gedacht ist. Aus meiner Sicht ist aber auch festzustellen, dass Holz für solche Flächen nicht sonderlich gut geeignet ist. Ich würde unsere Granit-Arbeitsplatte gegen nichts anderes eintauschen wollen.
 

brubu

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Bei uns gab es vor längerer Zeit viele Arbeitsplatten in Wenge Klötzchenparkett. Die waren sehr dauerhaft und sind es heute noch auch wenn sie nicht gepflegt werden. Selbst wenn die ungepflegt sind lassen sie sich gut schleifen und wieder ölen wie neu. Es kann mit Holz schon funktionieren aber muss sehr gut geölt werden.
 

flüsterholz

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Bei uns gab es vor längerer Zeit viele Arbeitsplatten in Wenge Klötzchenparkett. Die waren sehr dauerhaft und sind es heute noch auch wenn sie nicht gepflegt werden. Selbst wenn die ungepflegt sind lassen sie sich gut schleifen und wieder ölen wie neu. Es kann mit Holz schon funktionieren aber muss sehr gut geölt werden.
Mit Wenge hab ich bisher auch die besten Erfahrungen gemacht. Nur meine Hobeleisen mögen sie nicht.
 
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