Frage bzgl. Herstellung von Rhöner Schwalbenschwanz-Schindeln

fahe

ww-robinie
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Ich denke, die kreisförmigen Ausklinkungen werden beim Anbieter gestanzt. Schindeln werden imho doch ohnehin aus frischem Holz gefertigt, oder? Durch die Keilform des Werkstücks entsteht dann auch der Winkel.

Und wie die keilförmigen Ausgangsbrettchen entstehen, kann man ja auf einem der Bilder sehen.
 

isso

ww-robinie
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Durch die Keilform des Werkstücks entsteht dann auch der Winkel.
Das glaube ich nicht. Ich denke es ist einfach Lufttrocken und wird dann normal verarbeitet.
Hier ist ein Video wie es traditionell gemacht wird. Jedoch in Fichte. Wieso sie in Buche gemacht werden sollen, kann ich nicht recht verstehen. Buche hat eine sehr schlechte Widerstandsklasse.

https://youtube.com/shorts/oXwRGukbsEw?si=iRgQHTB6UPj1FdWB

LG Gerhard
Buche habe ich schon öfter in den Fingern gehabt, also als alte Fassade. Auch als Brettware mit ca 20mm.

Ich denke das ist der Verfügbarkeit und damit Tradition geschuldet.

Spannend finde ich einzige die Fräsung, das sieht aus wie geschwenkt. Das ist garantiert simpel zu lösen!
 

SPYLOO

ww-buche
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......was mich bedenklich stimmt ist, das die Schindeln über die ganze Länge konisch sind.
Der Rest ist Pillepalle.
Ich denke hier werden aus den vorher auf Länge zugeschnittenen einzelnen Blöcken die Keile der Schindeln geschnitten, sollte relativ schnell gehen, Block immer wieder um 180° drehen und fertig:
schindelherstellung-rhoener-holzschindeln.webp

Hast du mal die Maße so einer Schindel, mit der Ausfräsung?
240mmx68mm, der Radius der Ausfräsung ist ca. 35mm.
Ich denke, die kreisförmigen Ausklinkungen werden beim Anbieter gestanzt.
das mag bei den normalen runden Schindeln gestanzt funktionieren, nicht aber bei den Schwalbenschwanzschindeln mit einer Fase.
Hier ist ein Video wie es traditionell gemacht wird. Jedoch in Fichte.
Dachschindeln werden heute immer noch überwiegend gespalten, Wandschindeln damals schon überwiegend gesägt.
Wenn du die Schindeln bauen willst, weil du Bock drauf hast: Mein Respekt, go for it! :emoji_slight_smile:
Hintergrund ist eher, dass ich eigentlich alles am Haus in Eigenleistung realisieren möchte - aber Zeit natürlich schon ein entscheidender und limitierender Faktor ist damit das Häuschen auch irgendwann fertig wird :emoji_wink: . Ziel ist, dass ich die Buche selbst fälle und dann auf die entsprechende Dicke schneiden lasse - dann spare ich mir zumindest den Einkauf des Rohmaterials - mal schauen - wobei ich tatsächlich nicht 100% weiss ob die Schindeln im feuchten Zustand erstellt werden oder nicht, hier gibt es unterschiedliche Aussagen.

Eine Besichtigung des Herstellers ist bereits geplant.
 

Kerstenk

ww-robinie
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Ich denke hier werden aus den vorher auf Länge zugeschnittenen einzelnen Blöcken die Keile der Schindeln geschnitten, sollte relativ schnell gehen, Block immer wieder um 180° drehen und fertig:
schindelherstellung-rhoener-holzschindeln.webp
ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die so aufschneiden, das halten die Handgelenke nicht dauerhaft durch. Man sieht auf der Säge rechts Keilabschnitte liegen, die da noch aufgeschnitten werden. Ich gehe davon aus, dass das die Abschnitte sind, die auf einer anderen automatischen Maschine über bleiben, die werden da eben noch verwertet und nicht entsorgt.
Denn der Preis für die einzelne Schindel, ist zu gering um sie so von Hand zu fertigen, auch die brauchen ihren Stundensatz, der realistisch ist. Wenn sie eine Schindel in 30sec. fertigen, wäre das bei einem Stundensatz von 60 Euro, 0,5€ Lohnkosten pro Schindel.
 

isso

ww-robinie
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Man braucht den Block auch nicht drehen. Man tastet über den Parallelanschlag.

Zwei Klötze mit Abstand der Länge der Schindeln und in Dicke der Schräge. Der vordere muss drehbar hängen. Dann dreht der hoch wenn man durchschiebt.
Bisschen fummeln, dann läuft das aber.

Also eine Art Schlitten braucht man für die Bandsäge, an der FKS hat man den ja.

Beim fräsen ist bei 35mm ja auch kein Thema. Zuführung muss man basteln, sodass man 45° stehend zuführt und dann gerade schwenkt. Halte ich für machbar, kann aber gerade nur in den Sand kritzeln :emoji_sunglasses:
 

brubu

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Das Bild zeigt das Verfahren wie man nach SUVA mit den Stosshölzern Keile schneidet.
 

Manohara

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Holzschindeln empfinde ich als besonders charmant.
Denkmalschutz finde ich zwar nicht charmant, aber oft "gut, dass es ihn gibt".
... aber Altes sinnvoll zu erhalten ist nicht so einfach, wie es schön wäre.

 Hier habe ich den Eíndruck, der Denkmalschutz macht Fehler
Eine Tradition zu erhalten, die ungeschickt ist, kommt mir nicht schlau vor.
Buche für außen ist ungeschickt.
Schindeln zu sägen ist ebenfalls nicht klug.

Der Sachbearbeiter sollte erkennen, dass es kein Fehler ist, wenigstens nach Außen gespaltete Schindeln zu benutzen und ein Holz zu nehmen, was das geschützte Denkmal länger halten lässt.
Aber: ich kann mir gut vorstellen, dass es wenig Zweck hat, dieser oder ähnlicher Meinung zu sein.

In jedem Fall: ein schönes Projekt für das ich viel Glück wünsche - und auch meine, es wäre schlauer, das Material zu kaufen, anstatt es selber zu machen. Da steckt mehr Wissen dahinter, als man selbst so schnell sammeln kann :emoji_slight_smile:
 

sachsejong

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Buche war in der Rhön schon immer vorhanden, der Landstrich hieß auch "Buchonia", das Land der Buchen.
Da die Schindeln zwar bewittert werden, aber abtropfen bzw ablaufen können, ist das Material vielleicht nicht die erste Wahl, wird aber seit Jahrhunderten hier in der Gegend eingesetzt und hat sich bewährt.
Auch Scheunen wurden mit sogenannten "Wäädbrädder" zugeschalt, die unter anderem auch aus Buche gefertigt wurden


@SPYLOO: Ich habe beim Google einige Hersteller gefunden, die diese Art von Schindeln in Buche herstellt. Geht schneller, ist mit Gewährleistung und wesentlich weniger Arbeit verbunden. Meine Meinung....
 

Manohara

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wird aber seit Jahrhunderten hier in der Gegend eingesetzt und hat sich bewährt.
was ich meinte ist: wenn man "etwas sicher besser weiß", sollte man es nicht offenen Auges wiederholen.
Kann ja sein, dass Buche in dieser Gegend "immer schon" für die Schindeln benutzt wurde. Für sowas gibt es ja viele Gründe. Zum Beispiel, dass Buche im Überfluss vorhanden ist und die Handarbeit nicht so viel wert ist wie das Material.
Wenn der Denkmalschutz an dieser Stelle nochmal "durchdacht" würde, würde das geschützte Objekt vermutlich länger halten. Wenn die neuen Schindeln dann mal "hin" sind, wird es vielleicht niemanden mehr geben, der dafür wieder Geld ausgibt.
Ob das Haus mit Schindeln erhalten wird, wird man merken, ob es Buche oder Eiche ist, wird weniger auffallen.
Aber wie gesagt: es hat vermutlich nicht viel Zweck, dieser Meinung zu sein :emoji_wink:
 

sachsejong

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Es ist ja nicht so, dass man alle fünf Jahre neue Schindeln setzt; viele Gebäude sind mit Bucheschindeln verkleidet und das seit mindestens 50 Jahren. Das Material kann also so schlecht nicht sein.
Darüber streiten ist sinnlos- Vorgabe vom Denkmalschutz ist halt eine Vorgabe und kein Vorschlag
 

brubu

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.......yep, gemäß Suva Spanhaube am Spaltkeil und schön hochgestellt, ohne Absauge,
linke Hand lieber deutlich weniger als 120mm vom Sägeblatt entfernt.
Nein. so ist es sicher nicht gemeint, es geht um das Stossholz für die Keile aber mit SUVA Stossholzgriff.
 

flüsterholz

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Buche hat ja auch Vorteile. Es ist nicht so empfindlich bei mechanischer Beanspruchung wie andere Hölzer und lässt sich recht gut spalten, zumindest für Feuerholz, Schindeln habe ich noch nicht probiert. Ich würde auch behaupten, es macht Sinn Buche frisch zu spalten, wenn man die Schindeln auf diese Art herstellen möchte.
Aber ich hätte auch eher an andere Hölzer als Buche gedacht, beim Thema Schindeln. Wir haben hier auch Buche, aber die meisten verschindelten Häuser im Ort haben Eichenschindeln, seltener welche aus Nadelholz. Auf Buche werde ich mal achten, ob das hier auch genutzt wurde. Aufgefallen ist es mir bisher nicht.
 

Manohara

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ich habe halt in meiner Laufbahn mehrfach Buche im Freien vergammeln sehen und sie liegt für mich deswegen in der "nicht für draußen" Schublade.
Es wäre durchaus denkbar, dass es auch andere Erfahrungen gibt ... klar.

Buche halte ich für viele Zwecke für ein supergutes Holz. (nicht, dass hier was missverstanden wird)
 
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wirdelprumpft

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Der Hersteller braucht +-15 sec. für die Herstellung also ca. 30 Stunden für 7400 Stück
Jetzt stellt sich die Frage wieviel Zeit braucht man mehr mit herkömmlichen Maschinen.
KI rechnet mit 12800 min. also ca. 100 sec. Stück und die KI liegt meist nicht schlecht bei so Schätzungen
Die erste KI Schätzung lag deutlich höher weil die zu hochwertig bearbeitet hat also mit Hobeln, Kanten brechen etc. da waren es
168 sec. = 345 Stunden…….
4 m3 Buche lt. KI was ich für zu wenig halte aber ohne genaue Abmessung schwierig zu schätzen.
 

Kerstenk

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168 sec. = 345 Stunden…….
4 m3 Buche lt. KI was ich für zu wenig halte aber ohne genaue Abmessung schwierig zu schätzen.
KI geht aber sehr verschwenderisch mit Zeit und Material um :emoji_grin:
Da ja jede Sekunde am Ende 2 Stunden ausmacht, hat man durchaus Zeit zum Überlegen. Auch bei Standardmaschinen kann man extrem viel rationalisieren. Allerdings sollte die Kreissäge ein wenig Leistung haben, dann kann man mit ein paar Vorrichtungen das aufbauen. Bei mir wären ein paar Führungen, Druckluftzylinder und SPS im Einsatz. :emoji_slight_smile:

hier mal, wie sowas aussehen kann, Rundstabmagazin zum Gewindeschneiden, ich brauchte ein paar km davon
https://www.youtube.com/watch?v=7GKhbQlp3OY
 

WoodyAlan

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Bei der Menge sollte man aber auch die Abnutzung der Maschinen und deren Stromverbrauch mitrechnen, ob man da summa summarum wirklich was spart bezweifle ich. Mir würde da mitten drin sicher ne fräse abeauchen, Murphy und so. Bei den fräsern sollte es auch nicht der 8€ schnapper vom Restposten sein. 2m3 rohwate für 7400 schindeln halte ich auch für sehr optimistisch (außer ich hab mich verlesen).
 

Kerstenk

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Bei der Menge sollte man aber auch die Abnutzung der Maschinen und deren Stromverbrauch mitrechnen, ob man da summa summarum wirklich was spart bezweifle ich. Mir würde da mitten drin sicher ne fräse abeauchen, Murphy und so. Bei den fräsern sollte es auch nicht der 8€ schnapper vom Restposten sein. 2m3 rohwate für 7400 schindeln halte ich auch für sehr optimistisch (außer ich hab mich verlesen).
ich hatte es mal durchgerechnet, sind rund 3m³, bei guter Qualität. Nimmt man BC statt AB, zahlt man nur die Hälfte und hat was mehr Abfall, nicht die Hälfte. Mache ich so, rechnet sich, zumal ich den Rest brauche für den Ofen.
Wenn Maschinen nach so einer, ich sags mal provokant, kleinen Menge schon Verschleiß zeigen, dann sind sie solch einer Aufgabe eh nicht gewachsen. Ein gutes Sägeblatt übersteht das auch, muss halt mal zum Schärfdienst.
 

WoodyAlan

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ich hatte es mal durchgerechnet, sind rund 3m³, bei guter Qualität. Nimmt man BC statt AB, zahlt man nur die Hälfte und hat was mehr Abfall, nicht die Hälfte. Mache ich so, rechnet sich, zumal ich den Rest brauche für den Ofen.
Wenn Maschinen nach so einer, ich sags mal provokant, kleinen Menge schon Verschleiß zeigen, dann sind sie solch einer Aufgabe eh nicht gewachsen. Ein gutes Sägeblatt übersteht das auch, muss halt mal zum Schärfdienst.
Stimmt, aber in aller Regel sind die Maschinen ja nicht neu bei sowas. Den Fuhrpark des TE kennen wir ja ned.
Ich mein ja nur…aus eigener Erfahrung kommt bei größeren Projekten immer was dazu mit dem man nicht gerechnet hat.

Getrocknet muss ja auch werden vor Verarbeitung wenns die eigenen Stämme werden sollen, lohnschnitt zum auftrennen, Transport….
 
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