Teakholz für den Außenbereich leimen

splintholzhacker

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Moin,

nachdem ich mit meinen Teakholz Stühlen durch bin, mache ich mich gerade an meinem Terrassentisch dran.
Leider ist dies eine größere Baustelle als gedacht.
Nicht nur, dass diese auch geschliffen werden müssen, muss hier auch Holz ersetzt und geleimt werden.
Bevor ich aber Holz ersetzte, will ich erstmal das retten was zu retten ist.

Im Forum habe ich gelesen, dass für wetterfeste Verbindungen Leim auf Polyurethan Basis das Beste sein so.
Muss man bzgl. Teak irgendwas beachten und kann jemand einen Leim empfehlen?
Drei 150cm Schraubzwingen liegen bereit.
 

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justplanesteve

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^^^^^Ganz genau!^^^^^

Urethan ist nutzlos, wenn die Verbindungen locker sind oder nicht passgenau gefertigt wurden. Es dehnt sich zu einem schwachen Schaum aus und bietet keinerlei strukturelle Festigkeit.

Entfetten.
Epoxidharz.
Mit geeignetem Füllstoff, wie z. B. Baumwollflocken.
 

Bluenose

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Ich stimme "hlzbt" voll zu, entfetten mit Aceton, nicht mit Nitro, die Klebestellen gut bürsten und sobald trocken, mit Epoxy verkleben, Teak fettet relativ schnell zurück. Für PU müssen die Passungen genau sein, dann hälts.
Und wenn man Geld verschwenden möchte, Teak unbedingt ölen oder lackieren (Ironiemodus aus)
 

flüsterholz

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Vielleicht noch zur Ergänzung. Das Aceton zum Entfetten nur für die Leimstellen nehmen, nicht um die gesamte Oberfläche zu reinigen, als Vorbereitung zum Ölen. Aceton trocknet das Holz zu sehr aus. Alkohol müsste auch gehen. Habe es bei Teak noch nicht verwendet, aber bei anderen ölhaltigen Hölzern. Hauptsächlich wegen des Geruches, Dämpfen, etc.
 

splintholzhacker

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Danke erstmal.
Meine Frage zum entfetten hätte sich damit auch geklärt.
Kann jemand ein Epoxy empfehlen, bisher habe ich immer sehr unterschiedliche Ergebnisse damit erzielt (Reparatur von Kunststoff).
 

SebastianThiel

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Wenn man mit der Menge von Uhu Endfest auskommt, dann kann man das benutzen.
Ansonsten kann man einfach auch jedes andere Epoxidharz in größeren Gebinden kaufen, welches dann um ein vielfaches günstiger ist.
Alle Epoxidharze werden deinen Zweck erfüllen.
 

justplanesteve

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Über Epoxidharze – „Schnellhärtende“ Epoxidharze sind schwächer und weisen eine geringere Haftung auf als Epoxidharze mit längerer Aushärtungszeit. Für tragende Konstruktionen verwende ich sie nicht, wenn sie in weniger als einer Stunde aushärten. Das Epoxidharz, das ich in den USA verwende, ist das WEST-System. Manchmal verbrauche ich 10 Gallonen pro Jahr. Es gibt sicherlich ein deutsches System, das mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser ist. smt
 

hlzbt

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Kann jemand ein Epoxy empfehlen, bisher habe ich immer sehr unterschiedliche Ergebnisse damit erzielt (Reparatur von Kunststoff).
Uiiiii, was hast du damit repariert?

Ich arbeite ebenfalls mit West (@justplanesteve - West ist in D im Bootsbau auch sehr gut eingeführt, hat einen sehr rührigen Vertrieb und hat jedenfalls an Bekanntheit auch SP verdrängt), da ich damit seit ca. 35 Jahren gute Erfahrungen gemacht habe. West hat den Vorteil, dass man mit den typischen Produkten (105 Harz, 205/206 Härter) sowohl nach Gewicht (Küchenwaage) als auch nach Volumen (Spritze) abmessen kann. Außerdem gibt es schnellen und langsamen Härter, wobei der schnelle den Vorteil hat, dass er auch ab +5 Grad C eingesetzt werden kann (der langsame ab 15 Grad). Es ist aber kein "Superschnell-Härter" (auf dessen Probleme hat @justplanesteve schon hingewiesen), und ich arbeite je nach Temperatur mit dem einen oder dem anderen Härter.

Für ein größeres Projekt würde ich auch mal andere Systeme wie Behnke oder R&G probieren, da sie (gerade Behnke) günstiger sind und viele Kollegen beim "Bootsbasteln" ebenfalls sehr gute Ergebnisse hatten, auch mit der Betreuung durch die Firma. Aber das beste System ist das, was man kennt oder für den es den besten Service gibt, daher bleibe ich bei meinem Kleinkram (mittlerweile reicht mir 1l im Schnitt 3-4 Jahre, früher war es deutlich mehr) bis auf Weiteres bei West 105 - 205/206. Und deine Möbel sind wohl auch eher Kleinkram.

P.S.: Wir reden hier nicht von "Gießepoxy" für "River Desks", sonden von strukturellen Klebern
 

splintholzhacker

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Uiiiii, was hast du damit repariert?
Bei einem Fall habe ich damit ein ausgebrochenes Stück ersetzt.
Es ging um einen Metallgriff in einem Kunststoffteil.
Die kraftschlüssige Verbindung und Stabilität habe ich über eine Niete hergestellt.
Das Epoxidharz diente nur als Verschluss der Bruchstelle.
Leider hat das Epoxidharz eine gummiartige Konsistenz beibehalten.
Ohne die Niete hätte es aber nicht gehalten.
Ich glaube, das war "UHU plus endfest" in der Dosierungsspritze.
Eigentlich hatte ich das für eine Reparatur der Küchenarbeitsplatte meines Mieters besorgt,
aber schon damals wollte es einfach nicht erhärten (90 Minuten standen drauf und ich war 4 Stunden da).

Ich benutze gerne Epoxidharz für Reparaturen.
Früher hatte ich ein Epoxidharz von Conrad (Modellbau) das war super, gibt es aber nicht mehr.
Danach habe ich UHU genommen, aber seit ca. 2 Jahren habe ich Pech damit.

Ich habe nur keine Lust mir den Tisch zu versauen, deshalb wollte ich mal nach einem guten Epoxidharz für die Anwendung mit Holz fragen.
Auch weil Teak ein sehr öliges Holz ist.
Ich habe Epoxidharz, bis auf das Verschließen eines Loches in einer Küchenarbeitsplatte (Spanplatte), nur für Kunststoff benutzt.
Bisher habe ich Epoxidharz im Holzbau eigentlich nur zum Vergießen gesehen (Videos) aber nicht als "Leim Ersatz".

Tatsächlich habe ich noch ein Bootsprojekt im Garten stehen. Ist aber weniger Holz, sondern reines GFK.
 

hlzbt

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Leider hat das Epoxidharz eine gummiartige Konsistenz beibehalten.
Ohne die Niete hätte es aber nicht gehalten.
Ich glaube, das war "UHU plus endfest" in der Dosierungsspritze.
Hmm - Spritze verschlossen oder nicht sauber arbeitend? Bei West gibt es "Dosierpumpen",die richtig gut funktionieren - bis sie sich zugesetzt haben. Ich bin (wieder) bei Spritzen (Labor- oder Medizinbedarf) angelangt. Mit UHU plus habe ich noch nie gearbeitet.
Bisher habe ich Epoxidharz im Holzbau eigentlich nur zum Vergießen gesehen (Videos) aber nicht als "Leim Ersatz".
Ich kenne es für Verklebungen seit 40+ Jahren, das Vergießen habe ich hier neulich im Forum erstmals gesehen:emoji_wink:
Bootsprojekt im Garten stehen. Ist aber weniger Holz, sondern reines GFK.
Du kannst Epoxy ja auch zum Laminieren bei GfK (statt Polyester- oder Vinylesterharzen) nehmen; wichtig ist es, dabei ggf. mit Füllstoffen (bei fehlender exakter Formschlüssigkeit) zu arbeiten und beim Laminieren darauf zu achten, dass man mit Epoxy bitte nur mit Rovings (Gewebe) und keine "Sauerkrautmatten" benutzt.
 

SebastianThiel

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Ich hab Uhu Endfest aus den doppelten Dosierspritzen schon viele hundert Male beruflich benutzt und es ist immer hart geworden.
Man muss das, wie jedes andere Epoxidharz, mischen.
Wenn man den Rand oder Boden vom Mischgefäß am Schluss noch auskratzt, hat man immer ungemischte Anteile.
 

splintholzhacker

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Als Info, in den Fällen habe ich die Version mit der Mischdüse benutzt.
Habe auch eine neue "Tube" gekauft und mit Hand gemischt.
Jedes Mal das gleiche Ergebnis.
Seitdem bin ich auf der Suche nach was neuem.

Never ever.
Ist ein Laser 1 und ich muss die Außenschicht wieder aufbauen.
Da geht so was gar nicht.
 

Ikeabana

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@splintholzhacker Die Systeme mit Mischer mag ich nicht. Meistens liegt nur ein zweiter Mischer dabei und wenn dann noch Kleber über ist, muss ich wegwerfen, von Hand mischen oder einen weitere Mischer organisieren. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit UHU Endfest gemacht. bei kleinen Mengen verschätzt man sich schnell beim Verhältnis. Ich wiege das genau ab, weil ich oft nur einen Versuch habe. Bei Metall erwärme ich auf 50°C wenns geht.

@all West ist ein Tipp, den ich mal ausprobieren werde.
 

hlzbt

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West ist ein Tipp, den ich mal ausprobieren werde.
... zur Mengeneinschätzung: Wenn du keine zertifizierten Klebungen brauchst: Meine Reste liegen seit ein paar Jahren im nicht-frostgeschützten Gartenhaus. Ich habe auch mit lange überlagerten Produkten für "Normalbedingungen" (einfache Verklebungen, Anfertigung von Spachtelmasse) gute Erfahrungen gemacht. Sicherheitsrelevante Verklebungen würde ich damit aus Prinzip nicht machen, aber den Rest schon (am Beispiel Boot: nicht die Rumpfverklebung, aber die Innenmöblierung oder die Spachtelmasse).
 
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