Bandsäge Obermoser Liliput - Bandspannung?

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Hat jemand von euch so eine Bandsäge und könnte mir Details zur Bandspannung fotografieren/erklären?
Es ist mir bisher nicht gelungen die Bandspannung so einzustellen, dass ein befriedigendes Schnittbild entsteht, da vorher immer der Bandlauf so beeinflusst wurde, dass mir das Band entgegenlief. Der Bandwechsel ist entsprechend kein Spaß.
Da an der Maschine schon einiges verbastelt wurde, würde mich eine Dokumentation des Originalzustandes oder einer funktionierenden Modifikation brennend interessieren.


Für alle die die Maschine nicht kennen, sie wurde um vermutlich ca 1920 unter den Namen "Liliput" oder auch "Millicut" gehandelt. Der Hersteller Obermoser ist das Unternehmen aus dem die heute bekannte Firma "SEW eurodrive" hervorgegangen ist.
 

Anhänge

  • IMG_20211204_142937.jpg
    IMG_20211204_142937.jpg
    245,1 KB · Aufrufe: 72
  • IMG_20211204_142956.jpg
    IMG_20211204_142956.jpg
    132,9 KB · Aufrufe: 71

Martin45

ww-robinie
Registriert
10. März 2013
Beiträge
7.325
Ort
417xx
Kannst du das obere Rad nicht Kippen, so dass daw Band nicht mehr entgegen läuft?
Eigentlich müsste doch oben für das Rad ein Kippmechanismus sein.
 

TomfromMuc

ww-robinie
Registriert
17. Januar 2011
Beiträge
1.646
Ort
bei München
Hat jemand von euch so eine Bandsäge und könnte mir Details zur Bandspannung fotografieren/erklären?
Ich wünsche Dir, daß sich hier jemand findet. Da die Chance vielleicht nicht hoch ist, wäre es sinnvoller, Du machst Detailfotos Deiner Säge, dann kann man Dir bestimmt helfen. Bandsägen sind kein Hexenwerk, die Einstellung sollte erklärbar sein, wenn man Detailfotos sieht.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 

rafikus

ww-robinie
Registriert
26. Juni 2007
Beiträge
4.236
Ort
Ruhrgebiet
die Bandspannung so einzustellen, dass ein befriedigendes Schnittbild entsteht, da vorher immer der Bandlauf so beeinflusst wurde, dass mir das Band entgegenlief.
Vorher, meint vor was? Beschreibe doch bitte genauer die Schritte und Tätigkeiten, welche du ausführst.
Du legst das Band auf, spannst es leicht (sofern leichtes Spannen möglich ist), drehst an einem der Räder und beobachtest, in welche Richtung das Band eventuell vom Rad runter möchte. Läuft das Band vom Rad runter, dann korrigierst du es über den, oben erwähnten, Kippmechanismus. Nach einigen Versuchen sollte es möglich sein die endgültige Bandspannung zu erreichen, wobei das Band keine weitere Tendenz zum "weglaufen" hat.

Schlimmer wäre es, wenn die Ausrichtung des unteren Rades nicht mehr stimmt, aber gehen wir erst mal davon aus, dass dort niemand etwas verstellt hat.

Die Bandführungen hast du erst mal zurück gestellt?
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Also bei dieser Maschine ist das obere Rad nur höhenverstellbar (für die Bandspannung) und das untere Rad auf der Motorwelle ist kippbar für den Bandlauf.
Dazu hängt der Motor hinten auf einem Bolzen
und ist vorn in einer Führung geführt - siehe Bild:
IMG_20260803_122803.jpg

Die Schraube unten habe ich schon nachgerüstet, da sonst bei losem Band oder ohne Band der Motor soweit rumschwenkt, dass das Rad an meiner Absaughaube (das Blech hinten) anliegt und sich nicht mehr drehen lässt.
Die Sternschraube oben unter dem Tisch drückt auf einen federbelasteten Anschlag, dieser ist aber so weich, dass vor erreichen einer guten Bandspannung der Motor schon zu hoch gezogen wird.
Ob diese Feder aber überhaupt original und die Sternschraube nicht schon mal gekürzt wurde, weiß ich nicht.
Das Kupferblech ist nur da um das Spiel zu reduzieren, sonst rappelt das arme Ding gar fürchterlich.
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Das hat jetzt nichts mit der Bandspannung zu tun, aber die Maschine hatte beim Kauf auch einen zweiten Motor. Dieser war nachträglich rangetüddelt.
Die Maschine hatte bei Auslieferung einen Einphasenmotor mit Kondensator und entsprechendem Schalter.
Irgendwann, dem Material nach in den 50ern oder 60ern ist dieser Motor mal sehr kunstvoll auf Drehstrom umgewickel und das Typenschild halbherzig angepasst worden.
Vermutlich ist der Vorbesitzer daraus nicht schlau geworden und hat dann einen anderen Motor darunter geflanscht. Dieser hat mit einen Keilriemen dann den Originalmotor am Wellenstummel für die flexible Welle angetrieben.
Die Messwerte der Wicklungen im Originalmotor waren exzellent, weshalb ich den Huckepack-Motor entfernt und die Kugellager ersetzt habe. Die mochten den Riemenzug nicht.

Und weil da schon so viel verändert wurde, weiß ich natürlich nicht wie es mal gedacht war.
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Heute ist die bestellte Zollschraube eingetroffen um die Sternschraube mal zu ersetzen. Gar nicht ganz so einfach eine 3/8" 16G ind 3" Lange mit durchgehendem Gewinde zu finden, mit Schaft ist das leichter... Gut dann eben Bronze...
Damit ließ sich jetzt der Bandlauf immerhin so festsetzen, dass eine deutlich höhere Bandspannung möglich war. Dies hatte auch zur Folge, dass ich erstmals an einem Anschlag sägen konnte, ohne dass sich spontan die Richtung änderte...

Die neue Schraube, wenn sie sich bewährt, bekommt sie den originalen Sterngriff:

IMG_20260804_123829.jpg

Der Anschlag, etwas schräg, aber einigen anderen Bandsägennutzern bei YT nach ist das nicht ungewöhnlich:

IMG_20260804_123851.jpg

Das Ergebnis in einer alten Schubladenfront aus Eiche, links mit Anschlag, rechts noch ohne, also freihändig nach Anriss:

IMG_20260804_123909.jpg

Das Band könnte meinetwegen noch etwas weiter auf der Rolle laufen, aber da muss ich die silberne Anschalgschraube, die ich gestern gezeigt habe noch etwas nacharbeiten - Kopf zu hoch oder Kontermutter zu hoch:

IMG_20260804_124007.jpg IMG_20260804_123958.jpg


Nicht so toll finde ich wie die Bronze-Schraube die Feder verdrückt. Da die Feder aber eh auf Anschlag komprimiert ist, ist das irgendwie auch egal...:

20260804120943.jpg
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Jetzt kommt aber ein anderes Problem zum Tragen:

Die Räder sind nicht rund und die PU-Bandagen gleichen da natürlich nichts aus. Die Traktor-Reifenschlauch-Bandagen vom Vorbesitzer taten das vermutlich auch nicht und die Maschine macht den sich windenden Zitteraal.
Nun möchte ich die Graugussräder ungern bearbeiten, also lieber eine Bandage die ich dann rund mache. Unten stelle ich mir das relativ einfach vor, bei dem oberen Rad fehlt mir da noch ein wenig die Idee, ich möchte es eigentlich nämlich nicht ausbauen...
 

brubu

ww-robinie
Registriert
5. April 2014
Beiträge
7.464
Ort
CH
Die Maschine läuft soweit gut aber musst du deine Finger so nah am laufenden Band halten wenn das Werkstück gross genug ist?
Bänder können reissen und die herumfliegenden Enden empfindliche Wunden verursachen. Geschrieben von einem der es kennt an einer Säge deren obere Rolle nicht eingehaust war.
 

Oloide

ww-ahorn
Registriert
2. Juli 2022
Beiträge
134
Ort
Südniedersachsen
Hallo Restaurator ,
Brubu hat absolut Recht ! Du schiebst deine Finger direkt in Richtung des Sägebandes , wenn du abrutschst landen die Finger direkt sofort in der Säge , so schnell kannst du nicht reagieren . Nie die Finger so nahe an der Säge auf dem Holz direkt Richtung Sägeband schieben ( im Video ab 1.40 und 2.40 ) sondern im Video oben die Finger links seitlich am Holz halten , dann ist das Holz zwischen Finger und Sägeband und die Finger sind geschützt .
Auch immer schön mit dem Schiebestock arbeiten ! Schiebestücke kannst du einfach aus Resten zuschneiden ., ich nehme oft eine Hand für den Vorschub und der Schiebestock der anderen Hand ist vorne dicht am Sägeband .
Für mich sieht es allgemein im Video so aus als ob du dir der Gefahr nicht richtig bewußt bist die von einer Bandsäge ausgeht , nicht böse sein ........
Auch sieht es so aus als ob die Stange mit der Sägebandführung "wackelt" , das muß alles fest und schwingungsfrei sein um sauber und unfallfrei arbeiten zu können .
Grüße
Andreas
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Ok, das mit den Fingern habe ich jetzt verstanden! Es sieht tatsächlich im Video schlimmer aus (habe es extra gerade nochmal angesehen!), als es sich angefühlt hat. Ich habe auch fast ohne Druck nur geführt, ich hatte tatsächlich keinerlei Angst* abzurutschen.
Respekt habe ich vor der Maschine, großen sogar*.
Kritisch finde ich, bzw fand ich vor der heutigen Modifikation, immer den Anlauf: schmeißt sie mir das Band entgegen oder nicht? Da war sie echt gut drin...

Es lässt sich nur die Neigung des unteren, angetriebenen Rades einstellen.
Und da ist ja auch meine Frage: Warum diese Feder auf dem Motor, die es beim Spannen des Bands nur zusammendrückt? Oder ist das 14er Band zu breit für diese Maschine? Es ist ein Nachkauf dessen, was der Vorbesitzer auch schon verwendet hat. Aber das heißt ja nichts.
Auch sieht es so aus als ob die Stange mit der Sägebandführung "wackelt" , das muß alles fest und schwingungsfrei sein um sauber und unfallfrei arbeiten zu können .
Dazu habe ich auch schon die Ursache beschrieben... Aber ich kann verstehen dass die Sicherheitsbedenken den Blick dafür etwas getrübt haben :emoji_wink:
Es schwingt nämlich nicht nur die Führung, sondern das ganze C wird von der ungleichmäßigen Bandspannung verwunden.
Mir ist klar, dass die Maschine so nicht dauerhaft betrieben werden kann.
Daher auch:
Nun möchte ich die Graugussräder ungern bearbeiten, also lieber eine Bandage die ich dann rund mache. Unten stelle ich mir das relativ einfach vor, bei dem oberen Rad fehlt mir da noch ein wenig die Idee, ich möchte es eigentlich nämlich nicht ausbauen...
Ich habe da schon Ideen für die Umsetung, habe aber noch nie Gummikork bearbeitet. Wie sieht es mit der Fräs- und Schleifbarkeit aus?


*Angst darf man an Maschinen nie haben, auch wenn ich nach einem Unfall an der Kreissäge vor zwei Jahren an selbiger immer noch etwas weiche Knie bekomme. Das sitzt einfach immer noch tief.
Ich habe schon sehr viel sowohl privat als auch beruflich an Universalfräsmaschinen, Spezialfräsmaschinen, Bohrwerken, Drehmaschinen, Schleifmaschinen,... gearbeitet, bin also grundsätzlich nicht maschinenunerfahren. Aber natürlich auch nicht allwissend universalgelehrt!
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
In den Kleinanzeigen steht schon seit einigen Monaten eine sehr bauähnliche Maschine angeboten. Ich hatte den Verkäufer auch schon mal angetickert, da war er aber gerade im Urlaub und wollte sich wieder melden - das war im Mai...
Die Maschinen scheinen ja nicht mehr so häufig zu sein, leider.
Hier ein Angebot einer ähnlichen Maschine aus einem leider undatierten Katalog von Andresen&Hellweg:
IMG_20211210_111541.jpg
 

TomfromMuc

ww-robinie
Registriert
17. Januar 2011
Beiträge
1.646
Ort
bei München
Es gab hier mal Beiträge, wie Leute die Bandagen erfolgreich ballig gemacht haben (findest Du per Suchfunktion). So wirst Du auch ein rundes Rad hinbekommen. Allerdings hast Du eine Unwucht in der Maschine, wenn das Gußrad nicht "rund" ist. Addiere ich die anderen Themen, würde ich evtl über eine andere Bandsäge nachdenken. Aber wenn Dir das Basteln Spaß macht, kann das natürlich auch ein Weg sein.
Wie auch immer es endet, viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Es existieren in den Rädern, nicht gleichmäßig über den Umfang verteilt, kleine Bohrungen. Das könnte einer Auswuchtung gedient haben.
Die Umfänge, wo die Bandagen rauf kommen haben gleichmäßig tiefe Rillen, ich gehe also davon aus, das das ab Werk so ist, wie es ist.
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
(Dein Name wird ja einen Grund haben :emoji_wink: )
Den hat mir mal der zeitweilige Geschäftsführer bzw Partner der zweitweiligen Geschäftsführerin meines Ausbildungsbetriebes verpasst...
Aber ja, ein bisschen was ist dran.

Zu der Unwucht denke ich noch, dass das nichtmal so schlimm sein muss, je nachdem wie die Gewichtsverteilung im Guss ist. Die Kränze und Speichen sind nämlich nicht ganz so gleichmäßig. Und selbst wenn eine Restunwucht bleibt, wenn wenigstens der Bandlauf ruhiger und die Bandspannung gleichmäßiger wird. Ich säge damit ja auch nicht viel und regelmäßig, aber manchmal ist eine Bandsäge einfach die Ergänzung.

Und es hängen Erinnerungen an die Abholfahrt mit meinem Papa dran, die eine andere Säge so nicht zu bieten hat. Er fand die auch immer sehr schön, hat sie aber leider nicht mehr ausprobieren können.
 

willyy

ww-robinie
Registriert
19. Oktober 2020
Beiträge
3.414
Ort
Pfaffenhofen (Ilm)
ich bin mir gar nicht so sicher, ob Du ein Problem mit der Bandspannung hast. Auf dem Video schaut es für mich so aus, wie wenn die Bandführung "total" locker ist.
Für so ein altes Gußmonster hätte ich erwartet, dass die wesentlich stabiler ist, als die von meinem neuen Blechspind.
Such mal, ob das was locker oder angebrochen ist. Mir kommt das komisch vor. Die bewegt sich seitlich und nach hinten.

Zur Fingerhaltung, ja schaut gruselig aus auf dem Video. Versuch mal, die Führung des Werkstückes ca. am Rand vom Gußtisch, linke Hand / Finger führen und bleiben hinten bis es nicht mehr geht, rechte Hand schiebt kontrolliert, bzw. wenn's knapp wird mit Holz / Schiebestock / Leiste / whatever.
Und gewöhn dir an, die Maschine auslaufen zu lassen, bevor man die Futzel wegräumt. Die steht ja relativ schnell.
 
Zuletzt bearbeitet:

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
ich bin mir gar nicht so sicher, ob Du ein Problem mit der Bandspannung hast. Auf dem Video schaut es für mich so aus, wie wenn die Bandführung "total" locker ist.
Für so ein altes Gußmonster hätte ich erwartet, dass die wesentlich stabiler ist, als die von meinem neuen Blechspind.
Such mal, ob das was locker oder angebrochen ist. Mir kommt das komisch vor. Die bewegt sich seitlich und nach hinten.
Angebrochen ist nur die Motorhalterung unten, das ist aber wohl mal beim schiefen Eintreiben des Lagerbolzens passiert und ein sehr alter Riss, der schon mit Farbe und Dreck gefüllt ist.
Die restliche Bewegung kommt von den Unrunden Laufrädern und der sich stark ändernden Bandspannnung. Ist am Band auch zu hören, dass es je nach Stellung unterschiedlich klingt.
Ich werde jetzt Korkbandagen bestellen und schauen, wie ich die angepasst bekomme. 20er sind zu schmal, 25 er zu breit, das wird noch etwas gefuckel werden.
Wenn das alles nicht hilft, kann sie immer noch ein Stehrümchen werden.

Dennoch interessiert mich: wie war die Bandspannung original gebaut? Waren die Laufräder plan oder ballig?
 

DerRestaurator

ww-ahorn
Registriert
27. Juni 2026
Beiträge
122
Ort
Dahlem
Vorweg: mein Kanal ist nicht monetarisiert und wird das auch in absehbarer Zeit nicht werden!
Ich denke mit Gummikork-Bandagen bekomme ich das ausgeglichen. Dennoch meine Fragen:
Wie war es wohl original?
Die neuen Bandagen plan oder ballig?
 

MarcBerlin

ww-robinie
Registriert
12. April 2022
Beiträge
1.046
Ort
Berlin
Schon mal gecheckt, ob bei den Rädern nicht auch ein leichter Seitenschlag vorliegt? Sieht im Film bissl so aus…
Um das nicht angetriebene Rad für den Abdreh-Prozess in Rotation zu versetzen, könntest Du eine Art Reibrad-Antrieb provisorisch anbringen. Leider bietet das Rad hierfür fast keine sinnvolle Fläche außer der Lauffläche selbst. Aber das müsste man dennoch hin bekommen
 

willyy

ww-robinie
Registriert
19. Oktober 2020
Beiträge
3.414
Ort
Pfaffenhofen (Ilm)
In deinem letzten Video sieht es für mich so aus, (beim Auslaufen vom Motor) wie wenn die Motorwelle schon einen leichten Schlag mitbringt. Das kann auch an der Schwungmasse des Rades liegen, bzw. die beiden Unwuchten ergänzen sich ja.
Meiner Meinung nach riegst Du das rein mit Bandagen nie und nimmer ausgeglichen. Das gehört an der Ursache (Gußrad) beseitigt.

Das untere Rad hat beim Auslaufen auch einen "Ausschlag nach vorne/hinten", meine ich zu sehen. Nachdem Dir ja scheinbar was liegt an der Maschine würde ich an deiner Stelle das untere Rad abbauen und zu einem Mascheinenbauer geben, der das sauber abdrehen kann und den Schlag rausbringt. Aber ich hab keine Ahnung, wie man so jemanden findet.

Bei abgebautem Rad kann man den Rundlauf an der Motorachse auch messen. Wobei die Motorachse auch noch die Feder hat. Aber auch hier sagst Du ja, die Bandspannung stellt man über unten ein. D.h der Motor ist auch nicht fest gelagert. Zur Messung evtl. festspannen ?
In Summe wird das schwierig etwas aussagefähiges zu messen.

Wenn unten behoben ist geht die Unrundheit im oberen Rad vermutlich unter. Bzw. den 1/2 mm kriegt man per Bandage ausgeglichen.
Die Messung am oberen Rad ist für mich ein "Trugschluß", weil das ja normalerweise unter der Bandspannung steht und dann nach unten gezogen wird. So frei wie in der Messung wird es sich schon in der Aufhängung bewegen können. Da brauchst Du meiner Meinung nach nicht hundertstel Bereich messen.
 
Oben Unten