Gartentisch

Ed-o-mat

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Hallo zusammen,

wenn ich es in den nächsten Monaten schaffe, mal wieder meine Werkstatt zu besuchen, möchte ich endlich mal das Thema Gartentisch angehen. Der Gartentisch soll ein Geschenk sein. Gedanklich ist der Tisch irgendwie schon fertig, ich bin mir aber mit so ein paar Dingen noch nicht ganz sicher und wollte mal nach eurem Feedback fragen - bezüglich Konstruktion sowie bezüglich Holzauswahl...

Der Tisch soll die groben Maße 200 x 100 cm mit 76cm Höhe haben. Die "Tischplatte" soll aus Terassendielen (200 x 9 x 2,1cm) bestehen. Die Dielen sollen mit einem kleinen Abstand zu einer Art Gittermuster gelegt werden. Ansicht von Oben:

1749671490803.png



Die Dielen sind auf der Unterzeite mit Querstreben verbunden, die Teil des Untergestells werden.
Ansicht von Unten:
1749671936499.png


Das Design soll so sein, dass die Tischbeine in einer Ebene mit der Platte sind. Der Rahmen wird also in einem "Castle Joint" mit den Tischbeinen "versenkt". Seitenansicht des Tisches ohne die Dielen:
1749672080225.png

Aufsicht:
1749671858120.png

Das Kreuz des "Castle Joints" würde ich dann entweder mit dem Gestell-Holz oder mit Cumaru als Akzentholz verschließen. Das Gestell wird weiß gestrichen.

So erstmal der Plan... jetzt zu den Fragen...


Frage 1: Aktuell habe ich bei den 9cm breiten Dielen je 1 cm Abstand eingeplant, 10 Dielen à 9cm + 9 Zwischenräume à 1 cm ergibt 99 cm breite. Alternativ eine Diele mehr, dafür nur 0,5mm Zwischenraum... das wären dann 103,5cm. Was fändet Ihr von der Optik her besser? 0,5cm Zwischenraum oder 1cm? Tischbreite mal sekundär...

Frage 2: Sind neben dem Rahmen 3 Querstreben ausreichend? Das wäre eine Unterstützung alle 50 cm... Oder zu viel, oder zu wenig?

Frage 3: Die Tischbeine sollen 9x9 cm sein. die Leisten der Unterkonstruktion sind aktuell als 8x3 cm Querschnitt gedacht. Ist die Unterkonstruktion so stabil genug oder seht Ihr da "Gewackel?

Frage 4: Geplant ist, die 3 Querstreben mit den Dielen von Unten zu verschrauben. Die 3 Querstreben sollen dann mit dem Rahmen mittels Gewindemuffe verschraubt werden. Ich verspreche mir davon eine gewisse "Zerlegbarkeit". Gewindemuffe in Stirnholz ist allerdings so eine Sache... lieber eine andere Lösung? Denkbar wäre auch eine Zapfenverbindung (wird dadurch der Rahmen mechanisch zu instabil?) oder einfach eingeleimte Dübel. Oder ganz unelegant Schrauben... Was würdet Ihr da machen?

Frage 5: Die Tischhöhe beträgt 76 cm. Durch die aufgesetzte mit den Tischbeinen abschließende "Tischplatte" würde die Beinfreiheit bei den 8 cm Rahmenleisten dann lediglich ca. 66cm betragen. Ist das ausreichend? Falls nein... wieviel sollte da mindestens gegeben sein?

Frage 5: Holzauswahl. Die Dielen werden voraussichtlich Cumaru, ggfls. Bankirai oder farblich ähnliches. Das Gestell wird weiß gestrichen. Im Sommer steht der Tisch unter einem Pavilon, im Winter unter einer Abdeckung. Allerdings eben nur teilgeschützt. Ich bin nun am Überlegen, welches Holz ich wählen soll, damit ich da was halbwegs langlebiges habe. Ist die Holzwahl bei einer guten weißen Farbe egal, sprich Nadelholz? Oder doch lieber etwas beständigeres wie Sib. Lärche oder Eiche? Was würdet Ihr wählen?

Selbstverständlich werde ich Euch über das Projekt auf dem Laufenden halten, auch wenn es etwas länger dauern kann... Ziel ist Fertigstellung nächsten Sommer :emoji_slight_smile:

Danke schonmal im Voraus für Eure Kommentare und Kritik!
 

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Dietrich

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Hallo,

die Idee der durch die Platten schauenden Beine stammen von einer Handwerks-fremden Person?

Wir haben mit Robinie, Eiche und Edelkastanie durchaus Harthölzer die in punkto Außenverwendbarkeit den Tropenhölzer nicht oder kaum nachstehen, ohne Transport um die halbe Welt, sog Plantagenhölzern aus den Tropen sind sie sogar überlegen.
Ansonsten möchte ich anmerken das 21mm keine Terrassendiele ist.

Gruß Dietrich
 

Ed-o-mat

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Danke für Deinen Kommentar, Dietrich!

Wegen der durch die Platte schauenden Beine: mir ist bewusst, dass das kein konstruktiver Holzschutz ist, da die Stirnenden offen nach oben liegen. Da der Tisch jedoch nicht direkt beregnet und das Stirnholz weiß gestrichen wird, hoffe ich, dass es nicht zu schlimm wird. Ansonsten habe ich durch die Platte gehende Beine z.B. bei Esstischen schon sehr oft gesehen. Inwiefern das handwerksfremd ist, kann ich nicht beurteilen. Was ist daran aus Deiner Sicht handwerksfremd?

Ja, es gibt tolle europäische Hölzer. Leider in Maserung, Farbe, Härte und Beständigkeit nicht ganz bei den Tropenhölzern. Und leider auch nicht auf der Wunschliste des Beschenkten.

Die Bretter werden als Terassendielen vermarktet. Ich kann leider nicht einschätzen, ob sich die Brettchen schon Dielen nenen dürfen. Ist mir aber auch egal, da ja eine Tisch"platte" draus wird.

Mich würde Deine Meinung zur Unterkonstruktion interessieren... Ist das aus Deiner Sicht stabil genug? Und reichen ca. 66 cm für die Beinfreiheit erfahrungsgemäß?
 

Hoosier

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Und reichen ca. 66 cm für die Beinfreiheit erfahrungsgemäß?

hier geht es nicht um die Beinfreiheit (miss doch mal im Sitzen die Oberkante Deiner Oberschenkel...) sondern darum, dass die Stühle unter die Zarge geschoben werden können. 66 bis 67 cm ist ein gutes Maß und sollte für die meisten Stühle passen - aber lieber nochmal nachfragen, nicht dass es nachher an 5 mm scheitert


zu den anderen Fragen:
Abstand 1 cm finde ich ok, das Holz muss ja arbeiten können und sicherlich sind nicht alle Dielen 100% gerade
Querstreben passt so

Aus eigener Erfahrung:
Das Hauptproblem ist, eine stabile und fachmännische Verbindung der Füße zu den Zargen zu bekommen - wenn der Tisch wackelt sind alle anderen Punkte nicht relevant. Grade beim Gartentisch mit Temperatur-und Feuchtigkeitsschwankungen ist hier eine stabile Konstruktion maßgebend. Das Einnuten der Querleisten in die Füße sollte zu einem stabilen Ergebnis führen.
 
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Dietrich

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Hallo Edomat,

m.M. reichen die 66cm. Wegen der Verbindung, hier kann ich nichts sagen denn ich kenne diese Art der Verbindung nicht aus meiner Praxis.
Ich würde die Gestellhölzer etwas außenliegend ein zapfen, gerne auch einen cm stärker, also 4 statt 3cm.

Hallo Hoosier, ich habe das geschrieben, denn mit abnehmender Stärke müssen die Abstände der UK immer kleiner werden, das eingesparte Holz wird dann mehrfach dort verbraucht.
Unser örtlicher Zimmerer verwendet zum Belegen von Terrassen 40mm starke Bretter, der Mann ist vom Fach.

Gruß Dietrich
 

IngoS

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Hallo,

wird sicher ein interessantes Projekt.
Zu 1: 10mm Abstand zwischen den einzelnen Brettern der Platte sind aus meiner Erfahrung zu viel. Da fallen gern Messer, Teelöffel und anderer Kleinkram durch. 5 bis 6mm hat sich bewährt.

Zu 2: m. E. reichen da 2 Zwischenzargen. Habe ich an meinem 2m Tisch auch, reicht vollkommen.

Zu 4: die Zwischenzargen mit je 2, oder 3 Dübeln (Eiche) in die Längszargen einsetzen.

Zu 3: Stabil genug wird das mit 8cm Zargen. Die "Castle Joint" Verbindung von Zarge zu Bein finde ich nicht ideal, wird aber halten.

Zu 5: 66cm lichtes Maß reicht gut aus. unter dem Gesichtspunkt solltest du die Zargen ruhig 10cm hoch machen. Meine Tische haben so 62cm lichtes Maß und das reicht.

Wie willst du die Tischplattenbretter an den Zargen befestigen, von oben verschrauben?
Irgendeine Zerlegbarkeit ist bei deiner Konstruktion nicht gegeben und auch nicht sinnvoll. Die Konstruktion mit den relativ dünnen Brettern ist nicht besonders schwer.

Gruß Ingo
 
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Ed-o-mat

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Hallo Ingo,

vielen Dank für die Rückmeldung, das hilft mir sehr. Vor allem der Hinweis mit dem 1cm = verlorenes Messer...
Zerlegbarkeit war eigentlich dafür gedacht, um den Tisch bei A zu bauen und nach B zu transportieren. Aber vermutlich kann ich - wenn alles sauber gearbeitet ist - problemlos bei B aufbauen und alles in Einzelteilen bei A vorbereiten. Lediglich die Terrassendielen würde ich an die Zwischenzargen schrauben (von unten).

Ich melde mich, sobald ich das Untergestell zusammen habe - was eine Weile dauern kann...
 

Ed-o-mat

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Hallo zusammen, es wird etwas konkreter und ich bin dabei, mir Gedanken für die Holzauswahl zu machen. Für das Untergestell hatte ich vor, Douglasie oder Lärche zu nehmen, vermutlich als nSI, da sowieso alles weiß überstrichen wird. Der Tisch wird draußen stehen, aber nicht direkt bewittert sein (unter Pavilion). Ich bin jetzt am Überlegen, ob es sinn macht, die Tischbeine als BSH zu kaufen oder einfach alles aus KVH. Oder sollte ich lieber etwas ganz anderes nehmen? Budget ist sekundär...

Danke für Eurein Input!
 

Martin45

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417xx
Wieso nicht direkt Eiche (Kern), Ruhe ist?
Pro Haltbarkeit.
Nachteil. Kann sich im ungünstigen Fall mit Eisen und der Gerbsäure in der Eiche unschön verfärben.
Tipp. Nie eine Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen über einem Eichentisch abbrennen :emoji_wink:
 

flüsterholz

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BSH fände ich für Tischbeine etwas übertrieben. Andererseits würde es den Bau etwas vereinfachen, wenn du es aus 3cm dicken Brettern selber verleimst. Würde 4 Schlitze sparen, wenn die Zargen auch aus 3cm dicken Brettern bestehen.
 

Ed-o-mat

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So, bin jetzt bei der Bestellung von Holz. Für die Unterkonstruktion und die Tischbeine habe ich eigentlich Lärche geplant. Jetzt habe ich gelesen, dass Larche sich ggfls. stark verzieht...

Nochmals Rahmenbedingungen: Holz wird weiß gestrichen. Tisch steht dauerhaft draußen, allerdings nicht direkt bewittert, sondern unter einem Pavillon.

Danke für Eure Unterstützung! Sobald das Holz da ist, wird gebaut inkl. Bericht :emoji_slight_smile:
 

MTrp

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Das stimmt so pauschal nicht, es kommt stark auf den Schnitt und die Holzqualität an. Ich würde bevorzugt im Holzhandel kaufen, den Verwendungszweck erwähnen und Rift-/Halbrift (= hauptsächlich stehende Jahresringe) verlangen.
 

Ed-o-mat

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So. Jetzt ist es vollbracht. Der Tisch ist fertig! Hier noch der Baubericht, damit das Projekt auch endlich ad acta gelegt werden kann.

Als Material habe ich Douglasie für das Untergestell gekauft und Cumaru Terassen-Dielen, aus denen dann die Tischplatte wird. Zwischenzeitlich hatte ich noch ein Ungezieferproblem (https://www.woodworker.de/forum/threads/schädling-eingekauft-brauche-eure-hilfe.140646/), das scheint jetzt allerdings auf natürlicherweise erledigt zu sein... hab mal gemessen, wie heiß es in der Garage ist... ich glaube, da lebt nichts mehr...

Nun gut. Als erstes wurde mal die Douglasie abgerichtet und gehobelt. Ich habe mal wieder festgestellt, dass ich größeres Gerät und eine gute Absaugung brauche... aber der Geruch von Nadelholz hat mich high genug gemacht, damit ich das alles mit einem Grinsen weggesteckt habe...



IMG20260605161652.jpg

Danach dann erstmal die Dielen mit Spacern (0,5 cm, danke für den Tipp!) zurechtgelegt und den Rahmen der Unterkonstruktion aufgelegt.

IMG20260605115618.jpg

Den Rahmen dann mit entsprechenden Ausschnitten versehen...
IMG20260605145741.jpg

Ich habe mich für den sog. Castle Joint entschieden. Also die Füße auf die Bandsäge und mal zuschneiden...
IMG20260605170037.jpg

... und danach schön sauber machen...
IMG20260608124934.jpg

Den Rahmen und die Füße dann mal zusammengestellt... war irgendwie noch ein klein wenig wacklig... vermutlich auch, weil noch nicht verleimt wurde und die Beine noch nicht auf Endmaß gekappt wurden...
IMG20260608171439.jpg

Dann noch 2 Querstreben ebenfalls passend eingesetzt...
IMG20260610141938.jpg

Weiter gehts im nächsten Post...
 

Ed-o-mat

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Als nächstes wurde dann entsprechend gekürzt, weiß gestrichen und zusammen geleimt. Da wackelt dann plötzlich nichts mehr. Hält bombig!
IMG20260617124008.jpg

Dann noch die Castle joints oben zu machen. Ursprünglich wollte ich das auch aus den Cumaru Dielen Material machen. Allerdings hab ich das bei den Abschnitten verbockt und hatte dann tatsächlich nicht genug Material... schade. Dann eben Douglasie, sieht auch gut aus...
IMG20260617134545.jpg

Man sieht bei obigem Bild bei den Querstreben noch Lücken. Das war kein Versehen sondern ist der Platz für die Querstreben, mit denen die Terassendielen zusammengeschraubt wurden. Hab von der Tischplatte von unten leider kein Bild. Die Leisten wurden so gesetzt, dass sie gerade so aufs Untergestell passen. So kann man die Tischplatte weiterhin abnehmen und separat tragen, denn der Tisch ist schon recht schwer. Hier die "Tischplatte"...
IMG20260617124011.jpg

Das alles dann noch zurechtgesägt, geschliffen, geölt usw. Und am Ende sieht der Tisch dann so aus:
IMG20260623195358.jpg IMG20260623195409.jpg IMG20260623195427.jpg IMG20260623195402.jpg

Ja, gibt sicher hier und da ein paar Ecken, die man noch ein klein wenig schöner machen kann, aber alles in allem bin ich sehr zufrieden.

Freue mich schon auf konstruktive Kritik!
 

HeinrichO

ww-pappel
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Mir gefällt, dass der Tisch trotz der massiven Bauweise nicht klobig aussieht. Die durchgehenden Beine waren anfangs umstritten, am fertigen Stück geben sie dem Ganzen aber einen eigenen Charakter. Würde ich so jederzeit auf eine Terrasse stellen.
 

bast_ig

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Finde ich auch gut gemacht. Wie groß ist denn der Querschnitt der Beine? Da hätte ich bedenken, dass das abschert. Aber nach dem Verleimen wird's wohl gut halten

Grüße
 

Ed-o-mat

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Finde ich auch gut gemacht. Wie groß ist denn der Querschnitt der Beine? Da hätte ich bedenken, dass das abschert. Aber nach dem Verleimen wird's wohl gut halten

Grüße
Die Beine sind 9x9 cm. Als die Beine nich 20 cm länger und nicht verleimt waten, war's noch etwas wackelicg, hat sich aber nicht fragil angefühlt. Ich habe extra nicht auf Press gearbeitet, da ich leimen wollte und tendenziell immer zu genau arbeite und dann beim Leimen Probleme kriege.
 
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