Nebengewerbe mit Deko Artikel und Schneidebretter gründen

wasmachen

ww-robinie
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HinternDiwan
Der @predatorklein scheint n passender Kunde zu sein.... zumindest scheints so, kennt schonmal alle Produkte :emoji_wink:

Würd da lieber einfach mal ne Küche z.b. für n paar hundert K machen :emoji_wink:
 

heiko-rech

ww-robinie
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Hallo,
Bei uns legt jeder los und fertig
bei uns zahlt jedoch die Allgemeinheit in Form von Bürgergeld und anderen Sozialleistungen, wenn eine Selbstständigkeit komplett in die Hose geht. Von daher finde ich es schon gut, dass nicht jeder einfach so loslegen kann. Mich stört jedoch, dass man das lediglich an der fachlichen Kompetenz festmacht. Sinnvoller wäre ein Nachweis eines tragfähigen Geschäftskonzeptes und grundlegender Fähigkeiten, die für eine Selbstständigkeit nötig sind. Erst wenn das vorliegt, sollte eine Gewerbeanmeldung machbar sein.

Und das auch für ein Nebengewerbe! Denn auch mit einem Nebengewerbe kann man sich in die private Insolvenz manövrieren.
Eine Website ist ja schnell erstellt und die Sorge, dass man rechtlich dann ein Gewerbe hat und das dann in unserem Fall ohne Ausbildung eigentlich nicht ausüben darf ist schon da.
Wenn es nur das wäre. Wer sich heute noch traut eine gewerbliche Internetseite ohne rechtliche Beratung online zu stellen darf nicht jammern, wenn Abmahnungen ins Haus flattern. Ab Juni muss z.B. ein Widerruf- Button auf jeder Seite sein, über die verkauft wird. Das heißt, Button und Formular einbauen, Widerrufsbedingungen AGB etc. ändern.


Gruß
Heiko
 

brubu

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bei uns zahlt jedoch die Allgemeinheit in Form von Bürgergeld und anderen Sozialleistungen, wenn eine Selbstständigkeit komplett in die Hose geht. Von daher finde ich es schon gut, dass nicht jeder einfach so loslegen kann. Mich stört jedoch, dass man das lediglich an der fachlichen Kompetenz festmacht.
Ich möchte euch nicht dreinreden, nur soviel, die Bürokratie ist schlicht unnötig. Bei uns passieren deswegen nicht mehr Unfälle, einstürzende Häuser gibt es auch nicht mehr. Und Insolvenz bei der Einzelfirma oder privat ist praktisch kein Unterschied, das Resultat sind immer Schulden.

In einer Zeit in der die Wirtschaft täglich grosse Entlassungen ankündigt kann man sich fragen ob nun das Risiko Arbeitslosigkeit aus selbständiger Tätigkeit grösser ist. Der Sozialstaat ist so oder so immer zuständig und gefordert, selbst wenn die Arbeitslosigkeit und das Elend vollkommen selbst verschuldet sind.

Ich habe den Eindruck je mehr Bürokratie umso grösser die Behinderung der Wirtschaft. Und wie sollten amtliche Bürokraten die keine Ahnung haben und nur ein sicheres grosses Einkommen kennen Konzepte von Selbständigen beurteilen? Das führt wieder zu mehr Bürokratie und Kosten weil das Konzept dann teuer und professionell durch Berater gemacht werden muss. Und wo sollen diese Beraterkosten wieder abgewälzt werden?

Dazu ein gutes Beispiel aus der Grosswirtschaft. Die SWISSAIR Gruppe (heute SWISS und dem Lufthansa Konzern gehörend) hatte ein Firmengeflecht von rund 240 Beteiligungen und Beraterkosten von rund Fr.100 Mio. pro Jahr. So hat es der letzte Verwaltungsrat und Geschäftsführer mitgeteilt, der eingesprungen ist als alle anderen das sinkende Schiff verlassen haben.

1998 Grossfusion zweier Banken zur UBS, 2008 finanziell am Abgrund und Stützung mit Bundesgeldern nötig, 2023 Zusammenbruch der Grossbank CS. Was ich damit sagen will, die hatten alle mehr als genug teure Berater und amtliche Konzessionen, funktioniert hat es trotzdem nicht.

Und noch ein Hinweis, bei uns gibt es immer mehr selbständige Handwerker bis zum totalen Quereinsteiger deutscher Herkunft, ob die nun mit oder ohne Meisterbrief unterwegs sind interessiert niemand. Die Worte eines Handwerkers dazu waren: Das Meisterdiplom steht in der Zeitung, wie man arbeitet nicht.
 

Martin45

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Da das Thema eh abgedriftet ist.
Viele erfolgreiche Firmen sind die Zweit-, Dritt- oder Viertgründung ihrer Inhaber, die ersten Firmen sind ins Wasser gefallen ob mit oder ohne Schulden. Jedesmal haben die Gründer Erfahrungen gesammelt und ihr Netzwerk erweitert. Ebenso sind viele große aber noch private Firmen nur so weit gewachsen, weil ihre Inhaber große, teils sehr große finanzielle Risiken in Kauf nehmen oder genommen haben.
Recht nett beschrieben ist das z.B. in der Biografie vom Virgin Gründer (Richard Branson).
Rudolf Diesel hat jahrelang an seinem Motor geforscht und erstmal viel Geld verbrannt. Aber davon hat die deutsche Wirtschaft bis heute gezehrt.
Tesla hat jahrelang dicke Verluste gemacht.
Wir in Deutschland hängen immer so an Qualifikationen ob fachlich oder betriebswirtschaftlich, was auch sicher nötig ist, aber da gibt es noch so viel mehr. Für die Idee zu brennen, mind. Anfangs hart zu arbeiten, positiv denken, gute Kontakte, Kommunikationsfreude uvm.
 
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heiko-rech

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Wir in Deutschland hängen immer so an Qualifikationen ob fachlich oder betriebswirtschaftlich, was auch sicher nötig ist, aber da gibt es noch so viel mehr. Für die Idee zu brennen, mind. Anfangs hart zu arbeiten, positiv denken, gute Kontakte, Kommunikationsfreude uvm.
Alles schön und gut, solange die Allgemeinheit nicht dafür zahlen muss. Das tut sie aber in einem Sozialstaat. Solange der Staat über ausreichende Mittel verfügt ist das noch alles halbwegs in Ordnung. Sind diese Mittel aber knapp, muss man sich halt fragen, welche Teile des Systems geändert werden müssen.

Aber lassen wir es mit der politischen Abdriftung einfach mal gut sein.
Gruß
Heiko
 
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heiko-rech

ww-robinie
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Hallo,
Gibt es hier irgendein Weg, damit ich mich in diesem Zweig dennoch Selbständig machen kann?
bevor du über Gewerbeanmeldung und Kammern nachdenkst, solltest du ein paar anderen Überlegungen den Vorrang geben:
  • Wie willst du deine Produkte vermarkten?
  • Welche Fixkosten kommen auf dich zu?
  • Welche Versicherungen benötigst du?
  • Darfst du deine Räumlichkeiten gewerblich nutzen?
  • Kannst du kostendeckend produzieren?
Bisher ist das Hobby, was dich aber nicht von den üblichen Pflichten entbindet. Ein Steuerberater sollte dir hier viele Tipps geben können und berät dich ganz individuell. Mach auch auf keinen Fall den Fehler und kalkuliere mit einem viel zu niedrigen Stundenlohn. Auch wenn du das mehr als Hobby ansiehst, wirst du Kosten haben, die gedeckt werden müssen. Am Ende werden auch Steuern und Beiträge fällig. Du kannst auch nicht auf unbestimmte Zeit Verluste machen.

Wenn du dann zu dem Schluss kommst, dass das alles eine tolle Idee ist, findest du hier genügend Infos dazu, wie du dein Gewerbe anmelden kannst. Das geht auch alles ohne einen Titel.

Gruß
Heiko
 
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Kerstenk

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Sinnvoller wäre ein Nachweis eines tragfähigen Geschäftskonzeptes und grundlegender Fähigkeiten, die für eine Selbstständigkeit nötig sind. Erst wenn das vorliegt, sollte eine Gewerbeanmeldung machbar sein.

Und das auch für ein Nebengewerbe! Denn auch mit einem Nebengewerbe kann man sich in die private Insolvenz manövrieren.
da bin ich aber ganz anderer Meinung, denn wer entscheidet denn, ob was Tragfähig ist oder nicht, in aller Regel Leute, die es nicht wagen würden, sich selbstständig zu machen. Wir hätten viele Dinge unseres Lebens nicht, weil irgendjemand entschieden hat, nicht tragfähig.

Leider gibt es bei uns kein Risikokapital, so wie es in den USA es gibt, es gibt gute Ideen, die daran scheitern, dass sie kein Geld bekommen.
 

wirdelprumpft

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Ihr mit euren Schneidebrettchen immer. Baut lieber einen Hildegard Orgonakkumulator.
https://jentschura-shop.ch/D/hildeg...degard-orgon-akkumulator-buche-natur-8001.htm

Das bringt Geld! 10 Stück pro Monat bauen und verkaufen und der Laden läuft.
In D kann sowas schnell in die Hose gehen.
Eine falsche Aussage in der Shop Beschreibung und schon gilt sowas als medizinisches Produkt oder Ähnliches.

Aber es gibt sicherlich Produkte aus Holz womit man Geld verdienen kann.
Schneidebretter wären mir zu heikel
Die Bauzeit von Stirnholzbrettern ist selbst mit Profiausstattung recht hoch. (Zumindest bei Stückzahl1) Sicherlich kann man da viel optimieren aber mit Hobbymaschinen dürfte das etwas schwieriger werden.
 

Martin45

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Alles schön und gut, solange die Allgemeinheit nicht dafür zahlen muss.
Der Staat braucht Firmengründungen. Das sind potenzielle Gewerbesteuern und weitere Abgaben und mit Angestellten auch wieder Sozialeinnahmen.
Und der Staat zahlt Sozialausgaben so oder so. Egal ob jemand aus einer Pleite heraus arbeitslos ist oder aus einem beendeten Angestelltenverhältnis heraus.

Aber Du hast recht, ich beende hier auch mal.
 
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In D kann sowas schnell in die Hose gehen.
Eine falsche Aussage in der Shop Beschreibung und schon gilt sowas als medizinisches Produkt oder Ähnliches.
Da gibt es ein komplettes Paralleluniversum was ungestraft Schabernack treiben kann und anscheinend auch darf. Und mit diesen Irren legt sich auch niemand an. Sonst wird dein Chakra noch mit Heilsteinen beworfen. :emoji_slight_smile:

Ich bin in der weiteren Verwandschaft mit Schwurblern und Esoterikern gestraft. Du glaubst gar nicht an was die Leute alles glauben!
 
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Achso und noch was produktives zum Thema. Weiß jemand wie groß der Markt für solche Schneidebrettchen ist? Ich hab gerade mal auf ebay geschaut und so viele werden da jetzt nicht verkauft. https://www.ebay.de/sch/i.html?_nkw=hirnholz+schneidebretter&_sacat=0&_from=R40&rt=nc&LH_Sold=1
Und die Konkurrenz ist denke ich mal nicht so einfach. Man müsste schon richtig schöne Muster anbieten damit man damit ordentlich Geld verdienen kann. Und dann sind solche Schneidebretter auch sehr haltbar. Da braucht man pro Haushalt auch nur eins.

In unserer Gemeinschaftswerkstatt ist auch Weihnachtsmarkt wo wir gebasteltes aus Resten verkaufen. Mehr als 40-80 EUR bekommen wir da nicht. Auf dem Weihnachtsmarkt bekäme man mehr. Aber so eine Bude ist auch teuer und will 20 Tage bespielt werden.
 

wirdelprumpft

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schau dir mal die Videos von Holzliebling an. Der hat in kurzer Zeit ein anscheinend gut florierendes Geschäftsmodell daraus gemacht.
Bei einem Video hat er den Lagerbestand gefilmt.... holla die Waldfee sag ich da nur. Marketing ist bei dem Zeug alles und das kostet halt richtig Geld.
 

inselino

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Leider gibt es bei uns kein Risikokapital, so wie es in den USA es gibt, es gibt gute Ideen, die daran scheitern, dass sie kein Geld bekommen.
Oh das ist ja verrückt. Ich dachte immer mein Chef hat Risikokapital eingeworben aber das scheint gar nicht der Fall zu sein, er muss einen Goldesel haben um mein Gehalt jeden Monat zu zahlen..... **Ironie off**
Natürlich gibt es sowas. Die amerikanische Volkswirtschaft ist nur extremer, was Größe und Konsumverhalten angeht dementsprechend gibt es mehr Geld zum Start da deine Skalierung besser ist.
Du kommst auch nur bedingt mit nem deutschen Produkt in den amerikanischen Markt (und willst das auch nur bedingt bzgl. Regulierung, Klagen etc.)
 

Holzrad09

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