inselino
ww-robinie
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- 15. Januar 2017
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Das halte ich für einen Irrtum. Die technische Weiterentwicklung hat wenig mit der technischen Ausstattung zutun. Egal wie modern die Ausstattung eines Tischlers ist, er wird nicht mit der automatisierten Serienfertigungen in Möbelfabriken mithalten können, selbst wenn die Fabrik in Deutschland steht und den Mitarbeitern entsprechende Löhne zahlt. Economy of Scale ist eben in manchen Bereichen richtig heftig.Technische Weiterentwicklung ist das eine. Viele Tischler in Deutschland und Österreich sind technisch hervorragend ausgestattet.
Viel schwerwiegender sind in diesem Zusammenhang die Arbeitskosten.
Daher muss man dann dahingehen, wo es um Einzelstücke geht und es für eine Industrie nicht interessant ist etwas in Serie zu fertigen oder entsprechend individuell anzupassen.
Und das andere Problem ist, dass ich eben beim Tischler für alle anderen mitbezahle. Der braucht ja für mein kleines Schränkchen gar nicht die 300qm beheizte Fläche, die große Dickenhobelmaschine und die große Formatkreissäge. Für die Küche oder den Wohnzimmerschrank aber schon. Dennoch bildet sich der Stundenlohn eben aus allen Kosten.
Auch hier sähe es bei Serienfertigung ganz anders aus.
Nicht falsch verstehen. Ich finde den Preis und die grob umrissenen Kalkulationen hier absolut nachvollziehbar. Ich wollte nur beschreiben, warum es hier zu solchen Diskrepanzen in der Preiswahrnehmung kommt und, dass eben manche Dinge sich mit der Zeit auch ändern und das nicht schlimm ist.