Werkstattumbau

Stamm-Hirn

ww-birke
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Hallo zusammen,

zuerst: ich weiß, dass es diverse Threads zu diesem Thema gibt. Ich will hier v.a. konkrete Fragen zu meiner spezifischen Werkstattsituation stellen, die in diesen anderen Threads nicht wirklich passen.
Meine "Werkstatt" ist aktuell ca. die Hälfte unserer Waschküche im kalten Keller unseres Reihenhauses. Zugleich geht viel Platz für Lagerfläche verloren, die aber eher suboptimal genutzt wird - vieles ist über die Jahre gewachsen und entspr. zusammengestückelt. Nun war die Idee, den Raum "aus einem Guß" umzugestalten, um den begrenzten Platz bestmöglich auszunutzen. Die Lagerfläche kann deutlich optimiert werden, die Waschküchen-Ecke von der Werkstatt-Ecke besser getrennt und die Maschinennutzung gestrafft werden. Momentan bin ich noch in einer sehr frühen Planungsphase, in der viele grundlegende Dinge überlegt werden müssen.

Konkret überlege ich, was ich in Sachen Hobelbank vs. Werkbank tun soll. Es ist eine alte Ulmia Hobelbank meines Schwieger-Großvaters vorhanden, der Zimmermann war. Die ist nat. viel wert, muss aber grundlegend aufgearbeitet werden: die linke Zwinge greift nicht mehr richtig, die Oberfläche ist in keinem guten Zustand (uneben/abgeschlagen, div. Flecken von Ölen/Lacken usw.). Das größte Problem ist, dass ich sie nicht wirklich gut platzieren kann: ich würde immer entweder eine der Zwingen nicht richtig benutzen können: weil sie in einem Eck steht z.B. oder weil dann eine andere Wand freibleiben muss, um genug Platz zum Arbeiten zu haben. Deswegen tendiere ich dazu, statt der Hobelbank eine (selbstgebaute) Werkbank mit Lochplatte (ggf. rollbar) zu bauen. Andererseits widerstrebt es mir, die Hobelbank wegzugeben. Ich könnte sie in die Garage stellen: allzu oft hoble/stemme ich nicht, und wenn, dann kann ich dazu in die Garage gehen. Frage ist halt, ob die Werkbank das mitmacht - Stichwort Temperaturunterschiede, Schmutz usw.
Denkt ihr, diese Lösung ist praktikabel oder ruiniere ich die Hobelbank so bloß?
 

andi121

ww-buche
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Hy, stell sie in die Garage.
Ich bin ein Kellerkind, somit im Sommer hohe Luftfeuchtigkeit. Hält sie aus, somit auch deinen Garagenschmutz und ggf. den Frost.
So wichtig sehe ich die nicht, da ich sie nahezu nie hernehme. Mein Hauptarbeitsplatz ist ein Scherenhubtisch, auf dem eine Mulitplex ist. Hobelbank dient zur Ablage.
Ganz selten, dass ich was in die Zangen einspanne.

Gruß
Andi
 

petertenor

ww-ahorn
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Hallo,

meiner Meinung nach sind Temperaturunterschiede nicht für das Verziehen von Holz verantwortlich; es sind die wechselnde Luftfeuchte dafür ursächlich. (Ja, wärmere Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf; da ist ein direkter Zusammenhang.) Diese sind allerdings auch in einer geheizten Werkstatt unterschiedlich, obschon in geringerem Maße oder kürzeren Zeit.
Wenn die Waschküche noch als Waschküche verwendet wird, ist dies für eine Werkstatt auch nicht gerade optimal für die Hobelbank, vor allem für den Stahl von Werkzeugen.

Ich halte das Verlegen der Hobelbank von der Waschküche in eine Garage für fast gleich bewertbar.

Dreck ist für die Hobelbank sicher nicht optimal. Aber wie heftig dreckig ist denn Deine Garage, und welche Art von Dreck?
 

petertenor

ww-ahorn
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Die Nutzung der Hobelbank ist abhängig von Dir selbst, was Du arbeitest, wie Du arbeitest.
Ich bin gelernter Tischler und arbeite fast ausschließlich mit Massivholz. Meine Hobelbank ist bei mir mit das Wichtigste in meiner Werkstatt.
 

bast_ig

ww-esche
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Sehe es wie, @petertenor. Mach es davon abhängig, was Du arbeitest.

Ich denke aber schon, dass im Normalfall die Luftfeuchteänderungen in einer Garage nachhaltiger sein dürften als im Wäschekeller. Kannst Du ja mal messen, wie das bei Dir ist.

Die Hobelbank wird das schon aushalten, aber sich über die Jahre kann sie sich halt sehr verziehen. Gerade kürzlich habe ich eine alte Hobelbank auf einem Bauernhof in der Scheune gesehen, die war schon deutlich verzogen.

Grüße
 

Stamm-Hirn

ww-birke
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Ich arbeite erfahrungsgemäß mehr mit Platten und Elektrowerkzeugen. WENN ich aber mit Massivholz (Balken, Bretter) arbeite, dann mit Handhobeln - für einen Dickenhobel oder eine Abrichte hab ich den Platz nicht. Das Einsatzszenario spricht also vermutlich eher für ne Werkbank. Der Dreck in der Garage ist mäßig. Es steht halt ein Auto drin, daher muss man mit Salz- und Staubeintrag rechnen. Die Garage wird aber regelmäßig ausgefegt und 1-2x im Jahr gekärchert. Beim Aufarbeiten der Werkbank würde ich ggf. nen neuen Anstrich zum Schutz anbringen - auch wenn das ne Heidenarbeit wird, aber das wird das Aufarbeiten sowieso...
 

Martin45

ww-robinie
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Die Werkstätten zu Zeiten (oder Beginn) deines Schwieger-Opas waren auch ungeheizte Räume/Schuppen o.ä. und keine moderne Gewerbehalle im Industriegebiet.
 

Jungemehnar

ww-birnbaum
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Wieso nimmst du die Hobelbank nicht als Werkbank?
Lochraster kann man einbohren, ich hab es bei meiner nicht gemacht und komme eigentlich ganz gut zurecht. Die Bank steht bei mir aber eher mitten im Raum, so können auch größere Platten drauf gelegt werden. Mit der Hinterzange kann ich das meiste soweit befestigen, so dass nichts verrutscht.
Falls die Bank mobil bleiben soll, könntest du einen stabilen Rahmen und Heberollen anbringen.
 

Stamm-Hirn

ww-birke
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.........ein bisschen Fachsprech: die hier sogenannten „Zwingen" heißen fachlich „Zangen".
Also links die Vorderzange, rechts die Hinterzange. Jedenfalls fast immer!
:emoji_grin: Merci dir, ist (gedanklich) notiert.

Wieso nimmst du die Hobelbank nicht als Werkbank?
Lochraster kann man einbohren, ich hab es bei meiner nicht gemacht und komme eigentlich ganz gut zurecht. Die Bank steht bei mir aber eher mitten im Raum, so können auch größere Platten drauf gelegt werden. Mit der Hinterzange kann ich das meiste soweit befestigen, so dass nichts verrutscht.
Falls die Bank mobil bleiben soll, könntest du einen stabilen Rahmen und Heberollen anbringen.
Das hatte ich mir auch schon zu Beginn überlegt. Dafür müsste ich die Hobelbank aber in die Mitte das Raumes stellen (so wie du) oder mit einer Schmalseite zur Wand, damit genug Platz für Platten ist. Da bekomme ich aber Platzprobleme bzw. das Risiko, dass man sich an der Hinterzange ( :emoji_slight_smile: ), die dann in den Raum ragen würde, anstößt, steigt. Letzteres hat zur Ablehnung der Idee durch den Hausvorstand geführt.
Auf Basis der Einschätzungen würde ich den Plan mit der Garage plus Neu-/Individualbau einer Werkbank für die Werkstatt ins Auge fassen. Da kommen sicher weitere Fragen, aber ich muss erstmal in Ruhe weiter planen
 
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