Welche Ryoba für Fichte (Bett-Bau)

Tarnished

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Hi,
hatte ja in einem anderen Thread schon nach einer Japansäge gefragt.
Vielen Dank für die ganzen Antworten, das Forum hier ist echt sehr hilfreich :emoji_slight_smile:

Ich werde mein selbstgebautes 140 cm Bett auf 180 cm upgraden.
Dafür kaufe ich Fichten Leimhölzer für Kopf- und Fußteil plus Mittelsteg dann.

Die Fichte ist dann 28 mm dick.

Das Kopfteil werde ich dann noch zuschneiden für ein schönes Profil, also werde hier längs, quer und diagonal Schnitte machen, deswegen Ryoba.

Habe mich nach einiger Recherche auf die Gyokucho Sägen eingeschossen.

Hier gibt es erstmal die 610 er Serie (traditionelle Form) und die 650er Serie (wohl besser gehärtet, aber vor allem verlaufen die beiden Schneiden fast parallel zueinander).
Werde wohl die traditionelle Serie nehmen, da ich nun öfters gelesen habe, dass viele mit der traditionellen Form besser klar kommen.

Habe jetzt halt wieder die Wahl zwischen 240 und 270 er (Gyokucho 610 oder 615).

Aber wenn ich mir eh noch die 330 mm Kataba hole, dann wäre die 240er wohl die bessere Abrundung, vor allem da es sich hier um die Bearbeitung von Möbelstücken geht.

was meint ihr? Die massive Auswahl überfordert mich einfach
 

IngoS

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Hallo,

hast du denn einen Mittelsteg quer im Bett, das du den verlängern musst.
Ich kenne nur Betten mit dem Steg längs und da verändert sich die Länge beim verbreitern des Bettes nicht.

Gruß Ingo
 

flüsterholz

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@IngoS Ich denke, er will wegen der Verbreiterung des Bettes jetzt einen Mittelsteg einbauen, der vorher nicht vorhanden war.
@Tarnished da reicht eine 240er. Was mir sehr geholfen hat, war das Umwickeln des Griffes mit einem Lederband. Die Griffe der Japansägen sind mir immer zu dünn. (Handschuhgröße 9) 20260110_113847.jpg Japaner scheinen kleinere Hände zu haben
 

Johannes

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Hallo,
ich muß zugeben, ich bin kein Fan von Ryoba Sägen. Ich bevorzuge Katabas. Für gelegendliche Nutzung am liebsten in der klappbaren Version, da diese einfach und sicher zu lagern sind.

Es grüßt Johannes
 
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Tarnished

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@IngoS Ich denke, er will wegen der Verbreiterung des Bettes jetzt einen Mittelsteg einbauen, der vorher nicht vorhanden war.
@Tarnished da reicht eine 240er. Was mir sehr geholfen hat, war das Umwickeln des Griffes mit einem Lederband. Die Griffe der Japansägen sind mir immer zu dünn. (Handschuhgröße 9)
der Unterschied zur 270er ist ja eher die aggressive Zahnausführung als die Länge.
Welche Ryoba zeigst du dort auf dem Bild?
Ist das auch eine Gyokucho?
Kannst du etwas zu dem traditionellen und modernen (eher parallel) Anordnung sagen?
 

Johannes

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der Unterschied zur 270er ist ja eher die aggressive Zahnausführung als die Länge.
Hallo,
das kann ich so nicht bestätigen. Meist werden ja die ersten und letzten 2-3cm nicht benutzt, dann ist ein 240 deutlich kürzer als das 270. Wichtig ist dann noch der Zahnabstand, denn das Sägen besteht ja aus zwei Arbeitsbereichen, einmal das Abtrennen des Sägespans und dann der Transport aus dem Sägeschnitt. Dafür ist es notwendig, dass die Zahnzwischenräume, je dicker das Holz ist, je größer müssen Zahnzwischenräume sein. Sonst rubbelt die Säge nur über die Späne. Da sich gröbere Sägen, oft, schwerer starten lassen, gibt es Sägen die eine zunehmende Zahnteilung haben. Bei Ryobas kann es bei Längsschnitten sinnvoll sein, mit der Querschnittseite anzufangen.

Es grüßt Johannes
 

flüsterholz

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Meine persönlichen Erfahrungen, die Theorie sagt da vielleicht was anderes, sind folgende. Je größer der Abstand der Zahnspitzen, also je kleiner die tpi, umso schneller ist der Sägefortschritt, aber umso grober ist auch das Schnittbild. (Jeweils bezogen auf eine Zahngeometrie) Die Schränkung hat aber auch nochmal einen Einfluss.

Die Länge des Sägeblattes ist erstmal nur wichtig für den Querschnitt, den du sägen möchtest. Optimal, meiner Erfahrung nach, bei größeren Querschnitten etwa 3x so lang. Bei einem Querschnitt von 10cm wären also 30cm ideal, z.B. um Balken abzulängen oder Auftrennschnitte von Brettern.

Beides spielt aber häufig zusammen. Hast du große Querschnitte, willst du in der Regel auch schneller fertig werden und so einen Schnitt wird man auch mit einer feineren Verzahnung nicht so sauber hinbekommen, dass er nicht mehr nachbearbeitet werden muss.

Für die meisten Arbeiten finde ich 12 bis 14 tpi einen guten Kompromiss. Die 240 Ryoba liegt bei mir eigentlich immer auf der Werkbank. Hat aber auch was mit Bequemlichkeit meinerseits zu tun. Ich kann mit einer Säge den größten Teil aller Arbeiten verrichten und muss nicht dauernd irgendwas zur Seite räumen. Ich mag auch die Länge am liebsten und die meisten meiner Japansägen sind 240er mit verschiedensten Zahnabständen und Geometrien. Also meiner Meinung nach, machst du mit einer 240er nichts falsch.

DIe gezeigte Säge ist, glaube ich, die Hausmarke von Dictum. Hersteller kenne ich nicht. Mit Gyokucho/Razorsaw kaufst du dir sicher nichts falsches, das ist gute Qualität.
Ob eher "traditionell" oder "modern", kann ich nicht beurteilen, da ich bisher nur mit traditionellen gearbeitet habe.
Gruß Michael

Edit. Mir ist gerade noch eingefallen, dass es einen Anwendungsfall gab, bei der mich die Form der traditionellen Ryoba etwas gestört hat, bei der Herstellung von halbverdeckten Zinken. Dafür nehme ich lieber andere Sägen.
 
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Dale_B_Cooper

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Bei Ryobas kann es bei Längsschnitten sinnvoll sein, mit der Querschnittseite anzufangen.
Das mach ich auch gerne so..

Hat du schon viel Erfahrung mit Handsägen @Tarnished? Falls nicht, wonach es etwas klingt, ist es glaube ich gar nicht so fürchterlich wichtig, mit genau welchem Exemplar du startest. Weil gerade sägen vermutlich die erste Herausforderung sein wird..
 

Dutrag

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Ansonsten; Z-Saw bietet auch sehr gute Japansägen an. Haben auch ein Set mit magnetischem Anschlag, um das gerade bzw. im Winkel Sägen zu üben.
 

Tarnished

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Das mach ich auch gerne so..

Hat du schon viel Erfahrung mit Handsägen @Tarnished? Falls nicht, wonach es etwas klingt, ist es glaube ich gar nicht so fürchterlich wichtig, mit genau welchem Exemplar du startest. Weil gerade sägen vermutlich die erste Herausforderung sein wird..
also habe schon mit westlichen und einer 240er Ryoba gearbeitet, ob man das richtig sägen nennen kann ist die andere Frage.

Mit der Aussage hast du definitv recht. Werde deswegen jetzt einfach mal die 610er 240 mm Ryoba nehmen und damit anfangen.
Werde mir eine magnetische Sägeführung aus dem 3D Drucker rauslassen: https://www.thingiverse.com/thing:3818617
 
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