Tipps für Aluminium fräsen

FredT

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Da du ja einen Bogen haben willst, solltest du mit Fräszirkel oder Bogenfräseinrichtung arbeiten. Welcher `Radius soll es denn werden, welcher Ausschnitt soll es sein? Dann könnte man überlegen, das Teil auf einen Rundtisch aufzuspannen und auszufräsen. Ich hab da die Möfglichkeit, eine Fräsmaschine zu checken. Kommt auch drauf an, wie schnell du das Teil brauchst.
 

jonywalker

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Das Modell hat von außen einen Radius von 620mm. Zum Fräsen des Bogens nehme ich ebenfalls eine Schablone, die einen Radius um 2 mm kleiner hat, da der Fräser vom Durchmesser um 4 mm kleiner als die Kopiehülse ist. Zum groben Schneiden nehme ich eine Stichsäge. Eine Bandsäge habe ich nicht, wäre für den Zweck ideal. Ein Fräszkirkel stellt sich als einen anderen Alternativen dar, braucht man mehr zu fräsen. Der äußere Schnitt ist aber kein kritisches Teil, erlaubt mehr Toleranz. Am wichtigsten sind die beiden Schienen, die müssen 100% genau sein.

Auf der Kreissäge habe ich nur 5mm Bleche geschnitten, das geht sehr gut. Das Problem sind die Späne, die sind echt die Hölle, ich hatte mal einen in der Wange stecken! Angenehmer geht das mit der Handkreissäge, da fliegen zwar auch Späne, aber nicht direkt in Dein Gesicht.

PS: Sägeblatt hoch drehen damit es das Werkstück nach unten drückt, sonst gibt es einen bösen Kickback!
vielleicht sollte ich den Keil besser abnehmen, oder den Parallelanschlag um 0.5 Grad schräg stellen, damit das Werkstück nicht verkantet durchkommt.
Ja, von der Unmenge der Späne habe ich auch gelesen. Ich habe das Ansaugsystem der Säge zwar schon optimiert, kann wahrscheinlich die Metallspäne nicht auffangen.
 

FredT

ww-robinie
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Mit Schienen meist du sicher die Langlöcher. Da sollten wir schon die richtigen Bezeichnungen verwenden. Fräszirkel wäre bei diesem Radius schon angemessen, da ist die Führung einfach besser.
Und die äußere Form und Genauigkeit würde ich nur fräsen lassen oder im Fachbetrieb sägen. Dort wird das anders gehandhabt, entweder mit Tischsäge oder Bandsäge, kommt auch wieder auf deine Qualitätsansprüche an.
 

Christian Knüll

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Hallo,

Alu mit Oberfräse und Schablone geht schon - vor allem 7075 ist wirklich gut bearbeitbar und schmiert einem nicht ständig den Fräser zu.
Ich würde halt vorher so viel wie möglich mit Bohrmaschine und Stichsäge vorarbeiten und nur noch die Feinarbeit der Oberfräse überlassen.

Ganz normale Oberfräsen-Fräser schlagen sich in Alu gar nicht so übel - würde ich gegenüber speziellen Alufräsern in dem Fall sogar bevorzugen, da sie nicht so scharf sind und damit auch nicht so aggressiv in das Material einhaken.
Denn: der Rückschlag in Alu ist brutalst falls man irgendwo verkantet, nicht gut fest hält, zu schnell ist oder versehentlich in den Gleichlauf kommt. Und je schärfer und aggressiver der Fräser, desto eher passiert das.

Plus: Aluspäne können richtig fies werden: da bilden sich gerne feine Nädelchen die tief in die Haut eindringen und tagelang für Entzündungen sorgen. Augenschutz, Handschuhe, dichte Kleidung...

Christian
 

jonywalker

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Mit Schienen meist du sicher die Langlöcher. Da sollten wir schon die richtigen Bezeichnungen verwenden. Fräszirkel wäre bei diesem Radius schon angemessen, da ist die Führung einfach besser.
Und die äußere Form und Genauigkeit würde ich nur fräsen lassen oder im Fachbetrieb sägen. Dort wird das anders gehandhabt, entweder mit Tischsäge oder Bandsäge, kommt auch wieder auf deine Qualitätsansprüche an.
Ja, die Langlöcher, sind wir nun auf die Bezeichnung geeinigt.

Hallo,

Alu mit Oberfräse und Schablone geht schon - vor allem 7075 ist wirklich gut bearbeitbar und schmiert einem nicht ständig den Fräser zu.
Ich würde halt vorher so viel wie möglich mit Bohrmaschine und Stichsäge vorarbeiten und nur noch die Feinarbeit der Oberfräse überlassen.

Ganz normale Oberfräsen-Fräser schlagen sich in Alu gar nicht so übel - würde ich gegenüber speziellen Alufräsern in dem Fall sogar bevorzugen, da sie nicht so scharf sind und damit auch nicht so aggressiv in das Material einhaken.
Denn: der Rückschlag in Alu ist brutalst falls man irgendwo verkantet, nicht gut fest hält, zu schnell ist oder versehentlich in den Gleichlauf kommt. Und je schärfer und aggressiver der Fräser, desto eher passiert das.

Plus: Aluspäne können richtig fies werden: da bilden sich gerne feine Nädelchen die tief in die Haut eindringen und tagelang für Entzündungen sorgen. Augenschutz, Handschuhe, dichte Kleidung...

Christian

:emoji_thumbsup::emoji_thumbsup::emoji_thumbsup:
so bin ich jetzt richtig mit Wissen und Warnung aufgerüstet. Meine Götter, ich habe Skihelm und Brille :emoji_astonished:
Ich bedanke mich hier vielmals!

@Tokoloshe ich denke auch an dein Angebot, aber nächstes Mal.
 

jonywalker

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Ich habe eine Idee, die Sauerei von Aluspänen beim Absägen wesentlich zu reduzieren, in dem ich einen Holzstreifen mittels Doppelklebeband auf Alu klebe, damit die Späne keine offene Luft zu schleudern bekommen. Voraus gesetzt, dass eine kräfige Absaugung an die Maschine angeschlossen ist.
Beim Fräsen ist etwas schwieriger, nehme ich beim einmaligen Betrieb in Kauf.
 

loremipsum

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@jonywalker Ich weiß, dass das schon ein paar Wochen her ist. Aber ich kann Dir nur raten: mach es mit JLCCNC. Hervorragender Service, Preise und Qualität. Nur die Versandkosten tun weh. Aber da kannst Du Dir die Teile auch eloxieren lassen für ein paar Euro. Meine Erfahrungen mit der Firma sind durchweg positiv.
 

jonywalker

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Mein Projekt ist fast schief gegangen trotz so vieler Bemühungen. Es scheitert an zwei Stellen:
1. Zentrierung des Fräskopfs in Relation zu dem Kopierring ist problematisch. Der Makita Trimmer ist kein Präzisionswerkzeug, wenn Kopierring in Einsatz kommt. Die Relation des Spindelmotors zu der Fassung ist nicht konstant, kann man nicht jeder Zeit wieder herstellen. Die originale Routerplatte ist noch schlechter, der drauf montierte Kopierring liegt um 0.5 mm daneben. Ich habe dann eigene Routerplatte angefertigt, der Mittelpunkt der Platte wurde durch Einsatz eines V-Fräsers ermittelt. Aber trotzdem bekomme ich eine Ungenauigkeit von 0.2 - 0.3 mm.
2. Der Trimmer kann den Fräskopf nicht ganz festhalten. Der Fräskopf taucht immer tiefer ins Material, egal wie fest ich da anziehen.

Ich habe aber trotzdem was gelernt. Mit einem spezialen Alu-Metal Fräser, der normalerweise für CNC gedacht ist, kann man mühllos Alumimiun fräsen. Solcher Fräser ist auch für hohe Drehzahl tauglich. Mit dem Fräser bekomme ich keinen Rückschlag. Die Absaugung mit meiner Konstruktion kann 90% der Späne auffangen. Leider bekomme ich trotz der präzisen Schablone nicht die geplannte 2mm Differnz. Ich habe einen Rand der Aluplatte zur Probe gefräst, mit zwei unterschiedlichen Mothoden: Schaftfräsen und Tiefgangfräsen. Das Zielmass bekomme ich nicht. Ich gebe auf.
Ich versuche nochmal mit meinem Tischoberfräser, dazu muss ich erneut eine Montierplatte für den Zentrirungsring anfertigen.
Aber, warum taucht der Fräskopf immer tiefer ins Material rein? Das kommt beim Fräsen der Fläche vor.

@loremipsum
Danke für die Info. Ich gebe noch mal Versuche mit meinem Tischoberfräser. Wenn nicht klappt, dann kontaktiere ich JLCCNC. Ich nahme an, die CNC Maschine schafft größere Genauigkeit als 3D Drucker.
 

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jonywalker

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Mögliche Ursache für das Tieftauchen des Fräskopfs, liegt es an der Spiralführung des Fräskopfs? Das wirkt wie eine Schraube, je höher die Drehzahl um so größer die Kraft nach unten. Ein HM-Fräser hat das Problem nicht.
 
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