Terrassendach - Konstruktion

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von DasMoritz, 26. Dezember 2018.

  1. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Guten Tag,

    da einer guten Umsetzung ja meist eine gute Planung vorausgeht, eröffne ich den gefühlt 100 Thread zum Thema Terrassenüberdachung.

    Nachdem ich mit meinem Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. super zufrieden bin, will ich mich im Sommer nun einem Terrassendach widmen, die Frau drängt.

    Ich habe, wie beim Carport auch, viel mit Sketchup Make gearbeitet und das ganze in einem ersten Entwurf geplant. In der Anlage sind wieder diverse Fotos und Erläuterungen.
    • Breite der Überdachung: 560cm
    • Tiefe der Überdachung: 412cm
    • Schneelastzone 1 (Oldenburg in Oldenburg)
    Ich habe alle Werte mit dem Eurocode Statikrechner überprüft.

    Maße der Wandpfette: 16cm x 10cm (aktuell geplant mit KVH).
    Die Pfette am Haus würde ich nach sehr guten Erfahrungen wieder mit Injektionsankern in der Geschossdecke befestigen.

    Maße der Fußpfette (Garten): 20cm x 12cm (BSH der Qualität BS18, GL36C)
    Die Pfette liegt auf zwei Stützen a 12cm x 12cm KVH auf, die lichte Weite beträgt 535cm
    Die Kopfbänder (12cm x 12cm KVH) an den beiden Stützen reduzieren die lichte Weite auf 412cm.
    Die Kopfbänder haben einen Abstand von 50cm zum Schnittpunkt "Pfette / Stütze".

    Maße der Sparren: 8cm x 16cm x 399cm
    Die Sparren haben eine lichte Weite von 342cm zwischen den beiden Pfetten.
    Der Dachüberstand der Sparren beträgt 45cm.
    Der Abstand der Sparren beträgt 84cm, sodass sich 7 Sparren / 6 Felder ergeben.
    Bei der Berechnung der Sparren habe ich die maximale Gesamtlast auf die Sparren / Felder aufgeteilt, sodass jeder Sparren 100 KG Fixlast und 500 KG Schneelast tragen kann.

    Die Dacheindeckung erfolgt mit 8mm oder 10mm VSG.
    Im Statikrechner habe ich mit 10mm gerechnet und so die gesamte Last des Glases errechnet.
    Ob für den Sparrenabstand von 84cm 8mm noch ausreichend wären, kann ich im neuen Jahr klären.

    Die Verbindung zwischen Sparren und Wandpfette würde ich mit den Sherpa-Verbindern machen, da die Pfette und der Sparren dort auf einer Höhe beginnen sollen.
    Hintergrund ist, dass ich sonst mit der Pfette sehr weiter "herunterkomme" und diese nicht mehr in der Zwischendecke verankern kann.

    Die Verbindung zwischen den Sparren und der Fußpfette erfolgt über die Kerven und Holzbauschrauben mit Tellerkopf.

    Was sind nun meine Fragen:

    1.) Fällt den erfahrenen Hasen irgendein Konstruktionsmangel auf?

    2.) Funktioniert das mit der Fußpfette soweit oder bin ich da am /über`m Limit?
    Laut dem Statikrechner ist das noch alles im gut-grünen Bereich.

    Fraglich ist für mich immer, wie viel Last ein Kopfband aufnimmt:
    Kann ich die Spannweite durch den Abstand eines Kopfbandes einfach "reduzieren" oder ist das zu einfach gedacht?
    Die "Durchgangshöhe" der Pfette liegt ca. bei 2,05m - ist das OK?
    Das soll nur auch nicht wirken wie "ein Brett vorm Kopf", da die Pfette natürlich schon recht mächtig ist.

    Zu Erläuterung der Lastberechnung (siehe auch Foto in der Anlage):
    Ich habe die Gesamtlast der Konstruktion (Holz, Glas, Schnee) ausgerechnet, das sind maximal 3.824 KG (490 KG Glas, 198 KG Holz, 3136 KG Schnee).
    Bei der Berechnung der Fußpfette habe ich mit einem Faktor von 0,60 gearbeitet, da die Wandpfette ja auch Last (0,40) aufnimmt.
    Wenn ich überlege das die Schneelast auf der Fläche bis zu 3.100 KG werden können: Da würde ich irgendwann auch mal zu einem Besen greifen und das Abfegen.

    3.) Die Größe finde ich mit ca. 20m² schon recht "groß", ich finde es aber auch toll im Herbst oder Winter draußen zu sitzen, Feuerkorb an, Grill an, etc.
    Da ich noch recht jung bin und noch keinen Nachwuchs habe, möchte ich das gleich "richtig" machen, sodass auch 4 oder 6 Personen gut sitzen können.
    Ggf. soll auch mal eine kleine Draußenküche kommen.
    Ist das zu groß oder soweit "passend"?

    Wenn irgendetwas auffällt, gerne melden :emoji_slight_smile:

    Achja:
    • Die Terrasse hat (leider) eine Nord-Ost-Ausrichtung.
    • Beim Bauamt werde ich im neuen Jahr vorstellig.
    • Die Verdunkelung wird kein großes Thema sein, da der primäre Lichteinfall durch 4 andere Fenster (Süden / Westen) erfolgt.
    • Gefälle= 5° / 8,75%
    • In der Nähe stehen keine größeren Bäume (Verschmutzung)
    Vielen Dank und einen schönen Feiertag weiterhin,
    Moritz
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    Edit: Aus Pfette in Richtung Garten wurde Fußpfette, aus Fette am Haus wurde Wandpfette (man lernt dazu)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2018
  2. Túrin

    Túrin ww-robinie

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    Entschuldige, Moritz,
    ich habe das jetzt nicht alles gelesen, da ich auch bautechnisch nicht viel schreiben könnte. Aber anhand Zeichnungen und Bilder kommt mir der Gedanke, die Überdachung doch über die ganze Hausseite zu ziehen. Aber vielleicht ist das auch kein Thema.
     
  3. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Hallo Turin,

    in der Tat.
    Die Idee hatte ich auch schon mal
    Aber dann wieder verworfen - es soll auch nicht zu mächtig werden.

    Ich könnte mir da aber auf der linken (noch offenen Seite bei der Nebentür) ein „halbes Dach“ vorstellen was also nur ca. 2m tief ist.

    Ich bin für Ideen offen, male gleich aber noch mal in Sketchup.
     
  4. raziausdud

    raziausdud ww-robinie

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    Hallo Moritz,

    noch ne Idee (ich stelle hier bei uns gerade ähnliche Überlegungen an) ... die Holzkonstruktion über die gesamte Hausbreite, nur ein Teil als Überdachung ausgeführt, der andere kürzer oder gar nicht überdacht, halt Pergola. Was wohin? Ich montiere hin und wieder mit einfachen Zeichenprogrammen in Fotos hinein, um zu sehen wie es wohl ausschaun wird.

    ICH tendiere gedanklich dazu, die Ecke komplett zu überdachen (Nebeneffekt: die Möbel wären geschützt; echter kühler Schattenplatz im Sommer), den äußeren Teil weniger, ist dann quasi ein allmählicher Übergang von geschlossen nach offen ...

    Bei uns wird die Abfolge in der Breite wohl so: ca. 1/3 (Glas-)Überdachung, dann 1/3 Fortsetzung der Dachkonstruktion als Pergola, eventuell halbe Tiefe glas-überdacht, dann 1/3 freier Himmel. Das Dumme ist: irgendwann muss man sich entscheiden ...:emoji_wink:

    Grüße.
    Rainer
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2018
  5. elmgi

    elmgi ww-robinie

    Ich schließe mich hier einmal Stefan an, d.h. beim Anblick der Skizzen war es auch mein erster Gedanke die Überdachung
    über die komplette Hausbreite zu ziehen. Für mich gäbe es in diesem Punkt nicht allzu viel zu überlegen.

    Nord-Ost Ausrichtung ist im Sommer meist von Vorteil, da hier die Temperaturen unter einer Verglasung halbwegs erträglich
    bleiben.

    Evtl. überlegenswert: Beim Bau eine Option zum (teilweisen) Schließen der Terrassenanlage (Herbst/Winter) einplanen. Haben Bekannte von
    mir an ihrem Haus und so wird die Überdachung - je nach Wetterlage - praktisch zum Wintergarten.
     
  6. Küstenharry

    Küstenharry ww-kiefer

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    ich würde alles in BSH machen.
    Ob 2 kleine Kopfbänder bei 5,35m lichte Spannweite als Queraussteifung reichen ist fraglich und nehmen so nur geringe / keine Vertikallasten auf.
    Ein Statiker würd noch einen 3. Pfosten verbauen mit mindst. 1m Kopfband
    Die Pfette auch eher 12/24 in BSH
    jep, mit so einem Schwalbenschwanzbalkenverbinder funktioniert der Hauswandanschluss Sparren/Pfette oder alternativ mit einem T-Balkenträger mit Stabdübeln.
    Je nachdem welches Werkzeug man hat.
    Schnee dürfte weniger das Problem sein eher die Windlastzone, also Windsog.
    Daher auch alles auf Zug verbolzen, schrauben.
    gewindestange mit Konvexmuttern.
    Einbetonierte Pfostenträger mit Stabdübeln gesichert.
    Die Sparren kann man mit 2,5-3 cm komplett ausgestemmter Klaue machen oder halt nur mit 12 cm Pfettenbreite als Waageriss und dann nur ein paar mm.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2018
  7. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Moin,

    erst einmal wieder vielen Dank für die Antworten.

    Ich habe mir soeben mal eine Terrassenüberdachung bei einem Bekannten angesehen, jene die ich auch schon in dem anderen Thread beschrieben habe. Er hat eine lichte Weite der Sparren von 72cm, das ist schon recht eng beieinander. Die Durchgangshöhe beträgt bei ihm 197cm - das ist wenig. Im Anschluss habe ich mir bei einem anderen Bekannten des Bekannten noch eine Stahlkonstruktion angesehen, die wohl bei der Montage einen "mitbekommen" hat und durchhing. Ansonsten aber schön filigran.

    Ich glaube ich muss mir mal die Karten legen ob Holz oder Aluminium das Richtige für mich ist. Ich mag Holz aufgrund der guten Bearbeitungsfähigkeit und der Möglichkeit des Selbstbaus viel lieber. Wenn es dann aber "zu dunkel" wird oder aber mehr Balken als Glas zu sehen ist - auch doof. Holz wirkt auch immer deutlich "massiger" als die Aluminiumkonstruktionen.

    Ich versuche mal unter statischen Gesichtspunkten den Sparrenabstand zu vergrößern um somit größere Lichtfelder zu bekommen, unter Beachtung das die Durchbiegung des VSG nicht zu groß wird (L/200, maximal 15 mm, bzw. L/300, maximal 8 mm). Sobald die Sparren als BSH mache, bin ich da bei der Durchbiegung aber auf der richtigen Seite.

    Dann werde ich mal prüfen wie ich die Überdachung in Richtung Nebeneingangstür weiterbauen kann :emoji_slight_smile:
     
  8. Zahltag

    Zahltag ww-robinie

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    nach landesbauverordnung dürfte so eine überdachung in nahezu jeden bundesland genehmigungspflichtig sein.
    zitat landesbauverordnung:
    die grundfläche von 30qm erreichst du nicht, die 3m tiefe sind aber ein mieser witz. brauchst also nen wisch vom amt, damit du das teil "nachbarschaftssicher" aufstellen darfst. ach ja: 3m abstand zum nachbarn ist eh klar, außer es gibt im bebauungsplan ne ausnahme. (zb bei doppelhaushälften)


    ich bin übrigens ein gegner von glasdächern. der vorteil einer überdachung ist es gerade, das dort KEINE sonne reinscheint. im sommer bringt so eine glasüberdachung nichts (gehts halt übelst ein bei der hitze), im herbst geht das mit ner sonnenundurchsichtigen überdachung hingegen genausogut.
    wir haben ein blechdach mit antikondensfilz. würde ich immerwieder so machen. weiterer vorteil ist ganz klar, das man das dach nie putzen braucht.
    wir hatten zuerst auch durchsichtig und das war witzlos. konnte man im sommer dort nicht sitzen. und wenn ich nen schirm oder ähnliches drunter aufspanne, kann ich mir die überdachung auch sparen.
    nur meine meinung. wenn du glas toll findest (wie die meisten beim planen), mach es. kann nur von nachbarn berichten, die alle mittlerweile fluchen. hängt natürlich auch von der himmelsrichtung ab und wann man am tag dort sitzen will. der typische 17uhr feierabend griller auf der südseite kann mit nen glasdach dort so nicht sitzen im sommer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2018
  9. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Moin Zahltag,

    Danke dir!
    Es ist wie oben beschrieben eine Nord-Ost Terrasse, also ganz so warm dürfte es darunter im Sommer nicht werden.
    Ich saß diesen Sommer unter einer Glasüberdachung, da läuft einem die Suppe vom Rücken in die Hose - wunderschön.

    Gruß,
    Moritz
     
  10. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Moin,

    so, ich habe den Sparrenabstand nun mal auf 100,4cm erhöht, das sollte mit BSH und 10mm VSG kein Problem sein, da die Durchbiegung der Balken auch unter Last noch völlig im grünen Bereich ist. Die Balken haben bei maximaler Fix- und Schneelast eine Durchbiegung von 3mm, die oben genannten Werte unterschreite ich demnach also.

    Zudem habe ich das Dach mal erweitert in Richtung Carport.

    Wäre nur noch zu prüfen ob das VSG "schüsselt" und sich nicht entlang der langen Kante sondern entlang des 100,4cm durchbiegt. Die allseitige Lagerung (also auch an den kurzen Kanten) ist aber wohl erst ab 1,2m erdorderlich...
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  11. Küstenharry

    Küstenharry ww-kiefer

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    Statisch wäre schlanker also 6x20 besser.
    Wie breit ist das Alu Auflageprofil?

     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2018
  12. hemmi1953

    hemmi1953 ww-robinie

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    Hallo Moritz,

    aus ästhetischen Gründen würde ich nicht mit der Konstruktion direkt auf die rechte Hausecke gehen, sondern 30-50 cm Abstand lassen.
     
  13. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Hallo Harry, hallo Christof,

    @Küstenharry :
    das Auflageprofil gibt es in 60mm breite, das war aber auch mein erster Gedankengang (wird schmal, passt aber).
    Ich habe die Konstruktion der Sparren nun auf 20cm x 6cm angepasst. Die lichte Weite ist nun 104,6cm.
    Die Fußpfette habe ich nun um 4cm auf 24cm x 12cm erhöht.

    Wenn ich die Fußpfette wie beschrieben höher auspräge, dann muss ich mit der zusätzlichen Höhe nach oben (sonst sinkt die Durchgangshöhe auf unter 2,05m). Damit ich die Dachneigung von mindestens 5° einhalte würde ich dann mit einer Verkämmung zwischen Sparren und Pfette arbeiten, sodass die beiden Bauteile um 10cm ineinander eingelassen sind. Ich würde die Verkämmung glaube ich gleichmäßig teilen, 5cm im Sparren ausklinken und 5cm in der Pfette. Passt das soweit oder ist durch die Verkämmung und die Schwächung der Pfette dann der Zugewinn an "Höhe" und Statik dahin?

    Weitere Frage: Ist die Pfette in dem Maß wirklich notwendig? Die Durchbiegung ist 3mm geringer. Ist ja schon ein Brummer.
    Weitere Frage: Warum sollte ein Terrassendach 5° Neigung haben, ein Dach vom Carport aber nur 2° Neigung?
    Ich habe wirklich Sorge mit meiner Durchgangshöhe und bin am Überlegen die Dachneigung zu reduzieren und somit Höhe zu gewinnen.
    Der Regen kommt im Regelfall "mit dem Gefälle". Wie beschrieben stehen hier keine großen Laubbäume oder ähnliches die das Dach stark verschmutzen. Die heute besuchte Terrassenüberdachung hatte in meinen Augen auch keine 5° / 8,75% Gefälle.

    @hemmi1953 :
    Das muss ich nachher mit der Frau des Hauses besprechen. Die Idee ist aber gut, zumal man dann von außen vor die Seitenwand (ggf. Glas) noch etwas Pflazen kann o.ä. Danke dir!

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  14. Küstenharry

    Küstenharry ww-kiefer

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    Statisch ist nur die reale Vorholzlänge relevant.
    sprich das Holz, was stehen bleibt.
    12x20 müssten vom Bauchgefühl aber reichen.
    Bei einer der gebauten Terrassen habe ich die Sparren auch um 3 cm mit (Pfettenbreite 12 cm) ausgeklinkt.
     
  15. tiepel

    tiepel ww-robinie

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    Hi,
    ich mache Dir morgen mal Fotos von einer ähnlichen Konstruktion auf einer Garage und messe mal die Abstände.
    Das, was da verbaut ist, macht nicht den Eindruck, dass da großartig Licht weggenommen wird.
    Gruß Reimund
     
  16. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    Zu den Kopfbändern muss ich sagen, dass sie, was die Tragfähigkeit der Pfette anbelangt, statisch nicht eingerechnet werden dürfen. Die Stützweite wird also durch die Kopfbänder nicht reduziert.

    Gruß

    Ingo
     
  17. Küstenharry

    Küstenharry ww-kiefer

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    Jein.
    Bei Kopfbänder/Streben mit 30°/60° Winkel bis an den Fußpunkt schon, sowie Stirnversatz und verbolzt.
    So kann man dann auch Vertikallasten abtragen.

    Wie bekommst du eine 100 kg Glasscheibe heile auf dem Dach befestigt?
     
  18. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Moin,

    die Frage hatte ich auch schon im Kopf.
    Ich habe im Moment zwei Optionen:

    a.) Wir haben in der Familie ein Baugerüst, das wird in Feld "B" aufgebaut (ein Feld ist immer der Abstand zwischen zwei Sparren), die Glassscheibe wird auf eine Unterkonstruktion in 2,20m Höhe in Feld A gelegt, ggf. etappenweise, also 1m, 1,5m etc.. Die Helfer und ich stehen auf dem Baugerüst in Feld B und heben die Scheibe dann leicht diagonal durch das Feld "A" nach oben und legen diese auf die für das Feld A montierten Klemmprofile. Dann kommt das nächste Feld. Ich gehe mal von 6-8 Helfern aus. Natürlich brauch es dafür noch Plattenheber etc. in ausreichender Menge und Dimension.

    b.) Das VSG wird von vorne in das Feld eingeschoben. Dazu würde ich eine variable Rampe bauen, auf der das Glas lagert. Mit dem richtigen "Gleitmittel" wird das Glas dann in das Feld eingeschoben, wobei mindestens 2-4 Personen auf die Kantung achten, und z.B. Kunststoffdistanzhalter mitführen, sodass das VSG nicht verkanten kann.

    Welche Variante besser ist, weiß ich noch nicht. Die Alternative wäre ein Kran mit Glasheber, kostet 130 EUR / Stunde netto.
    Vielleicht hat noch jemand eine Idee? Wir haben auch noch einen 3T und 1,5T Lastzug aber da fehlt mir im Moment die Kreativität den mit einer Unterkonstruktion gut einzusetzen.

    Könnte sich noch jemand zu dem Thema "Dachgefälle" äußern?

    Danke,
    Moritz
     
  19. Holzfummler

    Holzfummler ww-esche

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    Berlin
    Hi Moritz,

    aus optischen Gründen würde ich die Pfosten nicht in die Ecke setzen, sondern ca. 80 - 100 cm versetzt und mit 2 Schrägen (sry mir fällt der Begriff nicht ein) die Last vom Querrträger einleiten. Der Abstand der Pfosten wäre dann ca 300 cm. Denke auch, dass dies statisch günstiger ist.

    Durchgangshöhe würde ich auf 220 cm setzen, gefühlsbedingt.

    Vielleicht hilft beim Glas einsetzen ein Plattenheber. Beim Bau-/Leihmaschienenmarkt mal anschauen, dabei die Max-Last beachten.

    Gruß
    Thomas
     
  20. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    eine Strebe ist kein Kopfband.

    Gruß

    Ingo
     
  21. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

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    Hi Thomas,
    du meinst ein Kopfband, oder? Das die Last von der Fußpfette mit in den Pfosten übertragt. Ich ändere die Planung nachher mal, der Durchgang mit 300cm sollte ja immer noch locker groß genug sein.

    Bei der Durchgangshöhe muss ich noch mal rechnen: Ggf. kann ich durch den geringeren Abstand der Pfosten die Höhe der Fußpfette reduzieren und die Dachneigung auch ein wenig reduzieren, sodass die Durchgangshöhe steigt.
     
  22. Holzfummler

    Holzfummler ww-esche

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    Berlin
    Hi Moritz,

    danke. Ja ich meine ein Kopfband.

    Gruß
    Thomas
     
  23. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Hallo Ingo, Ausnahme scheint das Kopfband mit Versatz zu sein:
    "Nach ÖNORM darf diese Verbindung rechnerisch verwendet werden um die Pfetten zu entlasten."
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    Zuletzt bearbeitet: 28. Dezember 2018
  24. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    4.191
    Hallo Thomas, das wären keine optischen sondern handfeste statischen Gründe.
    Die statisch ideale Aufteilung, ganz ohne Kopfbänder, Streben etc. wäre m.W. 1-3-1. (Besselpunkte).
    Die Auflager also um je ca. 20% der Gesamtlänge des Trägers nach innen versetzt.
     
  25. DasMoritz

    DasMoritz ww-birnbaum

    Beiträge:
    233
    Hallo,

    Danke euch, die Bessel Punkte kannte ich noch nicht.

    Wenn ich die Pfosten nach innen rücke kommt aber dennoch in beide Richtungen pro Pfosten ein Kopfband, oder?
     
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