Tauchsäge: Kaufberatung + grundsätzliche Fragen

Domu

ww-kiefer
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Hallo zusammen,

es wird mal wieder Zeit für was neues.
Über Tauchsägen wurde hier ja schon einiges geschrieben, aber bei ein paar Dingen bin ich noch nicht ganz im Bilde und hoffe, dass ihr mir mal wieder helfen könnt.

Ich baue zwischendurch ganz gerne mal einfache, laienhafte Möbel. Also kleine Regale, Schränke etc. vllt in Zukunft mal ein simplen Tisch, ein Bett oder eine Bank. Solche Dinge halt.

Da eine Tischkreissäge für mich uA wegen der Größe nicht in Frage kommt muss etwas kleines her.

Mir ist wichtig, dass ich präzise und sauber sägen kann. Auch wenn es mit einem handgeführten Gerät nie perfekt gehen wird, will ich trotzdem auch mal Gehrungsschnitte machen können.

Eigl. habe ich mich schon auf zwei (bis drei) Geräte festgelegt, brauche da jetzt aber noch mal unterstüzung.

Zur Wahlen stehen
- Festool TS 55 REBQ-Plus
- Makita SP6000 (oder die Akkuvariante DSP600)

Die Festool wird ja so ziemlich überall gefeiert, aber ich frage mich ob sich die rund 50% mehr im Preis gegenüber den Maikitas wirklich lohnen.
Bei den Makitas reicht mir im Grunde die Kabel-Variante, da ich aber bereits mit Akkus und Ladegeräten ausgestattet bin würden die beiden Makita-Varianten nahezu das selbe kosten. Da sei die Frage gestattet ob man frei dem Motto "besser haben als brauchen" nicht doch auf das Kabellose Gerät geht.

Was in diesem Zusammenhang noch grundsätzliche Fragen zu Tauchsägen wären:
- Kann ich eine Tauchsäge, mal unabhängig vom Dreck, auch ohne Absaugung nutzen oder ist die Spanabfuhr dann so schlecht, dass das Sägeblatt verklemmt oder zu heiß läuft?

- ich lese des Öfteren, dass man eine Tauchsäge ausschließlich mit Schiene nutzen kann. Wieso ist das so? Das könnte ja bei kürzeren schnitten ein Problem darstellen.

Noch eine Frage an die Festool-Experten:
Die TS 55 REBQ-Plus wird bei Festool unter der Bestellnummer 576000 geführt. Man findet aber auch Händler die sie unter Bestellnummer 561551 führen. Wer kennt den Unterschied?


Ach so, eine Führungsschiene (Festool FS 1400/2) ist bereits vorhanden, da sollten alle genannten Sägen drauf laufen.

Vielen Dank!
 

Dikado

ww-esche
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Mir ist wichtig, dass ich präzise und sauber sägen kann. Auch wenn es mit einem handgeführten Gerät nie perfekt gehen wird.
Wie kommst du da drauf? Mit der Führungsschine kannst du sehr genau arbeiten und meine Schnitte sind alle genauer als das, was einem im Baumarkt zugesägt wird.
- ich lese des Öfteren, dass man eine Tauchsäge ausschließlich mit Schiene nutzen kann. Wieso ist das so? Das könnte ja bei kürzeren schnitten ein Problem darstellen.
!
wäre mir neu, mit meiner TS 55 säge ich auch ohne Schiene.
Die TS 55 REBQ-Plus wird bei Festool unter der Bestellnummer 576000 geführt. Man findet aber auch Händler die sie unter Bestellnummer 561551 führen. Wer kennt den Unterschied?
Hier findest du die Unterschiede zu den Bestellnummern, die Nr. 561551 ist mir aber nicht bekannt, vielleicht ist das eine eigene Nummer des Händlers.
https://www.festool.de/produkte/saegen/tauchsaegen/576014---ts-55-rq-plus-fs#Übersicht
 

Domu

ww-kiefer
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Danke für deine Einschätzung.
Wie kommst du da drauf? Mit der Führungsschine kannst du sehr genau arbeiten und meine Schnitte sind alle genauer als das, was einem im Baumarkt zugesägt wird.
Das habe ich auf die Gehrungsschnitte bezogen.

Hier findest du die Unterschiede zu den Bestellnummern, die Nr. 561551 ist mir aber nicht bekannt, vielleicht ist das eine eigene Nummer des Händlers.
Dort habe ich auch schon gegeuckt. Es scheint aber eine offizielle Bestellnummer zu sein, denn wenn du sie bei Festool in die Suche eingibst steht dort: "Dieser Artikel ist leider nicht mehr verfügbar."
Es muss sich also um eine Alte ausführung handeln, aber sie hat ansonsten die selbe Bezeichung.
 

zehlaus

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Der Unterschied ist der Systainer, 561551 ist noch der alte T-Loc, ab diesem Jahr gibt es die Systainer³.

Zur Entscheidungsfindung: Ich würde auf jeden Fall die kabelgebundene Variante nehmen. Persönlich gefällt mir die Festool besser vom Handling, muss aber jeder selbst entscheiden. Präzise arbeiten kann man auf jeden Fall damit, Fehler liegen meist beim Anwender. Als Hilfsmittel kann man ein Zuschnittbrett nutzen, sich eine Lochplatte bauen un durch Unterlegen von anderen Teile vieles improvisieren. Arbeiten ohne Absaugung geht natürlich auch, finde ich unpraktisch.
 

joh.t.

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SUFU, alternativ Bosch gkt 55 gce ist die abgespeckte Mafell. habe ich, passt.

Jede Maschine ist nur so gut wie der Benutzer.

Eine teurere Maschine gleicht Unwissenheit nicht aus.
 

pedder

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- Kann ich eine Tauchsäge, mal unabhängig vom Dreck, auch ohne Absaugung nutzen oder ist die Spanabfuhr dann so schlecht, dass das Sägeblatt verklemmt oder zu heiß läuft?
Das kann man machen. Aber eher draußen

- ich lese des Öfteren, dass man eine Tauchsäge ausschließlich mit Schiene nutzen kann. Wieso ist das so? Das könnte ja bei kürzeren schnitten ein Problem darstellen.
geht auch ohne. Habe ich neulich gemacht, um aus Arbeitplattenresten Brennholz zu machen. Aber schön wird es mit Schiene.

Und in meiner Eigenschaft als Vizevorsitzender und Gründungsmitglied der Liga für akkufreie Privatwerkzeuge:
Nimm die mit Kabel, sägt besser, hält länger.
 

blueball

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- ich lese des Öfteren, dass man eine Tauchsäge ausschließlich mit Schiene nutzen kann. Wieso ist das so? Das könnte ja bei kürzeren schnitten ein Problem darstellen.
Die Festool hat an der Tiefeneinstellung 2 Skalen, einmal mit und einmal ohne Schiene. Kannst also mit und ohne Schiene die Tiefenbegrenzung millimetergenau einstellen und das in Sekunden und ohne Rummesserei.
Hab die Festool die du dir schon rausgesucht hast und würde sie immer wieder kaufen und empfehlen.
 

Mister G

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Über Tauchsägen wurde hier ja schon einiges geschrieben
Ja, ich gehe davon aus, dass Du die Beiträge dazu alle gelesen hast und beschränke mich auf Deine Fragen.

Die Festool wird ja so ziemlich überall gefeiert, aber ich frage mich ob sich die rund 50% mehr im Preis gegenüber den Maikitas wirklich lohnen.
Für mich jedenfalls nicht, ich würde sofort wieder zur Makita greifen.

Bei den Makitas reicht mir im Grunde die Kabel-Variante, da ich aber bereits mit Akkus und Ladegeräten ausgestattet bin würden die beiden Makita-Varianten nahezu das selbe kosten. Da sei die Frage gestattet ob man frei dem Motto "besser haben als brauchen" nicht doch auf das Kabellose Gerät geht.
Sofern Du nicht fernab jeder Steckdose damit arbeiten möchtest, sehe ich nur Nachteile bei der Akku-Variante.

Kann ich eine Tauchsäge, mal unabhängig vom Dreck, auch ohne Absaugung nutzen oder ist die Spanabfuhr dann so schlecht, dass das Sägeblatt verklemmt oder zu heiß läuft?
Ich arbeite mangels Sauger in der Werkstatt fast ausschließlich so. Das ist überhaupt kein Problem.

ich lese des Öfteren, dass man eine Tauchsäge ausschließlich mit Schiene nutzen kann. Wieso ist das so? Das könnte ja bei kürzeren schnitten ein Problem darstellen.
Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe aber auch eine ganz kurze Schiene (600 mm), damit kann man auch prima kurze Kappschnitte machen.

Ach so, eine Führungsschiene (Festool FS 1400/2) ist bereits vorhanden, da sollten alle genannten Sägen drauf laufen.
Das ist kein Problem, allerdings fehlt der Festool-Schiene die Nut, um ein abkippen der Säge bei Gehrungsschnitten zu verhindern.
 

bauholzstoffel

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Finde es sehr wichtig, dass die Säge komplett auf die Schiene passt. Hab selbst die Bosch und die Schienen dafür sind schmäler wie die Säge. Das ist sehr nervig wenn man z.B. mit Parf Dogs arbeitet. Parf Dogs und ein Lochtisch sind übrigens sehr zu empfehlen. Damit ist man beim Zuschnitt um einiges schneller.
 

FredT

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Ahgeh, ein Zuschnittbrett reicht da locker aus, da braucht man zwingend weder Lochplatte noch die Bolzen. Dann schon eher wieder eine kleine Plattensäge, oder halt Tischkreissäge
 

DasMoritz

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Moin,

ich habe die SP6000 und bin damit einfach super zufrieden. Für den professionellen Heimgebrauch wie bei mir ist die top. Egal ob Treppenstufen zugesägt oder andere Holzarbeiten, ist immer wieder ein Spaß damit zu arbeiten
 

Domu

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Danke erstmal für euren reichlichen Kommentare

Der Unterschied ist der Systainer, 561551 ist noch der alte T-Loc, ab diesem Jahr gibt es die Systainer³.
Danke für die Info! Wenn es nur der Systainer ist, kann man gefahrlos auf die „alte“ Variante gehen. Würde direkt auch noch mal ein paar Euro sparen.

Das ist kein Problem, allerdings fehlt der Festool-Schiene die Nut, um ein abkippen der Säge bei Gehrungsschnitten zu verhindern.
besteht denn grundsätzlich eine große Gefahr des Kippen bei Gehrungsschnitten? Also egal ob Festool oder Makita. Ist es so, dass man sich den Schnitt dadurch versaut oder ist dieser Kippschutz ehr als Marketing anzusehen?
 

Dikado

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besteht denn grundsätzlich eine große Gefahr des Kippen bei Gehrungsschnitten? Also egal ob Festool oder Makita. Ist es so, dass man sich den Schnitt dadurch versaut oder ist dieser Kippschutz ehr als Marketing anzusehen?
Da ich das kenne, dass die Festool kippen wird, halte ich sie auch so, dass sie es nicht tut. Gehrungsschnitte sind sehr präzise möglich,wenn z.B. ich eine 20 cm lange Gehrung schneiden möchte, das Brett aber deutlich länger lasse, also ich schneide dann 40 cm, denn am Anfang und am Ende stimmt es bei mir immer irgendwie nicht. Sicherlich ein Bedienungsfehler, aber was soll`s.
 

Dietrich

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Hallo,

wenn es tatsächlich um Gehrungen geht, also das was eine Kappsäge normalerweise ganz gut kann, würde ich immer wieder eine aus der Mafell KSS Serie nehmen, die 40iger ist die leichteste/kompakteste ernsthafte Säge am Markt.
Geht es um Schrägschnitte, auch das kann sie.
Dazu eine Flex-Schiene immer dabei im Koffer und der berühmte Mafell Durchzug auch bei Ausnutzung der Schnitthöhe.

Gruß Dietrich
 

mannimmond

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Du machst weder mit der Makita, noch mit der Festool etwas falsch. Die Festool bietet ein paar Optionen mehr, und kann dichter an einer Wand oder Kante entlang sägen (damit kann man Schattenfugen in Decken oder auf Böden sägen), dafür hat die Makita den Kippschutz (der ist praktisch, aber nicht spielfrei und geht nur mit der Makita Schiene. Die Gehrung versaust Du trotzdem, aber die Säge fällt nicht von der Schiene). Der Systemgedanke bei Festool ist sehr gut. M.E. loht sich die Festool nur für Ambitionierte, die sie häufig nutzen, und mehr aus dem Festool System haben. Für den Gelegenheitsnutzer (und den Nutzer, der keine Schiene benutzen will) reicht auch die deutlich günstigere Makita.

Ich persönlich würde die Kabelvariante nehmen, die Sägeblätter sind dicker und damit steifer. Ohne Absaugung kannst Du sägen, es gibt halt eine Sauerei. Da hat die Akkuvariante im Freien gewisse Vorteile. Im Raum machst Du ohne Absaugung nur wenige kurze Schnitte.
 

Wrchto

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Wenn Du vor hast, die Säge abzusaugen, dann hast Du sowieso schon "etwas" dranhängen (den Schlauch). Dann kommt es m.E. auch nicht mehr auf das Kabel an. Von daher würde ich zur kabelgebundenen Version greifen, falls Du die Makita kaufst. Ich selber nutze die TS55 und mag sie sehr, habe aber keinen direkten Vergleich zur Makita. Auf jeden Fall liest man über beide Sägen vorwiegend Positives.
 

zehlaus

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Ich habe den Kippschutz noch nie vermisst, fand ihn beim Test der Makita eher hinderlich (natürlich mit den Augen eines Festoolnutzers gesehen :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:).

Da ich das kenne, dass die Festool kippen wird, halte ich sie auch so, dass sie es nicht tut. Gehrungsschnitte sind sehr präzise möglich,wenn z.B. ich eine 20 cm lange Gehrung schneiden möchte, das Brett aber deutlich länger lasse, also ich schneide dann 40 cm, denn am Anfang und am Ende stimmt es bei mir immer irgendwie nicht. Sicherlich ein Bedienungsfehler, aber was soll`s.
Der Fehler minimiert sich meist wenn man die Schiene unterfüttert, die meisten Fehler verursacht der Anwender duch eine zu kräftige Führung.
 

rafikus

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Die Festool hat an der Tiefeneinstellung 2 Skalen, einmal mit und einmal ohne Schiene.
Es ist aber nur eine Skala, man muss nur jeweils bei dem Tiefeneinsteller an einer anderen Stelle schauen.

Die Mafell MT55 hat einen umlegbaren Anzeiger für die Tiefe. Eine Stellung für Arbeiten auf der Schiene und die andere Stellung ohne Schiene. Sofern man den Anzeiger richtig umgelegt hat braucht man nicht mehr zu unterscheiden, wo man die Skala abliest.

Die Mafell passt auch auf die Schiene des anderen Herstellers und auch auf die Youtool Schienen.
 

blueball

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Es ist aber nur eine Skala, man muss nur jeweils bei dem Tiefeneinsteller an einer anderen Stelle schauen.

Die Mafell MT55 hat einen umlegbaren Anzeiger für die Tiefe. Eine Stellung für Arbeiten auf der Schiene und die andere Stellung ohne Schiene. Sofern man den Anzeiger richtig umgelegt hat braucht man nicht mehr zu unterscheiden, wo man die Skala abliest.

Die Mafell passt auch auf die Schiene des anderen Herstellers und auch auf die Youtool Schienen.
Bei der Festool muss man nichts umstellen. Schon garnicht muss man aufpassen, das Umlegen nicht zu vergessen. Die Skalen sind selbsterklärend und aus meiner Sicht nicht zu verwechseln. Sehen andere Nutzer sicher genauso. :emoji_wink:
 

tomkaes

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Ich habe den Kippschutz noch nie vermisst, fand ihn beim Test der Makita eher hinderlich (natürlich mit den Augen eines Festoolnutzers gesehen :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:).
Ich benutzen ihn regelmäßig, wenn ich vertikale Schalungen mit der Führungsschiene schneide.
Und finde ihn nach Jahren der Benutzung der Säge immer noch sehr praktisch.
 

mannimmond

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Die fehlende 2. Skala habe ich bei der Makita noch nie vermisst. Tauchsägen haben bei Gehrungsschnitten ein grundsätzliches Problem: Der Motor (schwere Teil der Säge) kippt neben die Schiene, während das Sägeblatt unter der Schiene verschwindet. Dabei kann die Säge von der Schiene kippen, wenn man nicht aufpasst. Das verhindert der kleine Kippschutz. Beim 90° ist er unnötig, auf der Baustelle fand ich ihn einige male sehr praktisch und hilfreich.

Die schmalen Schienen würde ich nicht nehmen, weil man die nirgends anlegen kann, während die Säge drüber laufen soll. Das wäre für mich auch im anspruchsloseren Montage- und Hobbybereich (nicht Möbelbau) in knockout Kriterium. Die Schienen sind schmaler als die Grundplatte der Säge, dadurch bleibt die Säge an allem was direkt neben der Schiene liegt, und höher ist als die Schiene, hängen.

Die Festool finde ich durchdachter, schöner und sie bietet mehr Systemzubehör (das teilweise auch an die Makita passt). Bei Festool sind die Schienen sehr teuer, von Makita gibt es eine 3m Schiene, die im Vergleich zu Festool ein echtes Schnäppchen ist. Sie ist nicht soo viel teurer als die Youtool (schmale Bauart, würde ich deswegen eben nicht nehmen). Die Sägen von Mafell und Bosch würde ich wegen der schmalen Schiene nicht nehmen, auch wenn es ansonsten gute Sägen sein dürften. Ich hab die Makita seit einigen Jahren, und bin zufrieden. Das nächste Projekt, das ansteht, dürfte das Besäumen der 3m langen Eschen Bohlen für die Küchenarbeitsplatte sein. Stationäre Maschinen, auf denen das vernünftig geht, sind mir zu groß.

Also - meine Empfehlung und Entscheidungsgrundlage wäre klar. Bei häufiger geplanter Anwendung und ambitionierterer Anwendung würde ich die Festool nehmen, wenn Geld keine Rolex spielt. Wenn es einfach nur darum geht, eine ordentliche allround Säge ohne Schnickschnack zu einem vernünftigen Preis anzuschaffen, würde ich die Makita nehmen.
 
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