Schreibtisch oder doch Esstisch?!

forest_man1

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Hallo zusammen,

lange genug habe ich mich mit meinem IKEA-Schreibtisch rumgeärgert. Er sieht zwar mit der Glasplatte ganz schick aus, aber mit 120 x 80 cm deutlich zu klein. Es finden gerade einmal Laptop und ein Bildschirm Platz.

Dies musste sich ändern. Ich entschied mich für etwa 200 x 100 cm und aufgrund meiner Größe einer Höhe von 80 cm. Da Kleinanzeigen-Angebote nicht zufriedenstellten waren, entschied ich mich dazu mir einen Tisch nach meinen Vorstellungen einfach selber zu bauen um dort alle Geräte und Schreibunterlagen unterzubekommen und trotzdem noch Platz zu haben um dreckige Teller neben sich aufstapeln zu können... :emoji_wink:

Nach einigen Überlegungen sollte der Tisch vier einfach Füße bekommen statt Kufen oder L-Füße. Dies würde es zukünftig auch erlauben den Tisch mit mehreren Personen bei Feiern oder Ähnlichem zu nutzen. Holzart soll entweder Eiche, Ahorn oder Esche sein.

Jetzt stehe ich vor der Frage, wie ich die Füße am Tisch befestige. Ein Kriterium für den Tisch ist, dass die Füße für Umzüge demontierbar sein müssen. Einfaches Schrauben in die Tischplatte oder mit Flachwinkeln befestigen möchte ich nicht. Also muss eine schöne und lösbare Verbindung her.

Meine erste Überlgung (siehe Abbildung 1) war es die Füße seitlich auszusparen und dort die Platte einzustecken, die Füße müssten dann dementsprechend länger ausfallen. Ein solches Design (siehe Abbildung 3) gefällt mir ganz gut und habe ich bereits bei einer Hantelablage angewandt. Allerdings müsste dort noch ein Verschluss bzw. Sicherungsstift eingefügt werden. Vielleicht habt ihr Anregungen, wie man soetwas vernünftig gestalten kann, ohne dass man von oben auf den Stift im Hirnholz der Tischbeine guckt. Andere Überlegungen (siehe Abbildung 2) waren die Beine ganz oben auszusparen und Tischplatte etwa bis zur Hälfte aufliegen zu lassen und mit Dübel oder Exzenter zu befestigen. Ich wäre auch offen für ganz klassische Varianten oder eine sichtbare Holzverbindung, allerdings bin ich da noch nicht fündig geworden, was zu dieser Konstruktion passen würde.

Ich hatte auch bereits über Stockschrauben nachgedacht. Diese würden aber wohl bei einer Plattenstärke von 27/28 mm einen zusätzlichen Unterbau benötigen, in dem das Gegengewinde Platz findet.

Ich freue mich über eure Anregungen und Ideen!

Grüße
Sven
 

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Gelöscht stwe

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Ich bin kein Freund von "Vier Tischbeine, die stumpf an einer Platte montiert werden". Meiner Meinung nach wird das nie stabil genug sein, da keinerlei Querbelastung abgefangen wird. Nicht umsonst verwendet man üblicherweiße eine Zargenkonstruktion.

Ich würde das also so machen:
- In die Tischbeine eine Gratnut fräsen, an die Zargenenden die passende Feder. Damit kann man die Zargen in die Tischbeine stecken und bei Bedarf wieder auseinandernehmen.
- Zur Befestigung der Zargen an den Tischbeinen würde ich dann Zargenwinkel verwenden.
- Die Tischplatte mit Nutenklötzen an der Zarge befestigen.

Aus welchem Material soll denn die Tischplatte werden?
 

Friederich

ww-robinie
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- In die Tischbeine eine Gratnut fräsen, an die Zargenenden die passende Feder. Damit kann man die Zargen in die Tischbeine stecken und bei Bedarf wieder auseinandernehmen.
Eine Gratverbindung muss sehr stramm sitzen, sonst wackelt sie in kurzer Zeit. Für eine reversible Verbindung ist das nicht geeignet. Besonders wenn so hohe Belastung auftritt wie an einem großen Tisch.
Da würde ich eher die Zargen von außen an die Beine schrauben. In Rampamuffen oder mit durchgehenden Schlossschrauben. Zusätzlich noch zwei dicke, trockene Dübel.
Wenns handwerlich ansprchsvoller sein soll, käme noch ein Sägebocktisch mit Keilsteg in Frage. Ein Keil ist einwandfrei für eine reversible Verbindung geeignet.
 
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forest_man1

ww-pappel
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Vielen Dank für Euer Feedback!
Eine Zargenkonstruktion als Unterbau wäre durchaus denkbar und möglich als Plan B und sicher auch sinnvoll bei der Größe.

Da würde ich eher die Zargen von außen an die Beine schrauben. In Rampamuffen oder mit durchgehenden Schlossschrauben. Zusätzlich noch zwei dicke, trockene Dübel.
Wenns handwerlich ansprchsvoller sein soll, käme noch ein Sägebocktisch mit Keilsteg in Frage. Ein Keil ist einwandfrei für eine reversible Verbindung geeignet.

Ich kann mir gerade noch nicht ganz vorstellen wie die Zargen von außen an die Beine geschraubt werden mit Rampamuffen bzw. Stockschrauben. Könntest du dazu eine Skizze anfertigen um mir das zu erläutern?

Über eine Stegverbindung zur Befestigung habe ich ebenfalls bereits nachgedacht, allerdings bin ich auf keine Bauweise gestoßen, womit ich die Beine am Tisch befestige. Normalerweise wird dies ja für eine Querstrebe in der Mitte des Tisches benutzt. Dies kommt für meinen Tisch allerdings nicht in Frage, da ich die Beinfreiheit benötige.

Grüße
Sven
 

Friederich

ww-robinie
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Ganz schematisch so:

Dunkel sind die hier durchehenden Schlossschrauben, hell die Trockendübel.

Rampamuffen wären Innengewinde, die man ins Holz schraubt, damit die Schraube besser hält, wenn man sie mehrmals lösen will. Hier habe ich aber durchgehende Schrauben

Zarge am Tischbein recht hoch wegen der Stabilität; zur Mitte hin angeschrägt wegen Beinfreiheit.
 

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