Schräges Hobelergebnis mit Elektrohobel (Denk-/Anwendungsfehler?)

Moep.

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Ich bin gerade leicht am Verzweifeln, weil mein neuer Hobel (Festool EHL 65) mir mein Holz anscheinend ziemlich schräg hobelt, egal was ich tue.

Größere Flächen mit Elektrohobeln plan zu hobeln bzw. abzurichten ist nicht so einfach, das ist mir klar. Aber wenn ich mit dem Gerät, selbst bei geringstmöglicher Spanabnahme (Stellung 0 bzw. noch darunter) über eine halbwegs plane Fläche fahre, dann erhalte ich auf der rechten Seite des Hobels immer einen deutlichen Absatz, links nichts.
Eigtl. sollte der Hobel doch links und rechts gleich viel abehmen (plane Fläche angenommen), oder habe ich da einen Denkfehler? Und bei einer Spanabnahme von 0 sollte eigtl. gar nichts abgenommen werden, oder maximal bei kleinen, erhabenen Stellen und nicht auf ganzer Länge.

Wenn ich mit dem Gerät schmalere Teile Hobele, dann würde ich so ja die Seiten immer weiter abschrägen und niemals eine 90° Kante erhalten/behalten.

Ich habe mit einem Haarlineal bei Stellung 0 mal die Welle gedreht und festgestellt, dass das Messer rechts das Lineal schon leicht berührt. Je weiter ich nach links komme, desto weiter bleibt die Klinge vom Lineal entfernt. Das passt exakt zu dem beobachteten Ergebnis im Holz.

Bin ich einfach zu blöd oder hat der Hobel evtl. eine Macke?
 

benben

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Was sind das für Messer, muss man die einstellen? Oder systemmesser? Die Sohlen zueinander fluchtend?

Gruss
Ben
 

falco

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Ich habe nichts zum Thema beizutragen, aber mein 10 Jahre alter Skil Elektrohobel macht genau das was er soll, daher würde ich das wohl von einem Festool erst recht erwarten. Dass dieser nicht präzise sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Hört sich eher so an als wenn die Messer nicht korrekt eingesetzt/eingestellt sind.
 

Moep.

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Das Messer muss/kann man nicht einstellen. Das wird eingeschoben und angeschraubt, aber der Flugkreis muss nicht justiert werden. Lediglich seitlich muss es fluchten, damit Falze die korrekte Breite haben.

@Bastelheiko Also wenn DAS Festools Vorstellung von "Präzision" ist, dann läuft was schief. Ich habe 3 andere Festoolwerkzeuge und die sind dahingehend top.

@falco Kann mir auch nicht vorstellen, dass das so sein soll. Aber wie geschrieben, das Messer ist nicht justierbar.

Zitat Festool Webseite:
Durch den Messerwechsel mit automatischer Justierung entfällt aufwändiges Einstellen des Flugkreises. Praktisch: Das Werkzeug zum Messerwechsel ist direkt an der Maschine fixiert.
 

PurplePony

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Ich kann mir vorstellen, dass du den Hobel einfach falsch hältst und dabei die Schräge entsteht.
So ein elektronischer Handhobel ist kein Präzisionsinstrument.
Nichts für ungut. War auch nie meine Königsdiziplin.
 

Moep.

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Richtig. Und sooo falsch halten kann man den auf einer planen Fläche auch nicht :emoji_stuck_out_tongue: Selbst wenn ich bewusst den Druck leicht nach Links verlagere ändert das nichts. Kann ja auch nicht, da eben die Sohlen voll und plan aufliegen.
 

PurplePony

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Hm, dann lass uns auf weitere Meinungen warten. Ich nutze einen EHobel ausschließlich zum anpassen bei Montagearbeiten z.B. bei Passblenden.
Für mehr kann ich persönlich den nicht brauchen.
 

Bastelheiko

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Also wenn DAS Festools Vorstellung von "Präzision" ist, dann läuft was schief. Ich habe 3 andere Festoolwerkzeuge und die sind dahingehend top.
Deinem Post entnehme ich mit meinem Verständnis, dass du gar keinen Elektrohobel hast.

Der Hobel kann noch so präzise sein. Das hat hier gar nichts mit FT zu tun.
Der Mensch ist hier der Ungenauigkeitsfaktor.
Bin ja totaler Anfänger im Hobeln. Doch auf jeden Fall arbeite ich mit einem normalen Holzhobel präziser als du oder ein gelernter Tischler mit einem Elektrohobel. Es sei denn, jemand hat mit dem Elektrohobel schon 5000 Stunden gearbeitet.
Kauf dir einen und versuche es!
Und dann nimm einen guten Simshobel oder Putzhobel und arbeite damit.
Ich hatte als totaler Anfänger nach Anleitung von H. Rech sofort wesentlich genauere Ergebnisse.
Das hat mich zum sofortigen Verkauf bewogen. Auch wenn es mir leid tat, mich von einem grünen Spielzeug zu trennen.:emoji_cry:
 

Moep.

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@Bastelheiko

Wie kommst du drauf, dass ich keinen habe? Dann hätte ich ja keine Probleme mit meinem :emoji_wink:
Ich habe seit ein paar Tagen einen EHL 65 und eben die genannten Probleme. Und meine anderen Festool Werkzeuge haben keinerlei Qualitäts- oder Präzisionsprobleme.
Dass ein Elektrohobel nicht so exakt und fein arbeiten kann wie ein Handhobel ist auch klar. Aber für schnellen Materialabtrag ohne größere Mühen ist ein Elektrohobel im Vorteil. Nur sollte er mMn eben auf ebener Fläche keine Schräge ins Holz Hobeln, denn kippeln kann er da nicht.
 

Marsu65

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Ich habe mit einem Haarlineal bei Stellung 0 mal die Welle gedreht und festgestellt, dass das Messer rechts das Lineal schon leicht berührt. Je weiter ich nach links komme, desto weiter bleibt die Klinge vom Lineal entfernt. Das passt exakt zu dem beobachteten Ergebnis im Holz.
Nicht weiter mit beschäftigen. Umtauschen. Das ist m.M. nach ein eindeutiger Mangel.

Gruß Marsu
 

Bastelheiko

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@Bastelheiko

Wie kommst du drauf, dass ich keinen habe? Dann hätte ich ja keine Probleme mit meinem :emoji_wink:
Ich habe seit ein paar Tagen einen EHL 65 und eben die genannten Probleme. Und meine anderen Festool Werkzeuge haben keinerlei Qualitäts- oder Präzisionsprobleme.
Dass ein Elektrohobel nicht so exakt und fein arbeiten kann wie ein Handhobel ist auch klar. Aber für schnellen Materialabtrag ohne größere Mühen ist ein Elektrohobel im Vorteil. Nur sollte er mMn eben auf ebener Fläche keine Schräge ins Holz Hobeln, denn kippeln kann er da nicht.
:emoji_poop:, da habe ich was verwechselt. Tut mir leid. Kommt vom schnellen Querlesen und an der Zeit. Natürlich liegt es hauptsächlich an mir.
 

michaelhild

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Bevor Du das Ding reklamiert, nimm doch das Messer mal raus und setzte es neu ein. Ist zwar theoretisch selbsteinstellend, aber vielleicht sitzt es trotzdem nur schief in der Hobelwelle.
 

Moep.

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Habe das Messer recht schnell im Verdacht gehabt und es neu eingesetzt, brachte nichts.

Mittlerweile habe ich das Gerät reklamiert und heute einen Austausch vorab bekommen. Und das gleiche Spiel wieder. Völlig schief das ganze.
Hier mal ein paar Bilder von der Katastrophe:

Bild 1 zeit den Hobel von rechts mit eingstellen 0,3mm Spanabanahme. Man sieht, dass das Messer am höchsten Puntk deutlich über die Sohle steht.

Bild 2 zeigt den Hobel nun von links bei gleicher Einstellung. Leider mit dem Handy nur unscharf zu erfassen. Das Messer streift das Lineal gerade so noch nicht. Der helle Streifen rechts von der Welle ist kein Lichtspalt sondern nur die Reflexion der Fase, das Lineal liegt weitestgehend plan auf.

Bild 3 zeigt was durch diesen Schrott herauskommt. Einfach mal ungefähr mittig mit ca. 0,3mm Spanabnahme drübergefahren. Rechts eine deutliche Kante, links gerade so auf 0. Die kleine Kante vorne kommt nur vom zu geringen Druck beim Ansetzen. Die Latte lag auf die schnelle nicht voll auf.

DSC_1061.JPG DSC_1063.JPG DSC_1067.JPG
 

pedder

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Vorsicht, nenn Festool nicht Schrott, das kann hier wieder Gefühle verletzen.

Das taugt so nicht. Ein E-Hobel soll parallel zur Sohle hobeln.
Tut er es nicht und kan der Verkäufer das nicht anders, dann ist es nicht die richige Maschine. Keien Ahnung, für wen das jemals die richtige Maschine sein soll.

Tipp an Festool: Wenn Du es nicht genau bauen kannst, bau es einstellbar. Und verkauf das als feature.
 

Moep.

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Festool allgemein ist ja kein Schrott, meine anderen Geräte tun was sie sollen :emoji_wink:

Aber diese Hobel hier sind einfach echter Mist. Keine Ahnung was da schiefläuft. Vllt. sollten sie die auch lieber in Deutschland statt Tschechien produzieren :emoji_thinking:

Ich werde jetzt nochmal mit Festool telefonieren und danach mit dem Händler. So kann das Gerät jedenfalls nicht genutzt werden. Es sei denn ich habe überlesen, dass der Hobel für einen ganz speziellen, mir unbekannten, Zweck gedacht ist, wo man so schräg hobeln muss :emoji_sweat_smile:
 
Zuletzt bearbeitet:

Hondo6566

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Hallo,
ich würde die Messer nochmal ausmessen, aber anderst. lege ein Maßstab bzw. Lineal auf die Sohle vor das Messer, einmal links einmal rechts. Dann nimm eine kurze schmale Leiste und lege diese bei einem def. Maß auf die Welle, einmal links einmal rechts und drehe die Welle von Hand und messe wie weit die Leiste transportiert wird. Dieser Wert sollte links wie rechts gleich sein, bei einer eingestellten Spanabnahme. Erst wenn dieser Wert sich unterscheidet kann man sagen dass das Hobelmesser schuld an dem Hobelergebnis ist.
Stecker ziehen bei dieser Aktion - sollte klar sein.
 

pedder

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Es ist doch schon das zweite Gerät. Das sollte doch werksseitig so eingestellt sein, wie es muss.
Wenn man ausschließen will, dass es das Messer ist (wofür auch immer, das hat er ja nicht von einem Drittanbieter),
muss man mal den Abstand von der Nut zur Schneide messen. Wenn sich der nicht um 0,3mm unterscheidet,
dann liegt es nicht am Messer, sondern entweder an der Aufnahme dees Messers in der Walze oder der Lagerung der Walze in Bezug auf die Sohle.
 

Marsu65

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Hallo Moep,
um der Sache auf den Grund zu gehen, kannst du folgendes machen:
Messer raus, Hobel auf Null stellen (bzw. so einstellen, dass sie im Wellenbereich gleich hoch sind) ,
Lineal längs und diagonal auf die Hobelsohlen legen um zu prüfen, ob eine oder beide der Sohlen krumm oder verdreht sind.
Wenn das nicht der Fall ist, Lineal beidseitig längs auflegen und jeweils den Abstand zur Welle messen,
um zu prüfen ob die Welle schief steht.
Wenn beides nicht zutrifft, wird es die Aufnahmenut/-kante für das Messer sein oder die Messer selbst sind Schrott (Abstand Auflagekannte/Messerspitze).

Von einem alten E-Hobel kenn ich es, dass die vordere Hobelsohle "wackelig" ist.

Bei einem Neugerät für knapp 300 Euro, würde ich eine bessere Qualitätskontrolle erwarten.
Ich würde noch einmal Wandlung versuchen. Am besten Lineal gleich mit in den Laden nehmen und prüfen.
Wenn der Ersatz auch nicht in Ordnung ist, mein Geld nehmen und nach einer Alternative suchen.

Gruß Marsu
 

Moep.

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Um die Sache zu einem (vorläufigen) Ende zu bringen: Ich habe mit Festool telefoniert und dort wurde angeboten das Gerät im Rahmen der Garantie prüfen zu lassen. Sollte gut eine Woche dauern. Ich habe dann nochmal den Händler angeschrieben und mitgeteilt, dass der zweite Hobel ebenfalls fehlerhaft ist und ein Bild vom katastrophalen Ergebnis mitgeschickt. Es kam direkt ein weiterer Rücksendeschein, diesmal jedoch mit Verweis auf anschließende Gutschrift.

Es gehen nun also beide Geräte zum Händler zurück und ich muss nun überlegen was ich tue. Die Kombination aus "Features" (kompakt, leicht, Plug-It, ziehender Schnitt, große Falztiefe, Systainer) gefällt mir eigtl. sehr gut. Alternativen wären was richtig billiges oder Bosch bzw. Makita. Da ich hauptsächlich Festool und Makita habe, will ich eigtl. keine L-Boxx. Das Plug-IT System ist extrem praktisch, weil ich so für meine Handgeräte (u.a. Tauchsäge und Oberfräse) das Kabel einfach in der Mehrfachsteckdose in der Dose meines Starmix Saugers stecken lassen kann. Einfach anderes Gerät dran und fertig.

Evtl. bestelle ich den EHL 65 nochmal, aber woanders und lasse ihn im Falle des gleichen Fehlers dann zu Festool gehen. Wenn er dann dort hoffentlich perfekt justiert wird, dann sollte das Ergebnis auch entsprechend aussehen.
 

Moep.

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Mal ein kurzes Update: Gerät Nummer 3 war noch schlimmer als die beiden vorherigen (fast 0,7mm Differenz, wie kann sowas in den Handel gelangen? :emoji_rage:). Ich habe diesmal das Gerät zu Festool zwecks Reparatur geschickt und nach nunmehr gut 2 Wochen (Gerät wurde dort am 29.09. in Empfang genommen) kam die erste Info seit Empfangsbestätigung. Das Gerät müsse ausgetauscht werden, aber neue sind nicht lieferbar. Ein kurzes Telefonat mit dem Support ergab aktuell einen anvisierten Liefertermin ab dem 10.11.!

Wenn man bedenkt, dass der erste Hobel hier am 10.09. eintraf, dauert es am Ende also mindestens 2 Monate bis man ein nutzbares Gerät in Händen hält (und selbst da bin ich nach all dem noch skeptisch). Das wäre für irgendeinen Billigheimer vom Baumarkt schon Mist, aber für eine Firma wie Festool ist das in meinen Augen einfach absolut unterirdisch.

Auf meine Frage ob denn das Austauschgerät wenigstens vor dem Versand auf Herz und Nieren geprüft wird, druckste der Herr ein wenig rum und meinte, er werde das nochmal genau beobachten (lassen). Wenn die ernsthaft das Neugerät ungesehen versenden und das Teil wieder nicht absolut plan hobelt, dann werde ich wohl von den geplanten Festoolgeräten vorerst Abstand nehmen. Aber zunächst heißt es mal eben 4 Wochen warten. :emoji_rolling_eyes:
 

michaelhild

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aber für eine Firma wie Festool ist das in meinen Augen einfach absolut unterirdisch.
Ich kann Deinen Ärger verstehen, nur trifft den Herstellern (welcher ist da in der aktuellen Situation eher egal) nur sekundär eine Schuld. Das Hauptproblem, liegt bei Covid-19, bzw. wie damit umgegangen wird (werden soll/muss), bzw. was es seitens der Regierungen für Auflagen gibt, was alles dadurch mehr oder weniger stark beeinträchtigt wird. Es kann ja so gut wie nichts mehr seinen theoretisch selbstverständlichen geregelten Gang gehen.
 
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