Resteverwertung

killkenny

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Baden!
Ich finde es eigentlich sehr erfrischend, auch mal eine andere Verarbeitung zu sehen.
Ist doch nett.
 

isso

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Bei dem nicht-Schachbrett hast du heftig längs auf quer Holz. Da drücke ich die Daumen, dass das nicht reißt.

Bevor du also die Fertigung optimiert, ändere die Konstruktion. Das geht nicht oft gut! Ich denke sogar garnicht.

Schön ist es ja, aber vertane Liebesmühe!
 

glenwood25

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Bei dem nicht-Schachbrett hast du heftig längs auf quer Holz. Da drücke ich die Daumen, dass das nicht reißt.

Bevor du also die Fertigung optimiert, ändere die Konstruktion. Das geht nicht oft gut! Ich denke sogar garnicht.

Schön ist es ja, aber vertane Liebesmühe!

Ganz genau.
In meinen Anfangsjahren als Schreiner, meinte ich, meiner Mutter ein Stirnholz Schneidebrett machen zu müssen.
Das Foto ähnelt meiner damaligen Machart.
Gebe da @isso völlig recht, hat nicht wirklich lange gehalten.
 

Martin Graf

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Hallo zusammen,
ich hänge mich hier mal dran, weil es um Resteverwertung geht und es für eine Projektvorstellung etwas zu klein ist.
Passend zum Muttertag habe ich angefangen einen Flaschenträger (Männerhandtasche) zu bauen. Gearbeitet wurde, wie meistens, überwiegend mit Handwerkzeugen. Ich hatte noch einen Balkenabschnitt Fichte /ca 10x15x150 cm³) übrig, den ich mit der Bandsäge in Bretter aufgetrennt und diese mit dem ADH vorgehobelt habe. Der Rest wurde fast ausschließlich mit Handwerkzeugen erledigt.
Angefangen habe ich auf der Terrasse bei schönstem Wetter und mit meiner kleinen mobilen Hobelbank:
Flaschenträger_5.JPEG
Der Rest wurde wegen des schlechteren Wetters und weil ich eher abends zum Handwerken komme, in der Werkstatt erledigt. Fotos von den einzelnen Arbeitsschritten habe ich wenig, aber das Zurechthobeln der einzelnen Bretter, Zinken, etc. ist jetzt auch nicht so spannend.
Die beiden seitlichen Streben, die den Griff aufnehmen werden mit einer Gratverbindung an der Kiste befestigt. Zuerst wurden die die Streben so gehobelt, dass sie sich leicht verjüngen. Anschließend wurden die Schrägen auf den Seitenteilen der Kiste angerissen und mit Feinsäge, Stecheisen und Grundhobel ausgearbeitet. Das Anpassen der Verbindung erfolgte dann mittels Grathobel, bis die Verbindung stramm zusammengeht.
Flaschenträger_6.JPEG

Flaschenträger_7.JPEG

Flaschenträger_8.JPEG

Zum Schluss wurde alles verputzt, Handgriff mit Keilen und Leim gesichert und auch an die Gratverbindung bekam am unteren Ende ein bisschen Leim.
Die Fichte war extrem schwer zu bearbeiten, weil das Frühholz weich wie Styropor und das sehr dünne Spätholz ausgesprochen hart war. Selbst mit sehr scharfen Eisen eine echte Herausforderung. Zum Schluss noch die Oberflächenbehandlung. Ich habe mich für eine Mischung aus Osmo Hartwachsöl und Osmo Dekorwachs weiß (10:1) entschieden, damit der schöne helle Farbton zumindest vorübergehend erhalten bleibt. Nach dem Trocknen werde ich noch eine weitere Schicht Hartwachsöl pur auftragen.
Und hier das Ergebnis. mit dem ich schon recht zufrieden bin. Es ist immer wieder erstaunlich, was das finale Verputzen und saubere Hobeln der Kanten für einen Unterschied bewirkt. Die kleinen Macken, die zu sehen sind, stören mich nicht wirklich, sondern unterstreichen durchaus, dass es sich um Handarbeit handelt.
Flaschenträger_1.JPEG

Flaschenträger_2.JPEG


Flaschenträger_3.JPEG

Flaschenträger_4.JPEG

Gruß
Martin
 

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Martin Graf

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Danke! Ich habe das schon öfters bei alten Werkzeugkisten gesehen und wollte es auch einmal ausprobieren. Außerdem ist es eine fachlich korrekte Verbindung, um Quer- und Längsholz zu verbinden. Und es funktioniert wirklich sehr gut. Das Einpassen mittels Grathobel ist sehr einfach und schnell erledigt.
 
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Ein sehr schöner Träger und die Gratnut für die Griffe sind eine schöne Detaillösung. Aber was genau hat der Muttertag mit einer Männerhandtasche zu tun? Du hast zum Muttertag den Träger deiner Mutter geschenkt damit sie dir zum Männertag damit ein Bier bringen kann? :emoji_slight_smile:
 

Daniboy

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.
Fesches Teil und auch prima Fotos.
Wenn die Sonne lacht, entstehen die schönsten Bilder.
 

rhinelander61

ww-eiche
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Moin Martin.
Gute Idee und sicher eine gute Übung zum Zinken und Graten.
Danke für's Zeigen und Inspirieren.
Notfalls kann man ja zwei machen - 1 x für Mausies Gemüsesmoothies und 1 x für Funghismoothies .
Nehm ich mal auf den 5-Jahresplan.
HG Andreas
 

flüsterholz

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Hallo Martin
Das ist doch wieder sehr schön geworden. Und das man nicht immer ein 100% Ergebnis hinbekommt ist doch normal. Ich glaub an jedem Teil, dass ich gebaut habe, gibt es eine Stelle mit der ich nicht vollkommen zufrieden bin.
Ich hänge mich aber mal dran. Hatte da auch noch etwas Resteverwertung vom Geburtstagskranz fürs Enkelkind. War noch etwas Eiche über. Hatte eigentlich gedacht, lohnt sich überhaupt nicht zu zeigen, aber bei Resteverwertung und Gratnut passt es doch. Meine Frau und ich sind ja schon etwas älter und manche Bewegungen funktionieren nicht mehr ganz so gut. So wurde es ein Stiefelknecht. Um Gummistiefel auszuziehen echt hilfreich.
Gruß Michael
20260514_123207.jpg
 

Martin Graf

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Hallo Michael,
danke für Deine freundlichen, aufmunternden Worte! Ich bin ja schon zufrieden. Die kleinen Macken sieht man auch nur bei gutem Licht. Und wie gesagt, diese Fichte war schon herausfordernd. Ich mag Ficht eigentlich sehr gerne, aber beim nächsten Projekt werde ich mit ganz bestimmt ordentliche Ware besorgen. Heute habe ich die Kiste noch einmal mit HW-Öl behandelt, sodass wir sie bald benutzen können. Spätestens dann kommen noch weitere Macken dazu, was auch in Ordnung ist.
Dein Stiefelknecht ist auch sehr schön geworden. Selbst bei so einfachen Stücken kommt es auf die kleinen Details an, die daraus etwas Besonderes machen. Und gut in Szene gesetzt hast Du ihn auch!
Gruß
Martin (der jetzt langsam mal das Schuhregal angehen muss)
 

Pareto

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Nun bin ich auch soweit, dass ich täglich meine Tabletten nehmen muss. Nachdem ich diese Plastik-Pillenschachteln zu sehr mit alten Leuten assoziiere, hab ich mir Folgendes gebastelt:
IMG_20260520_094703504_HDR_PORTRAIT~2.jpg "Quick and Dirty" aus demselben Birnbaum wie die Tischplatte.
Doof: Schon in der zweiten Packung haben die die Größe geändert... naja...:emoji_call_me:
 

flüsterholz

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Gerade mal meine Fotos durchgeschaut. Was man halt so macht, wenn man mit Männergrippe dahinsiecht. :emoji_head_bandage:Ein paar Restholzprojekte von diesem Jahr waren auch noch dabei.
Vom Bau eines Materiallagers für den Junior waren ein paar Fichte Leimholzbretter übrig geblieben. Auf der Suche nach einer Idee, was man daraus sinnvolles bauen könnte, fiel mir ein Bekannter ein, der letztes Jahr daraus einen Kaufladen für seine Enkelin gebaut hatte. Fand ich eine nette Idee, passend für Ostern. Enkel habe ich genug, eine im richtigen Alter war auch dabei. Ich hab nur bei Fichte Leimholz nie so die richtige Lust mit Handwerkzeug zu bauen. Also wurde es Quick and Dirty. Alle Sägeschnitte mit der Tauch- und Stichsäge gemacht, lediglich die Kanten mit Handhobeln nachgearbeitet. Mit dem Exzenter geschliffen und mit Lamellos zusammen geleimt. Lasiert. Fertig.
Damit es wenigstens etwas nach Handarbeit aussieht, habe ich die Schubladen gezinkt, aber nur offen und die Griffe selber gedrechselt. Dazu noch mit meiner Frau ein paar Obst- und Gemüsekisten gebastelt. Der Rest kam vom Flohmarkt. 20260419_162820.jpg
 

flüsterholz

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Das Bettchen bekam ein anderes Enkelkind. Wegen Zeitmangel, der erste Versuch war von der Idee her total daneben, auch Fichte Leimholz und mit Stichsäge und Tauchsäge hergestellt. Mit Lamello..... siehe oben. Vom Vorgehen beim Lasieren und Verleimen gibt es ein paar Fotos.
20260414_180127.jpg
Die Lasur hergestellt, rosa war gewünscht.
20260414_172528.jpg
Die Leimstellen mit Klebeband abgeklebt und zunächst die Stellen für die Lamellos aus geschnitten.
20260414_173453.jpg
Danach provisorisch zusammengesetzt und die Umrisse ausgeschnitten.
20260414_185151.jpg
Danach lasiert.
20260414_192117.jpg
Die Klebestreifen entfernt.
20260414_212321.jpg
Und verleimt.
Meine Frau hat dazu noch die passende Bettwäsche genäht.
 

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Martin Graf

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Hallo Michael,
mal wieder ein sehr schönes "Möbel" von Dir.
Wie hast Du die Lasur hergestellt, aus welchen Komponenten besteht diese? Ist die abriebfest oder muss da noch eine zusätzliche Beschichtung drauf?

Gruß
Martin
 

flüsterholz

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Hallo Michael,
mal wieder ein sehr schönes "Möbel" von Dir.
Wie hast Du die Lasur hergestellt, aus welchen Komponenten besteht diese? Ist die abriebfest oder muss da noch eine zusätzliche Beschichtung drauf?

Gruß
Martin
Basis war ein Temperapulver, dass man nur mit Wasser ansetzen muss (der knallige pink-lila Ton). Eigentlich für deckende Farben. Etwas mehr Wasser und noch ein paar Pigmente um irgendwie einen Rosaton hinzubekommen. (Mit Rosa fehlt mir etwas die Übung und ich hab auch nicht so die optimalen Pigmente dafür)
Temperapulver ist halt superschnell trocken und einfacher als Eitempera. Nach 10min kannst du schon den nächsten Anstrich machen. Handfest etwa 30min., aber noch nicht ganz Abriebfest. Am nächsten Tag war dann alles gut. Die Lasur für den Kaufladen war aber von Auro. Für das kleine Bett hätte es sich aber nicht gelohnt, eine extra Dose zu kaufen. Und Temperapulver und Pigmente habe ich immer da für die Möbelrestaurierung.
Gruß Michael
 

predatorklein

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fiel mir ein Bekannter ein, der letztes Jahr daraus einen Kaufladen für seine Enkelin gebaut hatte.
Moin

Haben wir früher auch einige gebaut .
Hobelbänke für Kinder auch .

Waren Arbeiten für den Lehrling , Material waren fast immer Reste , der Azubi konnte sein eigenes Projekt durchziehen .
Von A - Z .

Macht ein Kollege von uns immer noch , der hat seit 10 Jahren in einem Kaufhaus in KA eine Hobelbank und einen Kaufladen stehen .
Übers Jahr baut der 10 Hobelbänke und 20 Kaufläden .

Reicht wird man nicht , aber dem Lehrling macht es immer Spaß :emoji_grin:

Gruß
 

flüsterholz

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Moin

Haben wir früher auch einige gebaut .
Hobelbänke für Kinder auch .

Waren Arbeiten für den Lehrling , Material waren fast immer Reste , der Azubi konnte sein eigenes Projekt durchziehen .
Von A - Z .

Macht ein Kollege von uns immer noch , der hat seit 10 Jahren in einem Kaufhaus in KA eine Hobelbank und einen Kaufladen stehen .
Übers Jahr baut der 10 Hobelbänke und 20 Kaufläden .

Reicht wird man nicht , aber dem Lehrling macht es immer Spaß :emoji_grin:

Gruß
Ich muss gestehen, mir machen solche Arbeiten wirklich Spaß. Nicht das Schreinern an sich, das halte ich meistens einfach, weil oft nicht lange mit gespielt wird. Aber Kinder in dem Alter freuen sich noch so schön und für die Enkelkinder mach ich das auch wirklich gerne. Im Augenblick ist es auch die Hauptbeschäftigung. Man hat ja eigentlich alles, was man braucht. Ein paar Möbel stehen in nächster Zeit zwar seit langem mal wieder an, meine Frau hat sich ein neues Esszimmer gewünscht, das Material dafür habe ich aber nicht und muss es zukaufen. Dafür muss ich dann auch erstmal das Geld haben. Restaurieren kommt auch nur noch selten vor. Da sind dann so kleine Sachen eine schöne Abwechslung.
 

Urbexopa

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Heute mal eben eine Halterung für meine Sägen gebaut
10 mm Sperrholz, 50x50 Klötze und 14er Rundstab.
Die Anleitung gab's irgendwo im Netz. Kann ich bei Bedarf raussuchen und verlinken.
37792.jpg
 
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