Reparatur KGS 1670 E Signal

Heener

ww-robinie
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Beide gebraucht erst erstanden.
Aluguß verzieht sich doch nicht? Wenn, bricht es da nicht gleich?
Da ich den Bolzen der Verbindungsteile nicht rausbekommen habe, ist die Maschine erstmal so zusammen geschraubt.
Ursprünglich wollte ich nur den Drehteller der älteren Maschine nutzen, weil der Neuere zerbrochen ist.
Wenn jetzt der auch noch defekt ist, stehe ich wieder am Anfang.
Noch ne Maschine kaufen.... puh
 

Heener

ww-robinie
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Hallo Leute,

Zum aktuellen Stand:

Stunden über Stunden, was so eine kleine Maschine für Arbeit machen kann. Vorteil ist, man kennt das Teil dann besser.
Es ist jetzt fast alles fertig und eingestellt. Probeschnitte mache ich morgen.

Ich habe jetzt doch den besser erhaltenen Tisch druntergeschraubt.
Die seitliche Position des Sägeblattes kann man mit dem waagerechten Bolzen einstellen, der die Sägeeinheit am Auszug hält. Jetzt steht das Blatt in der Mitte der Nut unten und schleift nicht mehr dort.

Wenn der Winkel stärker verstellt ist, als die Feineinstellung korrigieren kann, muss man die 4 Schrauben hinten unter dem Gußrahmenteil lösen. Dann hat man etwas Spiel und kann grob die Winkligkeit einstellen. Den Rest macht man mit dem Inbus in der 13er Mutter links. Also scheint das Alugußteil nicht verzogen zu sein.
Übrigens ist der dünne Rahmen hinten die Schwachstelle des sonst guten Gerätes.
Dietrich hat Recht, so ein Gerät sollte man nicht verleihen.

Der aufklappbare Sägeblattschutz war leicht verbogen, das ging mit den Händen etwas gerade zu ziehen. Hauptsache, das Sägeblatt schleift nicht mehr. Bei der anderen Maschine gab es wohl mal einen Unfall, entsprechend sah sie aus.
Die Schrauben der seitlichen Abdeckung haben PZ-Bitaufnahme und waren (natürlich!) total ausgenudelt. Nur mit Mühe habe ich die rausbekommen. Jetzt sind da Inbusschrauben drin.

Der Drehteller aus Alu hat sich tatsächlich an den Kunststoffauflagen darunter etwas eingeschliffen, was die Höhendifferenz erklärt. Korrigiert habe ich das mit etwas Klebeband unter den 4 abnehmbaren Plastikringstücken. Jetzt ist die Mittelschiene auf einer Höhe mit dem Tisch, sonst wären kürzere Werkstücke ungenau geworden.

Die Anschläge waren auch nicht mehr in einer Flucht, obwohl sie mit Schrauben in feststehenden Löchern fixiert werden.
Dort habe ich ebenfalls mit Klebeband unterfüttert, bis sie wieder eine Linie ergaben.

Der Haltebolzen des Niederhalters konnte nur mit Wärme, Öl und gutem Zureden aus dem alten Tisch ausgeschraubt werden. Grund war einseitiger Rost am Bolzen.

Grüße
 

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Heener

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Beim Zug nach vorne mit breiteren Werkstücken fehlt die Parallelität zum Maschinentisch, das Sägeblatt sinkt beim Auszug weiter ab.
In der Anleitung steht nichts von einer Einstellmöglichkeit, kann mir bitte jemand (evtl. mit Bildern und Pfeilen...) helfen?
 

Dietrich

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Hallo Jan,

soweit habe ich meine KGS 1670 noch nicht zerlegt, aber wenn das Blatt beim Auszug absinkt, müsste man mal messen wo die Linearauszugs-Wellen welchen Abstand zur Werkstückauflage haben und falls der Auszug absinkt ob man diesen korrigieren kann, evtl. lösen was unterlegen...
Was meinst Du mit fehlender Parallelität?
Gruß Dietrich
 

Dietrich

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Hallo Jan,

erläutere doch mal wie sich das Problem am Werkstück darstellt, bisher ist mir nicht klar was nicht i.O. ist.

Gruß Dietrich
 

Heener

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Wenn ein Schnitt auf begrenzter Höhe mit Auszug nach vorne erfolgt, ist die Schnitthöhe nicht gleichmäßig.
 

rafikus

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War dieses Problem schon immer vorhanden oder ist es erst aufgetreten, nachdem du an dem ursprünglichen Problem gearbeitet hast?
Laut der Explosionszeichnung gibt es bei den Führungsstangen keine Verstellmöglichkeit, dann ist wohl die Ursache bei dem Teil zu suchen, wo das Kippen des Sägeblattes erledigt wird.
 

Heener

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Nach mormaler Verwendung wollte ich eine Ausklinkung auf eingestellter Höhe einschneiden, da fiel es mir auf.
Da dieses Gerät sonst präzise sein kann, würde ich es einstellen wollen. Nun sieht man keine Einstellmöglichkeit, dann muss ich dies wohl akzeptieren und die Arbeitsweise darauf ausrichten.
Grüße
 

RüdigerS

ww-buche
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Bei mir stehen zur Zeit zwei KGS1670. Die eine (ältere) hat gar keinen Tiefenbegrenzer.
Bei der anderen ist er vorhanden. Ich hatte ein paar mal versucht damit Ausklinkungen o.ä. zu machen und bin damit nicht glücklich geworden. Allerdings habe ich das mehr darauf zurückgeführt, dass ich vermutlich unterschiedlich starken Druck von oben ausgeübt habe und die Schnitthöhe damit im Bereich von ~1 mm variierte (habs nie gemessen).
Für Holz im Garten war das damals ausreichend OK. Feinere Arbeiten mit höherem Anspruch habe ich dann nicht mehr probiert.
LG Rüdiger
 

Heener

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Bei mir stehen zur Zeit zwei KGS1670. Die eine (ältere) hat gar keinen Tiefenbegrenzer.
Bei der anderen ist er vorhanden. Ich hatte ein paar mal versucht damit Ausklinkungen o.ä. zu machen und bin damit nicht glücklich geworden. Allerdings habe ich das mehr darauf zurückgeführt, dass ich vermutlich unterschiedlich starken Druck von oben ausgeübt habe und die Schnitthöhe damit im Bereich von ~1 mm variierte (habs nie gemessen).
Für Holz im Garten war das damals ausreichend OK. Feinere Arbeiten mit höherem Anspruch habe ich dann nicht mehr probiert.
LG Rüdiger
Danke für Deine Erfahrung, der Tiefenbegrenzer ist bei mir auch vorhanden.
 

Martin Graf

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Wenn ein Schnitt auf begrenzter Höhe mit Auszug nach vorne erfolgt, ist die Schnitthöhe nicht gleichmäßig.
Ich habe gerade mal bei meiner Säge nachgeschaut (bei der ich den Tiefenbegrenzer selbst"nachgerüstet" habe):
Eine Justiermöglichkeit sehe ich nicht. Bei mir läuft das Blatt aber parallel zum Tisch. Bei einem Probeschnitt ist die Genauigkeit kleiner 0,1 mm auf ca. 8 cm Schnittlänge.
Sorry, kann Die daher leider nicht helfen.
Gruß
Martin
 

pb57

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Grüß’ Dich, @Heener!

Habe meine Maschine gerade daraufhin angeschaut: auf den maximalen Auszug von 143mm sinkt die Schnitthöhe um 1mm (entspricht einer Abweichung von 0,4 Grad). Ist mir bei meiner bisherigen Nutzung nicht aufgefallen.
Re Einstellung: einzige Möglichkeit sehe ich darin zu prüfen, ob die Befestigung des auf dem Gestänge laufenden Sägeblocks mittels der beiden Schraubenpaare (auf dem Bild ist das vordere zu sehen) vorne und hinten einen Ausgleich der „Aufhängung“ zulässt.
Da mich die festgestellte Abweichung nicht stört, habe ich das jetzt nicht selbst untersucht (keine Lust, das möglicherweise zu verschlimmbessern).

Falls Du das probierst, wäre ich für eine Rückmeldung dankbar. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg!

Schönes Wochenende und
viele Grüße
Peter


IMG_4599.jpeg
 
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