Projekt: Esstisch aus Eiche (Leimholzplatte auf rechteckiger Tischkufe)

Eastwood

ww-pappel
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Hallo liebe Community,

als absoluter Neuling im Bereich DIY Möbelbau, wollte ich euren Rat für folgendes Projekt einholen:

Ziel: Esstisch aus einer Leimholzplatte (Wildeiche; 180x90x3cm mit durchgehenden 4,5 cm breiten Lamellen) auf zwei rechteckige Tischkufen aus Metall (siehe Render-Bilder) selber bauen.

Mein unbedarfter Plan:
  • Leimholzplatte von großem Holzhandel kaufen (Wildeiche; 180x90x3cm mit durchgehenden Lamellen von 4,5 cm breite; HF 8-10%). Diese Platte wäre roh, also nur mit Korn 100 vorgeschliffen; die Kanten sind unbearbeitet und scharf.
  • Platte mit Exzenterschleifer auf 120,180 usw. schleifen; die Kanten an sich gerade lassen, aber mit Schleifklotz und Schleifpapier brechen, also die Schärfe rausnehmen.
  • Tischplatte ölen.
  • Löcher für Tischkufen in Platte bohren; Gewindebuchsen einsetzten;
  • Tischplatte montieren
Fragen:
  • Verzug: Muss ich bei solch einer verleimten Platte (Eiche; durchgehende Lamellen mit 4,5 cm Breite; HF 8-10%; 3cm dick) damit rechnen, dass sie sich noch stark verzieht, wenn man sie über etwa 70 cm Breite an die Tischkufen festschraubt? Oder sollte sich da nicht mehr viel tun, wenn ich sie nach dem Abholen zeitnah bearbeite, öle und montiere ?
  • Kanten: Ist es realistisch, dass man die Kanten für einen Esstisch nicht stark abrundet oder eine Fase macht, sondern diese nur mit dem Schleifklotz im 45 Grad Winkel leicht bricht und somit die Schärfe rausnimmt? Schafft man das als Laie oder wird das so unregelmäßig, dass man es mit einer Baumkante verwechseln könnte ? :emoji_grin:
Das sind eigentlich meine größten Bedenken/Unsicherheiten. Handwerklich würde ich sagen, dass ich jetzt keine zwei linken Daumen habe, aber ich habe jetzt keine Erfahrung im Möbelbau. Reizen würde es mich ja, aber ich habe schon ein bisschen Respekt davor, dass am Ende die Suppe aus der Schüssel läuft, weil sich die Platte verzieht.

Wie schätzt ihr das ein? Ambitioniertes, aber realistisches Vorhaben oder lieber Finger weg und Tisch fertig kaufen?
 

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Time_to_wonder

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Solche Projekte laufen doch hier derzeit zuhauf. Damit man nicht alles doppelt schreibt: Hast Du die Sufu schon bemüht?
 

Eastwood

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Solche Projekte laufen doch hier derzeit zuhauf. Damit man nicht alles doppelt schreibt: Hast Du die Sufu schon bemüht?
Ja, habe auch schon einige Projekte mit Tischkufen durchforstet, aber man tut sich als Laie schwer aus den verschiedenen Meinungen und Empfehlungen zu unterschiedlichen Projekten die wesentlichen Punkte herauszuziehen.

Was ich bisher so an Informationen herausgelesen habe:
- Bei ordentlich verleimten Eichenholzplatten sind weitere Maßnahmen wie Gratleisten o.ä. nicht unbedingt nötig bei 180x90x3cm; Die Tischkufen hätten Langlöcher, was scheinbar nicht verkehrt ist, dass die Platte arbeiten kann?
- Bei Tischkufen kann es wohl passieren, dass der Tisch in Längsrichtung wackelt. Für mein Projekt habe ich ganz gut bewertete Tischkufen gefunden mit einer Grundplatte (also die Platte, die mit der Tischplatte verbunden wird) in einer Stärke von 5mm und einer Breite von 80mm. (Ob das jetzt reicht, um eine Wackeln zu verhindern, konnte ich für mein Vorhaben nicht herauslesen. Ich hätte die Tschkufen mit einem Abstand von 30 cm zu den Tischenden platziert, dh. der Abstand zwischen den Kufen läge bei 104 cm.

Zu meiner Frage, ob man als Laie eine 180cm lange Kante mit dem Schleifklotz einigermaßen gleichmäßig brechen kann, habe ich nichts gefunden. (in den Antworten geht es dann meist gleich um Fasen hobeln oder Oberfräsen)
 

Friederich

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In der Breite wird die Platte auf jeden Fall noch schwinden und/oder quellen. Langlöcher sind also ein Muß.
Gegen das Schüsseln bringt die Kufe schon etwas, das Flacheisen hier ist allerdings weniger wirksam als es der Laie erwartet. Selbst wenn es aus härtestem Stahl wäre. Mit einem zumindest leichten Schüsseln ist also zu rechnen.

Das generelle Problem des Wackelns in Längsrichtung ist nochmal was anderes.

sind weitere Maßnahmen wie Gratleisten o.ä. nicht unbedingt nötig
Ja. Die Kufe soll ja die Funktion einer Gratleiste übernehmen. Das u.a. ist ja der angedachte Sinn dieser Kufenkonstruktion.
 

dascello

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Zu meiner Frage, ob man als Laie eine 180cm lange Kante mit dem Schleifklotz einigermaßen gleichmäßig brechen kann, habe ich nichts gefunden. (in den Antworten geht es dann meist gleich um Fasen hobeln oder Oberfräsen)
Kann man. Aber ein, zwei Hobelstriche gehen schneller. Oberfräse ist Overkill.
Besorge dir im Baumarkt einen kleinen Balsahobel aus Metall. Kostnitviel.
Da ist auch das Einstellen der Einmalklinge nicht problematisch, weil die Fase vieles verzeiht.

Aber Schleifklotz allein geht auch.

Die Kufen reichen gegen das Werfen und Langlöcher, das haben mittlerweile sogar die Hersteller dieser Sch....dinger verstanden, sind ja vorhanden.

Mach einfach, das wird!


meint


Michael
 

ChrisOL

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Moin,

ich probiere das hier mal umfangreich und allgemein zu beantworten.

Zu den Kufentischen, eine wirklich gute Konstruktion ist das nicht. Diese Tische neigen dazu in Längsrichtung zu wackeln. Man kann das aber so machen.

Kurz zu dem Holz. Die Tischplatte verändert sich mit der rel. Luftfeuchtigkeit im Raum. Diese Veränderung passiert nur in der Breite, die Länge ändert sich nicht. Quellen und Schwinden nennt man das. Im warmen Spätsommer mit hoher Luftfeuchte ist die Tischplatte breiter wie im Winter mit trockener Luft. Ganz grob gehe ich von 1% Breitenänderung aus. Ist die Tischplatte 100cm breit sind bis zu 1cm Änderungen im Jahresverlauf möglich.

Beispiel Bild:
Tischplatte.jpg

Quellen und Schwinden
Daher ist es wichtig, dass die Kufen das Quellen und Schwinden ermöglichen. Hierzu ist es notwendig Langlöcher in den Kufen zu haben. Die Langlöcher müssen groß genug sein um die mögliche Breitenänderung aufnehmen. Da man nie genau weiß wie trocken das Holz wirklich ist, habe ich in dem Beispiel Bild recht große Langlöcher eingeplant. In der Mitte der Kufe braucht es kein Langloch. Nach außen hin sollten die größer werden, mit 20mm ist man auf der sicheren Seite.

Werfen
Das rund werden einer Tischplatte nennt man Werfen, die Stahlkufen sollten dem entgegenwirken und dafür Sorgen, dass die Tischplatte gerade bleibt. Zusätzliche Dinge wie Gratleiste sind hier nicht notwendig.

Auch hier wieder ein Beispiel Bild.

Tischkufe.jpg


Verbesserung der Stahlkufen. Wenn man die Chance hat die Stahlkufen zu schweißen ist es ratsam die in grün gekennzeichnete Platte einzufügen. Die reduziert ein Schwingen in Längsrichtung, wenn man gegen die Tisch stößt. Besser wäre noch eine durchgehende Verbindung zwischen den Kufen.

Schrauben:
Normale Spaxschrauben sind vollkommen ausreichend. Meine Wahl sind Panhead Schrauben mit passender U-Scheibe. Damit kann die Platte besser arbeiten. Die Schrauben sollten mittig im Langloch sitzen. Die Löcher für die Schrauben in der Tischplatte sollten vorgebohrt werden. In der Regel sind 2,5mm bis 4mm je nach Schraube passend.

Die Schrauben sollten handfest angezogen werden. Bitte nicht voll anknallen.

Rampamuffen, Metrische Schrauben oder andere Varianten sind nicht notwendig und stellen nur eine Fehlerquelle dar.


Ölen
Vor dem Ölen der Platte sollte die bis min K180 fein geschliffen sein. Für die Tischplatte sollte man ein ordentliches Hartöl oder Hartwachsöl verwenden. Die Platte gehört satt eingeölt, nach ca. 30min dann komplett trocken reiben. Nach einem Tag kann man das ganze noch mal wiederholen. Dann nimmt das Holz aber schon deutlich weniger Öl auf. Für die komplette Durchtrocknung sollte man der Tischplatte ein paar Tage Zeit geben.
Ein Hinweis zu den Lappen und Tüchern, diese können sich ggf selbst entzünden. Bevor man die wegpackt sollte man die gute wässern.
 
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Eastwood

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An dieser Stelle schonmal ein großes Dankeschön für die schnellen und präzisen/ausführlichen Antworten. Das hilft bestimmt auch anderen Neulingen weiter ! :emoji_thumbsup:

Kann man. Aber ein, zwei Hobelstriche gehen schneller. Oberfräse ist Overkill.
Besorge dir im Baumarkt einen kleinen Balsahobel aus Metall. Kostnitviel.
Da ist auch das Einstellen der Einmalklinge nicht problematisch, weil die Fase vieles verzeiht.
Danke für den Tipp, aber ich bezweifle momentan, dass ich mich an den Hobel traue. Die Angst ist zu groß, dass ich die Kante direkt "versaue". :emoji_cold_sweat:
Da nehme ich beim ersten Projekt vielleicht die zusätzliche Zeit mit dem Schleifklotz in Kauf.



Schrauben:
Normale Spaxschrauben sind vollkommen ausreichend. Meine Wahl sind Panhead Schrauben mit passender U-Scheibe. Damit kann die Platte besser arbeiten. Die Schrauben sollten mittig im Langloch sitzen. Die Löcher für die Schrauben in der Tischplatte sollten vorgebohrt werden. In der Regel sind 2,5mm bis 4mm je nach Schraube passend.

Die Schrauben sollten handfest angezogen werden. Bitte nicht voll anknallen.

Rampamuffen, Metrische Schrauben oder andere Varianten sind nicht notwendig und stellen nur eine Fehlerquelle dar.


Ölen
Vor dem Ölen der Platte sollte die bis min K180 fein geschliffen sein. Für die Tischplatte sollte man ein ordentliches Hartöl oder Hartwachsöl verwenden. Die Platte gehört satt eingeölt, nach ca. 30min dann komplett trocken reiben. Nach einem Tag kann man das ganze noch mal wiederholen. Dann nimmt das Holz aber schon deutlich weniger Öl auf. Für die komplette Durchtrocknung sollte man der Tischplatte ein paar Tage Zeit geben.
Ein Hinweis zu den Lappen und Tüchern, diese können sich ggf selbst entzünden. Bevor man die wegpackt sollte man die gute wässern.
Danke für die super anschauliche Erklärung. Ich denke, ich werde es erstmal mit den Kufen - so wie sie sind - versuchen.

Zu den Schrauben:
Gibt es eine Art Richtwert, wie tief die Schrauben in der Platte sitzen müssen, damit sie genug halt haben? So dass man aber auch noch die Platte mal abschleifen kann, ohne dass die Schrauben zum Vorschein kommen :emoji_sweat_smile:

Zum Ölen:
Spiele mit dem Gedanken, die Platte mit einem Öl mit weißen Pigmenten "weiß" zu ölen. Frage: Wenn die Optik doch nicht mehr gefallen sollte, bekommt man diese weißen Pigmente wieder rausgeschliffen oder zieht sich das so tief ins Holz, dass man sich das wenn im Voraus gut überlegen sollte?


Nochmal großes Danke für alle Antworten !
 

Friederich

ww-robinie
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Die Angst ist zu groß, dass ich die Kante direkt "versaue".
Kann nicht viel passieren. Mit dem Schleifklotz kann man ja danach trotzdem nochmal drüberfahren.

... wie tief die Schrauben in der Platte sitzen müssen, damit sie genug halt haben?
So tief wie möglich. Natürlich ohne dass sie der Oberfläche gefährlich nahekommen. Späteres Nachschleifen mit einkalkuliert. Ca 3-4mm Sicherheitsabstand zur Oberfläche wär bestimmt nicht verkehrt.
 
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Eastwood

ww-pappel
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So tief wie möglich. Natürlich ohne dass sie der Oberfläche gefährlich nahekommen. Späteres Nachschleifen mit einkalkuliert. Ca 3-4mm Sicherheitsabstand zur Oberfläche wär bestimmt nicht verkehrt.
Mit wieviel Abtrag muss man denn so rechnen, wenn man eine Tischplatte wirklich mal wieder "auffrischt" und abschleift, um etwa Kratzer rauszubekommen? Vermute, bei 3cm Plattenstärke, kann man bei 4 mm Abstand zu den Schrauben nicht allzuoft abschleifen.

Beim regelmäßigen Nachölen der Platte, muss man ja, soweit ich das richtig verstanden habe, nicht großartig vorher schleifen, sodass man viel abträgt. ?
 

raziausdud

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Auch ich (Amateur) kann es nur empfehlen. Probier das mit dem Hobel mal aus, da kannst Du kaum etwas falsch machen (wenn Du die Spanabnahme nicht mordsmäßig groß einstellst). Kanten brechen war das erste, was ich mit einem Allerwelts-Hobel gemacht habe - und mache es heute noch (jetzt aber mit dem Einhandhobel, z.B. der kleine Frosch :emoji_wink: von Kunz kostet auch neu nicht viel). Kein Vergleich zum Schleifen, mit dem Hobel bekommt man eine schön gleichmäßige 45-Grad-Fase hin, Oberfräse lohnt dafür wie von anderen schon gesagt nicht, da bist Du mit dem Hobel schneller fertig als Du die OF ausgerüstet und eingestellt hast.

Rainer
 

IngoS

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Tischkufe.jpg



Verbesserung der Stahlkufen. Wenn man die Chance hat die Stahlkufen zu schweißen ist es ratsam die in grün gekennzeichnete Platte einzufügen. Die reduziert ein Schwingen in Längsrichtung, wenn man gegen die Tisch stößt. Besser wäre noch eine durchgehende Verbindung zwischen den Kufen.
Hallo Christoph,

du hast da viel Richtiges geschrieben, aber diese Verstärkungsplatte in der Mitte bringt nur was, wenn das Rahmenteil kein 5mm Flachstahl, sondern ein Vierkantrohr ist.
Besser die Verstärkung in die Nähe der senkrechten Füße platzieren.

Gruß

Ingo
 

magmog

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Guuden,

sehe ich wie Ingo, das Wackeln kommt vom Verwinden des Flachstahls oben.
Entweder ein Profilstahl an der Stelle verwenden,
oder die Laschen dicht im Bereich der Senkrechten anbringen.
 

ChrisOL

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Hallo Christoph,

du hast da viel Richtiges geschrieben, aber diese Verstärkungsplatte in der Mitte bringt nur was, wenn das Rahmenteil kein 5mm Flachstahl, sondern ein Vierkantrohr ist.
Besser die Verstärkung in die Nähe der senkrechten Füße platzieren.

Hallo Ingo,

Das stimmt. Vierkantrohre außen wären besser.

Nur passt das dann noch zur schlichten Optik der Kufentische? Und größere Langlöcher brauchen die Vierkantrohre dann auch noch.

Dann doch besser gleich ein Zargengestell.

Die wenigsten, die sich so einen Tisch bauen, werden an den Kufen was anschweißen können.

Gibt es andere DIY Möglichkeiten so ein Gestell auszusteifen?
 

dascello

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Stahlseile über Kreuz. Sieht sogar cool aus. Braucht dann aber eine Längsstrebe unten auf dem Boden. Oder die Kufen ins Parkett gespaxt (sorry, der musste sein!)
 

ChrisOL

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Danke Christoph! Finde ich echt klasse! Eine Frage, bei dieser Länge, würdest Du die Kufen am Ende platzieren oder zB 50cm vom Ende entfernt (so dass man Ende und Seite des Tisches bequem sitzen kann)?
Hallo Dominik,

Wenn es passt würde ich die Kufen einrücken. 50cm sind schon okay. Das wirkt auch dem durchhängen der Tischplatte entgegen.
 

IngoS

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würdest Du die Kufen am Ende platzieren oder zB 50cm vom Ende entfernt (so dass man Ende und Seite des Tisches bequem sitzen kann)
Hallo,

damit man am Tisch seitlich mit zwei Personen nebeneinander ordentlich sitzen kann, braucht man ein lichtes Maß zwischen den Beinen von etwa 110cm. Das bedeutet für die geplanten 180cm Tischlänge maximal 35cm einrücken minus Breite der Beine (je ca. 8cm). So kommst du auf einen Überstand von 27cm. Setzt du die Beine dichter zusammen, hat zumindest einer das Tischbein zwischen den Beinen. Bei 27cm Überstand können aber an den Stirnseiten auch recht bequem Personen sitzen.
Eine andere Möglichkeit bei 180cm Tischlänge ergibt sich, wenn man die Beine ganz nach außen zu setzt. Dann können drei Leute an jeder Seite nebeneinander sitzen, ohne dass die Beine stören.

Gruß

Ingo
 
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Eastwood

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Gibt es Empfehlungen für ein Öl oder bestimmte Arbeitsschritte, wenn man möglichst die Optik eines frisch geschliffenen Eichentisches erhalten würde?

Ich möchte gerne Öl verwenden (keinen Lack) und das Öl sollte möglichst nicht nachfeuern. Den natürlichen Gelbstich möchte ich vermeiden.

Im Forum wird oft Öl mit weißen Pigmenten empfohlen. Aber teilweise sieht man auf Bildern von Ergebnissen, dass sich doch recht viele weiße Pigmente in den Rillen des Holzes ablagern, was mir persönlich schon wieder nicht so gut gefällt.

Gibt es hier Tipps, wie man das weiß ölen recht dezent hinbekommt ? Also wenig nachfeuern, keinen gelbstich aber ohne stark sichtbare Pigmentschlieren ?
 

Túrin

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@Eastwood, einfach mal die SuFu nutzen. Das Thema gab es schon oft, parallel läuft dazu grade ein Faden.
Aber ich weiß schon, was jetzt kommt.
 

Eastwood

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@Eastwood, einfach mal die SuFu nutzen. Das Thema gab es schon oft, parallel läuft dazu grade ein Faden.
Aber ich weiß schon, was jetzt kommt.
Dieses Unterforum heißt: "Neuling fragt Profi" und nicht "Neuling fragt Profi, sofern er nach intensivster Recherche ausschließen kann, dass seine Frage schonmal gestellt wurde".

Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn Sie z.B. am Info-Schalter der Deutschen Bahn säßen und jede Frage eines Bahnreisenden mit "Oh man... diese Frage wurde schon so oft gestellt... googeln Sie doch einfach mal" quittieren würden. :emoji_sweat_smile:
Oder als Ausbilder zum Azubi: "Mensch, die Frage kommt ständig, lies doch mal die 200 seitige Bedienungsanleitung und diese 5 Lehrbücher durch...

Nein im Ernst: Wenn meine Frage aus Ihrer Sicht unnötig ist, müssen Sie doch nicht antworten...

"Parallel läuft dazu gerade ein Faden" - Faden ? Leitfaden ? Welches Unterforum ? .... Ihre Antwort hat so leider weder für mich als Fragenden noch für andere Neulinge, die über die Suchfunktion auf diesen Thread stoßen irgendeinen Wert...
 

Túrin

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Dieses Unterforum heißt: "Neuling fragt Profi" und nicht "Neuling fragt Profi, sofern er nach intensivster Recherche ausschließen kann, dass seine Frage schonmal gestellt wurde".

Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn Sie z.B. am Info-Schalter der Deutschen Bahn säßen und jede Frage eines Bahnreisenden mit "Oh man... diese Frage wurde schon so oft gestellt... googeln Sie doch einfach mal" quittieren würden. :emoji_sweat_smile:
Oder als Ausbilder zum Azubi: "Mensch, die Frage kommt ständig, lies doch mal die 200 seitige Bedienungsanleitung und diese 5 Lehrbücher durch...

Nein im Ernst: Wenn meine Frage aus Ihrer Sicht unnötig ist, müssen Sie doch nicht antworten...

"Parallel läuft dazu gerade ein Faden" - Faden ? Leitfaden ? Welches Unterforum ? .... Ihre Antwort hat so leider weder für mich als Fragenden noch für andere Neulinge, die über die Suchfunktion auf diesen Thread stoßen irgendeinen Wert...
Na gut.
 

Eastwood

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nach längerer Recherche hätte ich mich jetzt für die Oberflächenbearbeitung mit dem Osmo Hartwachsöl Natural Effekt entschieden, da hier oft betont wird, dass es recht einfach in der Verarbeitung wäre. Würde gerne dadurch ein Anfeuern möglichst reduzieren.
Jetzt liest man aber - nicht nur beim Hersteller - dass man für den zweiten "Anstrich" ein farblöses Öl zum Fixieren nutzen sollte.

Wie seht ihr das? Ist dieser Schritt notwendig, da das Osmo Natural nicht schichtbildend ist?
Wenn ich für den zweiten Auftrag das normale Osmo Hartwachsöl matt nehme, hält sich dann das Anfeuern in Grenzen ?
 

elmgi

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Wenn ich für den zweiten Auftrag das normale Osmo Hartwachsöl matt nehme, hält sich dann das Anfeuern in Grenzen ?
Ich habe vor Kurzem bei einem Escheschränkchen mit "Naturhaus Sperrgrund" grundiert und danach mit Osmo HWÖ den zweiten Auftrag durchgeführt.
Die Grundierung hat mich positiv überzeugt und ich werde bei dieser Oberflächenbehandlung verbleiben.
 

Eastwood

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Leider hat das erste Ölen mit dem Osmo Hartwachsöl Natural Effekt nicht so ganz zu meiner Zufriedenheit geklappt. Im rechten Bereich (siehe Foto) ist es leider fleckig geworden. Ich habe das Wachs entsprechend der Anleitung sehr dünn aufgetragen und auch gut gerürt.
Der Rest ist dagegen super geworden.

Meine Frage:
Sollte ich morgen nach 24 Std. Trocknen feststellen, dass es mir so nicht zusagt... welche Optionen habe ich?

Macht ein zweiter Anstrich Sinn oder ist davon auszugehen, dass das fleckige bleibt ?
Geplant war ein zweiter Anstrich mit dem Osmo Hartwachsöl Original (matt) so wie es im Produktblatt des OSMO Natural Effekt empfohlen wird.

Falls ich den ersten Anstrich wieder entfernen will, wie gehe ich vor ? Kann man die Oberseite einfach nochmal neu schleifen, oder wird das nichts ? IMG_2736.jpg
 
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