Problem mit Klarlack

vikary

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Hallo zusammen,

ich baue ein Schubladenschrank. Ich wollte die Arbeitsplatte lackieren. Nach zwei Schichten und 20 Stunden nach der zweiten Schicht ist die Fläche ziemlich klebrig.
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Zwei potenzielle Ursachen:
1. für den Klarlack habe ich eine Schale mit Hartwachsölresten benutzt. Auf der Walze haben sich kleine weiße Klumpen gebildet. Die erste Hälfte von der 1sten Schicht war relativ schnell trocken (da war der Hartwachs vielleihct noch trocken), die zweite nicht ganz. Dann (nach ca 24 Std) habe ich die zweite Schicht aufgetragen und sie klebt bis jetzt.

2. Auf der Verpackung steht, der Lack eignet sich "nicht für inhaltsstoffreichen Hölzern, wie zB Eiche". Das habe ich leider erst später gelesen. Kann es sein, dass die oberste Schicht der MPX Eiche ist? Ich weiß nicht mehr, was ich vor 2 Jahren gekauft habe.

Was kann ich letzt tun? Abschleifen? Mit EV-Verdünnung irgendwie abwaschen? Mit Haartrockner trocknen? :emoji_slight_smile:

Danke für Eure Tipps!

Gruß
Dominik
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netsupervisor

ww-robinie
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Glaube kaum, dass das Hartwachsöl ein Thema ist.
Wenn ich die Zutaten so lese, dann vermute ich, der Lack (Ölgemisch) ist kein klassicher Lack sondern eben ein Hartöl. Das braucht mitunter eine Ewigkeit, bis es trocknet. Die Oberfläche sieht sehr wie Eiche aus, und dürfte es auch sein. Das ist aber sicher nicht das Problem, sondern dein Lackiermaterial, das schwach aushärtet. Du kannst es mit Wärmetrocknung probieren, ich vermute aber, das beschleunigt es nicht, da hier wenig Lösemittel (Wasser) verdunstet.

Lass es einfach mal zwei Wochen aushärten.
 

vikary

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wenn ein Klarlack ein Hartöl wäre, wäre das für mich eine kleine Überraschung :emoji_grin: Ich habe vor zwei Tagen damit eine Birke MPX Platte "lackiert" und die Fläche war nach 4-5 Stunden trocken
 

WinfriedM

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Ich hab den Lack auch eher als recht langsam trocknend in Erinnerung. Und bei allen trocknenden Lacken gilt, dass die Trockenzeit exponenziell mit der Dicke zunimmt. Dann werden aus 5 Stunden schnell 5 Wochen.
 

WinfriedM

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So klassisch ist der Lack nicht, es ist ein wasserbasierter Öllack, kein klassischer Dispersionslack auf Acrylbasis.

Eigentlich sehr exotisch, findet man nur bei ein paar wenigen Naturfarbenherstellern.

Ölbasierte Lacke brauchen jedenfalls deutlich länger, als typische Wasserlacke.
 

Little John

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So klassisch ist der Lack nicht, es ist ein wasserbasierter Öllack, kein klassischer Dispersionslack auf Acrylbasis.

Eigentlich sehr exotisch, findet man nur bei ein paar wenigen Naturfarbenherstellern.

Ölbasierte Lacke brauchen jedenfalls deutlich länger, als typische Wasserlacke.
Hallo Winfried,
wenn das ein Ölbasierter Lack ist, könnte es sein, daß der Licht braucht um zügig zu trocknen?

Es grüßt Johannes
 

uli2003

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Eigentlich sehr exotisch, findet man nur bei ein paar wenigen Naturfarbenherstellern.
Nein, wasserverdünnbare Alkydharzlacke findet man im Malerbedarf öfters.

Temperatur, und viel wichtiger häufiger Luftaustausch beschleunigen die Trocknung.
Oxydativ trocknende Lacke brauchen Zeit.
 

WinfriedM

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@uli2003 Ist kein Alkydlack, ist ein Öllack. In etwa, wie die wasserbasierte Auro-Lasur Nr. 160. Im Bereich wasserbasierte Ölprodukte ist Biopin ziemlich führend. Machen die schon seit vielen Jahren.
 
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