Palettenbretter Aufbereitung

blableblu

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Hallo liebe Leute,

Ich bin gerade dabei, einen Raumteiler aus Kallax-Regalen zu bauen und habe jetzt mal die Oberseite mit Paletten-Brettern bestückt. Der weitere Plan war eigentlich, die Schraublöcher zuzuspachteln, die Bretter mit dem Exzenterschleifer zu glätten und zu ölen und dann das Ganze mit rohen Stahlprofilen einzufassen.

Mit dem Zwischenstand bin ich sehr zufrieden (auch wenn ich mir denke, ich hätte die Bretter besser gleichmäßig zurechtschneiden sollen, dann könnte ich mir eventuell den Aufwand mit den Stahlprofilen sparen). Aber wie dem auch sei:

Da ich jetzt nicht rasend viel Erfahrung mit Holzbearbeitung habe, sind mir Zweifel gekommen, ob das mit dem Exzenterschleifer wirklich so eine tolle Idee ist. Damit raube ich diesen unterschiedlichen Brettern schon ziemlich die Seele, oder nicht? D.h. wenn mir die derzeitige Optik vom Prinzip her gefällt, eventuell nach dem Spachteln nur leicht mit der Hand anschleifen, dann aber trotzdem ölen, damit es in ein paar Monaten nicht stumpf und schmuddelig wird? Die Fläche wird zwar vor allem als Ablage genutzt werden, aber sehr wahrscheinlich auch mal mit Essen in Kontakt kommen. (Und sollte man die Bretter dann auch einmal von unten ölen, oder spielt das bei der Konfiguration keine Rolle?)

Die Bretter waren Teil eines Palettenbettes, das ich zur Weiterverarbeitung gratis abholen durfte. Die Bretter im Vordergrund sind bereits glatt (zwei davon sind geflammt), im Hintergrund sind die Bretter noch rau, aber nicht extrem. Geölt ist da glaub ich noch nix.

Danke für euren fachmännischen Blick!
 

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Coebi

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Hi, bei sowas gibt es imho kein richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Geschmäcker. Probier einfach aus, andere werden andere Tipps geben. Auch gut.
Ich denke, bis du die Patina runtergeschliffen hast vergeht viel Zeit.
Und falls es doch zu schön wird drehst du die Bretter einfach um. Das merkst du aber schon rechtzeitig wenns zuviel wird. In der Wohnung ist es super wenn alles schön glatt und weich anzufassen ist, und sich keiner einen Splitter holt.
Ich ganz persönlich würde es mit 80er dann 120er dann 180er Papier schleifen, aber nicht begradigen. Da wo es geht mit der Maschine, in den Vertiefungen per Hand. Schraublöcher würd ich einfach lassen, nicht spachteln. Ölen kann man machen muss man aber auch nicht. Ölen hilft gegen Flüssigkeiten und Flecken. Aber es ist ja eh chabby-chic. Flecken stören vielleicht gar nicht. Wenn Tomatensoße in die Fugen läuft, hilft Öl auch nicht..
 

blableblu

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Danke für deine Gedanken - du hilfst mir gerade, meine Befürchtungen in Worte zu fassen. Ich glaube, meine Hauptsorge ist, etwas zu machen, das so nicht wirklich passt, und wo ich dann "durch" muss - hin zu einem Ergebnis, zu dem ich gar nicht will.

Begradigen - genau: Wenn ich so wie es ist mit dem Exzenterschleifer drangehe, werde ich wohl an einigen Stellen die Patina durchgeschliffen haben, bevor der Schleifteller mit anderen überhaupt in Berührung kommt. Ich habe die geradesten Bretter rausgesucht, trotzdem ist halt auch alles irgendwie leicht schüsselig und krumm. Ich vermute also, es ist ein "ganz oder gar nicht" - ich werde es dann so lange machen müssen, bis alles eben und die Patina runter ist. Was mich in der Überlegung bestärkt, es eher homöopathisch und nur von Hand zu machen, dann kann ich die Unebenheiten berücksichtigen und verliere nicht die Kontrolle.

Zweiter Versuch ist nicht - die meisten Bretter haben nur eine schöne Seite, und ich habe sie jetzt teilweise auch schon mit Spiegelklebeband fixiert, damit sie beim Schleifen nicht auf Reisen gehen. Aber passt schon - wenn ich es eh von Hand mache, kann ich das Spachteln und Ölen auch an einem Reservebrett testen. Ich denke, es war gut, dass ich mit dem Schleifgerät in der Hand noch einmal innegehalten habe.
 

Lico

ww-robinie
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Statt die Löcher zu spachteln evtl. mit Querholzdübeln verschließen. Ansonsten hat das für mich einen gewissen Charme, so wie es ist.
Ich hab verschiedentlich schon gehört, dass die Verwendung von Paletten im Wohnbereich wegen möglicher Ausdünstungen von Imprägnierungschemiekalien problematisch sein können. Das wissen andere hier aber vermutlich genauer.
 

Martin45

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Die meisten Euro-Paletten sind "HT" (steht auf dem Stempel), also mit hoher Temperatur gehen Mitbewohner behandelt. Da sehe ich persönlich die Gefahr gering an. Bei Überseepaletten mag das anders aussehen.
 

agnoeo

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Ich hätte eher bedenken wo die Paletten überall schon rumstanden was drauf war, drüber verschüttet wurde und was die aufgesogen haben.
Aber jeder muss das für sich entscheiden, für mich wäre das nichts.

Gruß, David
 

Martin45

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Wenn du sicherer gehen willst bzgl. "Inhalt" kauf dir im Baumarkt Schalbretter. Die sind ähnlich rau und sehr günstig. Da dürfte oft der Sprit zum Abholen irgendwelcher Palettenbetten teurer sein als das Schalholz.
 

Time_to_wonder

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Die hier habe ich aus dem hiesigen Gartenmarkt bekommen.

Ich baue gerade ne Gartenbank draus. Vielleicht stelle ich die dann mal vor.

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IngoS

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Ich hätte eher bedenken wo die Paletten überall schon rumstanden was drauf war, drüber verschüttet wurde und was die aufgesogen haben.
Aber jeder muss das für sich entscheiden, für mich wäre das nichts.

Gruß, David
Hallo,

Es gibt jede Menge Einwegpaletten, auf denen vollkommen unbedenkliche Waren transportiert wurden. Da sind solche pauschalen Bedenken unbegründet.

Gruß Ingo
 

IngoS

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Hallo,

Danke für deine Gedanken - du hilfst mir gerade, meine Befürchtungen in Worte zu fassen. Ich glaube, meine Hauptsorge ist, etwas zu machen, das so nicht wirklich passt, und wo ich dann "durch" muss - hin zu einem Ergebnis, zu dem ich gar nicht will.

Begradigen - genau: Wenn ich so wie es ist mit dem Exzenterschleifer drangehe, werde ich wohl an einigen Stellen die Patina durchgeschliffen haben, bevor der Schleifteller mit anderen überhaupt in Berührung kommt. Ich habe die geradesten Bretter rausgesucht, trotzdem ist halt auch alles irgendwie leicht schüsselig und krumm. Ich vermute also, es ist ein "ganz oder gar nicht" - ich werde es dann so lange machen müssen, bis alles eben und die Patina runter ist. Was mich in der Überlegung bestärkt, es eher homöopathisch und nur von Hand zu machen, dann kann ich die Unebenheiten berücksichtigen und verliere nicht die Kontrolle.

Zweiter Versuch ist nicht - die meisten Bretter haben nur eine schöne Seite, und ich habe sie jetzt teilweise auch schon mit Spiegelklebeband fixiert, damit sie beim Schleifen nicht auf Reisen gehen. Aber passt schon - wenn ich es eh von Hand mache, kann ich das Spachteln und Ölen auch an einem Reservebrett testen. Ich denke, es war gut, dass ich mit dem Schleifgerät in der Hand noch einmal innegehalten habe.
Hallo,
ich habe Paletten schon zu unterschiedlichsten Sachen verarbeitet.
Es kommen nur Bretter und Kanthölzer von unbedenklichen Einwegpaletten zum Einsatz.
Als Tischfläche braucht man einheitliche Dicke der Bretter, am besten ausgehobelt, Kanten gebrochen. Für senkrechte Anbringung (Raumteiler, Wandverkleidung, Schrankwand) können auch unterschiedlich dicke sägerauhe Bretter verarbeitet werden, die aber oberflächlich geschliffen werden sollten, wobei die Sägestruktur noch sichtbar bleibt.
Nagellöcher bleiben grundsätzlich erhalten und werden nicht zugeschmiert.
Alle Bretter vor der Montage einzeln überschleifen.

Gruß Ingo
 

Time_to_wonder

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Lieber Ingo, das ist toll was Du schreibst.

Ich mache das gerade zum ersten Mal, mir macht es echt Spaß, aus schrammeligem Brennholz noch was zu erschaffen. Deine Erfahrungswerte sind gerade sehr nützlich für mich.
 

IngoS

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Lieber Ingo, das ist toll was Du schreibst.

Ich mache das gerade zum ersten Mal, mir macht es echt Spaß, aus schrammeligem Brennholz noch was zu erschaffen. Deine Erfahrungswerte sind gerade sehr nützlich für mich.
Hallo,

Schau mal in meinen YouTube Kanal, da gibt es einige Filme, in denen ich was aus Palettenholz baue, von der Fußbank bis zum Tomatenhaus.

Gruß Ingo
 

Time_to_wonder

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Danke Ingo.

Leider bin ich niemand, den man mit Youtube erreicht.

Scheint eine Ausnahme zu sein, heutzutage...

Bei Dir schaue ich vielleicht trotzdem mal rein.
 

Coebi

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So noch als Nachtrag,
ich hab mal Palettenholz zu Brettern verleimt und als Regalböden genommen. Da hab ich die gehobelt, also sehr viel Material abgenommen. Ich hab nicht das Gefühl dass die wesentlich Charakter verloren haben, man sieht schon immer dass das kein Holzhändlerholz ist. Also schleif einfach wie du es schön findest
Wegen Chemie würde ich mir zumindest bei Einwegpaletten nicht so viel Gedanken machen. Chemie kostet und die Paletten sollen ja möglichst billig sein.
Wenn du Youtube gucken magst, der hier ist der Palettenholzkönig
https://youtube.com/@epicupcycling?si=G9UpVpxLAgzBUVeI
 

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blableblu

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In alter Columbo-Manier hätte ich noch eine Frage (oben schon gestellt, aber irgendwie untergegangen) ...

Werde ich es bereuen, falls ich mich entschließe, die Bretter oben zu ölen, die aber auf der Unterseite ungeölt bleiben? Bei Küchenarbeitsplatten soll man ja unbedingt, aber die entwickeln auch andere Kräfte. Die Bretter werden eh mit Spiegelband festgeklebt und seitlich mit den Stahlleisten fixiert, trotzdem wäre es blöd, wenn sie sich aufgrund unterschiedlich hygroskopischer Seiten wölben oder anderweitig selbständig machen.
 

bast_ig

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Ich öle schon mal nur eine Seite oder lackiere die eine und öle auf der anderen. Habe bis jetzt keine großen Probleme gehabt, solange die Teile einigermaßen fixiert und nicht zu stark sind.

Besser ist einfach unten auch ölen. Da reicht grob "drüberwischen". Solange es keine perfekte Oberfläche werden muss, geht das ja schnell.

Grüße
 

Time_to_wonder

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Die Seitenteile sind mit Zapfen gearbeitet, die zusätzlich noch mit Dübeln gesichert sind. Aus Gewissensgründen ist noch Ponal D3 wasserfest mit ins Spiel gekommen.

Die Rücklehne ebenfalls gezapft und geleimt, allerdings ohne Dübel.

Die Sitzfläche ist ganz schnöde von unten zusammen gespaxt.

Und die Querteile sind mit Dübeln, metrischen 6er-Schrauben und Quermutterbolzen an den Seitenteilen befestigt.
 
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