Osmo 2K oder "normales" Hartwachsöl für FB?

Moosheini

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Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung zum oben genannten Thema? Vorliegend ist ein Fichte-Vollholz Fußboden, welcher bis Korn 150 abgeschliffen werden soll.

Ist es sinnvoll hierfür das Osmo 2K Öl zu verwenden oder reicht auch das normale Hartwachsöl? (Erfahrungsberichte?)

Noch anzumerken ist, dass ich gerne weißes Öl mit farblosem mixen möchte, damit der Boden ein bisschen weißes Pigment abbekommt und mit der Zeit weniger vergilbt.

VG
 

WinfriedM

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Ohne wirkliche Notwendigkeit würde ich auf 2K verzichten. Härter auf Isocyanatbasis sind nicht ohne, was Gesundheitsgefährdung angeht. Deshalb sind die auch nur für professionelle Verarbeiter gedacht, die entsprechend geschult werden. Noch dazu ist das 2K Öl mit 80-110 Euro sehr teuer.
 

inselino

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Ich sehe auch keinen Grund für 2K Öl und wäre auch beim normalen Hartwachsöl.
 

pedder

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bitte verzeiht die Zwischenfrage eines Amateurs:

schichtbildend auf einen Fichtenfußboden? ein bisschen wie Schokokuss, oder? harte Beschichtung auf weichem Grund knackt schnell und lässt dann Wasser rein.
 

Moosheini

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bin zwar tatsächlich was das angeht "geschultes" Personal aber dann bleibe ich doch einfach beim normalen Öl. Danke euch! :emoji_slight_smile:
 

Kunstbohrer

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Ich hab schon 2k osmo und Complex Hartwachsöl auf Fichte verarbeitet… nach jahren der Sonneneinstrahlung gefällt mir das Complex viel besser (beide jeweils mit Weißanteil gemischt)
 

MarcBerlin

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Der Einwand von @pedder trifft dem Kern:
Ein 2K-Öl ist ein wenig wie die unsäglichen UV-Öle im industriellen Bereich (Fertigparkett): Worst of both worlds. Wobei die beiden Welten Lack und Öl sind. Ein stark ausgehärtetes Öl beraubt die Behandlung ihrer Reversibilität und damit der Möglichkeit Renovierbarkeit (ohne Abschleifen). Das kann ein harter zwar Lack auch nicht bieten, aber immerhin weist der eine ausreichend hohe Schichtdicke auf, um eine zeitlang das darunter liegende Holz zu schützen. Aber auch hier gilt das oben Gesagte bezüglich des Verlaufs der Härte, die goldene Regel eigentlich jedweder Beschichtung: Stets von hart nach weich und nicht andersherum. Daher ist auf Weichholzböden, wenn unbedingt lackiert werden soll, ein ganz traditioneller Öl-Kunstharzlack ("Bootslack") immer noch besser, als die vielen, deutlich härteren modernen Lacke.

UV- oder 2K-Öl ist letztlich nur ein Lack, der in zu geringer Stärke aufgetragen wird.

Bei so weichem Holz wie Fichte, würde ich sogar fast zum Seifen raten. Zumal es ja anscheinend etwas hell bleiben soll. Das ist diejenige Behandlung, welche die beste Renovier- bzw. Pflegbarkeit bietet. Alte Seife und Dreck lassen sich stets gut aus der Oberfläche raus waschen. Allerdings damit auch gleichzeitig diejenige, die auch eine gewisse regelmäßige Pflege nötig macht. Wenn sie die bekommt, die schönste Art, Weichholzdielen zu behandeln und über die Jahre zu einer tollen Patina zu gelangen. Kann ohne Pflege aber auch rasch sehr schäbig aussehen.
 

Kunstbohrer

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Ich nehme da je nach Anwendung zw. 10 und 50%. Vorteil beim Complex ist der fehlende Leinölanteil. Dadurch wird es weniger Gelb. Insbesondere über die Zeit hinweg. Bei Esche nehme ich auch mal 100% Weiß. Bei Fixchte eher so 30-40%. Eiche je nach Kunde mal nur 10% wenn es eher Naturoptik haben soll.
 

Moosheini

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Ich nehme da je nach Anwendung zw. 10 und 50%. Vorteil beim Complex ist der fehlende Leinölanteil. Dadurch wird es weniger Gelb. Insbesondere über die Zeit hinweg. Bei Esche nehme ich auch mal 100% Weiß. Bei Fixchte eher so 30-40%. Eiche je nach Kunde mal nur 10% wenn es eher Naturoptik haben soll.
du nimmst dann das normale Fußbodenwachs oder das STRONG?
 

Kunstbohrer

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Das spielt fast keine Rolle, beim Strong ist einfach nur weniger Wachsanteil drin und feuert daher etwas stärker an und braucht daher eher mehr Weißanteil. Für gewöhnlichnehme ich einfach das Normale. Das ist ein sehr ausgewogenes Gemisch, das für quasi alles geht. Allgemein muss die Fläche beim Ersten Auftrag nicht nachgewischt werden, und auch beim zweiten Auftrag darf es Nebelfeucht bleiben. Evtl. überschüsse lassen sich Notfalls auch am nächsten Tag abpolieren. Das macht das Öl gerade für den Boden extrem anwenderfreundlich. Und es ist zudem nicht selbstentzündlich.
 
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