Montage Arbeitsplatte Eiche

urs63

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Guten morgen allerseits

Mich beschäftigt seit langem die Frage, wie ich eine Arbeitsplatte in Eiche montieren soll. Es geht um Folgendes: Die Arbeitsplatte einer grösseren u-förmigen Küche besteht aus einer 28mm dicken Sperrholzplatte. Auf diese Platte werden nun zwei weitere Elemente aufgetragen, einerseits Fliesen, andererseits Eiche massiv. Die Fliesen sind bereits seit einem Jahr aufgeklebt, die Eiche folgt jetzt. Fertigmass Dicke ist 40mm, die grösste aufzubringende Eichenplatte ist 3200*950*12mm. Die Stösse zu den Fliesen bleiben offen und werden später mit Silikon geschlossen.
Wie soll ich die Eiche auf der Sperrholzplatte fixieren? Vollflächig verleimen und hoffen, dass sich da nicht viel tut? Von unten her verschrauben? Wozu könnt Ihr mir raten? Habt Ihr ev. andere Ideen?

Vielen Dank vorweg für jeden Rat.
Gruss Urs
 

sebastian69

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Hallo, ich sehe eher in den Fugen zu den Kacheln ein Problem, Silikon ist ja auch nicht so langzeitbeständig. Es gibt ja ganz tolle Dichtungsmassen im Bootsbereich, die auch schleifbar sind. Ob die sich mit Eiche vertragen, keine Ahnung. Ich hätte jedenfalls keine Lust, alle paar Jahre die beanspruchte Silikonfuge zu erneuern.
 

urs63

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Hallo Sebastian

vielen Dank für Deine Antwort. Ich muss ja sowieso zweimal das Jahr ölen (zu Beginn öfters)...:emoji_slight_smile:

Danke für den Hinweis betreffend Dichtungsmassen Bootsbauer. Das Ganze muss halt einfach stets lebensmittelecht bleiben.

Urs
 

WinfriedM

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Du hast da eine starke Asymmetrie in deiner Platte, wenn du die Eiche aufleimst. 12mm Eiche wird schon ordentlich drücken oder ziehen, wenn sie quilt und schwindet. Vor allem in der Breite. Für mein Gefühl ist das eine Konstruktion, die so gar nicht geht.

Bedenke, dass Holz quer etwa Faktor 5mal mehr arbeitet, als deine Multiplexplatte. Da enstehen enorme Kräfte zwischen beiden Platten.
 

Sägenbremser

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Hallo Urs
wie WinfridW schon schreibt geht das nicht mit Aufleimen auf Dauer gut. Verschrauben von unten
ist bestimmt ersteinmal die bessere Wahl. Wenn du die Langsfugen auch noch einfälzt kannst du mit
Sikaflex-Marine eine Bootsdeckansicht erstellen. Dabei unbedingt ein Trennband in die Fuge einlegen,
Flexfugen dürfen keine 3-seitenhaftung haben. Da gibt es aber genügend technische Beratung im
Netz drüber. Lebensmittelkontakt dürfte nach dem Aushärten und Schleifen kein Problem sein.
Viel Erfolg wünsche ich dir,Harald
 

urs63

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Hallo Winfried

Danke Dir für Deine Antwort.

Das mit dem Leim behagt mir in der Tat am wenigsten. Wir haben hier 16 x 4.5m Eichendielen in der Dicke von 22mm verlegt. In der Breite arbeitet das rund 15mm. Die Arbeitsplatte wird, was Feuchtigkeit angeht, sicher mehr beansprucht, ich rechne hier also ebenfalls mit einigen mm.

Ich bin - in Gedanken - bereits soweit, dass ich Schwalbenschwänze aufbringe und die ganze Platte so befestige. Oder ich mache aus den 12mm 3x4mm und verleime die drei Lagen gesperrt zueinander. Aber das ist mir momentan zuviel Arbeit, zudem brauche ich mehr Holz.

Vielleicht hat noch der eine oder andere eine passend Idee.

Gruss Urs
 

Jungschiss

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Hallo Urs!

Das Beste wäre wahrscheinlich wirklich die Lösung mit den Gratleisten. Ich würde den Grat aber in die Trägerplatte machen und die Gratleiste mit der Eichenplatte verkleben. Hab mal was gezeichnet, hoffe es ist verständlich. Wandseitig kannst Du ja auf kompletter Länge verkleben, da kommst Du ja wahrscheinlich eh nicht mit der Oberfräse hin (wenn die Trägerplatte schon eingebaut ist)

Achso. Das mit der Kreuzverleimung 3 x 4 mm wird Dir u. U. krumm. Das ist glaub ich nicht so leicht....
 

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urs63

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hallo Jan

auch Dir vielen Dank. Und vor allem für Deine Zeichnung. Lieben Dank!

Wieso würdest Du die Gradleiste auf der Eichenplatte aufleimen? Sie wäre ja dann quer zur Platte...
Die Platte stösst übrigens nicht auf Wand, sie ist von beiden Seiten zugänglich. Fixieren werde ich sie aber sicher auf der einen oder anderen Seite.

Gruss Urs
 

Jungschiss

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Hi. Ja die Gratleiste wäre quer zur Platte, aber Sie verläuft ja maserungstechnisch genau so wie die Platte und kann sich mitbewegen.

Ich würde erst die Gratnuten in die Sperrholzplatte fräsen mit einer Schablone und Kopierring. Die Schablone kann man an der Kreissäge mittels Einsatzsägen machen ohne Spaltkeil. Vorsicht! :eek:

Dann die "Querholzgratleisten" zuschneiden, müssten so 6 - 7 cm lang und ein bisschen weniger breit als Deine Eichenplatte sein.

Die Gratleisten dann in die Gratnuten einschieben, so das sie stramm reingehen aber sich doch bewegen können. Danach musst Du nur einen spaltüberbrückendenen Montagekleber (z.B. Würth Klebt und Dichtet) auf die Gratleisten aufbringen (Gratleisten sind bereits in die Nuten eingschoben!)und Deine Platte drauflegen und beschweren....

Es gibt aber bestimmt noch andere Möglichkeiten....
 

urs63

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Hallo again Jan

ich hoffe ich habe Dich nun richtig verstanden. Ich ging stets von einer durchgehenden Gratleiste quer zur Platte aus (Länge ca. 920mm), deshalb auch mein Widerwillen mit dem "sich nicht bewegen können"...

Das mit der Nut bring ich bin. Wenn die Arbeit getan ist, stell ich hier am Ende des Threads noch ein Foto ein.

Vielen Dank Jan.
Gruss Urs
 

Jungschiss

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Hallo Urs!

Also die Gratleiste soll auch 920 breit sein. Ich schreibe bewusst breit, weil die Gratleiste ja nicht wie eine normale Gratleiste vom Faserverlauf ist sondern genau andersrum... aber Du könntest natürlich auch kurze Stücke machen, dann kann die Maserung der Gratleiste wiederum quer zur Deckplatte verlaufen (was ja bei einer normalen Gratleiste der Fall ist).

Ich hoffe ich habe Dich jetzt nicht endgültig verwirrt. :emoji_grin:

Bin gespannt auf Fotos!

Lieben Gruß!
 
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