Massivholz-Lattenrost, starr

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von woodfort, 29. Mai 2019.

  1. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Hallo,

    ich möchte mir ein bestimmtes Bett kaufen, mit den Maßen 120x210 mit Mittelsteg. Dazu eine sehr feste Kokosmatratze, ebenfalls 120x210, hohes Gewicht mit ca. 42kg.

    Jetzt bin ich auf der Suche nach einem entsprehenden Lattenrost und würde ggf. einen vom Tischler anfertigen lassen. Der Lattenrost soll ebenfalls starr sein, also nicht federn. Im Prinzip ganz simpel. Dabei sind mir verschiedene Varianten eingefallen und ich wollte Euch fragen, welche Ihr am geeignetsten findet:

    1. Einfacher Rollrost 120x210
    Evtl. Nachteile:
    - Verrutscht, insbes. beim Matratze-Wenden (möchte den Rollrost nicht ins Bett schrauben)
    - Klappern?
    - Durchbiegen der Latten bei Breite 120 (und schwerer Matratze)? Würde zumindest auch auf Mittelsteg aufliegen.

    2. Rahmenrost, 120x210
    So etwas:
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    - Durchbiegen der Latten mit der Zeit bei 120 Breite?

    3. Wie Nr. 2, aber inder Mitte eine zusätzliche, dritte Leiste. Diese könnte dann auf dem Mittelstegs des Bettes aufliegen.
    -Vielleicht etwas stabiler als Nr.2, Durchhängen wird noch mehr vorgebeugt?

    4. Zwei Rahmenroste a 60x120
    - Evtl. Gefahr, dass die in der Mitte (wo man ja liegt) nicht übergangslos aneinander anschließen

    5. Sechs kleinteilige Roste a 60x70cm
    - Vorteil: Sehr handlich. Und man könnte die Roste immer wieder mal vertauschen.
    - Oder ist das "Murks". Klappert oder Gefahr, dass es nicht übergangslos aneinander anschließt...

    Bin noch sehr unentschlossen, welche Variante am besten ist und wäre für Eure Einschätzung dankbar!
    Vielen Dank!
     
  2. borisffm

    borisffm ww-robinie

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    Hallo woodfort,

    Ich habe für meine Bett zwei Lattenroste selber, wie im Video (), gebaut. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. So was kann man, denke ich auch kaufen. Wenn du für zwei Lattenroste entscheidest, dann sollen die Latten einfach so lang sein, dass zwischen kein "Spalt" entsteht. Dann wird alles gut.

    Viele Gruße
     
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  3. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Das Video ist gut, an so einen Lattenrost denke ich auch.
    Würdest Du denn eher einen über 120 Länge kaufen oder 2 mit 60cm?
     
  4. borisffm

    borisffm ww-robinie

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    Bei 120 würde ich nur einen bauen bzw. bauen lassen.

    Boris
     
  5. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Das etwa wär meine Empfehlung. Ausgehend von Standardmaß. Bei größerer Breite vielleicht noch eine Leiste in der Mitte.
    Höchste Stabilität bei geringstem Gewicht, da die Querleisten durch die Längsleisten miteinander verbunden sind.
    Verbindungen nur geschraubt ohne Leim.
    Kanten leicht angefast, damit die Matratze nicht durchscheuert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Mai 2019
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  6. borisffm

    borisffm ww-robinie

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    Hallo Friederich,

    So federt aber den Lattenrost so gut wie gar nicht mehr.
    Ich habe zum Beispiel, wie im Video, die Holzdübeln genommen und die Bohrungen in den Latten größer als Dübeldurchmesser gebohrt.
    So bekommt man minimale Federung.

    Boris
     
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  7. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Danke @Friederich für den Vorschlag.

    In Deiner Skizze sind ja die beiden Längsleisten nach innen versetzt im Gegensatz zu hier:
    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Somit würden die Querleisten auf den Auflageleisten des Bettes aufliegen anstatt die Längsleisten.

    Welche Vor- oder Nachteile hätte Dein Vorschlag im Vgl. zu dem Link?
     
  8. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    In meinem Fall der sehr festen Kokosmatratze brauche ich eigtl. gar keine Federungs-Funktion. Es geht nur um ein sehr stabiles Auflegen und um Unterlüftung.

    Wackeln denn die Latten bei Dir nicht ein bisschen oder machen Geräusche wegen des Spielraums?
     
  9. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    War auch meine Absicht. Wenn man leichte Federwirkung will, kann man die Materialstärke reduzieren.
     
  10. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Ist einfach nur eine statische Optimierung. Man braucht weniger Holz bei höhere Biegesteifigkeit.
    Nahe des Auflagers gibts ja sowieso nur minimale Durchbiegung.
     
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  11. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Welche (Quer-)Lattenstärke wäre denn empfehlenswert, wenn das ganze robust, OHNE Federwirkung sein soll (wie gesagt, ist eine schwere Matratze mit 42kg)
     
  12. magmog

    magmog ww-robinie

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    Guuden,

    gehobelte Dachlatten, gefast, Rollladengurt im Bereich der Auflager druntertackern.
    Funzt zig-fach seit sehr vielen Jahren.
    Bei Mittelholmen zwei Gitter verwenden, bei einseitiger Belastung heben
    sich die Latten sonst am anderen Ende.
     
  13. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Ist quasi wie ein Rollrost, nur Eigenbau. Wenn ich das richtig verstehe.
     
  14. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Kann ich schlecht abschätzen. Absolut NULL Federwirkung würde man sicherlich nur mit einer dicken Betonplatte erreichen.
    Bin bei meiner Zeichnung von etwa 2cm Lattenstärke ausgeangen. Also z.B. gehobelte Dachlatten.
    Lässt man sich darauf fallen, federts durchaus ein wenig.
     
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  15. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Zur Befestigung der Latten:
    Wenn ich nicht klassische Schrauben verwenden möchte (da Bett insgesamt metallfrei ist), bleibt mir dann nur das Verleimen?
    Oder gibt es noch eine weitere, nicht zu aufwändige Befestigungart?
     
  16. Sire Toby

    Sire Toby ww-ahorn

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    Du könntest einfach von oben durchbohren und Riffeldübel einleimen.

    Als quick and Dirty Variante so tief einschlagen bis oben bündig, oder bündig absägen.
     
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  17. borisffm

    borisffm ww-robinie

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    Ich denke schon, dass die Latten wackeln. Die machen aber keine Geräusche.
    Boris
     
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  18. dascello

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    Ich habe Kanthölzer 40x60 mm aufrecht eingelegt. Verbunden mit zwei angenagelten Rollladengurten , ist das wie ein Rollrost. Kostet fast nix.
     
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  19. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    vielen Dank für Eure Vorschläge!
    Es waren ja auch einige Ideen in Richtung "Einfache Hözer + Rolladengurt", also quasi Rollrost Marke Eigenbau dabei. Mit Sicherheit die preiswerteste Lösung und womöglich ausreichend.

    Dennoch bevorzuge ich einen richtigen Rahmenrost. Insbesondere beim regelmäßigen Wenden der Matratze verrutscht dann da nichts. Ist halt noch etwas stabiler.

    Jetzt bin ich am Überlegen: Anstat eines großen Rostes a 120x210, könnte ich das doch in 3 Teilen anfertigen (lassen), also 120x70cm? Wäre dann nicht ganz so wuchtig, insbesondere bei Umzug.
    Spricht irgendetwas gegen die 3-teilige Lösung, was ich nicht überblicke?
     
  20. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Einen Rollrost kannst du doch festnageln, dann verrutscht da auch nichts. Nur mal so als Gedankenanstoß.

    Würde bei 120cm auch eher zu 40x60 tendieren. Das dürfte stabil genug sein.
     
  21. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    Das Maß 40x60 verstehe ich nicht, wenn man insgesamt 120x210 erreichen will.
     
  22. falco

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    40mm breit / 60mm hoch (Dachlattenmaß)
     
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  23. woodfort

    woodfort ww-ulme

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    @falco
    Danke, alles klar. Bezieht sich also auf die einzelnen Latten.

    Wäre denn meine Idee anstatt 1 LaRo a 120x210, 3 kleine Lattenroste a 120x70 zu machen, sinnvoll?

    Habe nur Bedenken, dass die 3-teilige Lösung evtl. zu instabil ist? V.a. wenn viel Körpergewicht am Ende eines der 3 Teile liegt, dass das dann nicht hochgeht, klappert, verrutscht oder so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2019
  24. WinfriedM

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    Kann gerade nicht nachvollziehen, warum 3 Lattenroste, die du hintereinander legst, irgendwie instabiler sein sollen, als ein langer Lattenrost. Ich gehe mal von einem Rahmenrost aus, wie im Video gezeigt. Mir ist aber auch nicht klar, warum du 3 Lattenroste machen willst. Der Sinn erschließt sich mir noch nicht. Beim Umzug ist doch zumindest die Matratze genauso wuchtig. Die Bettteile ebenso.
     
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  25. Friederich

    Friederich ww-robinie

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    Machbar ohne weiteres. Am besten die Längsleisten dann etwas überstehen lassen, so dass sie der Nachbarlatte jnseites der Trennlinie doch noch etwas Halt geben. Oder halt alles etwas stärker dimensionieren.

    Wie Winfried denke ich aber auch, dass Unterteilung unnötig ist. Beim Umzug stellst du den Rost einfach mit der genausogroßen Maratze zusammen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2019
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