"Mal eben schnell zwei Schubladen" oder "Man, Holzwerken ist hart..."

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ww-buche
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"Was nicht des Meisters Arbeit ziert, wird rasch mit Silikon verschmiert"

@Tokoloshe Bei aller (nett gemeinten) Frotzelei über die Spaltmaße: Jeder hat so angefangen- Bei mir in Ausbildung stand auch auf der Gestellsäge (in den Prüfungen waren damals keine Feinsägen zugelassen): "Meine Säg, die Ilsebill, sägt nicht so wie ich es will".
Da wurde auch so manches gezinkte Brett zum gezinkten Brennholz... War wenigstens warm

Einfach weitermachen- nur dadurch wird man besser. Die Erfahrungswerte/ Pfuscherei wie Leim/ Staub mischen zum Fugenkaschieren etc. erlernt man dann auch irgendwann...

Jetzt geh noch ab und an ins Museum und schaue Dir alte Möbel und die noch heute passende Zinkungen und Mechaniken an (z.B. Mobilendepot Wien; Roentgen-Museum Neuwied). Dann wird man demütig und hat Ansporn zum Üben und Besserwerden.
 

Martin45

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Jetzt geh noch ab und an ins Museum und schaue Dir alte Möbel und die noch heute passende Zinkungen und Mechaniken an
In den alten Möbeln der HighSociety und der Ausnahmetischler. Aber wenn man in eher bäuerliche Museen geht, dann sehen die Zinkungen an den Bauernmöbeln dort tatsächlich oft eher wie ein Erstlingswerk aus. Zumindest war das schon mehrmals ein Eindruck von mir.
Aber ein Bauer vor 150 oder 200 Jahren hat sowas vermutlich aus finanziellen Gründem auch nicht beim Schreiner in Auftrag gegeben, sondern selber gemacht.
 

Holzrad09

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ich hab noch die Vorgängerversion mit Frakturschrift….
Ich hab mir sowas mal selber gebaut.
Gibt es in dieser Ausführung von Aigner und ist hin und wieder auf'm Gebrauchtmarkt zu finden. Wird so um die 30 - 35 Eu gehandelt, ist mir aber zu viel für zwei 8er Metallbügel und nen Stückchen Polycarbonat.
LG
 

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mj5

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... ich hab noch die Vorgängerversion mit Frakturschrift….
Frakturschrift heisst das? Ich dachte in der Lehre immer das waer Suetterlin. :emoji_open_mouth:
Du hast natuerlich recht, ist besser als nix!
Aber die Schweizer koennen nicht nur leckere Kraeuterbonbons. Danke @brubu!

Das entscheidende bei der Art Schubladen-Bau ist die präzise Einstellung der Fräse.
Wobei man sich an die Fraeserradiuskorrektur etwas herantasten muss... :emoji_innocent:

@Tokoloshe :
Wie Theo es sagt, schadet ein wenig Uebung nicht. Schadet ja nie. Und wenn man sich die Einstellarie gibt, dann am Liebsten fuer Stueckzahl!
Je mehr Gleichteile mit einmal Ruesten gemacht werden, desto besser. Als naechstes Projekt vielleicht einen Apothekerschrank? :emoji_grin:
Weitermachen so!
 

happyc

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doppelt leistungsstark :emoji_slight_smile:

(den “Schütze deine Hände“ ist auf die Schnelle nicht aufgetaucht, er hängt nicht am Platz…)
 

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Arkhan1806

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Mal ne blöde Frage:
So ein "lappriges Schutzblech" ist doch um längen besser als nichts. Wenn ich das richtig anbringe, ist mein Fräser ja doch durch Werkstück und Schutzblecht nahezu komplett verdeckt. Und wenn das dann auch noch aus Kunststoff ist, kann man's sogar zerspanen, falls was verrutscht.
Was genau ist denn jetzt an dem Schutz von Suva so viel besser? Der kostet ja immerhin mehr als das dreifache meiner kompletten Maschine inkl. Vorschub.

Klar, der Suva hat bestimmt ne ganze Menge Stempel, damit der rechtlich anerkannt wird und die kosten tatsächlich unglaublich viel Geld, also sowohl den Hersteller, als auch den Kunden (Ich arbeite im Schiffbau, ich weiß wovon ich spreche). Für Privatleute sind die jedoch ziemlich uninteressant. Die Fertigung von dem Suva-Schutz selbst kann ja nicht viel kosten, da ist ja nicht viel dran. Die "Standard"-Vorrichtung baue ich mit einer Biegemaschine in drei oder vier Stunden (plus Trocknungszeit für die Farbe).

Es muss doch noch was geben, das deutlich unter 1.000€ kostet und trotzdem sicher ist. Oder nicht?
 

happyc

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Je nach Anwendung und Anordnung des Schutzblechs könnte man beim Führen des Werkstücks abrutschen und von schräg oben an den Fräser kommen - soweit meine Theorie. Der Suva-Schutz verhindert das effektiver.
Das Blech wird auf Spannung (Federstahl) eingesetzt und dann durch Reibung gehalten, könnte sich also durch Vibrationen in der Position ändern. Der Suva-Schutz wird eingestellt und mit Knebelschrauben(?) fixiert.
Das Blech ist aus Blech und damit undurchsichtig - wird evtl nicht montiert, weil „man nicht sieht was man macht“. Der Suva-Schutz lässt den Blick auf Werkzeug & Arbeitsbereich zu.

Nebenbei: ich bekomme kein Honorar von Suva. Wenn die das lesen, und sich freuen, dass jemand so eine Lanze für deren Produkt bricht, würde ich gerne eine aktuelle Schutzeinrichtung entgegennehmen :emoji_wink:
 

Holzrad09

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Es muss doch noch was geben, das deutlich unter 1.000€ kostet und trotzdem sicher ist. Oder nicht?
Bei den günstigen Importmaschinen ( Bernardo, Jet, Holzmann, Holzstar usw ) hat man sowas ähnliches wie den SUVA Frässchutz dran.
Da gab es bei Ebay mal komplette Fräsanschläge für weit unter 1000 Eu, Ich meine 400 Eu haben die gekostet.
Lg
 

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Tokoloshe

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Ich habe auch noch die Möglichkeit, die Wangen umzudrehen und diese kleinen Stäbe einzusetzen, das war aber nicht praktikabel in dem Fall. :emoji_slight_smile:
 

brubu

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Mal ne blöde Frage:
So ein "lappriges Schutzblech" ist doch um längen besser als nichts. Wenn ich das richtig anbringe, ist mein Fräser ja doch durch Werkstück und Schutzblecht nahezu komplett verdeckt. Und wenn das dann auch noch aus Kunststoff ist, kann man's sogar zerspanen, falls was verrutscht.
Was genau ist denn jetzt an dem Schutz von Suva so viel besser? Der kostet ja immerhin mehr als das dreifache meiner kompletten Maschine inkl. Vorschub.

Klar, der Suva hat bestimmt ne ganze Menge Stempel, damit der rechtlich anerkannt wird und die kosten tatsächlich unglaublich viel Geld, also sowohl den Hersteller, als auch den Kunden (Ich arbeite im Schiffbau, ich weiß wovon ich spreche). Für Privatleute sind die jedoch ziemlich uninteressant. Die Fertigung von dem Suva-Schutz selbst kann ja nicht viel kosten, da ist ja nicht viel dran. Die "Standard"-Vorrichtung baue ich mit einer Biegemaschine in drei oder vier Stunden (plus Trocknungszeit für die Farbe).

Es muss doch noch was geben, das deutlich unter 1.000€ kostet und trotzdem sicher ist. Oder nicht?
Ja das ist wirklich eine blöde Frage, schau dir in #25 die Links zum SUVA Schutz genau an. Das ist viel mehr als du hier schreibst.
 

Lorenzo

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Ich find das keine blöde Frage...

Ich hab nen alten Suva Kehlschutz an meiner Maschine. Der ist vom Funktionsumfang und auch von der Konstruktion dem aktuellen Suvaschutz deutlich überlegen. Und den alten hab ich gebraucht für nen Appel und n Ei bekommen.
Ich hab auch schon mit nem günstigen Frässchutz gearbeitet (der bei ner KF700 von Felder mitgeliefert wurde) und mit dem Aigner Centrex Frässchutz der abklappbar auf der Fräshaube montiert ist. Und an meinem Frästisch hab ich so ein"Schütz deine Hände"-Blech

-Das Blech ist schnell angebracht und schützt auch die Hände einigermaßen vor direktem Kontakt mit dem Fräser. Der ist dabei nicht besonders weiträumig umbaut, wenns blöd läuft schafft mans unter Umständen doch noch bis zum Fräser. Und: Es ist "nur" eine Schutzvorrichtung.

-Bei den günstigen Teilen wie dem von Felder oder auch dem von Ronny in Beitrag #39 verlinkten wird auch Druck auf das Werkstück ausgeübt. Das Werkstück wird nach unten Richtung Tisch und waagrecht Richtung Anschlagbacken gedrückt. Das verbessert sowohl das Fräsergebnis als auch die Sicherheit.

-Aigner- und Suvaschutz machen im Prinzip das gleiche wie die günstigen, allerdings sind sie auf mehr unterschiedliche Fräsarbeiten einstellbar, die Einstellung geht viel geschmeidiger und präziser was deutlich mehr Spaß macht und schneller geht. Dadurch wird es auch bei "nur mal schnell ein Teil" eingesetzt.

Wieviel Geld einem das Wert ist ist wohl erstens sehr persönlich, und zweitens schwer abzuschätzen wenn man den Vergleich nicht hat.

Ich persönlich würde den aktuellen Suvaschutz definitiv nicht neu kaufen. Ich find den deutlich zu teuer in der inzwischen auch deutlich abgespeckten Ausführung.
Mir ist die Sicherheit schon sehr wichtig, und ich bin auch bereit da zu investieren. Den Aigner Centrex hatte ich schon länger auf meiner Suchliste bei Kleinanzeigen, und dann hab ich mit dem Suva gearbeitet und fand den so genial dass ich meine Suche auf den konzentriert hab. Und ich weiss gar nicht mehr wieviel ich letzlich bezahlt hab, aber ich hab den sicher für unter 400€ bei mir zuhause in der Werkstatt liegen gehabt, geliefert aus der Schweiz und mit großem Zubehörpaket für alle möglichen Fräsarbeiten. Und das wars mir wert und wäre es auch wieder. Auch weil ich das Ding nicht verschlissen bekomm und es seinen Wert problemlos hält. Nach dem Aufarbeiten, was etwa einen Tag gedauert hat, ist es eher deutlich mehr wert.

Also letztlich wie so oft: Die Preise stehen im Verhältnis zueinander. Teurer bietet mehr. Und das letzte bisschen mehr wird meist teuer bezahlt. Und die günstigsten Varianten strapazieren dafür gern die Nerven. Hoffentlich nicht die der Fingerspitzen..
 

hainwerker

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Mal zurück zum Thema im wortwörtlichen Sinne: Es gibt tatsächlich einen YouTube-Kanal mit dem Namen "woodworking is hard". Ich kann die beiden gut leiden :emoji_slight_smile:
Du bist also nicht der einzige, der das so sieht!
 
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