Lichtschacht verschließen

Marvin889

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Hallo zusammen,

ich möchte drei Lichtschächte in einer nachträglich angebauten Kellererweiterung verschließen (keine Sorge, die Belüftung ist sichergestellt). Die Öffnungen sind etwa 45x90 cm groß. Das Konstrukt muss am Ende von oben bündig zur restlichen Terrasse abschließen und gegenüber Regenwasser dicht sein. An Belastung muss es - als Extremfall - zwei Menschen aushalten, die gleichzeitig darauf stehen.

Meine Idee ist:
  1. das Stahlgitter entfernen
  2. an den Seitenwänden Schwerlastwinkel montieren (je drei an den langen Seiten)
  3. darauf eine passend zugeschnittene OSB-Platte verschrauben
  4. auf die OSB-Platte Estrich kippen
Meine Fragen dazu an euch:
  1. ist die Idee generell so sinnvoll oder habt ihr bessere Vorschläge, die vom Aufwand und den Kosten her vertretbar sind?
  2. worauf muss ich bei den Schwerlastwinkeln achten? Habt ihr Empfehlungen für bestimmte Winkel?
  3. wie dick sollte die OSB-Platte sein?

Vielen Dank schon einmal :emoji_slight_smile:
 

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Hoosier

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Das Stahlgitter trägt ja schon die Last - könnte man das nicht integrieren in die neue Lösung? Paar cm unterhalb des Gitters eine OSB-Plattung als Schalungsboden anbringen, dann von oben mit Beton/was auch immer auffüllen bis OK Stahlgitter. Das Gitter wäre dann quasi so eine Art Armierung.
 

Marvin889

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Wie wird denn jetzt das Regenwasser abgeleitet? Immerhin ist ja jetzt nur ein Gitter drin.

Ein paar Fotos mehr (unten und oben) würden für eine Beurteilung der Situation sicherlich hilfreich sein.
Aktuell sind dort Alubleche von oben verschraubt. Zwischen den Alublechen und der Terrasse sind Streifen von Klebedichtungen. Das musste halt damals schnell und einfach gehen, aber die "Lösung" ist sicher nicht auf Dauer angelegt.

Bilder kann ich später noch nachreichen.

Das Stahlgitter trägt ja schon die Last - könnte man das nicht integrieren in die neue Lösung? Paar cm unterhalb des Gitters eine OSB-Plattung als Schalungsboden anbringen, dann von oben mit Beton/was auch immer auffüllen bis OK Stahlgitter. Das Gitter wäre dann quasi so eine Art Armierung.
Den Gedanken hatte ich auch schon, aber...
  • ohne Gitter wäre es schöner und ebener, weil die Gitter teils minimal höher sind als die Terrassenfläche drumherum
  • Beton muss Stahl eigentlich komplett umschließen, was natürlich bei dem Gitter nicht ginge. Da habe ich die Sorge, dass zwischen dem Stahlgitter und dem Beton / Estrich / ... Risse entstehen.
 

Bladdy

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Löcher im Beton bohren Armierrungsstahl im Loch stecken und dann ins nächste Loch schieben. Einschalen und mit Beton füllen.
 

IngoS

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Hallo,

bei 90cm Länge musst du in der Mitte noch mal zum Betonieren abstützen und auf jeden Fall Estrichmatte, oder etwas dickere Drähte in den Beton einlegen.
Die Schallplatte nicht mit Winkeln anbringen, sondern insgesamt nach unten abstützen.

Gruß Ingo
 

Christoph1981

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Deine Idee mit den Winkeln und der Platte würde ich in Erwägung ziehen, wenn die Platte wasserfest ist.
Dann würde ich aber eine Deckung mit Fliesen (darunter Flexkleber oder auch Gewebe) bevorzugen und die Übergänge mit Dichtstoff herstellen (Rissbildung).
 

Marvin889

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Löcher im Beton bohren Armierrungsstahl im Loch stecken und dann ins nächste Loch schieben. Einschalen und mit Beton füllen.
Hallo,

bei 90cm Länge musst du in der Mitte noch mal zum Betonieren abstützen und auf jeden Fall Estrichmatte, oder etwas dickere Drähte in den Beton einlegen.
Die Schallplatte nicht mit Winkeln anbringen, sondern insgesamt nach unten abstützen.

Gruß Ingo
Darüber habe ich auch nachgedacht, finde es aber extrem aufwändig und bin mir auch nicht sicher, ob ich als Heimwerker das vernünftig hinbekomme. Daher kam ich auf die Idee mit Holz + Estrich.
 

IngoS

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Darüber habe ich auch nachgedacht, finde es aber extrem aufwändig und bin mir auch nicht sicher, ob ich als Heimwerker das vernünftig hinbekomme. Daher kam ich auf die Idee mit Holz + Estrich.
Hallo,

eine, bei Betonieren zusammenbrechende Schalung macht dann noch deutlich mehr Aufwand.

Aber mach man, wie du denkst.

Gruß Ingo
 

Marvin889

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Deine Idee mit den Winkeln und der Platte würde ich in Erwägung ziehen, wenn die Platte wasserfest ist.
Dann würde ich aber eine Deckung mit Fliesen (darunter Flexkleber oder auch Gewebe) bevorzugen und die Übergänge mit Dichtstoff herstellen (Rissbildung).
Welche Platte wäre da denn zu empfehlen?

Fliesen sind denkbar. An welchen Dichtstoff denkst du dabei, Flüssigkunststoff oder was anderes?
 

Marvin889

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Hallo,

eine, bei Betonieren zusammenbrechende Schalung macht dann noch deutlich mehr Aufwand.

Aber mach man, wie du denkst.

Gruß Ingo
Ich weiß nicht, ob das falsch rüberkam, aber bei meiner Idee mit der OSB-Platte habe ich an 2-3 cm Estrich darüber gedacht. Dann eben ggf. noch Fliesen wie von @Christoph1981 vorgeschlagen. Das sind insgesamt vielleicht 30 kg.

Natürlich kann ich keine 15 cm dicke Betondecke gießen, wenn die Schalung darunter nur aus einer mit Winkeln befestigten OSB-Platte besteht. Das ist mir klar.
 

Martin45

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Wenn du in das "Loch" auf eine Platte paar cm Beton rein gießt ist das doch an den Rändern/Übergang zum Bestand meilenweit von wasserdicht entfernt.
 

Marvin889

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Nimm die OSB Platte, setze 5 Füße drunter bohre die Löcher und setze die Armierung
https://www.hornbach.de/p/rundstange-geriffelt-stahl-o-10-mm-2-m/5199879/ ein. Oben Beton drauf und fertig. Nach zwei Wochen kannst du die Füße weg nehmen und oben Fliesen legen. Das ist doch kein Hexenwerk
Nun, ich will ja nicht beratungsresistent sein, denn sonst bräuchte ich nicht fragen :emoji_wink: Ich habe nur von Betonbau offen gesagt wenig Ahnung.

Wie tief sollten die Bewehrungsstäbe denn seitlich in die bestehende Decke hineinragen? Und wie viele sollte man (längs und quer) verbauen? Eine Lage oder mehrere?
 
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