Ladenführung aus Holz

pcdoc

ww-ahorn
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Hallo,

Normal verbaue ich immer Ladenschienen von Blum, mit denen ich bis jetzt relativ zu frieden bin, da sie relativ günstig sind und ihren Zweck erfüllen.

Für ein aktuelles Projekt würde ich darauf gern verzichten und keine mechanischen Schienen einsetzen. Es soll eine einfach umzusetzende, aber auch brauchbare Lösung sein.

Holz ist 18mm Multiplex Birke.

Klar könnte man Leisten aus Hartholz als Führungschiene verwenden auf denen dann die Laden gleiten, aber das würde wieder zu mehr Kosten führen und wäre kaum von Vorteil/Unterschied gegenüber den normalen Schienen.

Was ich mir überlegt hätte wäre folgendes und bitte nicht zurückhalten mit (konstruktiver) Kritik! Ist für mich Neuland, da können also ein paar Denkfehler dabei sein bzw. vielleicht stelle ich mir das zu einfach vor.

- Korpuswände mit einer Nut versehen die der Stärke des ladenbodens entspricht + 1 bis 2 mm Spiel.
- Laden würde ich so bauen, dass ich den Boden seitlich überstehen lasse um eben in diesen Nuten zu laufen.

Keine Ahnung ob ich mir das zu einfach vorstelle, aber müstte doch funktionieren, oder? Wenn ja beschäftigen mich folgende Fragen:

- Gibts eine einfache Methode die Laden zu stoppen, dass sie beim Herausziehen nicht rausfallen können? Ich hätte das mit unter den Laden angebrachten Fachträgern (oder ähnlichem) gemacht und auf den Laden unten eine kleine Endleiste oder Stoppholz montiert die dann dort anfährt. Das sollte bei Laden mit darunger liegendem Fach gut gehen, aber nicht wenn die Laden den unteren Abschluss bilden. (was in meinem konkreten Fall jetzt eh nicht relevant ist, mich aber interessieren würde)
- Wie tief müsste die Nut sein, damit eine sichere Führung gewährleistet ist? Ich hätte 9mm (also halbe Holzstärke genommen). Die Laden dann in der Breite so angepasst, dass sie nicht zu viel seitliches Spiel haben, aber auch nicht klemmen.
- Der ganze Kasten bekommt wahrscheinlich ein Hartwachsfinisch, würde sich das auch eignen um die Gleiteigenschaften der Laden positiv zu beeinflussen, oder gibts da bessere Alternativen?

Wäre nett wenn ihr mir da vielleicht ein paar Denkanstöße geben könnt!

Danke!

mfg
Andreas
 

Hans-Friedrich

ww-robinie
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Für ein Möbel im Wohnraum würde ich das nicht machen.
Für einfache Schubkästen für Werkstattschränke habe ich das schon öfter gesehen.

Den Boden würde ich dann nicht aus 4mm Sperrholz machen, sondern etwas dicker. Lohnt sich das dann noch bezüglich Mehrkosten des Bodens? Musst du mal durchrechnen.

Zu viel Spiel führt schnell dazu, dass der Schubkasten verkeilt. 1 bis 2 mm in der Höhe mögen funktionieren. In der Breite sind 2mm schon ziemlich viel.

9mm Nuten für die "Führung" sind schon ziemlich viel, 5mm sollten auch reichen. Bedenke auch, dass du mit jeder Nut den Korpus schwächst.

Zum Stoppen: Wenn unten kein Platz ist, dann halt oben. Auf beide Seiten weit hinten einen Klotz schrauben, einen zweiten Klotz an die Seite und du hast deinen Stopper.
Nicht schön, aber funktioniert.

Mit Hartwachs hab ich noch nicht gearbeitet. Um Schubkastenführungen gangbar zu machen benutze ich einen Kerzenstumpf. Beim Hartwachs könnte ich mir vorstellen, dass es auch auf die Zusätze ankommt, ob das hilft oder nicht.
 

pcdoc

ww-ahorn
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Hallo,

Danke für die rasche Antwort!

Es geht dabei in der Tat um was für die Werkstatt. Mir gings aber primär um 2 Sachen:

- Ich bin einfach neugierig und wollte mal was neues testen. Ich habs in Videos doch schon öfter gesehen, aber einfach noch nicht selbst gemacht!
- Die Corpus Innenbreite ist mit knapp über 20cm nicht gerade breit und durch den Wegfall der Schienen müsste man da ein klein wenig mehr Ladenbreite erreichen

Gibts irgendwelche anderen Vor- bzw. Nachteile dieser Methode? Oder auch andere ähnliche Methoden?

mfg
Andreas
 

Nikster

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- Die Corpus Innenbreite ist mit knapp über 20cm nicht gerade breit und durch den Wegfall der Schienen müsste man da ein klein wenig mehr Ladenbreite erreichen

Gibts irgendwelche anderen Vor- bzw. Nachteile dieser Methode? Oder auch andere ähnliche Methoden?

Es gibt auch Schienen, die an der Bodenunterseite der Lade ansetzen. Okay, dann verliert man an Höhe, aber immerhin.
 

Hans-Friedrich

ww-robinie
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Es gibt auch Auszüge, die relativ schmal sind. Die kann man dann auch in Nuten in der Schubkastenseite verstecken. So als Alternative.

Ansonsten spricht, wie gesagt, nichts gegen das Vorgehen.
Bei 20cm Breite wird da ja auch nicht das Gewicht rein kommen oder was willst du da drin verstauen? Dann könnten auch 4mm Sperrholzböden reichen.
 

pcdoc

ww-ahorn
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Was ich drinnen verstauen will ist ne gute Frage.... Naja, bei dieser einen Sache gehts um den Unterbau eines Frästisches/Schneidetisches. Dementsprechend werden da wohl Fräser, HKS Blätter, eventuell ne Stichsäge und sonstiges Zubehör für die OF und meine Sägen reinkommen. Die Sägen selbst werden wohl in den Fächern drunter Platz finden.

Also alles in allem eher leichtere Sachen. Geplant hatte ich 8mm Sperrholz Böden. Auch wenn dieser mit dem Ladenkasten verschraubt ist und sich kaum bis garnicht verziehen sollte, sind mir 4mm fast etwas zu schwach.

Mir ist schon klar, dass es auch Ladenauszüge gibt, die seitlich in eine Nut eingesetzt werden und auch welche die auf der Unterseite der Lade angebracht werden. Jedoch habe ich da noch keine günstigen gefunden und wie gesagt bei "meinem", die preislich ok wären verliere ich 2,6cm, was bei 20cm schon ne ganze Menge ist! Wenn man dann nochmal 3,2mm für die Ladenbretter abzieht, dann sind wir da schon unten auf 14cm Nutzbreite, was sehr wenig ist.

Ich werde allerdings den Plan leicht abändern um vielleicht auf etwas mehr Innenbreite zu kommen. Wird aber nicht die Welt sein. 1-3cm vielleicht.

Dann bleibt halt leider wieder die neue Erfahrung auf der Strecke... Ich weiß nicht ob es diese Wert ist sie zu machen, aber interessiert hätte es mich einfach wie das mit Laden ohne Mechanik in der Praxis ist um diese Lösung eventuell bei anderen Gelegenheiten einzusetzten, aber ich bin sicher in werde noch andere Gelegenheiten haben das zu testen.

mfg
Andreas
 
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