Komplettumstieg auf Linux - Ein Erfahrungsbericht

heiko-rech

ww-robinie
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Hallo,
nachdem ich eigentlich immer irgendwie Linux benutzt habe, möchte ich nun komplett auf Linux umsteigen. Ich nutze mehrere Rechner, von denen bereits zwei unter Linux laufen:
- Laptop zu Hause (Internet, E-Mail, Videos und DVDs schauen, gelegentlich CAD, PHP/MySQL)
- Backup-Rechner im Büro (zieht größere Datensicherungen aus dem Netz wie z.B. Webserver und Datenbanksicherungen)
- Alter Laptop (Internet, E-Mail, etc.)

Jetzt soll aber auch die Workstation, an der ich jeden Tag arbeite, unter Linux ans Laufen kommen. Diesen Text hier schreibe ich bereits darauf. Parallel soll aber Windows drauf bleiben, man weiß ja nie.

Ich möchte hier einfach gelegentlich schreiben, wie es mit dem Umstieg weitergeht.

Was habe ich heute gemacht:
Erst mal alle Daten gesichert. Danach wurde Linux (Ubuntu) parallel zu Windows installiert. Das Ganze auf einer eigenen SDD, die ich zuvor eingebaut habe. Die Installation war eigentlich problemlos. Ich habe erst einmal eine Minimalinstallation gemacht. Anschließend wurde die Software, die ich wirklich auf dem Rechner brauche, installiert:
- Thunderbird - EMail
- Firefox - Browser
- LibeOffice Calc -Tabellenkalkulation
- Master PDF - Vollständiger Ersatz für Acrobat DC (nur billiger)
- BricsCAD - AutoCAD Clon
- GIMP - Bildbearbeitung
- Shotcut - Videoschnitt

Die Einrichtung der Programme war keine große Sache. Kalender und Adressbuch liegen auf unserem Server, die mussten genau wie die IMAP-Konten nur in Thunderbird angelegt werden. Hier muss ich nur wieder die Filterregeln für den Spam eingeben. Nach der Anmeldung in Firefox sind auch alle Lesezeichen und Einstellungen im Browser vorhanden.
Bei BricsCAD muss man ähnlich wie in AutoCAD ein Support-Verzeichnis einspielen, dann sind wieder alle Einstellungen da. CAD läuft also auch.
Der Treiber für die Grafikkarte war etwas kniffliger (NVIDIA RTX A4000), ist aber jetzt auch drin.
Das Videoschnittprogramm Shotcut ist in der von Ubuntu angebotenen Version etwas veraltet, da habe ich mir die aktuelle Version heruntergeladen. Läuft jetzt auch.
Der Drucker und der Scanner waren schnell eingerichtet.

Alles in allem hat die Grundeinrichtung sehr gut funktioniert. Unter Linux ist alles etwas schneller geworden. Die Programme starten schneller, das Schnittprogramm läuft flüssiger als unter Windows (11), das ganze System nervt weniger. Ich kann jetzt also anfangen Linux auch hier für meine Arbeit, also Zeichnen Videoschnitt, Kommunikation zu nutzen.

Worum ich mich noch kümmern muss, ist DATEV- Unternehmen Online. Da muss ich auf ein anderes Anmeldeverfahren wechseln, da der Dongle unter Linux nicht unterstützt wird.

Mit Sicherheit wird noch das eine oder andere kleine Hindernis auftauchen, aber fürs Erste sieht es gut aus. Dummerweise hat das Entschlüsseln der Windows-Festplatte nicht funktioniert. Ich kann also nur von Windows aus darauf zugreifen, obwohl Windows sagt, sie sei entschlüsselt. Die Schaltflächen zum Verschlüsseln werden seltsamerweise auch nicht mehr angezeigt. Aber auch das sollte sich irgendwie lösen lassen.

Im Vorfeld habe ich allerdings schon alle alternativen Programme zu den bisher benutzten Adobe-Produkten unter Windows getestet und mich nach und nach an die Bedienung gewöhnt. So fällt er Umstieg nicht schwer.

Zum Abschluss noch ein paar Worte dazu, warum ich auf Linux gewechselt bin und was ich mir davon verspreche:
Zum einen möchte ich mich nicht mehr weiter der Lizenz- und Update-Politik von Microsoft, Adobe und anderen Softwareriesen unterwerfen müssen. Wo es geht, nutze ich Open-Source-Software. CAD und PDF Bearbeitung sind jedoch Ausnahmen. Vieles an Windows und vor allem an Windows 11 hat mich in den letzten Monaten einfach nur noch genervt. Die Software ist überladen und wird gefühlt immer langsamer. Dass man am Ende noch Geld sparen kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Jetzt werde ich einfach mal anfangen meine tägliche PC-Arbeit unter Linux zu erledigen und wenn ihr Interesse daran habt auch gerne weiter über positives und negatives berichten.

Gruß
Heiko
 

fahe

ww-robinie
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noch jemand, der von Winzigweich davon läuft.
Pfeifen im Wald. Kann ja aber auch schön sein.

Die Umsatzzahlen im Cloudgeschäft des letzten Jahres sprechen halt auch im EU-Gebiet eine ziemlich eindeutig andere Sprache. Und dass Firmen jetzt bereits begonnene oder auch nur strategisch geplante Migrationsvorhaben in die Tonne werfen... da muss man halt fest an den Weihnachtsmann glauben.

Was ich so im Umfeld sehe, ist, dass der weiter zunehmende Trend, auch unternehmenskritische on-premise-Lösungen in die Wolke zu verschieben, weiter Fahrt aufnimmt... und die dann zu einem übergroßen Anteil bei einem der großen Drei landen. Azure hat kräftig zugelegt, AWS mehr als nur zählbar verloren.

Mich würden ja interessieren, wie bspw. bei T-System die Anteile von deren open-cloud-Angeboten im Vergleich zu ihren Angeboten gemanagter Azure-Cloudlösungen aussehen.

Frankreich, wo man noch immer Computer nicht einmal Computer nennt - ein leuchtendes Beispiel sinnvoller Konkurrenz zum Rest der globalisierten Welt? Ähm, da würde ich vielleicht doch... ach, egal. Aber schön, dass das Projekt auf Github gehostet wird. :emoji_wink:


Sorry wegen OT, mit Heikos Thema hat das ja recht wenig zu tun.
 

Dale_B_Cooper

ww-robinie
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Sagt Dir Schleswig-Holstein was? @fahe
https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1/einleitung

Oder passen die Aktivitäten einfach nicht so gut in Dein Weltbild?
da muss man halt fest an den Weihnachtsmann glauben.
Nein, man muss nur mutig und nicht ignorant sein.

BTW: wir starten gerade einige Cloud-Entwicklungen statt vorher bei AWS jetzt bei Hetzner... eine größere Anwendung läuft schon sehr schön. Man muss sich halt von dem Use-Case AWS verkloppt Open Source Entwicklung als Dienst lösen, wenn man das mal hinter sich hat, geht aber sehr viel.
 

fahe

ww-robinie
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Oder passen die Aktivitäten einfach nicht so gut in Dein Weltbild?
Danke, ich hab' keinerlei Lust mit Dir ideologisch zu diskutieren. Ich habe auf Umsatzentwicklungen des letzten Jahres hingewiesen. Ganz ohne Weltbild.

PS: Wenn Du ein existierendes Beispiel einer aus genannten Gründen gestoppten Migration - da schliesslich kam der Weihnachtsmann ja erst ins Spiel - einer wirklich großen Firma nennst, denke ich über den Mann im roten Mantel vielleicht noch einmal nach. Eine Viertelmilliarde Jahresumsatz sollte die dann aber schon mindestens aufweisen, damit sie im statistischen Rauschen eine Rolle spielt.

Sorry erneut wegen OT.
 

heiko-rech

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Hallo,

ich finde es schade, wie sich diese Diskussion hier entwickelt hat. Aber es ist auch typisch für unsere Gesellschaft und für "die Deutschen". Da kommt jemand mit etwas Positivem um die Ecke und zeigt, dass Veränderungen machbar sind. Es kommen ein paar nette Reaktionen und dann kommen diejenigen, die es scheinbar unverschämt finden, dass da jemand was aus eigenem Antrieb verändert und das auch noch gut findet. Das nervt natürlich, weil man selbst vielleicht den Allerwertesten nicht hochbekommt. Also muss man die gute Idee, das Positive, schleunigst schlechtreden. Haare in der Suppe finden. Wie steht man denn sonst da?

Und außerdem, was nutzt das denn schon, wenn ein einzelner was verändert? Sollen erst einmal die großen was machen und die Politik soll das gefälligst auch regeln. Wo kommen wir denn da hin, wenn jetzt jeder einfach Initiative zeigt. Da fühlt man sich doch gleich schlecht, wenn man nichts macht. So geht das natürlich nicht.

Daher ist es auch vollkommen sinnlos, was für den Klimaschutz zu tun oder mal das Auto stehenzulassen. Weniger Fleisch essen geht auch nicht, ist ja schließlich ein Kulturgut. Und was soll man nur ohne Amazon, Instagram, Whatsap und Microsoft machen. Wenn das alles nicht ohne Kompromisse geht, also mit möglichst viel Veränderung, ohne dass sich was für einen selbst ändert, dann lassen wir es doch bitteschön gleich.

Sorry, aber mich nervt das echt. Warum kann man nicht einfach mal etwas Positives positiv lassen? Muss man immer alles schlecht reden? Wer nichts verändern möchte, muss das ja nicht, aber dann sollte man eben auch nicht jammern und vor allem nicht diejenigen schlecht dastehen lassen, die Initiative zeigen.

Wer sich hier angesprochen fühlt, darf das ruhig sein. Ich werde meine Forenpause wieder aufnehmen und erst einmal nur noch lesend das Forum nutzen. Alles andere macht mir doch irgendwann wieder schlechte Laune.

Ich hoffe, ich konnte zumindest einigen ein Beispiel dafür zeigen, dass es ein Leben ohne die großen Tech-Konzerne durchaus möglich ist.

@carsten
Von mir aus kann hier auch zugemacht werden, bevor die Diskussion noch mehr verwässert. Von meiner Seite aus ist das Thema erst einmal durch.

Gruß
Heiko
 

Dale_B_Cooper

ww-robinie
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Pfeifen im Wald. Kann ja aber auch schön sein.
da muss man halt fest an den Weihnachtsmann glauben.
Frankreich, wo man noch immer Computer nicht einmal Computer nennt - ein leuchtendes Beispiel sinnvoller Konkurrenz zum Rest der globalisierten Welt? Ähm, da würde ich vielleicht doch... ach, egal. Aber schön, dass das Projekt auf Github gehostet wird. :emoji_wink:
Ganz ohne Weltbild.
Sorry erneut wegen OT.
nein, kein Sorry.

Und der Thread hier heißt übrigens "Komplettumstieg auf Linux - Ein Erfahrungsbericht". Wenn Dich Linux nicht interessiert und du von Cloud Umsätzen erzählen willst, mach doch einfach nen eigenen Thread auf, ich bin sicher, dass das ganz viele Leute interessiert.

auch gut in dem Kontext
--
You must do the things you think you cannot do.
Eleanor Roosevelt
 
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inselino

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Wer sich hier angesprochen fühlt, darf das ruhig sein. Ich werde meine Forenpause wieder aufnehmen und erst einmal nur noch lesend das Forum nutzen. Alles andere macht mir doch irgendwann wieder schlechte Laune.

Ich hoffe, ich konnte zumindest einigen ein Beispiel dafür zeigen, dass es ein Leben ohne die großen Tech-Konzerne durchaus möglich ist.
Ich finde es großartig und beeindruckend, was du hier gezeigt hast, vielen Dank dafür. Habe die letzten Tage aus den gleichen Gründen nicht mehr mitgelesen. Dennoch mein Kompliment, es ist sicher nicht immer einfach so einen Schritt zu gehen wenn auch der eigene Erwerb daran hängt und man muss sich die Zeit nehmen und das Risiko eingehen und das finde ich top.
 

willyy

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@heiko-rech ich finde es auch cool, dass Du deinen Weg hier zeigst und beschrieben hast und von mir aus gerne weiter.
Mich hast Du wieder angestupst, dass ich nochmal einen Versuch mit Mint machen werde, wenn es die Zeit wieder erlaubt.

ein leuchtendes Beispiel sinnvoller Konkurrenz zum Rest der globalisierten Welt? Ähm,
das habe ich nicht gesagt und nicht sagen wollen. Ich nehme wahr, dass immer mehr einen anderen Weg als MS wählen und es versuchen. Und ich hatte auch schon geschrieben, dass Vieles an der Gewohnheit der Menschen scheitert, vermutlich bei uns allen.

Ich hatte damals für unsere Linux User Group einen Besuch bei LiMUX in München organisiert. Das war spannend zu hören, was die Admins und Projektleiter erzählt haben ohne die Presse Brille und den ganzen Blödsinn rausgefiltert.

München ist (intern) an 2 Digen gescheitert:
1. auch die Gewohnheit, dass sich die Belegschaft von Rathaus Landratsamt etc. nicht gerne auf andere Software eingelassen hat. Ständiges Gemaule wenn was nicht geht. Das war noch das kleinere Übel
2. Die Anzahl an unterschiedlicher SW, die im Einsatz war. Zig verschiedene Schnittstellen und Austauschformate. Sie hatten da schon einen Großteil im Griff, galube an die 70 %, aber es hakelt dann im Betrieb natürlich trotzdem noch. Kernproblem war wohl prorietäre SW, die man nicht so leicht abschaffen konnte.

MS hat sich dann später in Unterschleißheim eingekauft und Herr Reiter hat es zuerst finanziell aushungern lassen und dann komplett eingestampft.
Möcht nicht wissen, was da an Geld geflossen ist.
 

fahe

ww-robinie
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nein, kein Sorry.
Dir galt auch gar nicht mein Sorry, sondern Heiko. Und dijenigen, denen es hier um Themen geht.

Ich hab' mich auf einen einzelnen Beitrag von @willyy bezogen, der meinte, dass der Trend zur Abkehr von MS in seinen Augen überall wachse.
Mit dem Einwand, dass die Zahlen eben das imho gerade nicht hergeben. Spoiler: Solange die Kräfteverteilung bei Investitionen so bleibt, sehe ich allerdings auch keine Chance auf Änderung.

Da sehe ich auch keine Präferenz für die eine oder andere Seite. Hab' ich auch nicht, beruflich bewege ich mich seit vielen Jahren in ziemlich heterogenen Umgebungen.

Man hätte es dabei belassen können.
Dass schon der Beitrag von Willyy nicht unbedingt mit Linux zu tun haatte, schrieb er ja schon selber.
 
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Nesta

ww-buche
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Fun fact: egal ob Azure oder AWS, den Umstieg auf Linux haben alle schon vollzogen, sie haben nur es nur Recht erfolgreich monetarisiert.
Als über 20 Jahren 99% Linux User (KNX) komm ich ja von der anderen Seite und Schlagworte wie "intuitiv" und "usability" in Zusammenhang mit Microsoft hab ich noch nie verstanden.

Danke @heiko-rech das du aufzeigt was alles möglich ist, wenn man nur will.
 

KaiX0

ww-robinie
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Fun fact: egal ob Azure oder AWS, den Umstieg auf Linux haben alle schon vollzogen, sie haben nur es nur Recht erfolgreich monetarisiert.
Als über 20 Jahren 99% Linux User (KNX) komm ich ja von der anderen Seite und Schlagworte wie "intuitiv" und "usability" in Zusammenhang mit Microsoft hab ich noch nie verstanden.

Danke @heiko-rech das du aufzeigt was alles möglich ist, wenn man nur will.
Hm, aber vor 20 oder 30 Jahren im Vergleich zu unixoiden DESKTOP/OFFICE-Systemen schon, das muss man leider zugeben. Diese Atrribute verdient hatten damals aber eher MacOS und OS/2.

Sie haben die Maus bewegt. Bitte starten sie den Rechner neu, damit die Änderung wirksam wird.
 

Lorenzo

ww-robinie
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Ich komm da eher von der anderne Seite, ich hab keine tiefer gehenden Kenntnisse was Computer angeht.

Ich hab viele Jahren nen Hackintosh gehabt, und wollte vor ca. 2 Jahren auf Open Source und damit Linux umsteigen.

Hab auf dem Desktop und meinem 10 Jahre alten Dell Latitude 7370 Linux Mint laufen. Es funktioniert einfach alles. Inklusive Touchscreen am Laptop, 2 Monitore am Desktop mit ner wirklich coolen sinnvollen Impementierung der virtuellen Desktops. Sämtliche Hardware.... Ohne irgendwelche Kenntnisse.

Ich wollte die selbe Funktionalität und Optik wie bei MacOS, vier virtuelle Desktops, die ich mit meinen Mousebuttons durchwechseln kann, Lautstärke auch über die Maus. Hat paar Tage gedauert bis ich mich da durchgewurschtelt hab, hatte aber auch sehr konkrete Vorstellungen.
Zu allen Fragen die ich dazu hatte gabs online gute Informationsquellen.

Lightroom hat mir sehr gefehlt (tuts ehrlich gesagt immer noch, vor allem wegen dem Bilderkatalog der sich über 15 Jahre aufgebaut hat), da war ich auf der letzten Version ohne Abo. Subscription und Cloud is nich so meins, ich will ein Programm kaufen und dann benutzen. Auch offline. Daten auf meinem Rechner bitte.
Ich hab mich jetzt ganz gut an Darktable gewöhnt, mach aber auch nur noch rudimentäre Bildbearbeitung, wenn überhaupt.

Alles was nicht von Haus aus dabei war, ist über den Software Manager schnell installiert wie über nen App Store.

Ich bin super zufrieden. Der Laptop läuft für seine schwache Hardware wie geölt, und der Desktop eh. Ach ja. Einmal eingerichtet hab ich das komplette System einfach vom Desktop auf den Laptop übertragen.

Vielleicht setz ich mich nochmal ran und schau ob ich Lightroom nicht doch noch über Vine oder ne Virtual Machine zum laufen krieg.. Dann wärs perfekt. Aber gut, dafür kann Linux nix.

Ich kann nur empfehlen es auszuprobieren wenn man schon länger drüber nachdenkt. Und das is auch sehr cool. Ausprobieren: Einfach mal nen USB Stick mit nem Linux Mint drauf in den Rechner stecken. Anleitung dazu findet man ganz easy online.
 
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KaiX0

ww-robinie
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Lightroom hat mir sehr gefehlt (tuts ehrlich gesagt immer noch,
Ja! War für mich lange Zeit der Showstopper. Ich habe in LR5.6 (ohne Abo) noch diverse externe Filter (NikWax Collection) und es fehlt mir sehr!
Habe dann mit Darktable und RawTherapee herumprobiert...bin noch nicht glücklich.
Vielleicht setz ich mich nochmal ran und schau ob ich Lightroom nicht doch noch über Vine oder ne Virtual Machine zum laufen krieg.. Dann wärs perfekt
Lass es lieber. Egal ob Wine, VM oder andere Methoden, es wird quälend langsam und mit Pech instabil. Der direkte Zugriff auf die Hardware, speziell die Grafikkarte, ist unbedingt erforderlich. Jeder Abstraktionslayer dazwischen (wir stellen Lightroom eine virtuelle, simulierte Grafikkarte in einem virtuellen System zur Verfügung) scheitert.
Vielleicht, wenn die Leistungsfähigkeit in einigen Jahren deutlich höher ist? Ich bewahre nur dafür! mein WIN10 inkl. gekauftem Lightroom auf!
 

isso

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Ich hoffe, ich konnte zumindest einigen ein Beispiel dafür zeigen, dass es ein Leben ohne die großen Tech-Konzerne durchaus möglich ist.
Ja!!!!

Es brodelt. Wir haben auch intern schon gesprochen. Ein kompletter Umstieg ist aber schon Aktion, zumal niemand etwas anderes kennt als MS.

Den Rest des Beitrags kann ich sehr gut nachempfinden!
 

uli2003

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Weg von automatisierten Office-Tumoren, hin zu vernünftigen CRUD-Datenbank-Systemen macht man doch schon lange
Worüber reden wir? Private Endanwender? Unternehmen?
Schonmal überlegt welche Bandbreite MS bedienen MUSS?
Bei Neulösungen kann man sich schnell rausreden.. kommt noch.. beim nächsten Update…
 

Dale_B_Cooper

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MS bedient faktisch nur Unternehmen.

Private Anwender werden nur billig angefüttert, damit sie im Unternehmen den MS Kram nutzen und vorbelastet sind.

Office Automatisierung ist ja auch idR kein Fall für private Anwender. Mit zunehmender Verwendung von ki Agenten wird das unnütze Restwissen VB ja auch langsam verdrängt. Ich hab das übrigens vor 20 Jahren auch mal intensiv verwendet. Bin ich aber nicht stolz drauf und weiß inzwischen, wie falsch sowas für Unternehmen auch ist.
 
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jonny.el

ww-ulme
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Nachdem der Erfahrungsbericht etwas komisch abgedriftet ist moechte ich meinen Mut zusammen nehmen und zuerst herzlich @heiko-rech danken fuer seine Ausfuehrungen!

Ich habe diesen Bericht von Anfang an mit grossem Interesse verfolgt. Obwohl ich bereits seit vielen Jahren schon immer wieder mal mit Linux gearbeitet hatte (ein aelterer Rechner als Test Station fuer Monitor Dauerlaeufe nach Reparaturen), fehlte mir immer der Mut, privat ganz zu Linux zu wechseln. Warum? Ich denke Unwissenheit gepaart mit der Angst vor Veraenderungen in der Gewohnheit, da man ja ueber die Jahre manches sich unter Win angeeignet hat. Und unter Linux ist man erst einmal ein wenig fremd.

Anfang letztes Jahr war das Support Ende von Win10 ja das grosse Thema. Mich hat wirklich geaergert, dass ich das 7er durch das kostenlose Update auf 10 verlassen hatte und einiges an Progammen sehr instabil lief. Zudem wurde das Versprechen, 10 sei die letzte Win Version nicht eingehalten. Hinzu kam dass mein alter Rechner (Sockel 775) auf einmal nicht mehr gut genug sein sollte, obwohl mit 4 CPU und 16GB Ram genug Leistung zur Verfuegung stand.

Auch mich stoert das ganze mit den Daten im Hintergrund sammeln gewaltig, ich versuche gewisse Programme und Anbieter soweit als moeglich zu meiden, da mir meine Privatsphaere wichtig ist. Ich werde auch privat oft belaechelt, stehe aber dazu...

Wenn also Heiko es geschafft hat seine Firmenumgebung komplett auf Linux zu bringen und es funktioniert, sollte ich als kleiner Privatanwender das auch schaffen. Das war fuer mich dann Hilfestellung und Ansporn zugleich.

Ich bin seit Februar 2025 nach einer Testphase komplett auf Linux Mint. Das Programm laeuft, die mir wichtigen Programme privat gab es auch als Linux Version und ich vermisse nichts. Wenn ich mal wieder nicht weiter weiss nehme ich eine Suchmaschine und tippe mein Problem ein, und meist habe ich innerhalb von wenigen Minuten Empfehlungen die zur Loesung fuehren.

Ich habe viel dazugelernt und auch die Konsole und deren Befehle sind mir nicht mehr so fremd.

Fuer privat kann ich diesen Schritt wirklich jedem empfehlen, der darueber nachdenkt - man muss es wollen, sonst finden sich genuegend Gruende es nicht zu tun. Natuerlich ist es wichtig zu pruefen, welche Programme verwende und benoetige ich, gibt es die auch unter Linux oder konkreten Ersatz. Gut ist auch wenn man z.B. sich eine 2. SSD zulegt und auf dieser dann ohne Dualboot oder sonstige Problemchen verschiedene Linux Distributionen mal austesten kann, ob das zu einem passt. Meine SSD mit der funktionierenden Win10 Installation liegt noch im Rechner, "fuer alle Faelle".

Ja, in einer Firma ist das nochmals ein anderes Thema, vor allem wenn die Schnittstellen zu Maschinen mit betroffen sind. Da kann es durchaus sinnvoll sein, in der bekannten und funktionierenden Umgebung zu bleiben.

Nachdem ich nun an gute gebrauchte Rechner durch die Win11 Thematik gekommen bin, war ich so verrueckt und habe meine SSD aus dem bisherigen Rechner ausgesteckt und in den neuen mit voellig anderer Hardware gesteckt und er funktioniert wie gewohnt. Was da bei Windows auf dem Bildschirm stehen wuerde wissen wohl die meisten....

Und lieber Heiko, auch im Bekanntenkreis hat der ein oder andere den Umstieg gewagt. Deine Ausfuehrungen haben also doch hier und da einen Impuls fuer den Wechsel zu Linux gegeben.
 

KaiX0

ww-robinie
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und er funktioniert wie gewohnt. Was da bei Windows auf dem Bildschirm stehen wuerde wissen wohl die meisten....
"Fehler: Das Gehäuse ist unbekannt und nicht von Microsoft zertifiziert! Bei dem Versuch, das Gehäuse zu formatieren, wurden ihre Daten gelöscht. Bitte beginnen Sie ein neues Leben."

So etwa...
 

willyy

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Für Umsteige-willige:
erster Test ist booten von einem USB Stick. Wenn einem die Distribution gefällt, geht man den 2. Schritt mit Installation.

Gut ist auch wenn man z.B. sich eine 2. SSD zulegt
genau, ohne Risiko kann man nur mit einer 2. SSD ausprobieren.
Absolut hilfreich dafür ist so ein bequemer Umschalter. Der trennt nur die Stromversorgung zu den Laufwerken, die SATA / IDE Busse bleiben angesteckt.
 

isso

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Wir haben gerade zwei PC ausgetauscht. Der eine wirklich uralt. Der andere steht jetzt im Büro.

Ich starte, natürlich erstmal mit der alten Kiste.

Wir brauchen eigentlich so gut wie nichts. Gearbeitet wird in einer Cloud, das funktioniert. Die haben ich, ganz modern, per E-Mail angeschrieben.

Die Leistung der Rechner hätte auch noch auf Jahre für fast alles gereicht. Nur halt fürs Windows 11 nicht. Sonst ändert sich ja nichts.

Also Testphase beginnt irgendwann nächste Woche mit Basis PC für E-Mail und mit Kunden Bilder angucken.
 

KaiX0

ww-robinie
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Für Umsteige-willige:
erster Test ist booten von einem USB Stick. Wenn einem die Distribution gefällt, geht man den 2. Schritt mit Installation.


genau, ohne Risiko kann man nur mit einer 2. SSD ausprobieren.f
Absolut hilfreich dafür ist so ein bequemer Umschalter. Der trennt nur die Stromversorgung zu den Laufwerken, die SATA / IDE Busse bleiben angesteckt.
Das lässt sich verfeinern: Mehrere Linux Distros auf einem Stick. Jede mit ~ 25 GB sparsefile, um Konfigurationen und sogar Installationen persistent (gespeichert) und beim nächsten Start wieder vorzufinden. Das ist mit wenigen Einschränkungen schon fast wie richtig installiert.

Im Klartext: Starten, herumprobieren, einrichten. Software installieren, und beim reboot ist alles noch vorhanden.
So kann man verschiedene 'Geschmacksrichtungen' testen ohne etwas auf dem bestehenden System (Windows) zu verändern.

Ein Kollege hier hat so einen Stick von mir. Vielleicht berichtet er mal, wenn die Zeit reif ist?
 

Dale_B_Cooper

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Linux Distributionen unterscheiden sich für Anfänger gar nicht so ganz erheblich voneinander. Ich würde das nicht überbewerten. Ubuntu ist ein brauchbarer Start, würde ich denken. Gerade wegen der großen Community.
Meine SSD mit der funktionierenden Win10 Installation liegt noch im Rechner, "fuer alle Faelle".
So hab ich vor 8 Jahren auch mal wieder mit Linux auf dem Notebook begonnen. Das Notebook hab ich noch. Die Windows Partition hab ich keine 5 mal gebootet.. :emoji_slight_smile:
 

KaiX0

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Linux Distributionen unterscheiden sich für Anfänger gar nicht so ganz erheblich voneinander. Ich würde das nicht überbewerten. Ubuntu ist ein brauchbarer Start, würde ich denken. Gerade wegen der großen Community.

So hab ich vor 8 Jahren auch mal wieder mit Linux auf dem Notebook begonnen. Das Notebook hab ich noch. Die Windows Partition hab ich keine 5 mal gebootet.. :emoji_slight_smile:
Oh doch, das tun sie. Vergleiche bitte mal Elementary mit Fedora, Mint, Debian, openSUsE, Zorin...Das sind sehr große Unterschiede in look'n'feel (Windows like, MacOS like, ganz anders). Paketmanagement (wie wird Software installiert) ist ebenfalls ein großes Thema, rpm basiert, YAST, (gut, wird eingestellt), FlatPak, SNAP....

Was ist vorinstalliert, wie gut wird meine Hardware unterstützt? Rolling Release (slow roll?) vs. klassische Updates, Long Term Support? Läuft gut auf alter, schwacher Hardware oder benötigt mehr Wumms?

Das sind sehr individuelle Entscheidungen und Bedürfnisse. Und das kann ein normaler Anwender nicht beantworten, ohne es probiert zu haben.
Ich würde am Liebsten auch mal ein paar Wochen FKS vs. TKS ausprobieren können :emoji_slight_smile:
 
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