Komplettumstieg auf Linux - Ein Erfahrungsbericht

heiko-rech

ww-robinie
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Hallo,
nachdem ich eigentlich immer irgendwie Linux benutzt habe, möchte ich nun komplett auf Linux umsteigen. Ich nutze mehrere Rechner, von denen bereits zwei unter Linux laufen:
- Laptop zu Hause (Internet, E-Mail, Videos und DVDs schauen, gelegentlich CAD, PHP/MySQL)
- Backup-Rechner im Büro (zieht größere Datensicherungen aus dem Netz wie z.B. Webserver und Datenbanksicherungen)
- Alter Laptop (Internet, E-Mail, etc.)

Jetzt soll aber auch die Workstation, an der ich jeden Tag arbeite, unter Linux ans Laufen kommen. Diesen Text hier schreibe ich bereits darauf. Parallel soll aber Windows drauf bleiben, man weiß ja nie.

Ich möchte hier einfach gelegentlich schreiben, wie es mit dem Umstieg weitergeht.

Was habe ich heute gemacht:
Erst mal alle Daten gesichert. Danach wurde Linux (Ubuntu) parallel zu Windows installiert. Das Ganze auf einer eigenen SDD, die ich zuvor eingebaut habe. Die Installation war eigentlich problemlos. Ich habe erst einmal eine Minimalinstallation gemacht. Anschließend wurde die Software, die ich wirklich auf dem Rechner brauche, installiert:
- Thunderbird - EMail
- Firefox - Browser
- LibeOffice Calc -Tabellenkalkulation
- Master PDF - Vollständiger Ersatz für Acrobat DC (nur billiger)
- BricsCAD - AutoCAD Clon
- GIMP - Bildbearbeitung
- Shotcut - Videoschnitt

Die Einrichtung der Programme war keine große Sache. Kalender und Adressbuch liegen auf unserem Server, die mussten genau wie die IMAP-Konten nur in Thunderbird angelegt werden. Hier muss ich nur wieder die Filterregeln für den Spam eingeben. Nach der Anmeldung in Firefox sind auch alle Lesezeichen und Einstellungen im Browser vorhanden.
Bei BricsCAD muss man ähnlich wie in AutoCAD ein Support-Verzeichnis einspielen, dann sind wieder alle Einstellungen da. CAD läuft also auch.
Der Treiber für die Grafikkarte war etwas kniffliger (NVIDIA RTX A4000), ist aber jetzt auch drin.
Das Videoschnittprogramm Shotcut ist in der von Ubuntu angebotenen Version etwas veraltet, da habe ich mir die aktuelle Version heruntergeladen. Läuft jetzt auch.
Der Drucker und der Scanner waren schnell eingerichtet.

Alles in allem hat die Grundeinrichtung sehr gut funktioniert. Unter Linux ist alles etwas schneller geworden. Die Programme starten schneller, das Schnittprogramm läuft flüssiger als unter Windows (11), das ganze System nervt weniger. Ich kann jetzt also anfangen Linux auch hier für meine Arbeit, also Zeichnen Videoschnitt, Kommunikation zu nutzen.

Worum ich mich noch kümmern muss, ist DATEV- Unternehmen Online. Da muss ich auf ein anderes Anmeldeverfahren wechseln, da der Dongle unter Linux nicht unterstützt wird.

Mit Sicherheit wird noch das eine oder andere kleine Hindernis auftauchen, aber fürs Erste sieht es gut aus. Dummerweise hat das Entschlüsseln der Windows-Festplatte nicht funktioniert. Ich kann also nur von Windows aus darauf zugreifen, obwohl Windows sagt, sie sei entschlüsselt. Die Schaltflächen zum Verschlüsseln werden seltsamerweise auch nicht mehr angezeigt. Aber auch das sollte sich irgendwie lösen lassen.

Im Vorfeld habe ich allerdings schon alle alternativen Programme zu den bisher benutzten Adobe-Produkten unter Windows getestet und mich nach und nach an die Bedienung gewöhnt. So fällt er Umstieg nicht schwer.

Zum Abschluss noch ein paar Worte dazu, warum ich auf Linux gewechselt bin und was ich mir davon verspreche:
Zum einen möchte ich mich nicht mehr weiter der Lizenz- und Update-Politik von Microsoft, Adobe und anderen Softwareriesen unterwerfen müssen. Wo es geht, nutze ich Open-Source-Software. CAD und PDF Bearbeitung sind jedoch Ausnahmen. Vieles an Windows und vor allem an Windows 11 hat mich in den letzten Monaten einfach nur noch genervt. Die Software ist überladen und wird gefühlt immer langsamer. Dass man am Ende noch Geld sparen kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Jetzt werde ich einfach mal anfangen meine tägliche PC-Arbeit unter Linux zu erledigen und wenn ihr Interesse daran habt auch gerne weiter über positives und negatives berichten.

Gruß
Heiko
 

uli2003

ww-robinie
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Starkes Argument. Nur wen ich persönlich kenne, kann ich bewerten...Du hast also auch keine Meinung zu Hitler, Kennedy, Mahatma Ghandi, Alice Weidel, Friedrich Merz...? Auf welcher Basis wählst Du?
Du hast schon verstanden wie ich das meine. Über Personen der Geschichte kann man sich einfacher bilden als über lebende, vor allem, wenn in der heutigen Zeit beispielsweise in jede Fingerbewegung ein Symbol hineininterpretiert wird. Man will ja jeden böse machen, vermutlich aus Neid. Das Menschen in dem genannten Umfeld keine Engel sind sollte jedem klar sein, es ist aber auch schwierig dies zum Vorwurf zu machen.

Immer wieder erstaunlich, das Menschen, die keine Interesse an bestimmten Themen haben, Anderen, die Interesse daran haben und sich dazu informieren, genau das vorwerfen. Unaufgefordert!
Falls du mich meinst, ich habe durchaus Interesse an dem Thema, habe mich selbst an Linux versucht. Lief auch gut, war aber mehr aus Interesse, die Einrichtung und Pflege hat in Verbindung mit einigen Hardwareproblemen zu viel Zeit erfordert und war für meine Anwendung nicht flexibel genug.

Möglich ist es, für mich für ein produktives System und dann noch in Verbindung mit alter Hardware viel zu heikel. Das schrieb ich nur, weil es (positiv) erwähnt wurde, nicht weil ich grundsätzlich dagegen bin.

Zur Klatschpresse - es ist schwierig heute noch irgendetwas seriöses zu finden. Es geht nur noch um Leserzahlen und Klicks, nicht mehr um Objektivität oder Wahrheit. Egal wo.
 

KaiX0

ww-robinie
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Du hast schon verstanden wie ich das meine. Über Personen der Geschichte kann man sich einfacher bilden als über lebende, vor allem, wenn in der heutigen Zeit beispielsweise in jede Fingerbewegung ein Symbol hineininterpretiert wird. Man will ja jeden böse machen, vermutlich aus Neid. Das Menschen in dem genannten Umfeld keine Engel sind sollte jedem klar sein, es ist aber auch schwierig dies zum Vorwurf zu machen.
Naja, dafür gibt es dann Podcasts wie z.B. Table Today oder auch vom Spiegel, der Zeit...mit durchaus klugen Menschen, konkrete Handlungen und Äeusserungen der Personen, von denen hier die Rede ist, Fach- und Sachbücher...Die Nachrichten diverser Medienhäuser...
Falls du mich meinst, ich habe durchaus Interesse an dem Thema, habe mich selbst an Linux versucht. Lief auch gut, war aber mehr aus Interesse, die Einrichtung und Pflege hat in Verbindung mit einigen Hardwareproblemen zu viel Zeit erfordert und war für meine Anwendung nicht flexibel genug.
Mis(t)verständnis: ich meine damit das gesellschaftlich/politische Thema. :emoji_wink:
Zur Klatschpresse - es ist schwierig heute noch irgendetwas seriöses zu finden. Es geht nur noch um Leserzahlen und Klicks, nicht mehr um Objektivität oder Wahrheit. Egal wo.
Siehe oben. Ich finde es sehr einfach, mir eine Meinung zu bilden. Ich nutze verschiedene Quellen und manchmal reicht es völlig, genau hinzuhören und zu -sehen...
 

TobiBS

ww-robinie
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MS muss man dem neuen Personal nicht erklären, da es weit verbreitet ist.
Das ist das Wunschdenken in vielen Unternehmen und deshalb wird die Lüge „MS-Office Kenntnisse: Expertenwissen“ nicht einmal hinterfragt und dann ist man überrascht das Ingenieure mit knapp 100k€ Jahreseinkommen in Excel nicht filtern können geschweige denn eine Pivot-Tabelle erstellen.
 

uli2003

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Siehe oben. Ich finde es sehr einfach, mir eine Meinung zu bilden. Ich nutze verschiedene Quellen und manchmal reicht es völlig, genau hinzuhören und zu -sehen...
Ja und nein. Wo viel Licht ist, ist auch immer viel Schatten. Das liegt in der Natur der Menschen und ist nicht änderbar. Damit steigen natürlich auch Begehrlichkeiten und Neid, politische und soziale Einflüsse.
Bisher bei jedem Großunternehmer(n).
Könnten wir Linux so groß machen wie MS, wäre es eher früher als später genauso und die jetzige Argumentation führte schnell ins Leere.

Ein ausgewogeneres Verhältnis der OS wäre deutlich angenehmer, wobei ich die Kritik an MS nicht vollumfänglich nachvollziehen kann - das unterstützt schon sehr viel, muss mit ganz vielen Plattformen zusammenarbeiten, es gibt unendlich viel Software, und läuft bei mir problemlos (was wahrscheinlich von allem am uninteressantesten ist). Updateprobleme kenne ich nicht. Der Rechner läuft eigentlich 24/7 und läuft und läuft...
Ich sehe nicht die Not eines Wechsels. Und die vielgenannten Datenkraken unterliegen auch gesetzlichen Regelungen. Ich gebe von mir nichts preis, was nicht auch so herauszufinden wäre. Ich habe bisher keine Nachteile erfahren, woher auch?

Viele 'Gründe' für einen nicht unaufwändigen und kompromisslosen Wechsel auf ein anderes OS gibt es zumindest bei mir nicht. Der Einzige wäre, die Großen nicht noch größer zu machen. Bei MS habe ich jedoch lange genug von der vermutlich geplanten 'Verbreitung' der Software gelebt, sodass ich da besser die Klappe halte.
 

KaiX0

ww-robinie
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Viele 'Gründe' für einen nicht unaufwändigen und kompromisslosen Wechsel auf ein anderes OS gibt es zumindest bei mir nicht. Der Einzige wäre, die Großen nicht noch größer zu machen. Bei MS haebe ich jedoch lange genug von der vermutlich geplanten 'Verbreitung' der Software gelebt, sodass ich da besser die Klappe halte.
Ganz ehrlich, das ist natürlich auch immer eine persönliche Entscheidung. Es gibt eine Menge technischer Gründe, das 'Betriebssystem' Windows schlecht zu finden, ich habe aber auch eine technische Perspektive, die speziell ist. Große redundante Rechenzentren, europaweite Vernetzungen...Niemand käme ohne Not auf die Idee, da MS Server einzusetzen. Und für den Desktop gilt ähnliches, einfach eine minderwertige Architektur.

ABER: die Mehrheit der Anwender ist genau das gewohnt, und das war ja auch gewollt. MS hätte die massenweise Verbreitung (=Marktdurchdringung) durch Raubkopien natürlich leicht verhindern können...Clever, das sie das nicht getan haben...
Nun sind sie der de facto Standard, schade, aber isso.S
MIR geht es nun auch um Nachhaltigkeit (PCs aussortieren wg. WIN11 oder neuem MacOS) und Souveränität. Das ist aber meine Haltung, und meine Frau sagt oft: Du bist ja auch Profi, für dich ist das immer ganz einfach...

Und nun, finde ich, haben wir das Holzforum genug mit IT beschäftigt :emoji_slight_smile:
 

Dale_B_Cooper

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HH
und dann ist man überrascht das Ingenieure mit knapp 100k€ Jahreseinkommen in Excel nicht filtern können geschweige denn eine Pivot-Tabelle erstellen.
Ist ja auch irrelevantes Wissen. Wenn das für den Job wichtig ist, lernt man das in 20min.

Vor meinem ersten Job hab ich auch kein Excel verwendet. War für mich immer ein Deppen-Tool. Ist es immer noch, aber man muss sowas ab und an halt bedienen..
 

WinfriedM

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Niemand käme ohne Not auf die Idee, da MS Server einzusetzen.
War viele Jahre bei Hosteurope für Homepage-Serversachen und Mail. Jetzt stellen die das Mailsystem komplett auf Microsoft 365 um. Bisher konnte man bei jedem 10 Euro Hostingvertrag hunderte Mailpostfächer anlegen, mit dem neuen System nur noch ich glaub eins, alles darüber muss extra bezahlt werden.

Da passiert also doch so einiges, was in Richtung Microsoft geht. Andere große Provider planen wohl auch schon Schritte in die Richtung, die Mailthematik zu Microsoft zu verlagern, die dann wohl auch Microsoft-Server verwenden werden.

Nicht umsonst ist die gewinnbringendste Sparte bei Microsoft die Azure Server Plattform.
 

KaiX0

ww-robinie
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Bisher konnte man bei jedem 10 Euro Hostingvertrag hunderte Mailpostfächer anlegen, mit dem neuen System nur noch ich glaub eins
Tja, das schafft ein MS Server auch nicht. Egal ob Directory Services, Exchange, Azure, File&Print,....die schlechte Architektur limitiert. Aber natürlich passt dann das Hosting besser zur Cloudpolitik von MS..

Als wir von einem größeren Konzern übernommen wurden und bestimmte Dienste auf MS umgestellt wurden (IDM/IAM, eMail, File & Print...) war auch dem übernehmenden Konzern klar, das wir die 5- bis 10fache Anzahl an Servern für die gleiche Leistung benötigen werden. Die Zahl hat sich bewahrheitet, die Leistung wurde nicht mehr erreicht...
Zum Glück wurde aber das Meiste nicht auf MS umgestellt, das hätte eine Katastrophe gegeben.
 

TobiBS

ww-robinie
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Ist ja auch irrelevantes Wissen. Wenn das für den Job wichtig ist, lernt man das in 20min.
Genau damit bestätigst du meine Argumentation, dass die Verbreitung von MS in Unternehmen eigentlich vollkommen irrelevant ist, man würde die selben Dinge mit jedem anderen Tool genau so lernen können. Es ist die Angst vor der Veränderung die in sehr vielen Menschen steckt.
Lieber das schlechte Bekannte behalten, als etwas Neues auszuprobieren.
 

KaiX0

ww-robinie
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Genau damit bestätigst du meine Argumentation, dass die Verbreitung von MS in Unternehmen eigentlich vollkommen irrelevant ist, man würde die selben Dinge mit jedem anderen Tool genau so lernen können. Es ist die Angst vor der Veränderung die in sehr vielen Menschen steckt.
Lieber das schlechte Bekannte behalten, als etwas Neues auszuprobieren.
Exakt. Das Erfolgsrezept für Populisten: Du musst nix verändern. Vertraue mir, alles bleibt so, wie es (nie) war.

Meine Killerphrase (meistens in Projekten), um diese Haltung ad absurdum zu führen:
"Ok, ich habe euch nun alle gehört. Ergebnis: Das kann man nicht ändern. Das bleibt so, für immer. Dann ist das Projekt ja sinnlos und kann sofort wieder eingestellt werden...Wir machen weiter wie bisher."

Sehr provokant, aber oft habe ich damit die Haltung aufgeweicht...
 

drmacchius

ww-eiche
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Hallo,
ich möchte diesen alten Beitrag mal wieder hervorholen und über den aktuellen Stand berichten.
Alle unsere Rechner laufen weiterhin nur unter Linux. Als passende Distribution hat sich Linux Mint LMDE herausgestellt. Weder privat noch gewerblich gibt es irgendwo eine Windows-Installation. Selbst die Steuerung der digitalen Modellbahn läuft unter Linux (die Märklin CS3 basiert auf Debian)
Im Alltag erweist sich Linux für uns als wesentlich effizienter, als Windows das war. Das fängt schon bei einfachen Dingen, wie dem systematischen Umbenennen mehrerer Dateien an und endet mit dem Komfort, dass alle Updates, System und Programme zentral laufen, keinen Neustart erzwingen oder einen sonst irgendwie nerven. Auch die Installation neuer Software ist unter Linux wesentlich komfortabler, als unter Windows.
Die älteste Installation läuft nun schon gute vier Jahre, ohne Mucken oder gar Neuinstallation. Die Einrichtung eines neuen Rechners geht schnell und einfach und sogar der Umzug auf einen neuen Rechner mit allen Benutzerdaten ist echt kein Problem. Alle relevanten Daten finden sich im Home-Verzeichnis, das dann einfach übernommen werden kann.

Die aktuell eingesetzte Software sieht wie folgt aus:

  • Office: Libreoffice und auf einem Rechner Softmaker, weil damit ansprechende Layouts z.B. für Anleitungen besser gehen
  • Videoschnitt: KDENlive, kann alles, was ich brauche.
  • Grafik: Gimp, kann alles, was ich brauche (ist auch nicht viel)
  • CAD: Derzeit Mischbetreib BricsCAD / FreeCAD, wobei ich immer mehr in FreeCAD mache und vermutlich Ende des Jahres komplett umsteigen kann.
  • Buchhaltung: DATEV Unternehmen Online, Rechnungen erstellt jedoch der Onlineshop und die eigentliche Buchhaltung macht der Steuerberater.
  • PDF: Master PDF-Editor. Bietet den Komfort von Adobe Acrobat, ist kostenpflichtig, aber auch sehr angenehm zu bedienen.
  • Screencast: SimpleScreenRecorder
  • E-Mail: Thunderbird
  • Browser: Firefox
  • Warenwirtschaft:Dollibar, selbst gehostet
  • 3D-Druck: Prusa Slicer, ohne Cloud, nur mit Prusa Link.
Verwendete Geräte:
  • HP Z-Workstation, würde ich jedoch nicht mehr kaufen
  • Ältere Lenovo Mobile Workstation, ich glaube P72
  • Drei unterschiedliche Lenovo Thinkpads
  • Ein jetzt 15 Jahre alter Fujitsu Siemens Laptop
  • Ein älterer Terra Tower
  • HP- Multifunktionsgerät als Drucker und Scanner
Inzwischen sind wir aber noch einen Schritt weiter gegangen und haben fast alle Google- Dienste aus dem Alltag verbannt. Zwar lasse ich meinen YouTube-Kabal noch am Leben, es gibt dort aber seit etwa einem Jahr keinen wirklich neuen Inhalt mehr. Andere SM-Kanäle hatte ich eh kaum genutzt. Folgende Deinste sind im Einsatz:
  • Suchmaschine: Metager
  • Cloud: Storage Share von Hetzner (Nextcloud)
  • Website: Managed Server bei Hetzner
  • Mailserver: Geht über die eigenen Domains bei Hetzner
  • Soziale Medien: Nicht in Nutzung
  • Onlineshopping: Letzte Bestellung bei Amazon vor etwa sechs Jahren, Konto vor zwei Jahren gelöscht. Kleine Shops sind ohnehin meist billiger und schneller.
  • YouTube: Wird nur über FreeTube geschaut, wenn überhaupt. Läuft eh nur noch Mist.
  • Shaper Hub: Für die Shaper Origin
  • Messenger: Nicht im Einsatz, SMS und E-Mail reichen aus.
  • Videohosting für die Onlinekurse: Vimeo (Enterprise). Hier habe ich mich nach europäischen Alternativen umgesehen, fand aber nichts, was für uns wirklich gut gepasst hat. Da bleibe ich aber dran.
  • Online bezahlen: Paypal wird immer weniger genutzt. Unsere Kunden weisen wir beim Bestellen auf diesen Artikel hin; Nachteile von Paypal
    Viele Zahlungen unserer Kunden erfolgen inzwischen einfach per Banküberweisung (Sofortüberweisung). In uns bekannten Onlineshops zahlen wir, wenn möglich per Vorkasse. Unseren Kunden möchten wir demnächst auch WERO als Zahlungsmöglichkeit anbieten.
  • Streamingdienste: keine
Die beiden alten Handys vom Sohn und meiner Frau laufen noch unter Android. Als mein Handy vor zwei Jahren defekt war, wurde es durch ein Fairphone ersetzt, das unter e/OS läuft. Also auch komplett Google frei ist. Ich vermisse auch dort nichts und habe viel mehr Freiheiten. Defekte Handys werden in Zukunft durch Fairphones mit e/OS ersetzt.

Soweit also der aktuelle Stand. Trotz weitgehendem Verzicht auf die sonst üblichen Lösungen der großen Tech-Konzerne kommen wir privat und gewerblich sehr gut durch den Alltag, sparen Geld und Nerven.

Gruß
Heiko
gibt es alternative für cutlist? danke für den tipp freetube und wero
 

WinfriedM

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Es ist die Angst vor der Veränderung die in sehr vielen Menschen steckt.
Lieber das schlechte Bekannte behalten, als etwas Neues auszuprobieren.
Nicht nur. Es sind oft auch die tausenden hochkomplexen Excel-Sheets, die bereits da sind und überall im Unternehmen genutzt werden. Die sind über viele Jahre gewachsen, da sind viele Stunden reingeflossen und keiner hat die Zeit, dass alles umzustellen auf ein neues Tool. Kommt noch dazu, dass viele andere Tabellenkalkulationen zwar oberflächlich ganz ähnlich funktionieren, in der Tiefe aber nicht so funktionsreich sind, wie Excel. Da fehlen dann einfach Möglichkeiten, die bisher genutzt wurden.

Wenn dann noch Excel-Sheets mit einer Menge Visual-Basic anhängend existieren, wirds noch schwieriger.

Kurzum: Man hat an allen Ecken und Enden schon viel ins bestehende System investiert und ist nun daran gebunden.

Klar kann man auch alles ändern, aber oft ist der Preis zu hoch.
 

KaiX0

ww-robinie
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Nicht nur. Es sind oft auch die tausenden hochkomplexen Excel-Sheets, die bereits da sind und überall im Unternehmen genutzt werden. Die sind über viele Jahre gewachsen, da sind viele Stunden reingeflossen und keiner hat die Zeit, dass alles umzustellen auf ein neues Tool. Kommt noch dazu, dass viele andere Tabellenkalkulationen zwar oberflächlich ganz ähnlich funktionieren, in der Tiefe aber nicht so funktionsreich sind, wie Excel. Da fehlen dann einfach Möglichkeiten, die bisher genutzt wurden.

Wenn dann noch Excel-Sheets mit einer Menge Visual-Basic anhängend existieren, wirds noch schwieriger.

Kurzum: Man hat an allen Ecken und Enden schon viel ins bestehende System investiert und ist nun daran gebunden.

Klar kann man auch alles ändern, aber oft ist der Preis zu hoch.
Ja, das stimmt.Und wer ganz spät startet, hat diese Nachteile nicht (Vorteil der Rückständigkeit), beginnt halt ohne Altlasten. Zugleich ersticken genau diese Abhängigkeiten irgendwann alles, Stillstand killt dann.

Manchmal MUSS so ein Change sein, wenn es weitergehen soll.
 

drmacchius

ww-eiche
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Hallo,
ich möchte diesen alten Beitrag mal wieder hervorholen und über den aktuellen Stand berichten.
Alle unsere Rechner laufen weiterhin nur unter Linux. Als passende Distribution hat sich Linux Mint LMDE herausgestellt. Weder privat noch gewerblich gibt es irgendwo eine Windows-Installation. Selbst die Steuerung der digitalen Modellbahn läuft unter Linux (die Märklin CS3 basiert auf Debian)
Im Alltag erweist sich Linux für uns als wesentlich effizienter, als Windows das war. Das fängt schon bei einfachen Dingen, wie dem systematischen Umbenennen mehrerer Dateien an und endet mit dem Komfort, dass alle Updates, System und Programme zentral laufen, keinen Neustart erzwingen oder einen sonst irgendwie nerven. Auch die Installation neuer Software ist unter Linux wesentlich komfortabler, als unter Windows.
Die älteste Installation läuft nun schon gute vier Jahre, ohne Mucken oder gar Neuinstallation. Die Einrichtung eines neuen Rechners geht schnell und einfach und sogar der Umzug auf einen neuen Rechner mit allen Benutzerdaten ist echt kein Problem. Alle relevanten Daten finden sich im Home-Verzeichnis, das dann einfach übernommen werden kann.

Die aktuell eingesetzte Software sieht wie folgt aus:

  • Office: Libreoffice und auf einem Rechner Softmaker, weil damit ansprechende Layouts z.B. für Anleitungen besser gehen
  • Videoschnitt: KDENlive, kann alles, was ich brauche.
  • Grafik: Gimp, kann alles, was ich brauche (ist auch nicht viel)
  • CAD: Derzeit Mischbetreib BricsCAD / FreeCAD, wobei ich immer mehr in FreeCAD mache und vermutlich Ende des Jahres komplett umsteigen kann.
  • Buchhaltung: DATEV Unternehmen Online, Rechnungen erstellt jedoch der Onlineshop und die eigentliche Buchhaltung macht der Steuerberater.
  • PDF: Master PDF-Editor. Bietet den Komfort von Adobe Acrobat, ist kostenpflichtig, aber auch sehr angenehm zu bedienen.
  • Screencast: SimpleScreenRecorder
  • E-Mail: Thunderbird
  • Browser: Firefox
  • Warenwirtschaft:Dollibar, selbst gehostet
  • 3D-Druck: Prusa Slicer, ohne Cloud, nur mit Prusa Link.
Verwendete Geräte:
  • HP Z-Workstation, würde ich jedoch nicht mehr kaufen
  • Ältere Lenovo Mobile Workstation, ich glaube P72
  • Drei unterschiedliche Lenovo Thinkpads
  • Ein jetzt 15 Jahre alter Fujitsu Siemens Laptop
  • Ein älterer Terra Tower
  • HP- Multifunktionsgerät als Drucker und Scanner
Inzwischen sind wir aber noch einen Schritt weiter gegangen und haben fast alle Google- Dienste aus dem Alltag verbannt. Zwar lasse ich meinen YouTube-Kabal noch am Leben, es gibt dort aber seit etwa einem Jahr keinen wirklich neuen Inhalt mehr. Andere SM-Kanäle hatte ich eh kaum genutzt. Folgende Deinste sind im Einsatz:
  • Suchmaschine: Metager
  • Cloud: Storage Share von Hetzner (Nextcloud)
  • Website: Managed Server bei Hetzner
  • Mailserver: Geht über die eigenen Domains bei Hetzner
  • Soziale Medien: Nicht in Nutzung
  • Onlineshopping: Letzte Bestellung bei Amazon vor etwa sechs Jahren, Konto vor zwei Jahren gelöscht. Kleine Shops sind ohnehin meist billiger und schneller.
  • YouTube: Wird nur über FreeTube geschaut, wenn überhaupt. Läuft eh nur noch Mist.
  • Shaper Hub: Für die Shaper Origin
  • Messenger: Nicht im Einsatz, SMS und E-Mail reichen aus.
  • Videohosting für die Onlinekurse: Vimeo (Enterprise). Hier habe ich mich nach europäischen Alternativen umgesehen, fand aber nichts, was für uns wirklich gut gepasst hat. Da bleibe ich aber dran.
  • Online bezahlen: Paypal wird immer weniger genutzt. Unsere Kunden weisen wir beim Bestellen auf diesen Artikel hin; Nachteile von Paypal
    Viele Zahlungen unserer Kunden erfolgen inzwischen einfach per Banküberweisung (Sofortüberweisung). In uns bekannten Onlineshops zahlen wir, wenn möglich per Vorkasse. Unseren Kunden möchten wir demnächst auch WERO als Zahlungsmöglichkeit anbieten.
  • Streamingdienste: keine
Die beiden alten Handys vom Sohn und meiner Frau laufen noch unter Android. Als mein Handy vor zwei Jahren defekt war, wurde es durch ein Fairphone ersetzt, das unter e/OS läuft. Also auch komplett Google frei ist. Ich vermisse auch dort nichts und habe viel mehr Freiheiten. Defekte Handys werden in Zukunft durch Fairphones mit e/OS ersetzt.

Soweit also der aktuelle Stand. Trotz weitgehendem Verzicht auf die sonst üblichen Lösungen der großen Tech-Konzerne kommen wir privat und gewerblich sehr gut durch den Alltag, sparen Geld und Nerven.

Gruß
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muss man irgendwann mal verstehen, dass man sowas schon seit 20 Jahren nicht mehr macht.
Wie würdest du denn heute sowas angehen? Ich kenne kein System, was da ein neuer Weg wäre.

Bei Cobol ist es was anderes, da gibts heute moderne Programmiersprachen. Wobei auch heute noch jede Menge Cobol Code weiter gepflegt wird. Steckt einfach zu viel Arbeit drin. Wir reißen ja auch nicht alle 30 Jahre alle alten Bauwerke ein, um was Modernes zu bauen.
 

Dale_B_Cooper

ww-robinie
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HH
Wie würdest du denn heute sowas angehen? Ich kenne kein System, was da ein neuer Weg wäre.
Was denn funktional? Also was soll automatisiert werden..

Weg von automatisierten Office-Tumoren, hin zu vernünftigen CRUD-Datenbank-Systemen macht man doch schon lange.

Für Prototypen kann sowas in Office funktionieren, aber ansonsten schaufelt man sich damit nur das eigene Grab.
 
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