Manwer
ww-kiefer
Hallo,
nachdem ich aus den hier gezeigten Projektvorstellungen schon viel gelernt habe, möchte ich Euch mein letztes Projekt ebenfalls einmal kurz mit seinen wesentlichen Aspekten vorstellen.
Angeregt durch die von Theo (@teluke) hier vor einiger Zeit veröffentlichte Zeichnung und Materialliste für ein Schränkchen in Rahmen-/Füllungsbauweise sowie die Videos von Ingo (@IngoS) über den Bau eines Küchenbuffets beschloss ich ein geplantes Sideboard für unser privates Arbeitszimmer in dieser Bauweise zu realisieren. Als Holz für das Sideboard habe ich Esche gewählt, wovon ich noch einiges im Vorrat hatte.
Nachdem ich die Bohlen besäumt, abgerichtet und auf Dicke gehobelt hatte (davon gibt es keine Bilder, das wurde hier schon sehr oft gezeigt), musste ich feststellen, dass ein großer Teil meiner Esche Bohlen einen erheblichen Braunkernanteil hatte, was ich so nicht erwartet hatte, nachdem ein anderes Kleinmöbel, das ich aus dieser Lieferung meines Holzhändlers gebaut hatte, eine ruhige, angenehm helle Maserung gehabt hatte. Da hätte ich vielleicht vorher mal drauf schauen sollen
Beim Bau des Sideboards merkte ich dann auch recht schnell, dass diese Bauweise für meine kleine Werkstatt (ca. 12 m2 ) recht herausfordernd ist, da man neben der eigentlichen Arbeitsfläche noch einiges an Lagerplatz für die fertiggestellten Füllungen, Rahmenbauteile und fertige Rahmen benötigt.
Soweit wie möglich bin ich der Bauweise von Theo gefolgt, die Nuten und Zapfen der Rahmenteile habe ich am Frästisch mit der Oberfräse gemacht, da ich keine Tischfräse besitze. Die Füllungen wurden mit einem Exzenterschleifer plan geschliffen, da mein Abricht-Dickenhobel dafür nicht breit genug ist.
Die (nicht durchgehenden) Lochreihen habe ich mit einer Bohrschablone erstellt, was ganz gut funktioniert hat.
Die Rückwände habe ich mit Dominos verbunden, da ich etwas geringere Materialstärken verwendet habe als in der Materialliste von Theo, wodurch nicht genug Material für die sonst erforderlichen Fräsungen vorhanden war.
Die Deckelplatte des Sideboards wurde mit Nutklötzen befestigt, die ich nach dem Video von Ingo gefertigt habe, wenn auch ohne Tischfräse. Die Nuten für die Nutklötze habe ich ebenfalls mit der Dominofräse erstellt.
Vor dem Verleimen habe ich den Korpus mit Leinölfirnis behandelt. Nachdem ich den Korpus im Rohbau zusammengeleimt hatte, bekam ich einen Eindruck von der lebhaften Optik des Sideboards und beschloss dann noch etwas auszuprobieren, das ich für passend hielt, nämlich die beiden geplanten Türfüllungen aus Multiplex zu realisieren und mit vorhandenem Maserfurnier (beidseitig) zu belegen.
Hierzu verwendete ich eine vor einiger Zeit selbst gebaute Furnierpresse, die leider nicht groß genug war, um die Füllung in einem Durchgang zu furnieren, aber es hat für das allererste mal wo ich so etwas gemacht habe ganz gut geklappt. Danach war wieder schleifen angesagt.
Mit dem finalen Ergebnis bin ich insgesamt zufrieden, genau wie meine Chefin
. Bedanken möchte ich mich abschließend noch bei Theo und Ingo, die mir bei zwei Fragen geholfen haben.
Gruß Manfred
nachdem ich aus den hier gezeigten Projektvorstellungen schon viel gelernt habe, möchte ich Euch mein letztes Projekt ebenfalls einmal kurz mit seinen wesentlichen Aspekten vorstellen.
Angeregt durch die von Theo (@teluke) hier vor einiger Zeit veröffentlichte Zeichnung und Materialliste für ein Schränkchen in Rahmen-/Füllungsbauweise sowie die Videos von Ingo (@IngoS) über den Bau eines Küchenbuffets beschloss ich ein geplantes Sideboard für unser privates Arbeitszimmer in dieser Bauweise zu realisieren. Als Holz für das Sideboard habe ich Esche gewählt, wovon ich noch einiges im Vorrat hatte.
Nachdem ich die Bohlen besäumt, abgerichtet und auf Dicke gehobelt hatte (davon gibt es keine Bilder, das wurde hier schon sehr oft gezeigt), musste ich feststellen, dass ein großer Teil meiner Esche Bohlen einen erheblichen Braunkernanteil hatte, was ich so nicht erwartet hatte, nachdem ein anderes Kleinmöbel, das ich aus dieser Lieferung meines Holzhändlers gebaut hatte, eine ruhige, angenehm helle Maserung gehabt hatte. Da hätte ich vielleicht vorher mal drauf schauen sollen
Beim Bau des Sideboards merkte ich dann auch recht schnell, dass diese Bauweise für meine kleine Werkstatt (ca. 12 m2 ) recht herausfordernd ist, da man neben der eigentlichen Arbeitsfläche noch einiges an Lagerplatz für die fertiggestellten Füllungen, Rahmenbauteile und fertige Rahmen benötigt.
Soweit wie möglich bin ich der Bauweise von Theo gefolgt, die Nuten und Zapfen der Rahmenteile habe ich am Frästisch mit der Oberfräse gemacht, da ich keine Tischfräse besitze. Die Füllungen wurden mit einem Exzenterschleifer plan geschliffen, da mein Abricht-Dickenhobel dafür nicht breit genug ist.
Die (nicht durchgehenden) Lochreihen habe ich mit einer Bohrschablone erstellt, was ganz gut funktioniert hat.
Die Rückwände habe ich mit Dominos verbunden, da ich etwas geringere Materialstärken verwendet habe als in der Materialliste von Theo, wodurch nicht genug Material für die sonst erforderlichen Fräsungen vorhanden war.
Die Deckelplatte des Sideboards wurde mit Nutklötzen befestigt, die ich nach dem Video von Ingo gefertigt habe, wenn auch ohne Tischfräse. Die Nuten für die Nutklötze habe ich ebenfalls mit der Dominofräse erstellt.
Vor dem Verleimen habe ich den Korpus mit Leinölfirnis behandelt. Nachdem ich den Korpus im Rohbau zusammengeleimt hatte, bekam ich einen Eindruck von der lebhaften Optik des Sideboards und beschloss dann noch etwas auszuprobieren, das ich für passend hielt, nämlich die beiden geplanten Türfüllungen aus Multiplex zu realisieren und mit vorhandenem Maserfurnier (beidseitig) zu belegen.
Hierzu verwendete ich eine vor einiger Zeit selbst gebaute Furnierpresse, die leider nicht groß genug war, um die Füllung in einem Durchgang zu furnieren, aber es hat für das allererste mal wo ich so etwas gemacht habe ganz gut geklappt. Danach war wieder schleifen angesagt.
Mit dem finalen Ergebnis bin ich insgesamt zufrieden, genau wie meine Chefin
Gruß Manfred