Ideenfindung Bachelorarbeit Maschinenbau

Neven1534

ww-ahorn
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Hallo Leute, an dieser Stelle mal ein ungewöhnlicher Thread:
Und zwar stehe ich mittlerweile kurz vor meiner Bachelorarbeit in der Fachrichtung Allgemeiner Maschinenbau und beschäftige mich derzeit mit der Themenfindung mit welcher ich mich sehr schwer tue.

Da ich mir das Thema komplett selbst aussuchen darf, möchte ich auf jeden Fall etwas konstruieren wofür ich selber Verwendung habe und mich gleichzeitig auch für interessiere. Das werken mit Holz ist eines meiner Lieblingshobbys, ebenfalls Interessiere ich mich für allerlei Maschinen für die Holz / Metallbearbeitung etc. weshalb ich stark dazu tendiere auch etwas in dieser Richtung zu machen.

Aus diesem Grund wollte ich einmal hören ob ihr ein paar Ideen habt für Maschinen / Vorrichtungen die es in dieser Form vielleicht noch nicht gibt und von denen ihr euch vorstellen könnt dass sie die Arbeit mit Holz oder damit verbundenen Arbeiten bereichern könnten.
Das ganze ist wirklich nur als grobes Brainstorming gedacht um einfach mal ein paar Ideen / Denkanstöße zu kriegen da ich momentan echt auf dem Schlauch stehe.

Bisher habe ich ledeglich eine Schleifmaschine für Stechbeitel, Hobeleisen etc. als Idee gehabt wovon ich allerdings noch nicht wirklich überzeugt bin (abgesehen davon dass es sowas natürlich schon in einer Vielzahl von Variationen gibt)

Vorschläge jeglicher Art sind gerne gehört also haut einfach mal eure wildesten Ideen raus :emoji_slight_smile:

Viele Grüße
 

fragnix

ww-buche
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Wie komplex darf bzw. soll es denn sein? Rein mechanisch (Da Vinci Niveau), oder mit Sensoren/Aktuatoren? Notwendigerweise elektrisch?
 

Neven1534

ww-ahorn
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Maschine zum draufhobeln von zu viel abgehobeltem Material.
magmog: gibts schon.
https://www.fischer-st.de/schweissverfahren/holzschweissen/
Ich bin für eine Maschinenbaumaschine.
Guuden,

ein Schweißgerät für Holz.
So wild nun auch wieder nicht wir wollen es ja nicht gleich übertreiben :emoji_wink:

Muss nicht rein mechanisch sein (wobei ich den Fokus gerne darauf legen würde) kann ruhig auch Sensorik / Aktorik, Elektrik etc. vewendet werden. Sollte halt nur nicht zu komplex sein ehe ich mir darin meinen eigenen Strick baue :emoji_grin:
 

fragnix

ww-buche
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Mit Sensor und Aktuator: (rollbarer) Erweiterungstisch/Plateau, welche sich selber an den gerade nebenstehenden Werktisch / Maschine anpasst. Preset-Tasten für den reinen Werkstück-Transportbetrieb. Mechanische Verriegelung der Höhe nach der Einstellung.
Wenn's mehr sein soll: Inklusive Anpassung an die Flucht des Haupt-Tisches.
Muss ja zum Glück nicht kaufmännisch sinnvoll sein, sondern von konstruktiver Reife zeugen :emoji_wink:
 

seschmi

ww-robinie
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Ein automatischer Ersatz für einen Rollenbock, der sich selbst nivelliert und ausrichtet. Idealerweise mit Vorschub.

Beispiel: Ich will eine 5m Bohle abrichten - dann stelle ich das Teil vor den Aufnahmetisch der Abrichte, es fährt selbst exakt auf die Höhe des Tisches und dreht sich in die richtige Richtung. Dann lege ich die Bohle drauf, und es führt die Bohle zu, so dass ich sie nur an den Anschlag drücken muss. Auf der anderen Seite ein Gegenstück, das die Bohle abnimmt.

Da das Teil sich selbst auf Höhe bringt, kann man ein Gerät für alles verwenden: Hobel, Kappsäge, Standbohrmaschine, Kreissäge.

Praktisch ein intelligenter Rollenbock. Die stehen ja immer leicht schief und sind immer 3mm zu hoch oder zu niedrig eingestellt.

EDIT: Also so ähnlich wie der Vorschlag von fragnix, aber halt nicht als Tisch, sondern in der Art eines Rollenbocks.
 

FridlT

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Erfinde die Hobelmaschine für die kleine Werkstatt. Dazu stellst du eine konventionelle/fertige Hobelmaschine auf eine Art Schlitten. Dieser Schlitten bewegt die Maschine so schnell in Gegenrichtung, wie das Holz durch die Hobelmaschine gezogen wird. Dadurch bleibt das Brett quasi stationär im Raum und nur die Hobelmaschine bewegt sich "am Holz entlang". Somit kannst du Bretter hobeln, die länger als Raumlänge/2 sind. Ich bin dein erster Kunde. :emoji_slight_smile:

Da hast du dann auch mehrere Rubriken abgedeckt. Mechanik nicht ganz trivial, aber auch nicht abgehoben komplex und es ist eine elektrische Komponente dabei. Ob du dann die Vorschubgeschwindkeit des Dickenhobels erfasst und den Schlitten genauso schnell automatisch verfahren läßt, oder ob das der Benutzer selbst regeln muss/darf/soll, hängt vom gewünschten (zeitlichen) Umfang ab. Ach ja, und nützlich ist das Ganze auch noch.

Aber die Idee mit dem Rollenbock hat auch was...
 

seschmi

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So was hatte ich schon, heißt Mafell AD 160/ Bosch SHO 160. Eine ADH mit 17 Kg. Da kann man ein Kantholz einfädeln, und dann mit der Hobelmaschine hochheben. Dann fährt sie am Kantholz entlang.

Das geht zu zweit sogar ganz gut, allerdings ist die Spanabnahme bei 750 Watt natürlich eher überschaubar...:emoji_slight_smile:
 

benben

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So was hatte ich schon, heißt Mafell AD 160/ Bosch SHO 160. Eine ADH mit 17 Kg. Da kann man ein Kantholz einfädeln, und dann mit der Hobelmaschine hochheben. Dann fährt sie am Kantholz entlang.
Irgendwie überkommt mich die Lust sowas mit 2 Stapler, einem ordentlichem Balken und meiner 630er SCM auszuprobieren, dann würde man ohne großen Aufwand auch über 6m hobeln können :emoji_grin: :emoji_joy:
 

ManuelS

ww-eiche
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Wie sind die Randbedingungen? Kannst du auf eine Werkstatt zurückgreifen? Gibt es ein Budget?

Vorrichtung zum Zinkenfräsen, Dübeln, Domino, Lochreihen... ausreichend massiv, gut einstellbar, flexibel

Frästtisch mit Höhenverstellung, Anschlag, Skalierung, ...

Kleine CNC Fräse zur Holzbearbeitung

Drechselmaschine
 

Daniboy

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Meine Vorschläge:
  1. Eine automatische Schärfvorrichtung für Bandsägeblätter, welche als nachrüstbares Aggregat direkt in die Bandsäge eingebaut wird, damit man zum Schärfen das Blatt nicht wechseln muss.
  2. Wie 1 aber für die Kreissäge.
  3. Alkohol, oder sonstige unterstützende Substanzen fürs Brainstorming
  4. Den richtigen Betreuer aussuchen
  5. Irgendwas mit Laser
  6. Irgendwas mit Prozessverbesserung, Qualität oder Sicherheitstechnik
  7. Versuchsreihen und Diagramme
  8. Diverse Zusatzaggregate an diversen Maschinen für automatische Produktion diverser Produkte
  9. Irgenwas mit Machine Vision
  10. Eine automatische Bleistiftspitz- und Beschriftungsmaschine
  11. Irgendwas mit Industrie 5.0/6.0, Paradigmenwechsel
  12. Ev. auch andere Kreativitätstechniken zur Themenfindung nutzen (zB Mindmapping usw)
 
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Macchia

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und beschäftige mich derzeit mit der Themenfindung mit welcher ich mich sehr schwer tue.
sorry,
du wählst ein Studium... aus welcher Motivation?,
du absolvierst einige Semester und hast keine eigenen Ideen?
außer einer Schärfmaschine...?

in diesem Fall fällt mir wirklich rein gar nichts mehr ein. !

seit meiner Kindheit habe ich alles zerlegt und manchmal auch repariert und Neues erschaffen,
mir gingen nie die Ideen aus.
Im Moment müßte ich etwa noch 150 Jahre arbeiten bis ich meine ganzen
Träume und Projekte bezüglich. Handwerk ausgelebt habe.

Sorry auch deswegen, weil ich mir das nicht vorstellen kann.

Ich würde (wenn überhaupt, eher nicht) mit einer gut überlegten Auswahl an Ideen an ein Forum herantreten
und hören wollen was gefragt ist aber nicht bei Adam und Eva anfangen.

Beurteile selber wo uns die Ingenieurskunst heutzutage hinführen soll!
Kreativität, Mut, ein schlaues Köpfchen und Draufgängertum sind gefragt.
 

markusonlein

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Mit ein wenig Ironie, aber doch auch einem Funken Ernsthaftigkeit:

Eine werkzeuglos mit wenigen Handgriffen zusammen- und wieder auseinanderklappbare Formatskreisssäge. Leicht und trotzdem verwindungssteif. Formatschlitten für gelegentliche längere Schnitte einfach und präzise verlängerbar.

Und natürlich nicht zu teuer.
 
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Markus1204

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Es kommt natürlich auf dein Studium und den Umfang der Bachelorarbeit an, aber wenn du "nur" etwas neues konstruierst, hat das wenig mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun. Ich würde mir an deiner Stelle vielleicht eher etwas bestehendes suchen, was optimiert werden kann. Du darfst nicht vergessen, dass etwas Neues zwar nett ist, aber auch den wissenschaftlichen Standards genügen muss. Es reicht also ggf. nicht, dass du dir im stillen Kämmerlein etwas überlegst was interesannt sein KÖNNTE, sondern du solltest vorab untersuchen, ob dein Vorhaben tatsächlich relevant ist. Das kannst du auf Basis von vorhandener Literatur ableiten oder aber selber eine empirische Untersuchung starten.
In jedem Fall musst du eine Forschungslücke auftun und diese anhand der wissenschaftlichen Gütekriterien (Reliablität, Validität und Objektivität) begründen/herleiten.

Daher denke ich, dass es dir viel einfacher fallen wird wissenschaftlich sauber zu arbeiten, wenn du eine Optimierung statt eine Innovation anvisierst. Es könnte z.b. interessant sein, etwas zu entwickeln, dass die Stabilität von marktüblichen MFT's erhöht. Oder ein Baukastensystem für Werkbänke - auch da finden sich sicherlich Bedarfe am Markt, die du auftun kannst.
 

Mater1984

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Einsatzmöglichkeiten der Industrie 2.0 Standards (Kommunikation zwischen Maschinen, automatisierte Lager usw.) in Kleinen und mittelständischen Betrieben (hier Schreinereien) Da kannst du entweder tiefer gehen und Kommunikationsverbesserungen einer Produktionsstraße erdenken, eine Vernetzung der einzelmaschinen bis hin zum automatisierten Transport von größeren Teilen von Maschine zu Maschine.
Da gibt es genug wissenschaftliches Material, man kann ggf. den Output bei ner Bewerbung beilegen, Es ist ein "Hip" Thema was Profs m.W.n. gerne sehen und der Umfang kann recht beliebig skaliert werden.

Wenn dir was zum Thema schärfen einfällt ist eine Vorrichtung die das eingelegte Werkzeug abtastet nach dem Fasenwinkel / Schleifwinkel und dann entsprechende automatisiert die Maschine einstellt im passenden Winkel etc.

noch was zu Ergonomie: Höhenverstellbarer Unterbau für Maschinen. Das man die FKS oder ADH auf seine Arbeitshöhe fahren kann. Da die Maschinen je nachdem schon mal bis zu 1000 kg wiegen und auch das Ganze sicher sein sollte kannst da vermutlich einiges wissenschaftlich ergründen.
 

seschmi

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Schwingungsdämpfung ist ja ein großes Thema in der Schreinerei - wird ja meist über Masse erledigt. Deshalb sind z.B. Hobel so schwer, weil sich ja immer nur ein Teil der Messer im Eingriff befindet und zudem das Material ungleichmäßig ist, schwingen die Teile. Gleichzeitig sieht man aber jedes Zehntel an der Oberfläche. Im Profibereich geht das ja auch, weil die Maschinen stationär sind.

Hier könnte man schon einmal untersuchen, welche Techniken zur Schwingungsdämpfung in anderen Industrien, in denen man nicht einfach Gewicht hinzufügen kann, verwendet werden und ob die auf die Holzbearbeitung übertragbar sind. Z.B. im Automobilbau oder in der Raumfahrt ist Grauguss ja keine gute Lösung.
 

seschmi

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Maschine zu Maschine Kommunikation halte ich für zu umfangreich für eine Bachelorarbeit.
Ich sehe es schon kommen, dass der Hobel die Arbeit verweigert, weil die Kreissäge in der Kaffeeküche erzählt hat, dass die Kirschbohlen wechselwüchsig sind. :emoji_slight_smile:

Würde aber erklären, warum Dietrichs Maschinen komplett aus Nürtingen sind - bei dem Dialekt, die die sprechen, können sie ja nicht mit anderen kaum kommunizieren. Da ist es schon besser, man nimmt alles von einer Region.
 

Eilon

ww-buche
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Eine "Erfindung" sprengt üblicherweise den Aufwand eine Bachelorarbeit! Hast du dir bereits einen erst Prüfer gesucht und mit diesem den Umfang der Bachelorarbeit besprochen? Ich durfte damals auf garkeinen fall mehr als 30 Seiten schreiben. Üblicherweise zeigt man in einer Bachelorarbeit, dass man wissenschaftlich Arbeiten kann. Als Vorschlag: Such dir doch eine sehr alte Maschine und entwickle sie nach heutigen Standards, beschreibe die wesentlichen Unterschiede und welche Vorteile dadurch entstehen.
 
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