Hornissennest in Aufbau im Rolladenkasten

inselino

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Hallo zusammen,
wir hatten die letzten Tage immer mal wieder Besuch von einer Hornisse auf dem Balkon. Die Tiere sind an sich friedlich und ich wenig panisch, wir haben uns also arangiert. Jetzt habe ich wahrgenommen, dass die Hornisse immer wieder in den Rolladenkasten krabbelt und da bin ich dann aufmerksam geworden.
Ich habe jetzt vorsichtig von innen den Rolladenkasten geöffnet und wie vermutet, ist dort der Beginn eines Nestes zu sehen.
Mit einer Hornisse komme ich klar, aber ein Nest brauche ich nun wirklich nicht, erst Recht nicht mit nervösen Großeltern im Geschoss unter uns, einer Arztpraxis im Nebengebäude und einem Säugling in der Wohnung.
Ich weiß, dass die Tiere unter Naturschutz stehen, daher wollte ich einmal klären, wie hier jetzt weiter zu verfahren ist?
Kann ich da noch was gegen tun oder muss da schon der Profi kommen und das Ding umsiedeln oder was auch immer? Hier mal ein Foto. Ich weiß die Qualität könnte besser sein aber man kommt nicht wirklich gut ran und ich will meine Grabbelfinger auch nicht komplett reinstecken, falls die Chefin da noch irgendwo umherkrabbelt.

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Das Internet schreibt, dass die Tiere keine intensiven Gerüche mögen, ich könnte also auch durchaus Zitronenöl besorgen und da reinpacken und den Spalt außen erstmal für 2 Wochen abdichten, sodass die Königin nicht weiterbauen kann.
 

wildsau11

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In Ba-Wü ist es so, du kannst es dem Landratsamt melden, und die siedeln dann das Nest um, da die Tierchen unter Naturschutz stehen. Kostet Dich nichts. Daher würde ich einfach mal beim Landratsamt nachfragen.
 

inselino

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Die Genehmigung zur Umsiedelung ist bei uns auch kostenlos, der Kammerjäger der das macht kostet mich dann aber vermutlich 150-200€. Bezahle ich natürlich, wenn das sein muss, wenn ich die Tiere aber mit etwas Zitronenduft vorher vertreiben kann wäre das natürlich die einfachere Variante
 

Lico

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Auf jeden Fall schnell handeln und die in Nds sog. Untere Naturschutzbehörde informieren. Die Kosten bleiben vermutlich an dir hängen.
 

inselino

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Danke für die Hinweise, habe hier mit dem örtlichen Imkerverein Kontakt aufgenommen und wir haben eine Lösung gefunden. Es ist tatsächlich KEINE asiatische Hornisse von daher soll sie wenn möglich am Leben bleiben und woanders ihr Nest bauen :emoji_slight_smile:
 

MarcBerlin

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Noch kurz zu Hornissen allgemein: @inselino Deine Gelassenheit ist genauso löblich wie sinnvoll. Die gefühlt zunehmende Panik und das Unwissen bezüglich Wespen und Hornissen geht mir tatsächlich deutlich mehr auf die Nerven, als die Biester selbst. Zu Hornissen ist zu bemerken, dass die ja für uns Mensch ein deutlich angenehmeres Verhalten an den Tag legen, als ihre kleinen Schwestern, die Wespen. Schon von Ihrem Flug her und vor allem, weil sie nicht dieses penetrante Interesse an unseren Frühstücks- und Kaffetischen haben. Auch ist es eine zwar oft wiederholte aber immer noch falsche Legende, ein Hornissenstich sei gefährlicher als der einer Wespe. In der Tat verabreicht die Hornisse pro Stich zwar etwa die 50-fache Menge Gift, wie die Wespe. Dafür ein gänzlich anderes und wesentlich weniger toxisches, sodass der Stich sogar etwas weniger schädlich ist, als der einer Wespe. Aggressiv sind Hornissen auch keineswegs, allerdings mit einer Ausnahme: In einem bestimmte Umkreis von etwa 2-3m um ihr Nest. Wenn ein von Menschen viel frequentierter Ort in diesem Bereich liegt, wird in der Regel die Genehmigung zur Umsiedlung erteilt. Auch hast Du den Vorteil der Früherkennung: In dem Stadium, was Du beschreibst, ist die Umsiedlung einfacher und für die Königin stressfreier. Die Genehmigung wird oft schneller erteilt, da der Aufwand bei einem wachsenden Volk immer weiter zunimmt.
 

inselino

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Danke Marc für die allgemeinen Abschnitt, ich finde sowas immer wieder cool zu lesen. Ich wusste, dass das mit Hornissenstichen ein Mythos ist kannte aber die Hintergründe nicht.
 

husky 928

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dieses penetrante Interesse an unseren Frühstücks- und Kaffeetischen haben

Wenn im Freien Kaffee getrunken oder gar gegrillt wird steht immer ein mit Wasser gefüllter Pumpsprüher bereit.
Eingestellt auf feinen Niesel werden neugierige Wespen damit angesprüht. Spätestens nach dem dritten Mal ist
ihnen klar geworden, dass es bei uns regnet, und sie suchen sich eine Ecke mit besserem Wetter. :emoji_wink:
 

agnoeo

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Wir hatten Hornissen im Rollokasten letztes Jahr; die haben sich durch die Dämmung gefressen und die Abdeckung und schon durch ein Loch in die Wohnung geschaut. Hab ein Brett drauf und als die raus waren sauber gemacht; war lästig. Ich würde versuchen den Rollladen mehrmals täglich zu bedienen und schauen ob denen das nicht zu bunt wird. Umsiedeln war mir zu teuer, aber ich würde es nächstes Mal in Erwägung ziehen.

Gruß, David
 

Micha83

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Wir hatten ein Hornissen Nest in einem Hohlraum unter einem Flachdach. Ein paar Tierchen hat man immer fliegen gesehen.
Das Volk ist dann im Herbst von alleine eingegangen, wie vom befreundeten Imker vorhergesagt.
Als ich im Frühjahr das Dach neu gemacht habe, war ich schon erstaunt.
Das Nest war einen halben Meter im Durchmesser und 12 cm hoch, mehr gab der Hohlraum nicht her.
Habe alle seitlichen Löcher und von vorn zwischen den Sparren mit Filmplatten und am Maueranschluss zusätzlich mit Kompriband ausgeführt, das nirgendwo eine Wespe oder größer rein passt.
Ob's was bringt, wird sich zeigen.
 

wilhelm62

ww-eiche
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Letztes Jahr hatte ich unter dem Trapezblechdach meiner Werkstatt ein Wespennest.
Wir sind uns nicht in die Quere gekommen, insofern wars mir egal.
Dann hatte ich irgendwo gelesen, dass die Viecher auch auf großen Lärm einigermaßen allergisch reagieren.
Irgendwann hatte ich einen ganzen Tag meine kleine u. sehr laute Dickte am Laufen um Bretter auszuhobeln.
Uns siehe da, am Fuße des Tages waren die Wespen ausgezogen ..
 

brubu

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So nett und harmlos sind die Tierchen nicht, ich wurde 2 Mal verfolgt und mehrmals gestochen, die Flucht führte zu einem Folgeunfall der schlimm hätte ausgehen können. Wo Kinder oder geschwächte Leute sind haben Hornissen aus meiner Sicht nichts verloren, egal wie die vertrieben werden.
 
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magmog

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Guuden,

zumindest werden Wespennester nur ein Jahr belegt, im nächsten Jahr bauen sie neu an anderer Stelle. Ob sich die anderen gelbschwarzen auch so verhalten dürfte leicht in Erfahrung zu bringen sein.
 

WoodyAlan

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Wir hatten vor drei Jahren ein Nest im Dachboden. Mein Imker Onkel meinte: tu was dagegen, sofort (auf seinen Rat zur Lösung gehe ich nicht näher ein). Ichbhab lassen und dachte sollen sie doch stört da oben niemanden.
Ab August war dann im Garten Flughafen Betrieb und sobald man abends auf der Terrasse das Licht an hatte, surrten Minuten später 30-40 Kollegen über den Köpfen. Endgültig ein Loch hatte der Spaß aber, als die Hinterlassenschaften begannen, innen an der Außenwand vom Dachboden ins Büro zu rinnen nebst entsprechendem Geruch.
Anruf bei der unteren Naturschutzbehörde: machen wir nicht, muss durch die örtliche Feuerwehr passieren. Dort angerufen: machen wir, aber wir decken den dachbereich ab, sägen auf, entfernen und fahren wieder Rest is deine Sache plus Kosten für Einsatz. Rausholen übern Dachboden machen wir nicht. Der Folgerat des Herren deckte sich dann mit dem meines Onkels.

Da es für die Umsetzung des Rates eh schon zu spät war, hab ich’s lassen. Im Ende Oktober alle tot und bin rauf. Das Nest passte gerade so in einen 80l Müllsack….

In Rollo Kasten wollte heuer auch eine rein. Hab immer sofort die nestansätze entfernt wenn der Brummer auf Rundflug war. Seit ein paar tagen ist ruhe
 

Lico

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Eine Bemerkung noch zu der Belästigung durch Wespen. Das macht nur eine Art, die sog. Deutsche Wespe. Ich nenn die immer Pflaumenkuchen Wespe. Soweit ich weiß nerven die auch nur kurz vor dem Absterben, wenn das Brutgeschäft durch ist. Vorher sind die nur an Insekten interessiert und, um beim Thema zu bleiben, an Holzfasern. Ist relevant, wenn man Gartenmöbel aus unbehandeltem Holz hat. Ist dann besser, sich kurz mal umzusehen, bevor man sich zurück lehnt.
 

weissbuche

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Die Hinterlassenschaften der Hornissen können zum Problem werden, wurde ja auch schon angesprochen. Bei einem Freund in der Scheune war der Haufen unter dem Nest ca. 40 cm hoch bei einem Durchmesser von ca. 150 cm. In dem Haufen lebten schon wieder Maden, die dann wiederum Opfer der Hornissen wurden. In der Scheune war das nicht so das ganz große Problem, wenn man sowas im Haus hat, geht das garnicht. Ein weiteres Problem werden wohl die asiatischen Hornissen werden, weil die wohl ganz gezielt unseren Bienen nachstellen. Schon aus diesem Grund sollten Nester gemeldet werden.
 

agnoeo

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Die Haus-Feldwespe mit schlankem Körper und langen, schmal angelegten Flügeln schwirrt bei uns auch immer rum und knabbert an der Robinien-Terrasse. Die sind wenig aggressiv und interessieren sich wohl auch nicht für Pflaumenkuchen oder Wurst.
Das Hornissennest hat schon auch unangenehm gerochen und die geben natürlich auch Feuchtigkeit ab, die sich sammeln kann.

Gruß, David
 
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