Holzwand auf Stein abdichten

Kalle2

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Hallo, alle Holz- und Abdichtspezialisten,
habe ein größeres Gartenhaus als Ständerbauweise übernommen. Dies auf einem gepflasterten Steinsockel, der über die waagerecht verlaufenden Bretter des Gartenhauses rundherum hinausgeht. Jetzt stoßen die Bretter auf den Steinsockel auf, der eben verläuft und das Wasser nicht automatisch nach außen ablaufen lässt.Der Sockel lässt sich nicht weiter abschrägen.
Abdichtung mit Silikon bzw. Bauschaum zwischen den Holzbrettern und dem Steinsockel waren bis jetzt erfolglos, da das Holz arbeitet.
Wie lässt sich diese Restfuge zwischen Holz und Pflaster trotz arbeitenden Holzes wasserdicht verschließen.(Gummi, Leisten?-Dachpappe wäre unschön)

Danke für eure Überlegungen und Hinweise!
 

Goriway

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Hallo Kalle,
die letzten 25 - 30cm der waagrechten Holzverschalung abnehmen und stattdessen mit Zink-od.
Kupferblech verkleiden (lassen).
Holzbretter, welche nur wenig Abstand zum Untergrund haben, werden mittelfristig vergammeln.

Viele Grüsse aus Bayern,

Wolfgang
 

Kalle2

ww-pappel
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Danke, Wolfgang!

Eine einleuchtende Lösung.Aber leider mit einem hohen Aufwand verbunden.Gibt es nicht in Kombination mit einer vorgesetzten Latte oder Metallschiene einen elastischen-evtl.gummiartigen Dichtstoff der die Verbindung zwischen Brett/Latte wasserdicht trennt?
Wer hat dabei Erfahrung ? Dachdecker-Zimmerleute,die aus der Schule plaudern können?
Kalle2
 

yoghurt

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Hallo Kalle,
das Problem ist - wenn ich es richtig verstehe - ein doppeltes:
Einmal haben die untersten Bretter direkten Kontakt zum Stein. Vielleicht kannst Du hier Abhilfe schaffen, indem Du die Bretter da unten einfach wegsägst, so dass sie keinen Kontakt zum Stein mehr haben?
Dann hast Du vermutlich ein Problem mit Spritzwasser, das bei heftigem Regen von den Steinen hochspritzt an die Wand. Ich kenne von meinem Prof die Maßangabe von 30cm - wobei ich mir in der Praxis kaum vorstellen kann, dass der Regen so hoch spritzt.
Ich würde daher auch zu einer Lösung mit den oben erwähnten Blechen tendieren. Ein anderer Ansatzpunkt wäre der Dachüberstand. Vielleicht lässt sich der Dachüberstand soweit vergrößern, dass der Steinsockel nie oder selten nassgeregnet wird? (Ich gebe zu, das ist auch ein riesen Aufwand!)
Ansonsten könntest Du vielleicht eine geeignete Dachbahn nehmen, die als eine Art Schürze um das Haus gelegt wird und unten den Steinsockel abdeckt. Dabei ist natürlich der Anschluss der Schürze an die Wand der Knackpunkt.

Gruß

Heiko
 

Hobla

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Hallo

als kleinen Denkanstoß: eine Wetterleiste unten rum... Das Wasser würde dann nicht an den Brettern stehen bleiben.

Oder - die Bretter ein paar Zentimeter kürzen, und dann mit Mörtel/Beton ein Gefälle bauen.....
 

HaraldNieswandt

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Hallo Kalle,

das mit dem Wegschneiden ist eher nicht notwendig - wir haben eine ca. 150 Jahre altes Umgebindehaus, da stoßen die Balken der der Blockstube auch auf den Stein (= Granit)sockel. Das ganze wurde dieses Jahr restauriert. Ursprünglich war das ganze mit Haaren (oder Hanf???) abgedichtet, die Zimmerleute (gute Truppe!) haben es jetzt mit Kompriband zum Stein hin abgedichtet.

Ob das richtig ist werde ich erst in weiteren 150 Jahren wissen - das Wasser hat das Holz jedenfalls nicht zerstört - das waren die Ameisen.

Gruß
Harald
 

Kalle2

ww-pappel
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Dank für die vielen Ideen

Hallo,
habt Dank für die vielen guten Ideen.Dabei favorisiere ich die Variante mit der Pappenschürze-Schweißbahn,aber für mich neu,das Kompriband.
Besonderer Dank daher an Wolfgang und Harald,sowie dem Wikipedia-Link.
Ein interessantes Verfahren,das besonders gegen eindringendes Wasser,da kein Gefälle ,helfen soll.Also Kompriband außen und feuchtigkeitsresistent.
Gibt es dies in einem normalen Baumarkt oder nur bei Spezialanbietern-Großhandel etc?Oder Zimmereien?
Habe übrigens ca 1-2cm Luft schon zwischen Brett und Stein
Suche mal danach im Internet.

Beste Grüße,berichte bei Erfolg!
 
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