Holzfassade streichen - wie vorgehen?

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
25
Ort
Bremen
Hallo,

meine 13 Jahre alte Holzfassade möchte gestrichen werden. Ursprünglich wurde sie mit HK-Lasur-eiche hell gestrichen.
Hier sieht sie noch echt gut aus:
1756644495699.png


Hier aber nicht (Südseite)
1756644563485.png

Wie gehe ich am Besten vor?
1) anschleifen
- welche Körnung
- womit mache ich das am Besten, um in die Ritzen zu kommen?
2) Hochdruckreiniger
- wie lange danach trocknen
3) Zweimal drüber streichen

Viele Grüße,
Hendrik
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
25
Ort
Bremen
Vielen Dank für eure Tipps.

Anschleifen mit elektrischem Schwingschleifer? --> damit komme ich ja nicht in die Lücken. Gibt es ein Gerät, was hier empfehlenswert wäre?
 

dsdommi

ww-robinie
Registriert
19. Mai 2021
Beiträge
3.981
Ort
Maintal
Moin
Ich hake hier mal ein weil es mich interessiert und auch der TE danach gefragt hast.
Was spricht denn gegen das "reinigen" mit einem Hochdruckreiniger?
Danach schleifen und lasieren.
Mein Bruder hat das mit seinen Gartenmöbeln aus Teak so gemacht und die sind recht gut geworden.
Eventuell wurde die Lasur etwas ungleichmäßig aufgenommen, das kann aber auch am Auftragen gelegen haben, da kann ich nichts zu sagen, war nicht dabei.
Gruß dsdommi
 

joh.t.

ww-robinie
Registriert
14. November 2005
Beiträge
8.790
Ort
bei den Zwergen
Moin
Ich hake hier mal ein weil es mich interessiert und auch der TE danach gefragt hast.
Was spricht denn gegen das "reinigen" mit einem Hochdruckreiniger?
Danach schleifen und lasieren.
Mein Bruder hat das mit seinen Gartenmöbeln aus Teak so gemacht und die sind recht gut geworden.
Eventuell wurde die Lasur etwas ungleichmäßig aufgenommen, das kann aber auch am Auftragen gelegen haben, da kann ich nichts zu sagen, war nicht dabei.
Gruß dsdommi
Kann man kärchern.
Man weiß aber nie wie strukturiert die Fläche hinter her ist...
 

Johannes

ww-robinie
Registriert
14. September 2011
Beiträge
8.149
Alter
68
Ort
Darmstadt/Dieburg
Hallo,
wenn überhaupt, würde ich mit einem Hochdruckreiniger nur drangehen, wenn ich sicherstellen kann, das der Wasserstrahl schräg von oben auf das Holz trifft. Nur so kann ich verhindern, dass zuviel Wasser hinter die Verkleidung gelangt.

Es grüßt Johannes
 

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
686
Ort
irgendwo
Vliesscheibe auf den Exzenter, Rotation/Flex oder die Bohrmaschine (bei mir: 3M oder Festo grün), in den Vertiefungen hochkant (oder da einen Lamellenschleifer). Geht sehr schnell.
 

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
686
Ort
irgendwo
Was spricht denn gegen das "reinigen" mit einem Hochdruckreiniger?
Danach schleifen und lasieren.
Dass es nicht nötig ist. Ich würde gleich mit dem Schleifvlies rangehen, dann wird das Holz auch nicht grundlos feucht. Abgesehen davon schleift sich trockenes Holz leichter. Und man spart die Zeit des Kärcherns und des Trocknens.
Mein Bruder hat das mit seinen Gartenmöbeln aus Teak so gemacht und die sind recht gut geworden.
Eventuell wurde die Lasur etwas ungleichmäßig aufgenommen, das kann aber auch am Auftragen gelegen haben, da kann ich nichts zu sagen, war nicht dabei.
Wahrscheinlich hat er mit dem HD einfach die Fasern aus dem Teak gehauen, ist ein gerne gemachter Fehler. Teak allenfalls mit wenig Druck wässern und quer zur Maserung leicht schrubben. (PS: Am besten Salzwasser.)
 

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.350
Ort
Dortmund
Bei HK-Lasur wirst du einfach dünn drüberstreichen können, auch ohne Anschliff. Die Fassade sollte natürlich sauber sein.

Keine Frage, Anschliff verbessert immer gut die Haftung. Aber es ist eben auch eine Menge Arbeit. Super hübsch wird das eh nicht mehr, es geht eher darum, dass Lasur in saugfähige Bereiche einzieht. Dafür braucht es keinen Anschliff. Und auf der abgewitterten Oberfläche hält die Lasur in der Regel auch. Zum Abblättern neigt die HK-Lasur auch nicht.

Wenn du die noch reinigen musst mit Wasser, dann sollte sie 1 Woche abtrocknen.
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
25
Ort
Bremen
Hallo,

ich habe jetzt die erste Seite vom Haus gestrichen.
Vorher habe ich mit Schwingschleifer und 120er Papier geschliffen.

Das Problem: Mein Schwingschleifer ist breiter als eins der Hölzer. Selbst mit einem schmaleren Schwingschleifer war es aber so, dass durch die Verformung des Holzes über die Jahre ein planer Schwingschleifer immer nur den höchsten Punkt wegschleift... Man bräuchte etwas mit einem recht verformbaren "kissen" unter dem Papier.

Rechts neben dem rechten Fallrohr sieht man mal, wie es aussieht, wenn man nicht schleift.

Zum Vergleich mal ein Foto von 2011 (andere Stelle)
1776019961421.png

Gruß,
Hendrik
 

Anhänge

  • PXL_20260412_101823868.MP.jpg
    PXL_20260412_101823868.MP.jpg
    159,9 KB · Aufrufe: 63
  • PXL_20260412_181733970.MP.jpg
    PXL_20260412_181733970.MP.jpg
    177 KB · Aufrufe: 60
  • PXL_20260412_181724709.jpg
    PXL_20260412_181724709.jpg
    136,5 KB · Aufrufe: 57
  • PXL_20260412_181726951.MP.jpg
    PXL_20260412_181726951.MP.jpg
    136,7 KB · Aufrufe: 58

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
686
Ort
irgendwo
Das Problem: <...> Man bräuchte etwas mit einem recht verformbaren "kissen" unter dem Papier.
(M)Eine potenzielle Lösung:
Vliesscheibe auf den Exzenter, Rotation/Flex oder die Bohrmaschine (bei mir: 3M oder Festo grün), in den Vertiefungen hochkant (oder da einen Lamellenschleifer). Geht sehr schnell.
Würde ich ein halbes Jahr später immer noch so machen...
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
25
Ort
Bremen
Sowas und Sowas?

Da gibt es doch bestimmt unterschiedliche "Körnungen", oder?
Ein konkreter Produkt-Link/tipp würde mir da sehr helfen.
 

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
686
Ort
irgendwo
Beim Kram von Pferd steht "Fächerschleifer", das ist kein Schleilvlies. (Gibt es da aber bestimmt auch.)
Bei Festo habe ich das Zeuchs: https://www.festool.de/zubehoer/schleifen/schleifmittel/vlies/496508---stf-d150-green-vl10?
Bei 3M habe ich gerade keinen passenden Link gefunden.
Gibt es mit Schaft für Bohrmaschinen oder nur als Aufsatz mit Klett für Exzenter.

Ich weiß nicht, ob Jaeger & Eggers noch einen Laden für Privatmenschen hat (sonst https://shop.jaeger-eggers.de/Schleifvliese-Scheiben-298263.html?), in HB-Nord könnte z.B. Kuschka so etwas haben. Vermutlich haben die Baumärkte auch so etwas (3M ist da gerne im Angebot).
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
25
Ort
Bremen
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.
Mein erster Link sieht deinem doch recht ähnlich aus, oder?

Sowas gibt es für Schwingschleifer nicht?
Wenn das ganze gut funktioniert, ist es kein Problem einen exzenter zu kaufen....

Für die Bohrmaschine klingt das ganze ganz schön unergonomisch, oder?

Ivielleicht ist es eine gute Idee, einmal im Baumarkt zum Ding für die Bohrmaschine zu kaufen und wenn sich das bewährt auf einen exzenter umzusteigen..
 

hlzbt

ww-robinie
Registriert
1. Dezember 2021
Beiträge
686
Ort
irgendwo
für Schwingschleifer nicht
glaub schon, nutzt dir aber nichts, wenn du in die Nuten möchtest
Für die Bohrmaschine klingt das ganze ganz schön unergonomisch, oder?
Hmm... Wenn man einen größeren Teller nimmt, dann geht das auch. Ich finde aber in den letzten Jahren nur noch wenig Bohrmaschinenzubehör gefunden
Wenn das ganze gut funktioniert, ist es kein Problem einen exzenter zu kaufen....

Ivielleicht ist es eine gute Idee, einmal im Baumarkt zum Ding für die Bohrmaschine zu kaufen und wenn sich das bewährt auf einen exzenter umzusteigen..
Ja. das ist wohl die bessere Idee. Ich hatte den Exzenter ohnehin.
Mein erster Link sieht deinem doch recht ähnlich aus, oder?
Vielleicht funktioniert es mit einem schmalen, aber die Fächerschleifer sind imho dafür da, dass sie recht gleichmäßig rund laufen.Wenn man einen schmalen Fächerschleifer nimmt und den "hochkant" durch die Nuten zieht, kann das gut gehen. Vielleicht könnte der 20x10 passen, vielleicht auch der 30x15. Damit schafft man dann wieder keine Fläche und muss die Geräte wechseln (habe ich auch schon gemacht). "Meine" Schleifvliese kann man eigentlich auch in die Ecken "quetschen" und "auswringen" etc.
 

henfri

ww-kastanie
Registriert
31. August 2025
Beiträge
25
Ort
Bremen
Hallo,

ja, es ist die HK-Lasur.
warum ich schleife? Ich hatte die Hoffnung, dass es dann besser aussieht.
1776361647206.png

Hier sieht man links vom Fallrohr das Ergebnis mit Schleifen und rechts ohne.

1776361697378.png

Auf diesem Foto sieht man auch recht deutlich dass:
1) oben (unterm Dachüberstand) noch eine geschlossene lackschicht und entsprechend helles Holz ist
2) auch weiter unten teilweise "Fleckweise" Lack ist.

Das kriegt man ja nicht ordentlich hin, ohne Vorbearbeitung.

Aber vielleicht ist der Aufwand auch dermaßen hoch, dass ich es so akzeptieren muss? Ich glaube, in die Ritzen muss man nicht unbedingt... Wenn es da dunkler ist sieht das vielleicht gar nicht schlecht aus - denn da wird es ja ohnehin dunkler sein (Schatten)

Zur Satiniermaschine mit Nylonbürste: @andama hast du ein "vorher" Foto? Kommt man mit der Satiniermaschine auch in die Fugen?

Gruß,
Hendrik
 
Zuletzt bearbeitet:

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.350
Ort
Dortmund
Es bleibt einfach irre aufwändig, wenn man so eine Fassade dauerhaft wie neu halten will. Die vergraut und man kämpft ständig dagegen. Vergraut hingegen sieht es oft nicht mehr sonderlich schön aus.

Das eigentliche Problem ist die deutsche Kultur mit den halbtransparenten Lasuren. In andern Ländern wird einfach deckend gestrichen, da ists egal, ob das Holz darunter vergraut, sieht man nicht.

Was man übrigens statt schleifen auch machen kann: Entgrauer verwenden, zumindest für eine Aufhellung.
 
Oben Unten