Hobelschlag trotz Druckbalken?

Cartmans

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Bei meiner neuen Dickte habe ich bei dünnem Material (<10mm) einen leichten Hobelschlag. Der Hobelschlag ist vorne und hinten ca 5 cm, wobei die Druckbalken ca 10 cm auseinander liegen. Lässt sich das vermeiden? Anscheinend entsteht er sobald nur noch ein Druckbalken aufs Material drückt.
 

brubu

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Das kann im Extremfall passieren, sollte aber nicht. Ist die Maschine neu oder nur bei dir neu? Wenn sie neu ist den Händler kontaktieren.
Ich wundere mich, dass die Druckbalken bei der gelobten Martin Qualität 10cm auseinander liegen, bei der alten Schelling sind es knapp 6cm bei immerhin 10mm Spanabnahme.
 

teluke

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Bei meiner Felder Dickte sind auf der Auszugsseite zwei Rollen hintereinander angeordnet.
Dadurch wird Hobelschlag praktisch unmöglich.

Das hätte ich von einer aktuellen Martin aber auch erwartet.
 

dsdommi

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Hast du mal versucht bei dünnem Material ein Brett drunter mit durchzuschieben?
Habe keine Ahnung von Andruckrollen etc. Aber wenn das nur bei dünnem Material ist könnte es vielleicht sein dass der Druck der Rollen das dünne Bret verwindet oder so ?
 

Cartmans

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Die Maschine hat auch zwei Auszugswalzen. Aber anscheinend wird dünnes Material trotzdem nach oben gezogen wenn nur noch ein Druckbalken greift. Die Druckbalken können auch nicht näher beieinander liegen da die Hobelwelle den Platz dazwischen einnimmt.
Wollte nur wissen ob ich hier zu viel erwarte bevor ich den Händler kontaktiere.
 

magmog

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Guuden,

zwei Auszugswalzen sind keine Garantie dafür.

Entweder stimmt die Einstellung der Druckbalken nicht, oder,
nach meiner Vermutung, wird bei dem dünnem Material (<10mm) zuviel auf einmal abgenommen.
Das verbleibende Material muss die ganzen Zerspanungskräfte aufnehmen,
die außerdem nach oben wirken, also auf das verbleibende Material anhebend wirken.
Grundsätzlich immer mehr Material übrig lassen als abgenommen wird,
wobei das Verhältnis bei umso dünneren Material sich zugunsten des verbleibenden
exponentiell verschieben muss.
Desto schärfe Messer desto besser auch in diesem Fall.
Zusätzlich den Maserungsverlauf der Seitenansicht berücksichtigen, und es wird richtig schick!
 

Cartmans

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Spanabnahme war 1mm, ich werde es nochmal mit weniger Spanabnahme versuchen.
 

magmog

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...... ach ja, und bei längeren Stücken die Enden unterstützen oder sogar etwas anheben.
Sonst kann sich ein kleiner Hohlraum zwischen Tisch und Messen bilden.
 

Holz-Christian

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Servus, liest sich so als ob das Brett krumm ist und mit dem Buckel nach unten durchgeschoben wird.

Dann heben sich die Enden natürlich leicht an wenn sie sich zwischen den Druckbalken befinden und es kommt zu Einschlägen.
 

brubu

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Grundsätzlich immer mehr Material übrig lassen als abgenommen wird,
wobei das Verhältnis bei umso dünneren Material sich zugunsten des verbleibenden
exponentiell verschieben muss.
Das stimmt nicht immer und muss man ausprobieren. Wenn mehr abgehobelt wird ist das Material eingangsseitig noch steifer und bewegt sich weniger. Vor einiger Zeit haben wir über sehr dünn gehobelte Ware diskutiert. Das hab ich auch versucht und hatte bei 1mm Endstärke Buche ein besseres Ergebnis wenn ich das Holz mit 3mm in die Maschine gelassen habe.

liest sich so als ob das Brett krumm ist und mit dem Buckel nach unten durchgeschoben wird.
Das kann auch sein und ist beim kalibrieren dickerer Platten auf der Breitband ähnlich.
 

Cartmans

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Hab’s jetzt nochmal mit dickeren Stücken versucht. Länge ca 35cm, Dicke 18-40mm.
Auch hier kann ich vor allem bei Weichholz(Fichte) einen leichten Hobelschlag beidseitig bei 5cm erkennen. Die Stücke waren aber nicht frisch abgerichtet. Ich werde es nochmal mit frisch abgerichtetem Material und anderen Holzarten probieren.
 

Holz-Christian

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Hab’s jetzt nochmal mit dickeren Stücken versucht. Länge ca 35cm, Dicke 18-40mm.
Auch hier kann ich vor allem bei Weichholz(Fichte) einen leichten Hobelschlag beidseitig bei 5cm erkennen. Die Stücke waren aber nicht frisch abgerichtet.
Naja, bei nicht sauber und frisch abgerichteten Teilen ist das nicht verwunderlich.

Was ich vorne krumm rein schiebe kommt hinten wieder krumm raus.
 

Lorenzo

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Und bei nicht perfekt gleichmäßig trockenem Holz kommt manchmal sogar vorne gerades hinten wieder krumm raus.. :emoji_wink:
Wir haben die Martin in der Arbeit, die kann das auf jeden Fall im Rahmen dessen was das Material möglich macht.
 

brubu

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Das hat nicht unbedingt mit der Feuchtigkeit zu tun, eher mit Spannungen. Manchmal lohnt es sich nur zuerst grob vorzuhobeln und dann nochmals abzurichten oder noch besser nach einer gewissen Ruhe- und Ausgleichszeit fertig zu hobeln. Das sieht alles kompliziert und unwirtschaftlich aus aber manchmal muss man sich entscheiden was man lieber hat.
 

brubu

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Offenbar ja, darum haben wir ja immer noch keine, das kommt in der besten Familie vor. :emoji_grin::emoji_wink:
 

Cartmans

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Also nochmal mit frisch abgerichtetem Material getestet. Mit dickem Material perfekt. Bei dünnem Material ist es schwierig, da es sich auch nach dem Abrichten minimal durchbiegt. Ich denke daran liegt es.
Eventuell sind auch die Späne das Problem. Da die Maschine an beiden Enden Gummilappen hat sammeln sich auf dem Dickentisch trotz Absaugung Späne welche eventuell beim Durchschieben unter das Material kommen.
 

Cartmans

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Mit der Absaugung bin ich eigentlich zufrieden. Eventuell könnte ich noch auf die 3700 upgraden. Die üblichen Reinluftabsaugungen sind mir zu groß, da müsste ich umstellen. Wobei die RLA 3700 von den technischen Daten her vergleichbar ist mit einer Felder RL 200.
 

teluke

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Ich habe die Felder RL 200 und bin damit zufrieden.
Die Leistung ist gut ausreichend für die gleichzeitige Absaugung von zwei Maschinen (z.B. Abrichte und Dickte).
 

Cartmans

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Die Maschine ist neu.
Hat eine Felder RL 200 oder Holzkraft RLA 210 merklich mehr Leistung? Die könnte ich gerade noch unterbringen.
 
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