Hirnholzleisten - Wie stark/dick muss sie mindestens sein?

Luis S

ww-pappel
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Ich plane gerade meine erstes Massivholz Projekt (ein Regal aus Kernbuche) und habe die Befürchtung, dass sich die Regalböden (15mm Stärke) mit der Zeit werfen könnten. Jetzt habe ich überlegt, ob ich die Regalböden mithilfe von Hirnholzleisten sperren könnte, weil ich sowas mal bei Schneidbrettern und Tischenplatten gesehen habe. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Regalböden so wie ich sie geplant habe, nicht zu dünn wären, um Hirnholzleisten anzubringen.

Aus optischen Gründen hätte ich gerne Regalböden aus Vollholz und möchte allerdings möglichst flexibel in der Anordnung der Regalböden bleiben, daher die Idee des Sperrens mittels Hirnholzleisten.

1. Ist es möglich, die Regalböden bei diesen Maßen mit Hirnholzleisten zu sperren?

2. Gibt es sinnvolle Alternativen?
 

IngoS

ww-robinie
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Hallo,

es geht um lose Regalböden, wenn ich das richtig verstanden habe, die dann auf Stiften, oder Leisten an den Enden aufliegen.
Da wären Hirnleisten aus statischen Gründen eher ungünstig.
Damit solche Böden nicht schüsseln, sind andere Maßnahmen erstmal wichtig:
- Gut getrocknetes Holz,
- Lage der Jahresringe,
- Beachten der Verleimregeln.
Sind die Voraussetzungen gegeben, wird sich da auch nicht groß was schüsseln.

Hier habe ich mal zwei schlechte Bilder aus meinem Küchenschrank. Da liegen die losen Böden auf Leisten. Man kann erkennen, dass sie plan geblieben sind.
IMG_20260114_071215.jpg

IMG_20260114_071205.jpg

Gruß Ingo
 
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derdad

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Um zur Grundfrage zurückzukommen:
Nudelbretter, Reißbretter, und vieles mehr wurden früher mit Hirnholzleisten ( Anfassleisten nennen wir sie bei uns) gemacht. Die Dicke war da meist um die 15mm, manchmal etwas dicker.
In der Zeit, in der dies aktuell war, wurde das aus 18mm dickem Schnittholz gemacht (nannte sich ¾Zoll Brett. Es gab auch das "zöllige" Brett, das hatte 24mm sägerauh und war für 20mm ausgehobelt gedacht). Man bekam Schnittware auch in Dickeabständen von 2mm.
Ich komme aus keinem angloamerikanischem Land, sondern aus Oberösterreich. Während meiner Ausbildung an der Fachschule Hallstatt wurde uns diese Benennung noch gelehrt. Das war in den frühen 1980ern. Ab den 90ern bekam man kaum noch so dünne Schnittware. Das dünnste war meist 20mm, eher 22mm. Standard wurde meist 25mm. Deshalb wird meiner Ansicht nach heutzutage auch viel zu klobig gebaut. Man glaubt eine Massivseite von z.B. 18mm ist viel zu dünn. Oder eine Tischplatte von 30mm. Ich jedenfalls bin ein Fan von eher zarten Möbeln mit guten Proportionen.
LG Gerhard
 
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