Hilfe bei Abnahme: Massive Eiche gerissen, geschüsselt, offene Gehrungen, Trocknungsrisse

flüsterholz

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Also sind es doch nur die Profile, die über die Ecken geführt werden, im Gegensatz zum "normalen" Wellenschrank. Also nur eine Variation. Interessant fand ich in dem Bericht, dass der Wellenschrank aus Fichte war. Ich hatte mal selber einen (ohne Nasen) der aus Fichte und Eiche gebaut war. Ansonsten hatte ich immer nur welche aus Eiche gesehen. Danke
 

magmog

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flüsterholz

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Fotos und Abbildungen kenne ich natürlich auch. Auch die in Nussbaum querfurniert. Nur in Live scheinen die meistens in Eiche zu sein. Zumindest was wir selber in der Werkstatt hatten. Werner @welaloba hat mir aber inzwischen ein paar Fotos geschickt, die genau das beantworten, was ich wissen wollte.

Gruß Michael
 

Manohara

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Heutige Materialien und Arbeitsweisen verzerren nach meiner Erfahrung einen entspannten Blick auf "Holz".

zwar hatte ich einen sehr angenehmen Tischlermeister, aber ich bin nichtmal bis zur Gesellenprüfung gekommen. ... und habe auch nie in einem laufenden Betrieb gearbeitet ...
mein Handwerker-Leben habe ich aber - neben anderen Materialien - vor Allem mit Holz verbracht.

Mein Fazit aus meinen Erfahrungen ist:
Holz bewegt sich.
Um damit sinnvoll umzugehen, muss man bestimmte Regeln beachten. Sinnvoll eingesetzt, können Holzverbindungen das Arbeiten des Materials auffangen und in brauchbaren Grenzen halten.
Diese "Richtige Verarbeitung" halte ich für die wichtigste Regel!
Damit werden (nach einem nötigen, grundsätzlichen Trocknungsprozess zu Beginn) unterschiedliche Wärme- und Feuchtigkeits-Unterschiede gut aufgefangen.
Wenn das Holz sich unter diesen Bedingungen bewegt, sind das "Holz-Eigenschaften". Die gehören so und machen seinen Charme aus.
 
Zuletzt bearbeitet:

magmog

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........ die Frage muss lauten ob die Highlights für die höchstgestelltesten der damaligen Zeit betrachtet werden,
die der besseren Kaufmannsklasse oder die des Bürgertums.
 

Ukoch

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Kurzes abschließendes Update:

Da sich die Auslieferung und die dazugehörige Abnahme um ca. 4 Wochen verzögert hatten, wurden Tisch und Bank schließlich wieder geliefert und aufgebaut. Was mir bereits komisch vorkam: Obwohl der Termin durch mich um 3 Wochen nach hinten geschoben werden musste, hat der Handwerker danach den Termin nochmals um eine Woche verzögert, obwohl es ihm zuvor gar nicht schnell genug gehen konnte.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle für euren wertvollen Input, der mir sehr viel Wissen zu diesem Thema gebracht hat. Ich war für die Abnahme bestens vorbereitet und habe durch euch sowie durch Fachliteratur ein, aus meiner Sicht als Laie, solides Verständnis aufbauen können.

Als Tisch und Bank ankamen, fiel mir als Erstes auf, dass die Oberfläche sehr klebrig war. Auf meine unverfängliche Frage, wie lange ich am besten warten solle, damit das Öl wirklich ausgehärtet ist, meinte er, er hätte den Tisch vor 3 Tagen geölt und ich solle noch etwa 5 Tage warten.

Zur Information: Der Tisch war laut ihm schon seit über 3 Wochen fertig, und das verwendete Öl (Rubio Monocoat) kann und darf man nicht einfach beliebig nachölen. Dieser Umstand und die kurzfristige Verschiebung der Auslieferung hinterließen einen sehr faden Beigeschmack. In mir wuchs die Vermutung, dass zwischen seiner Ausbesserung und der Auslieferung womöglich weitere Risse aufgetreten sein könnten.

Beim Durchgehen der abgearbeiteten Mängelliste und meiner Frage nach den Ursachen kam als Antwort überwiegend: „materialtypisch“. Weiterhin vertrat er die Meinung, dass jederzeit weitere Risse auftreten könnten und dies kein Mangel sei. Für mich heißt das übersetzt: Sobald er die Restsumme auf dem Konto hat, wird er nie wieder auftauchen, falls die Platte in der Heizperiode richtig aufreißt. Auf meinen Vorschlag eines Gewährleistungsverzicht meinerseits hat er mir 10 % Nachlass angeboten (was lächerlich ist, wenn die Platte in der nächsten Heizperiode komplett durchreißt).

Nach langer Diskussion darüber, dass er schließlich der Experte sei und das in seiner Expertise normal sei, habe ich ihn darauf hingewiesen, dass das am Ende weder er noch ich, sondern im Zweifel ein Gutachter entscheidet. Danach ist das Gespräch augenblicklich gekippt und er warf mir vor, ich würde ihm drohen. Überraschenderweise schlug er dann sofort von sich aus vor: Wenn wir nicht zufrieden sind, könne er alles direkt wieder mitnehmen. Nach wochenlanger Diskussion über Risse, Verwerfungen, Wurmstich, aufklappende Gehrungen, seine Holzphilosophie usw. fällt nur einmal das Wort „Gutachter“ und schon fühlt er sich bedroht und nimmt die Möbel freiwillig zurück, weil sich ein Kunde „nicht wohlfühlt“ :emoji_rolling_eyes:

Ich bin dennoch heilfroh über diesen Ausgang und werde in Zukunft nicht mehr Portale wie MyHammer nutzen, sondern lokale Handwerksbetriebe mit guter Mundpropaganda bevorzugen auch wenn sie 20–30 % teurer sind.

Nochmals danke an euch Alle :emoji_slight_smile:
 

Micha83

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Und deine Anzahlung?
Du schriebst ja von einer Restsumme, die noch offen ist.
Im Nachhinein bestätigt sich der Gedanke, das es sich wohl doch nicht um eine Fachkraft gehandelt hat. Die missachteten Verleimregeln und zu hohe Holzfeuchte haben es ja schon nahe gelegt.
Das mit dem mehrfach Ölen, probiere ich doch zuerst an einem Reststück und nicht gleich am Kundenmaterial.
 

magmog

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Guuden,

sensationell! Der Auftragnehmer hat noch nicht einmal versucht wenigstens
einen Teil seiner Forderung zu retten! Da muss das Gewissen sehr stark belastet gewesen sein.
 

flüsterholz

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Wie stell ich mir dss mit My Hammer vor? Du beschreibst ein Gewerk und erhälst vmtl mehrere Angebote?
Im Prinzip wie im "normalen" Leben. Früher hast du die Handwerker angerufen, heute kannst du es online machen.
Für meinen Sohn war es am Anfang seiner Selbständigkeit essentiell, hierüber Aufträge zu generieren. Ging zunächst nur über den Preis, nach einigen erledigten Aufträgen dann auch über die erhaltenen Bewertungen. Im Laufe der Zeit baut man sich dann einen zufriedenen Kundenstamm auf und wird unabhängig von "My Hammer". Entsprechendes Arbeiten vorausgesetzt.
 
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