Genauigkeit von Längenmessungen

magmog

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Guuden,

wir verwenden nur die schweitzer Klappmaße von Longlife Buchs.
Bei jeder neuen 10-er Packung werden alle neuen und noch vorhandenen alte
offen nebeneinander an ein Kantholz angelegt, ein 3 mtr Stahllineal Klasse I dazu.
Abweichungen über 2 mtr praktisch gleich Null, innerhalb der Skalen ohne optische
Hilfsmittel praktisch nicht auszumachen.
Die Klappmaße aus Aluminium habe ich einst getestet, in Verbindung mit empfindlichen
Oberflächen sind sie zu kantig und hart, die Hosentaschen werden stark verschissen,
in der Handhabung unangenehm.

Das Ablesen und Anreißen mit Messgeräten führt leicht zu Ungenauigkeiten,
wenn dabei nicht sorgfältig auf die Vermeidung von Parallaxefehlern geachtet wird.
 

MTrp

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@Todde: Ja, so ist es - der Haken soll ein (exaktes) Spiel haben, um dessen Stärke auszugleichen wenn auf Stoß gemessen wird. ABER, und deshalb auch mein Verweis auf den Zustand des Hakens: Das Loch kann mit der Zeit und insbesondere bei gröberem Umgang ausleiern, und dann wird es ungenau!
 

magmog

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@Todde: Ja, so ist es - der Haken soll ein (exaktes) Spiel haben, um dessen Stärke auszugleichen wenn auf Stoß gemessen wird. ABER, und deshalb auch mein Verweis auf den Zustand des Hakens: Das Loch kann mit der Zeit und insbesondere bei gröberem Umgang ausleiern, und dann wird es ungenau!


.......grober Umgang mit Messwerkzeugen ist grundsätzlich nicht deren Präzision zuträglich!
 

Manohara

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Du bekommst bei Bedarf auch einen 2-m-Zollstock als Metallausführung in Klasse II: https://www.feinewerkzeuge.de/Aluminium-Gliedermassstab-von-BMI-2-m-lang/303665
Mehrere meiner Kunststoff-Zollstöcke sind grade dabei, ein Bisschen locker zu werden und ich habe in letzter Zeit öfter drüber nachgedacht, mit was ich sie ersetze. Entweder dasselbe nochmal, was Billigeres - oder was, von dem ich annehmen kann, dass es besser ist?
Danke für den Tipp. (jaa, is' teuer ... wie Manches im Leben :emoji_sunglasses: )
... ich freue mich jedesmal, wenn ich mit einem Gerät arbeiten kann, das "gut" ist.
Noch kenne ich diesen Alumium-Gliedermassstab ja nicht, aber freuen tu' ich mich schon mal drauf :emoji_slight_smile:
 

Uranus

ww-esche
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man sich wirklich verlassen kann. Also eine Art Urmeter für die Werkstatt.
Nicht ganz ein Meter, aber ziemlich genau-genau: mein Endmaßkasten, mit dem ich meine Messwerkzeuge im Metallbereich kalibriere oder Aufspannungen, oder an der Tuschierplatte referenziere. Den kannst du auch für 1000mm in Klasse 0 haben, wenn dir danach ist. Garantiert nicht baustellen- und hosentaschentauglich, auch nicht als 2x500mm. Verlässlichkeit 100% (bei 20 Grad, ohne ihn anzulangen).
 
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carsten

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Hallo

hab vor Jahren auch mal so einen Metall-Meterstab mitbestellt, weil ich meinte SOWAS braucht man.
Zum Messen auf fertigen Oberflächen ungeeignet, da zu scharfkantig. Für die Hosentasche fast zu schwer. Die Kunststoffteile zumindest die die ich als Werbegeschenke erhalten habe taugen auch nicht wirklich. Hab in über 30Jahren als Schreiner mich nie über ungenaue Meterstäne, Zollstück bzw Gliedermaßstab, Holz beschweren oder ärgern müssen. Sowas wie Fenster, Türen oder auch ein Einbauschrank wird eh nicht auf Presspassung gemessen/ gefertigt/montiert. EBS erhält Passleisten die ich vor Ort einmesse. Und egal ob Erika oder Festool oder... das gemessene Maß wurde mit dem selben Meßmittel an der Säge eingestellt.
Solomöbel völlig Banane ob die Kiste 1237 mm hat oder 1239mm wird fast nie jdm überprüfen. Bei Prüfungsstücken ( Meister-, Gesellenstücke) legt der Prüfling gern den Meterstab dazu mit dem das Werkstück hauptsächlich gefertigt wurde. Um evtl Messfehler unterschiedlicher Zollstöcke auszuschließen. Man weiß um die Toleranz.

Hab vor Jahrzehnten Küchenkorpusse zugeschnitten. Mind 20 Seiten für Unterschränke; grober zuschnitt auf einer alten Plattensäge ohne Vorritzer. Auf Länge geschnitten mit einer Martin mit Vorritzer. Melaminkante oben und unten angefahren, Hinterkante mit Vorritzer gesägt und Melaminkante angefahren, Da ist mir dann aufgefallen dass alle Seiten 2,5 mm zu lang/ zu hoch sind. Der Ablänganschlag war nicht sauber in Position. Nachsägen hätte inkl neuer Kante anfahren locker 1 Stunde gedauert. KAM war ne alte Holzher die nur Melakanten kappen konnte und auch nur einigermaßen bündiggefräst hat. die 1 und 2 mm Kanten wurden mit der Handoberfräse profiliert und mit Ziehklinge nachgearbeitet. Aus heutiger Sicht Arbeitszeitechnisch ein Unding. Aber so haben wir damals halt gearbeitet. Und das waren schöne und wertige Küchen.
Ich hab keinem was gesagt. Die Vorderkante angefahren. Lamellos gestochen und die Unterschränke verschraubt, RW meist stumpf hinten drauf. Hab dann einfach der unterste Vorderstück die 2,5 mm höher gemacht. Kollegen haben nix gemerkt. Chef auch nix. Kunde ebenso.

So ein 20 cm Stahllineal hab ich mir für die Prüfung auch mal gekauft. Weiß nicht mal ob ich benutzt habe. Bei Handarbeitsproben wird eh nach Material angerissen. bzw Streichmaß Das bekommt man auch hinreichend genau mit dem Meterstab, Holz eingestellt. Sonst dürften tausende Arbeitsproben durchgefallen sein. Später war der SOLA Rollmeter BIG T mein täglicher Begleiter und die Referenz für Plattensäge und CNC. Hab es einmal erlebt dass CNC auf Plattensäge abgestimmt wurde So das übereinandergelegte Werkstücke auch wirklich gefühlt gleich breit waren und NICHT gemessen. Die Fingerkuppen sind wesentlich sensibler als jedes andere Messinstrument.
Große Stahlmeterstäbe oder gar Messschieber um z.B. die CNC zu kontrollieren waren selten.
 
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justplanesteve

ww-ulme
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Grundsätzlich hätte ich schon mal gerne eine genaue Referenz auf die man sich wirklich verlassen kann. Also eine Art Urmeter für die Werkstatt.


Damit komme ich nur auf 933,80 mm. Und dann weiß ich nicht weiter! Manchmal schätze ich es einfach nach Augenmaß ab.

smt <----- eigentlich eher der Typ, der zum Maßband greift. :emoji_slight_smile:

DSC_0144.JPG
 

magmog

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Guuden,

ich habe ein paar Klappmaße zusammengesucht und verglichen, auch dieses Mal hat die Stichprobe ergeben,
dass deren Ungenauigkeiten bei weitem nicht mehr so schlimm
sind wie vor Jahren noch und immer wieder kolportiert wird.
Im Alltag sehe ich es wichtig, jeweils über die aktuell notwendige Genauigkeit zu reflektieren
und danach seine Handlungsweisen auszurichten.
Ich meine, auch hier gilt: ein bisschen als angemessen, nicht mehr als sinnvoll!

Hier ein paar Fotos von zufällig ausgewählten Exemplaren:
 

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brubu

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Maschinenhersteller die keine Digitalanzeigen haben sagten mir vor langer Zeit die Genauigkeit der Bandmasse (wie Rollmeter) sei ein Problem geworden. Heute ist es vielleicht besser. Bei einer Topfbandbohrmaschine hatte die Skala auf 1m Länge 1mm Abweichung, hab dann 1 Jahr warten müssen bis der Hersteller einen Lieferanten mit genauen Skalen hatte.
 

uli2003

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Mal eine Frage aus Interesse - habt ihr solche Probleme mit Längentoleranzen, oder warum betreibt ihr so einen Aufwand mit präzisen Messmitteln? Ich nutze seit fast 50 Jahren ganz normale 'Werbezollstöcke' der Klasse III, hab (durch diesem Grund) noch nie ein Problem gehabt.
Ich habe auch ein Bandmaß (Rollmeter) bis 5m, das nutze ich dann, wenn der Zollstock (Gliedermaßstab) zu kurz ist.

Das man nicht so misst wie Architekt Hübenbecker in Brösels 'Werner' dürfte klar sein. Wer viel misst....
 

SteffenH

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Ich habe schon in der Lehre "Zollstöcke" als untauglich erkannt (für mich). So ein kleines Rollbandmaß in der Tasche ist kleiner, länger und schneller, und macht alles, was ich will inkl. Innenmessung. Früher hatte ich teure, Stanley etc., das war immer ärgerlich, wenn sie vom Gerüst oder so fielen und im Eimer waren. Dann bin ich auf billige Dinger von Obi und Action umgeschwenkt, und was soll ich sagen: reicht völlig (für mich). Manchmal nutze ich in der Werkstatt ein 1m Stahllineal, und ich habe mehrere dieser billigen digitalen Messschieber aus Kunststoff. Die sind für Holz mehr als ausreichend genau.
 

Manohara

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hab vor Jahren auch mal so einen Metall-Meterstab mitbestellt, weil ich meinte SOWAS braucht man.
Zum Messen auf fertigen Oberflächen ungeeignet, da zu scharfkantig. Für die Hosentasche fast zu schwer.
Na, Du machst mir Spaß:
eben habe ich mich noch auf die Bestellung gefreut - schon ist wieder aus mit dem Vergnügen.

An vielen Maschinen und Handwerkzeugen habe ich schon die Kanten gerundet ... aber bei einem Zollstock?
Das kann ja was werden :emoji_angry:
 

brubu

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Mal eine Frage aus Interesse - habt ihr solche Probleme mit Längentoleranzen, oder warum betreibt ihr so einen Aufwand mit präzisen Messmitteln?
Ja teilweise schon. Früher waren die Decorplatten ca. 0,5mm zu dick, heute eher die Rohspan zu dünn. In der Lehrzeit mit normalen Rollführungen mussten wir die Schubladen sicherheitshalber vor dem Zusammenbau in Einzelteilen in den Korpus halten damit es hinter nicht klemmt.

Wenn man eine einfache Kiste macht, Seiten durchlaufend, Böden dazwischen und die Rückwand stumpf dazwischen kommt muss man auch mit teuersten Maschinen basteln und zusammenpassen damit alles bündig kommt. Im Normalfall konstruiert man so, dass die Differenzen aufgefangen werden aber das geht nicht immer.

Seit ich bei einem Möbelhersteller gesehen habe wie die an der CNC heikle Konstruktionen provisorisch zusammenstecken und anpassen sehe ich die Digitalisierung ganz anders. So locker alles eingeben und bearbeiten und es passt automatisch gibt es im Holzbereich nicht.
 

Kerstenk

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Seit ich bei einem Möbelhersteller gesehen habe wie die an der CNC heikle Konstruktionen provisorisch zusammenstecken und anpassen sehe ich die Digitalisierung ganz anders. So locker alles eingeben und bearbeiten und es passt automatisch gibt es im Holzbereich nicht.
eine CNC suggeriert Genauigkeit, alleine die Ausdehnung in der Länge, auf 1m, sind pro 10° Celsius Differenz, ca 0,12mm bei Stahl, das Doppelte bei Alu. Ich zeige den Leuten immer gerne mal wie weich so Maschinen sind. Meine CNC ist eine Krakarm Bauweise, da stelle ich vorne dann mal eine Messuhr drunter und ziehe dann mit einem Finger dran, die Gesichter die dann kommen, sind immer wieder interessant. Die Maschine hat ein Gewicht von 4,7t, also nicht gerade ein Labberkasten :emoji_slight_smile:
 

brubu

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Sehe ich alles auch beim Mech, der misst und korrigiert den ganzen Tag. Hab ich als Bediener in einer Mechbude auch schon gemacht. Im Idealfall sollten die Teile Mitte Toleranz liegen. Dann hat man auch keine grossen Probleme bei Temperaturänderungen.

Nun sind wir sehr weit abgeschweift und in einem ganz anderen Genauigkeitsbereich.
 

uli2003

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Ja teilweise schon. Früher waren die Decorplatten ca. 0,5mm zu dick, heute eher die Rohspan zu dünn.
Wer hat denn schon die Zeit sämtliche in ein Möbel einfließende Platten auf Zehntel nachzumessen und die CAD an alle Plattendicken anzupassen? Irgendwo muss man halt so bauen dass Toleranzen untergehen, auch die von Messmitteln.

So ein kleines Rollbandmaß in der Tasche ist kleiner, länger und schneller,
Ich besitze absolut keine Affinität zu Bandmaßen. Ich mag auch nichts in den Taschen haben, laufend drückt man irgendwie drauf wenn man was hebt oder schiebt, sucht dann Sommer/Winter mal in Jacken- mal in Hosentaschen, der Gliedermaßstab ist immer an gleicher Stelle neben dem Schreiberling, ist im Notfall sogar zerspanbar und fliegt nicht so durch die Gegend wie ein Bandmaß welches man voll ausgezogen entriegelt.
Aber - es gibt die Bandmaßfraktion durchaus.
 

Daniboy

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Sehe ich alles auch beim Mech, der misst und korrigiert den ganzen Tag. Hab ich als Bediener in einer Mechbude auch schon gemacht. Im Idealfall sollten die Teile Mitte Toleranz liegen. Dann hat man auch keine grossen Probleme bei Temperaturänderungen.

Nun sind wir sehr weit abgeschweift und in einem ganz anderen Genauigkeitsbereich.

Das ist mMn ein Trugschluss, wer soll denn das bezahlen? Dafür sind ja Toleranzen da, dass man sie ausnutzen kann.
Wenn ich überall das Nennmaß anstrebe gehe ich Pleite.

Fertigungstoleranzen, Temperaturänderungen, Oberflächen, Festigkeit usw muss man natürlich in der Konstruktion berücksichtigen.
 

Kerstenk

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Das ist mMn ein Trugschluss, wer soll denn das bezahlen? Dafür sind ja Toleranzen da, dass man sie ausnutzen kann.
Wenn ich überall das Nennmaß anstrebe gehe ich Pleite.
ich habe einen Kunden, der gibt +-0,2mm Tolereanz an, in den erste Jahren habe ich da noch was zu gesagt, heute grinse ich nur noch. Wenn die mir einen Messschieber mit einer Länge von rund 1300mm zur Verfügung stellen, dann könnte ich ihnen mitteilen, wie ungenau ich bin :emoji_grin:
 
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