Garagentor durch 2-flügelige Holz-Tür ersetzen

felixcurly

ww-kirsche
Registriert
30. Januar 2022
Beiträge
158
Ort
Karlsruhe
Hallo,

Wir möchten unser Garagentor durch eine zwei-flügelige Holztür austauschen. Ich bin mir unsicher wie ich das am besten umsetze und hoffe hier auf gute Tips.
IMG_9142.jpeg
Die Öffnung ist 2,45m breit und 2,11m hoch. Die Türen sollen nach außen öffnen. Ein Flügel soll etwas schmaler sein (1-1,15m) und bleibt meist geschlossen der andere Flügel wird mehrmals täglich geöffnet um verschiedene Räder raus- und reinzuschieben.

Da wir eine Seite schon mit Lärche-Rombus verkleidet haben würde ich die Tür gerne im gleichen Stil habe. Ich würde das Holz bis unten hin ziehen da dort kaum Regen hinkommt (durch den Dachüberstand).
IMG_9155.jpeg
Je Türflügel hätte ich jetzt einen Rahmen mit einfacher Überblattung gebaut. Die „Hohlräume“ im Rahmen der Tür möchte ich gerne etwas dämmen und innen mit Osb o.ä. verkleiden. (Einfach um die Temperaturspitzen etwas abzufangen und als minimaler Schallschutz).
  • egal ob innen flächig OSB draufkommt - eine Diagonale sollte ich trotzdem in jeden Türflügel einplanen?
  • Sollte ich einen Rahmen in die Garagentoröffnung dübeln um daran die Tore aufzuhängen - oder die Flügel direkt im Mauerwerk befestigen?
  • was für Dimensionen sollte der Rahmen für die Türflügel haben - 70x70?
  • Die Tür wird ja recht dick (grob geschätzt 7cm Rahmen plus ca 2cm Lattung plus ca 2cm Rombus-Leisten) - was für Scharniere kann ich hier nehmen wenn die Tür in der Maueröffnung ist und nach außen öffnen soll?
  • Was fehlt noch an Infos? Um das Schloss bspw würde ich nich später kümmern.
Das waren die ersten Fragen. Ich habe zwar schon einiges gebastelt und renoviert, aber meistens eher nach dem Motto „muss funktionieren und zügig gehen“. Insofern habt bitte Nachsicht :emoji_wink:

Danke im Voraus für eure Hilfe!

Felix

IMG_9143.jpeg IMG_9144.jpeg IMG_9145.jpeg
 

Seanathair

ww-robinie
Registriert
16. März 2023
Beiträge
815
Ort
Kiel
Ich würde Torbeschläge verwenden. Um die Türen weit öffnen zu können, maximal bündig mit der Außenwand einsetzen. Der Schutz vor Regen ist dann aber passee.
 

Eilberger

ww-fichte
Registriert
23. September 2026
Beiträge
20
Ort
94547 Iggensbach
Servus
Diagonale ist eigentlich Pflicht...
Das wird ein ziemlich massives Tor. Das nimmt dir auch zusätzliche Einfahrtbreite. Nach vorne legen wäre diesbezüglich besser, gat aber andere Nachteile.

Die Torbeschläge würde ich mit 2k Ankerkleber direkt in den Beton kleben. Der Rahmen trägt ja nochmal zusätzlich auf.

Vielleicht wäre eine Alternative bzw. einfachere Idee, das Schwingtor zu lassen, die Blechverkleidung runter, kleine Tür ins Schwingtor und das ganze mit LOOK -LIKE-Rhombusleisten (müssen deutlich dünner sein)) zu verkleiden.

Das gleichmäßig aufgehängte Garagentor verzieht sich i.d.R. nicht, die Möglichkeit der Nutzung der kompletten Breite bleibt erhalten, der kleine gewünschte Zugang ist da, Optik sieht aus wie der Rest.
Einfacher in der Ausführung dürfte es auch sein.
Gruß Sebastian
 

SebastianThiel

ww-robinie
Registriert
5. August 2022
Beiträge
670
Ort
51399
Die Idee bzgl. Garagentor zu verkleiden finde ich auch interessant.
Das sollte aber eher leicht bleiben... die Federn vom Tor sind ja auf das Gewicht abgestimmt.
Es wird also definitiv schwerer, es aufzuschieben.

Aber eine Türe dort einzubauen würde ich mir sparen.
Wie wäre es, das gewünschte Muster ausdrucken zu lassen und dann klebt man es auf das Tor auf? Eventuell erst auf eine dünne Trägerplatte.
 

flüsterholz

ww-robinie
Registriert
18. Juli 2022
Beiträge
4.439
Ort
südlicher Odenwald
Na, das passt ja. Ich habe gestern Abend für eine Bekannte Fotos gemacht, wie ich das bei mir gelöst hatte. Der Rahmen ist innen angeschlagen, der rechte Flügel nochmal geteilt und die Türen gehen nach innen auf, damit mir in der Breite kein Platz verloren geht. Außerdem habe ich dadurch mehr Wetterschutz. Seitlich und oben im Mauerwerk zu befestigen war auch keine Optionm. Das hätte mir zuviel in der Höhe wegenommen.
Durch die nach innen öffnenden Türen hättest du auch weniger Probleme mit den auftragenden Rhombusleisten.
Die diagonale Versteifung habe ich durch die Beplankung erreicht, die in einer Falz eingelassen ist. Hier müsstest du nach einer anderen Lösung suchen.

Nur als Anregung deinen Ansatz nochmal zu überdenken. Und ein paar Fotos. 20260929_175614.jpg 20260929_175718.jpg 20260929_175752.jpg 20260929_175703.jpg
 

wirdelprumpft

ww-robinie
Registriert
31. März 2013
Beiträge
4.464
Ort
Rems-Murr-Kreis
Drehpunkt vom Band sollte nahe an der Außenkante liegen, ist bei Platte/Rahmen/Platte/Dachlatte/Rhombus auf jeden Fall zu bedenken.
Da geht nicht jedes Band. Wenn alles Frontbündig sein soll wie bei der bereits verkleideten Wand wird es nicht einfacher.
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Registriert
25. August 2003
Beiträge
21.065
Alter
52
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo

naja kommt darauf an wie man es konstruiert. Bei Haustüren/ Innentüren gibt es ja auch keine Diagonale. Meine erste Idee war auch die Flügel so ähnlich zu konstruieren.
Traditionell sind Rahmenfriese breiter als stark. in #5 gut zu erkennen. Diese quadratischen Querschnitte sind typische Baumarktware. Beschläge in der verstellbaren Variante verwenden.

Vorsicht mit nah an der Kante montieren. Je näher an der Kante desto höher ist die Gefahr von Abplatzungen.
 

Holzrad09

ww-robinie
Registriert
3. Februar 2015
Beiträge
12.505
Ort
vom Lande
Drehpunkt vom Band sollte nahe an der Außenkante liegen
Deswegen wurden die Rahmen außen in eine Fasche gesetzt, die gibt es aber beim TE nicht. ( Anhang )
Bliebe noch die Möglichkeit eines Blockrahmens in die Öffnung zu setzen, verliert man etwas an Durchfahrtshöhe und Breite.
Letzte Möglichkeit, man lässt die Flügel außen aufs Mauerwerk aufschlagen, wie vor 200 Jahren ....
LG
 

Anhänge

  • Screenshot (746).png
    Screenshot (746).png
    795,9 KB · Aufrufe: 26

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.694
Ort
Ebstorf
Hallo,

Wir möchten unser Garagentor durch eine zwei-flügelige Holztür austauschen. Ich bin mir unsicher wie ich das am besten umsetze und hoffe hier auf gute Tips.
Anhang anzeigen 221926
Die Öffnung ist 2,45m breit und 2,11m hoch. Die Türen sollen nach außen öffnen. Ein Flügel soll etwas schmaler sein (1-1,15m) und bleibt meist geschlossen der andere Flügel wird mehrmals täglich geöffnet um verschiedene Räder raus- und reinzuschieben.

Da wir eine Seite schon mit Lärche-Rombus verkleidet haben würde ich die Tür gerne im gleichen Stil habe. Ich würde das Holz bis unten hin ziehen da dort kaum Regen hinkommt (durch den Dachüberstand).
Anhang anzeigen 221925
Je Türflügel hätte ich jetzt einen Rahmen mit einfacher Überblattung gebaut. Die „Hohlräume“ im Rahmen der Tür möchte ich gerne etwas dämmen und innen mit Osb o.ä. verkleiden. (Einfach um die Temperaturspitzen etwas abzufangen und als minimaler Schallschutz).
  • egal ob innen flächig OSB draufkommt - eine Diagonale sollte ich trotzdem in jeden Türflügel einplanen?
  • Sollte ich einen Rahmen in die Garagentoröffnung dübeln um daran die Tore aufzuhängen - oder die Flügel direkt im Mauerwerk befestigen?
  • was für Dimensionen sollte der Rahmen für die Türflügel haben - 70x70?
  • Die Tür wird ja recht dick (grob geschätzt 7cm Rahmen plus ca 2cm Lattung plus ca 2cm Rombus-Leisten) - was für Scharniere kann ich hier nehmen wenn die Tür in der Maueröffnung ist und nach außen öffnen soll?
  • Was fehlt noch an Infos? Um das Schloss bspw würde ich nich später kümmern.
Das waren die ersten Fragen. Ich habe zwar schon einiges gebastelt und renoviert, aber meistens eher nach dem Motto „muss funktionieren und zügig gehen“. Insofern habt bitte Nachsicht :emoji_wink:

Danke im Voraus für eure Hilfe!

Felix

Anhang anzeigen 221927 Anhang anzeigen 221928 Anhang anzeigen 221929
Hallo,

Genau das habe ich hier vor ca. 12 Jahren gemacht.
So sieht das bei mir aus.
IMG_20260930_142345.jpg

Die Flügel sind so groß, da passt doch alles durch.ohne Not würde ich die nicht unterschiedlich groß machen.
In die Öffnung habe ich einen Blockrahmen 4 x 14cm gesetzt, der hier auch den Zwischenraum zwischen Mauer und Vormauerwerk abdeckt. Auf diese Zarge habe ich innen Leisten mit Dichtungsprofil aufgeschraubt. So ergibt sich trotz stumpfer Tür ein Dichtfalz.
IMG_20260930_142808.jpg

Die Flügel selbst sind aus 4 x 12cm Holz (zwei aufrechte und drei waagerechte Friese) gefertigt. An den Verbindungsstellen Nutzapfen und je zwei 16er Dübel.
Keine Diagonale Strebe, weil die innen aufgedoppelte 9mm Sperrholzplatte die Tür sicher gerade hält.
IMG_20260930_142859.jpg
Außen mit Nut- Federbrettern 19mm dick aufgedoppelt. Die Hirnseiten der Auf Doppelung oben durch eine Leiste geschützt, unten Tropfkante und Wasserschenkel.
IMG_20260930_142927.jpg

IMG_20260930_142919.jpg

Überschlag gefälzt mit Deckleisten. So entsteht in dem Bereich ein dreifacher Falz.
IMG_20260930_142821.jpg



Bandseite, einfache Aufschraubbänder
.
IMG_20260930_142451.jpg



IMG_20260930_142950.jpg
Ansonsten, 40mm Dämmung eingelegt, zum Fußboden Bürstenleisten montiert, Feststellhaken zum arretieren der geöffneten Flügel.

Das Tor ist nun 12Jahre ohne Probleme in Betrieb.

Gruß Ingo
 
Zuletzt bearbeitet:

fragnix

ww-robinie
Registriert
21. Mai 2020
Beiträge
1.559
Ort
Lüneburg
Ich habe so etwas umgebaut, bin damit glücklich (ist also nicht kompletter Mist), und würde, wenn überhaupt etwas, beim nächsten Tor mehr auf's Gewicht achten.
Rombusleisten sind nicht dicht (das ist deren Sinn), und deswegen ist eine zweite Schicht dahinter sinnvoll. So eine OSB Schicht (wenn man denn OSB mag - ich mag es nicht) wiegt relativ viel.
Ich würde daher keine Rombusleisten nutzen.
"Ich will aber dass es aussieht wie der Rest" <= Kein Problem, also nur Optik. Montiere relativ dünne Leisten auf den schwarz angemalten Träger. Oder fräse den Träger so mit Nuten, dass es ähnlich aussieht wie der Rest. Eventuell die simpelste Variante: Nut+Feder, ggf. Extra Nut in der Mitte, Nuten schwarz streichen.

zweites Thema: Solange Deine Rückwand in sich stabil ist brauchst Du keine weiteren Diagonalen. Eine OSB Wand steift ausreichend aus.
 

Todde

ww-esche
Registriert
3. August 2013
Beiträge
493
Ort
Bonn
Moin,
konstruktiv ist schon alles gesagt. Wir haben ein ca. 70 Jahre altes, 2-flügliges Garagentor aus Holz. Außen dicke Nut- und Federbretter, innen Sperrholz (Maße liefere ich nach, Bilder auch). Die beiden Türen sind sauschwer, laufen aber gut und schließen sicher ab. Irgendwann wollte ich die mal durch ein Metalltor (Alu, das sich oben aufrollt) ersetzen wegen Fernbedienungsmöglichkeit etc. War dann doch nicht von allen gewünscht und da hauptsächlich Fahrräder in der Garage stehen, wurde geschliffen und lackiert.
Was will ich damit sagen: wenn es ordentlich sein soll, ich das eine größere Sache (s. Beschreibung von Ingo).
Gruß, Todde
 

felixcurly

ww-kirsche
Registriert
30. Januar 2022
Beiträge
158
Ort
Karlsruhe
Danke für die vielen Rückmeldungen, muss ich erstmal sacken lassen und verdauen. Sehr schöne Tore!!
Nur soviel für heute zu den Randbedingungen:
- da fährt kein Auto mehr rein. Nur Zweiräder.
- deswegen ist Verlust in der Breite nicht so entscheidend
- deswegen auch nach außen öffnend: die Räder stehen dann direkt vorne „an der Kante“
- hinter den Lärche-Leisten hätte ich eine Unterspannbahn auf die Türkonstruktion gespannt (für die Dichtheit)
- die Garage besteht aus Porenbetonsteinen, einkleben sollte aber gehen.

Danke!
Felix
 
Oben Unten