Furnier wellig nach Verleimung

Helm

ww-fichte
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So, ich hab das ganze jetzt nach einmal durchgespielt. Alles genauso wie beim Versuch oben, mit dem Unterschied: Weniger Leim und Weiẞleim statt Titebond. Verteilt habe ich das, wie von @Uranus empfohlen, mit einem kleinen Farbroller. Das Ergebnis ist nun absolut perfekt. Keine Wellen mehr und auch kein Leimdurchschlag. Das Furnier ist trotzdem fest mit der Trägerplatte verbunden. Genauso hatte ich mir das vorgestellt.

IMG_1423.jpeg IMG_1425.jpeg IMG_1426.jpeg

.....und damit drückst du die weicheren Stellen wie du selber gezeigt hast weiter ein......
Die These dass hier etwas eingedrückt wird halte ich für unwahrscheinlich. Wie schon einige richtig vermutet hatten, hat das sicher eher etwas mit der Feuchtigkeit zu tun. Durch falschen oder zu viel Leim saugt sich das Holz stellenweise voll. Gegen das aufquellende Holz kommt dann der Pressdruck nicht an.

In den meisten Videos die ich gesehen habe verwendet auch keiner weitere Zulagen. Eine Platten zusätzlich oben auflegen halte ich eher für kontraproduktiv, da der Pressdruck ohne einfach gleichmäßiger ist. Der Heiko macht's hier ja auch ohne weiter Platten und dem vertraue ich zu 100%. :emoji_grin:

Vielen Dank an alle für die hilfreiche Unterstützung!
 

elchimore

ww-robinie
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Die These dass hier etwas eingedrückt wird halte ich für unwahrscheinlich. Wie schon einige richtig vermutet hatten, hat das sicher eher etwas mit der Feuchtigkeit zu tun. Durch falschen oder zu viel Leim saugt sich das Holz stellenweise voll. Gegen das aufquellende Holz kommt dann der Pressdruck nicht an.
Ok, da du es ja scheinbar besser weisst, bin ich jetzt hier raus........
Plonk hats gemacht
Micha
 

brubu

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Nur als Vergleich zu einer anderen Anwendung. HPL, Furnier und auch Flächenverleimungen können mit speziellen Anlagen mit PU Schmelzkleber gemacht werden. Die Beläge werden nach dem Auflegen nur mit einer Walze im Durchlauf gepresst. Das reicht aber bei Furnier nicht für eine glatte Fläche, deshalb werden furnierte Teile gleich noch in der Furnierpresse geglättet.
 

magmog

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Guuden,

Zahnspachtel der Leimhersteller, wie von @wirdelprumpft dankenswerter Weise gezeigt,
bringen recht genau die anzustebenden 200 Gramm/m² Weißleim auf die Fläche.
Na ja, wenn man Bild 2 von #1 so anschaut, könnte man sich einbilden das die weißen Flecken Leim sind.
Für mich ist das zu viel Leimdurchschlag.

Das beste Ergebnis mit Leimspachtel bekomme ich wenn ich die Leimspachtel nach dem groben auftragen nochmal gleichmäßig mit fast 90 über die Fläche ziehe.

Leimspachtel


Eine gute Temperguszwinge leistet eine Spannkraft von 6000 N, vulgo 600 kg,
also sind für die Fläche eines DIN A5 Blattes 5 Zwingen gut ausreichend

Für Breite Flächen sind leicht gewölbte Zulagen angenehme Helfer
um im Bereich der Mitte ebenfalls ausreichend Druck zu erzeugen.

https://www.holzwerken.net/blog/heiko-rech/druck-fuer-die-mitte/
 
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Uranus

ww-buche
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Dass die Zahnspachtel nicht immer das richtige für die Flächenverleimung im Vakuum ist, hat einen einfachen Grund. Durch das Vakuum wird nicht nur der Druck auf die Fläche anders verteilt (gleichmäßiger), es wirkt die Vakuumkraft dagegen, d.h. es zieht den Leim auch durch das Furnier durch. Bei der Furnierpresse, bei der Druck/die Kraft genau aus einer Richtung wirkt gelten sicher andere Erfahrungen.
Meine Erkenntnis ist, dass beim Vakuumfurnieren der Leimauftrag sparsam sein muss und v.a. sehr gleichmäßig.
 

magmog

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Dass die Zahnspachtel nicht immer das richtige für die Flächenverleimung im Vakuum ist, hat einen einfachen Grund. Durch das Vakuum wird nicht nur der Druck auf die Fläche anders verteilt (gleichmäßiger), es wirkt die Vakuumkraft dagegen, d.h. es zieht den Leim auch durch das Furnier durch. Bei der Furnierpresse, bei der Druck/die Kraft genau aus einer Richtung wirkt gelten sicher andere Erfahrungen.
Meine Erkenntnis ist, dass beim Vakuumfurnieren der Leimauftrag sparsam sein muss und v.a. sehr gleichmäßig.


.........ein plausibler Einwand. Danke für diesen Beitrag!
 
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