Erfahrungswert: Arbeitsplatte sollte man beidseitig ölen

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Khartak, 20. Juli 2017.

  1. Khartak

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    Ja leider habe ich die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass mir die Arbeitsplatte im
    Keller leicht verzogen ist. Es handelt sich um eine Leimholz Buchen Arbeitsplatte.
    Ich hatte diese nur oben geölt (Arbeitsplattenöl von Hornbach mit einem hohen Anteil an Leinöl).
    Nach ca 2 Monaten fiel mir auf, dass die Oberfläche wellig wurde.
    Im Keller herschen so um die 18-19 Grad bei einer rel. Luftfeuchte zwischen 60-70 (maximal 70).

    Frage: Bringt es was wenn ich die Platte jetzt noch von der anderen Seite öle?
    Wird diese sich wieder "gerade ziehen"? Oder muss ich mit den leichten Wellen leben.
    An einer Stelle ist mir auch ein kleiner Riss gegen ende der Platte aufgefallen.
    Der Riss ist zwischen zwei verleimten teilen, also wohl die Leimfuge.
    Der ist aber so minimal, dass ich den auch vernachlässigen kann.
    War keine teure Arbeitsplatte (Bauhaus) mit 28er Stärke.
     
  2. Besserwisser

    Besserwisser ww-robinie

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    Nein, das bringt gar nix.
    Die Platte hat sich verändert, weil sich das Umgebungsklima zum Fertigungsklima geändert hat. Wenn das wieder in Ursprungsbedingungen geht, dann geht auch die Platte wieder zurück. Vermutlich ist dein Keller etwas feuchter als ein Wohnraum.
     
  3. Khartak

    Khartak ww-robinie

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    Das klingt auch sehr plausibel. War auch mein erster Gedanke.
    Ja das Klima im Keller ist anders als im Wohnraum. Ich stabilisiere es hin und wieder mit einem Luftentfeuchter, da es selten (wenn es sehr heiß ist draußen) feuchter wird.
    Dann werde ich mit den Wellen leben.
    Ist ja nur für mein Werkstattkeller. Wollte halt keine beschichtet Spanplatte.
    Danke für den Hinweis.
     
  4. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Vorsicht mit solchen Ursache-Wirkung-Verknüpfungen, die in keiner Weise belegt sind. Es kann auch an dem Käsebrot gelegen haben, was du an dem Tag gegessen hast. :emoji_wink:

    Mit dem Ölen wird das sehr wahrscheinlich nichts zu tun haben. Fast alle Öle sind so diffusionsoffen, dass die Oberfläche genauso "atmet" wie unbehandelt.

    Wie wurde diese Platte denn gelagert? Oder war die schon eingebaut? Schon irgendwie verschraubt? Konnte unten noch Luft dran? Gabs mal direkte längere Feuchtebelastung der Oberfläche?
     
  5. Khartak

    Khartak ww-robinie

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    Okay du hast Recht. Ein paar Angaben mehr wären hilfreich. Die Platte liegt komplett offen.
    Sprich auf Winkeln an einer OSB Wand. Unter der Platte ist alles frei. Es ist nichts verschraubt, bis auf die Winkel.
    Gelagert wurde sie garnicht. Wurde direkt in den Keller gebracht und montiert. Belastung garkeine.
    Außer einmal bei 35 Grad Außentemperatur und kurzzeitig 90% Luftfeuchte im Keller wei ich Depp ja unbedingt lüften musste.
    Jetzt weiß ich das warme und kalte Luft kondensieren bzw. die Wände dann feucht werden wie das Bierglas im Sommer.
    Aber das war vielleicht für 2 Tage. Keine weiteren Belastungen.
     
  6. SteffenH

    SteffenH ww-robinie

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    Das "wellige" ist ganz einfach die Reaktion auf veränderte Feuchtigkeitswerte. Die Platte ist wahrscheinlich aus Streifen verleimt, die jeweils eine andere Lage der Jahrringe haben. Eine Bohle aus einem Stück wäre mehr oder weniger gleichmässig rund geworden, eine streifenverleimte Platte wird halt wellig.
     
  7. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Genau, ein reine Feuchtigkeitsänderung der Luftfeuchte über ein paar Tage kann zu Welligkeit und Verzug führen. In gewissem Maße geht das dann bei niedriger Luftfeuchte wieder zurück.

    Probleme wegen unterschiedlichem Klima von beiden Seiten kann man ausschließen.

    Es gibt einige wenige Öle, die man dick schichtbildend auftragen kann. Die können das Holz dann einseitig absperren. Mit Osmo Hartwachsöl in mehreren Schichten aufgepinselt geht das zum Beispiel. Bei allen Ölen, wo der Überstand abgenommen wird, ist es recht unwahrscheinlich. Die bleiben sehr diffusionsoffen.
     
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