Erfahrungen mit Robinie verleimen???

Land 4-4

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Hallo Foristi,
ich hätte meiner Frau gerne für den Garten eine Liege im Stil einer Saunaliege (sowas geschwungenes) gebaut. Ich hab mich entschlossen Robinie zu nehmen.
Das Netz gibt schon was her aaaaber nichts wirklich genaues.
Ich hab auch endlich einen Holzhändler gefunden der Akazie? verkauft- regengeschützt im Freien getrocknet.
da ich die "Seitenteile" verleimen möchte hier meine Frage:
Hat jemand längerfristig Erfahrung mit verleimter Robinie/Akazie?
Welcher Leim?? PUR unbedingt notwendig?? Langt zur Verarbeitung (Liege bleibt im Freien) lufttrockenes Holz??

Danke für euer Interesse!

Peter
 

benben

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Naja, etwas kompliziert er ist das schon.
Ich weise ja immer ausdrücklich auf mein Halbwissen hin, wenn ich es denn Preis-gebe, so auch hier.
Ich habe Mal Gartenmöbel aus Robinie gebaut, ist aber schon lange her. Wir haben damals PUR von Kleiberit benutzt, wenn ich mich Recht erinnere haben wir die Leimflächen mit Aceton gereinigt.

Von verleimten Brettfläche würde ich absehen, die Robinie ist so dermaßen gewillt sich zu drehen und zu werfen..... Ist überhaupt ein sehr garstig es Holz!

Gruss
Ben
 

outdoorfreak

ww-ahorn
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Achso, ich hielt es immer für das beste Holz im Aussenbereich, da es hart und wiederstandsfähig gegen Wasser ist.

Aber du meinst es neigt zum werfen? Mir gefällt die Farbe des Holzes nicht, dieses gelbe. Man müsste es natürlich streichen.
 

benben

ww-robinie
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Ja, es ist eines der Wiederstandsfähigsten Hölzer.
Robinie wirft sich wirklich stark, einfach Mal eine Bohle auftrennen. Da merkt man schon was da für Spannungen drinnen stecken. Also meine ich nicht, weiss ich.
Das Gelbe ist sehr schnell weg, also auf gar keinen Fall streichen!
Macht nur Arbeit und ist nicht nötig!

Gruss
Ben
 

Land 4-4

ww-ahorn
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Hallo,
danke erstmal für die Infos!
@benben:
Da du der einzige zu schein scheinst der mit Robinie Erfahrungen hat ne Frage:
ich hab wirklich schöne , fast astfreie Dielen bekommen (von der Struktur her gesehen :rolleyes:emoji_slight_smile: Würdest du es generell lassen weil deine Möbel alle den Drehwurm haben?
Ich werde - wenn ich vom Osterausflug wieder zurück bin - mal die Dielen für die Stäbe (auf denen man liegt) auftrennen und aushobeln. Würdest du etwas warten ob sie sich drehen oder gleich weiterverarbeiten?
Die Seitenteile der Liege besser aus einem "Guss" (vllt. aus 3-4 Brettern) oder aus Streifen verleimen?
Ahh.. fast vergessen die Sonne reicht bei Robinie zum bräunen??:emoji_slight_smile:

Schöne geruhsame Ostern an alle!!!
Peter
 

schrauber-at-work

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Tach,

habe aus selbst eingeschnittener Robinie nen Sandkasten (im Boden eingelassen) zusammengespaxt. Hält sich in Grenzen was es arbeitet. Beim besäumen war jedenfalls ordentlich Spannung drin, da stimme ich Ben voll zu, so noch bei keinem anderen Holz erlebt!

Bohlen haben 50x400x1400 an der Langen Seite.



Ist unbehandelt, wird halt grau. Anfangs spült es etwas "Farbe" aus (also anfangs eher nicht auf der mit Marmor belegten Terrasse im Regen stehen lassen!).

Mit den Abschnittstücken hab ich schon hier und da was gebastelt. Dabei ist mir aufgefallen dass sich das ganze beim verleimen gelb-grün verfärbt.



Evtl. hilft es hier im Vorfeld mit Aceton o.ä. abzuwaschen.

Gruß SAW
 

Land 4-4

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Hallo SAW, danke für deine Beteiligung,
welcher Leim wird grün-gelb?? (welchen hast du genommen?)
Und da ich ja die Liege nicht im Sandkasten vergraben möchte :emoji_wink: wie würdest du sie behandeln? Öl wäre mir am liebsten.....zieht das bei dem Holz überhaupt ein?

Grüße
Peter
 

schrauber-at-work

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Normalen D3 Holzleim....hab keinen anderen:emoji_grin:

Geölt habe ich bisher nix an Robinie. Kann ja mal ausprobieren wie es Rauskommt. Werde ein Reststück ölen und draussen hinlegen.

Gruß SAW
 

Woodmaster117

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Als Kleber ist PUR Da schon 1. Wahl ! Ein Problem kann aber sein, dass die Robinie oft zu feucht für eine richtig gute Verklebung ist. Die Hölzer sind oft nicht unter 15% Holzfeuchte ab Handel bekommen. Für eine Aussenanwendung ist das nicht schlimm, doch die Verklebung "mag das nicht".

Grüße Thomas
 

weissbuche

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Hallo Peter,
wir verarbeiten Robinie schon seit 30 Jahren und bauen daraus Bänke und Tische für die Terrasse. Die größte Schwierigkeit ist meiner Meinung nach nicht die Spannung im Holz, sondern der gegenläufige Wuchs, der das Hobeln schwierig macht. Wir lassen beim Hobeln 1 mm dicker und schleifen dann auf Maß. Verleimen mit PVAC-Leim D3. Mit PUR haben wir auch mal gemacht, aber das Geschmiere hat nur Zeit und Nerven gekostet. Wir ölen unsere Bänke und Tische mit Robinien- oder Teaköl von Livos ( ist um die Ecke), damit gehen dann auch die Verfärbungen durch den Leim weg. Ein Tip noch für die Verarbeitung: gut absaugen, besonders beim Schleifen, da der Staub doch ziemlich "reizend" ist.
Beste Grüße
Eckard
 

outdoorfreak

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Meint ihr dass schichtverleimtes Robienenholz sich genauso werfen kann wie massives Robienenholz?

Oder verhindert die schichtverleimung das werfen des Holzes?
 

WinfriedM

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@weissbuche: D3 Leim im vollbewitterten Außenbereich und nur geölt? Das hält? Finde ich mutig. Offiziell freigegeben ist der Leim dafür nicht. Wenn ihr damit aber längere Zeit positive Erfahrungen gemacht habt, wäre das eine interessante Info für mich.
 

Fritze

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Bin zwar nicht der Superfachmann. So wie verfügbar habe ich das Hobby alles was stattliche Stämme sind aufzuspalten. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht das Bäume die in eine Gruppe stehen, oder Waldbäume kaum Spannungen oder Drehwuchs haben. Frei stehende sind als Schnittholz manchmal kaum bis gar nicht zu gebrauchen.
Als Leim verwende ich PU, von Beko, den Faserverstärkten, glaub Fiberbond heißt der.
Gruß!
 

Land 4-4

ww-ahorn
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Also, es hat zwar etwas gedauert, aber das gute Teil ist gestern fertig geworden.
Nur zur Info: ich hatte keine Schwierigkeiten mit verdrehen der "Liege"-Stäbe.
Mit hat es zwar beim Zusägen der Dielen (1500mm lang) zweimal, kurz nach dem einsägen, die Diele aufgerissen, vermutlich wegen schrägem Faserverlauf, aber letztendlich hab ich die Stäbe alle in Faserrichtung aussägen können.
Von den 35 Stück hergestellten wurde lediglich einer etwas krumm (nicht verdreht).
Nach dem aufschneiden und hobeln lagen sie ja mind. 2 Wochen. Sehr geholfen hat mir der Tipp von User Weisbuche (DANKE!!!) den letzten Millimeter zu schleifen. Auch beim Kanten fräsen muss man sehr aufpassen weil´s sonst leicht Risse in die Tiefe gibt....für mich das bisher härteste verarbeitete Holz!

So noch ne Frage an alle Öler: Die Gattin hat nun eine leichte Farbe ins Spiel gebracht. Geht so ein hartes festes Holz farbig zu ölen?

Grüße
Peter
 
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