Erfahrungen mit Rhino 3D oder Solidworks for Makers?

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Hallo Forum,

ich wollte mein Hobby eigentlich CAD-frei halten da ich schon lang genug am PC sitze und das Hobby eine schöne Abwechslung sein soll und ja auch ist. Nun bin ich aber an einem Punkt angelangt wo es unsinnig wäre nur aus Prinzip kein CAD zu verwenden. Seit einiger Zeit versuche ich das beste CAD Programm für mich zu finden. Es soll möglichst nichts kosten, alles können und intuitiv zu benutzen sein. :emoji_joy: Ihr könnt euch vorstellen wie erfolgreich meine Suche war.

Wenn es etwas kosten darf, am besten als Einmalzahlung und alles können soll und intuitiv zu benutzen sein soll komme ich auf zwei Programme: Rhino oder Solidworks for Makers. Wenn ich mir jetzt noch wünsche das es auf einem aktuellen Mac läuft komme ich eigentlich nur noch auf Rhino oder die Webversion von Solidworks.

Kann jemand eine Empfehlung geben?
 

heiko-rech

ww-robinie
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Hallo.
Kann jemand eine Empfehlung geben?
Wohl kaum, ohne dass du vorher mit weiteren Infos herausrückst:
  • Was darf es kosten?
  • Was soll es können?
  • Was ist für dich "intuitiv"?
  • Parametrisch oder Direktmodellierung?
Rhino und Solidworks sind doch sehr unterschiedliche Programme. Du wirst ja sicherlich Gründe für deine Priorisierung haben. Vielleicht verrätst du uns diese auch noch gleich.

Weitere CAD-Programme, die auf MAC laufen wären z.B. auch BricsCAD und SketschUp. Und natürlich noch FreeCAD.

Gruß
Heiko
 

agnoeo

ww-robinie
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FreeCAD eine Option?
Fusion360 ist für privat auch kostenlos.
Shapr3D fand ich recht intuitiv und ist auch kostenlos (mit Einschränkungen).

Ich bin CAD Anfänger, daher hör im Zweifelsfall lieber auf die erfahrenen Hasen.

Gruß, David
 

chips

ww-eiche
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Hi,
ich zeichne mit Rhino7. Bin sehr zufrieden. Das Programm kann gefühlt alles.
Hängt natürlich davon ab was du brauchst.
Ich habe mit dem integrierten Plugin Grasshopper vor Kurzem sogar einen Korpusgenerator selber programmiert.

Vorteil von Rhino: es kostet nur einmalig und es gibt viele Tutorials.

LG Harald
 
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Wohl kaum, ohne dass du vorher mit weiteren Infos herausrückst:
  • Was darf es kosten?
  • Was soll es können?
  • Was ist für dich "intuitiv"?
  • Parametrisch oder Direktmodellierung?
Rhino und Solidworks sind doch sehr unterschiedliche Programme.
Kosten darf es am liebsten nichts. Ein paar hundert EUR für den Privatbedarf geht in Ordnung. Eine jährliche Gebühr unter hundert EUR ebenfalls. Es geht hier nicht um eine kommerzielle Nutzung. Ich möchte z.B. einen Stuhl entwerfen, daraus 2D Zeichnungen ableiten und Frässchablonen exportieren um diese dann auszulasern. Ein wenig bin ich auch bei 3D Druck angefixt denke aber das ich das aktuell nicht parallel schaffe. Hebe ich mir für die Zukunft auf.

Ein Programm wie FreeCAD ist für mich das Gegenteil von intuitiv. Fusion360 hatte ich mal kurz installiert und fand es recht überfrachtet. Mit zwei, drei Tutorials auf Youtube kam ich langsam voran. Die Lizenzpolitik finde ich maximal verwirrend und das schreckt mich eher ab wenn ich ehrlich bin.

Ein parametrisches konstruieren ist mir nicht wichtig. Ich plane keine Varianten oder das ich im Nachhinein mal alle Wandstärken ändere. Sollte das so sein müsste ich das dann eben neu erstellen. Mir reicht die direkte Modellierung vollkommen aus. Ich hatte mir paar Videos zu Rhino angeschaut und die Art zu konstruieren hat mich angesprochen.

Zu Solidworks kann ich nichts sagen außer das Solidworks und Catia anscheinend von "allen" verwendet wird. Eine abgespeckte Version für Maker klingt daher gar nicht mal schlecht.
 
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FreeCAD eine Option?
Fusion360 ist für privat auch kostenlos.
Shapr3D fand ich recht intuitiv und ist auch kostenlos (mit Einschränkungen).
FreeCAD ist gar nichts für mich.
Fusion wie schon geschrieben abschreckende Lizenzpolitik.
Shapr3D hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Mit 300 EUR pro Jahr nicht meine Preisklasse.

ich zeichne mit Rhino7. Bin sehr zufrieden. Das Programm kann gefühlt alles.
Hängt natürlich davon ab was du brauchst.
Ich habe mit dem integrierten Plugin Grasshopper vor Kurzem sogar einen Korpusgenerator selber programmiert.

Vorteil von Rhino: es kostet nur einmalig und es gibt viele Tutorials.
Das klingt gut. Und du nutzt es auch gewerblich wenn ich mich recht erinnere?
 

Avogra

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Ich verwende aktuell Solidworks Maker in der installierten Version und bin soweit sehr zufrieden. Das einzige was wirklich nervt ist, dass man gefühlt alle 2-3 Tage Benutzer und Passwort neu eingeben muss. Und die Struktur der Online-Platform ist wirklich beeindruckend schwer nachvollziehbar und überladen. Wenn man für die Seiten die man wirklich braucht Bookmarks setzt, ist das verwunderlich aber kein ernsthaftes Problem. Ich sollte dazu sagen, dass ich SW seit ca 15 Jahren privat nutze und mit den meisten anderen Tools nur deutlich kürzer gearbeitet habe oder auch nur mal rein geschnuppert.

Ich würde das parametrische nicht unterschätzen. Auch während ich ein Modell konstruiere, gehe ich regelmäßig wieder zurück und ändere zB Maße in den früheren Skizzen, ändere vielleicht eibe Extrusion von blind auf symmetrisch, weil mir erst später aufgefallen ist, dass das das nächste Feature oder Teil dadurch viel einfacher wird usw. Falls du zukünftig irgendwann doch noch 3D-drucken möchtest, gewinnt das parametrische Design nochmal deutlich an Bedeutung. Hier hast du regelmäßig den Fall, dass du dein Teil iterativ optimieren willst, also zB einen Probedruck machst, feststellst "die Toleranz war doch etwas zu knapp" oder "an dieser Stelle ist es mir doch zu filigran" oder "das kommt nicht gut raus im Druck, das löse ich lieber anders".

Einen Kandidaten möchte ich dir noch vorschlagen: OnShape ist kostenlos im Browser nutzbar, sehr umfangreich und trotzdem anscheinend deutlich moderner und intuitiver als die bekannteren CAD-Suiten. Der Haken ist, dass alle Designs online abgelegt und öffentlich sind. Das heißt, jeder kann sie einsehen, kopieren und selbst verwenden.
Ich habe es selbst noch gar nicht benutzt aber aufgrund von Tests schon mehreren absoluten Einsteigern empfohlen, die alle sehr gut damit zurecht gekommen sind und mir zurück gemeldet haben, dass sie sehr zufrieden sind.

Von Catia würde ich die Finger lassen. Das habe ich während dem Studium benutzt und fand es immer extrem undurchsichtig, umständlich und schwer nachvollziehbar. Das war noch Catia V5. Die neuere V6 kenne ich nicht. Als ich SolidWorks entdeckt habe, war ich schockiert wie zugänglich ein CAD sein kann und ich denke SW sticht in der Hinsicht gar nicht besonders hervor. Die echte Stärke von Catia liegt in Freiformflächen. Deshalb ist es der absolute Platzhirsch im Bereich Flugzeug und Automobil. Ich denke, das ist in der Holzbearbeitung wenig relevant.
Rhino hatten wir eine Zeit lang in der Arbeit. Ich habe mich relativ schwer damit getan. Viele Dinge die in SW, Fusion360 und anderen straight forward sind, fand ich in Rhino sehr umständlich. Ich hatte auch verhältnismäßig oft Probleme, dass zB Bedingungen nicht lösbar waren. Ist aber schon bestimmt 10 Jahre her. Und hier spielt auch sicher die Vor-Erfahrung mit einem anderen Tool eine gewisse Rolle. Wenn man Kuhmilch gewohnt ist, schmeckt Hafermilch immer erstmal seltsam.
In Fusion360 hab ich mal etwas rein geschnuppert aber nicht wirklich tief. Ich fand die Historie etwas einschränkend. Die bisherigen Schritte sind dort streng chronologisch und ich kann sozusagen in der Zeit zurück gehen. In SW habe ich die Möglichkeit auch, aber ich kann auch Bearbeitungsschritte umsortieren, in Ordner gruppieren. Von den Features gibt es meines Wissens ein paar Sachen, die in Fusion schneller von der Hand gehen als in SW. Aber für einen ernsthaften Vergleich fehlt mir ehrlicherweise die Erfahrung mit Fusion.
 
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Danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht. Also Catia scheidet aus mehreren Gründen aus. Ein großer ist Geld. Das ist ein Programm für die Autoindustrie und nicht für den kleinen Bastler. Von OnShape hab ich auch schon Gutes gehört. Aber auch hier spricht mich das Lizenzmodell nicht wirklich an. Entweder kostenlos und alles liegt frei im Netz oder gleich 1440 EUR pro Jahr.

Dein Einwand das bei 3D Druck das parametrische Design vorteilhafter sein kann hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm.
 

Tokoloshe

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Habe als Lehrer inzwischen fast alle Programme durch, ich mochte Inventor, das ist schön altmodisch. Shapr3D ist super für iPad.

Da ich aber ja auch Geld damit verdienen und ich das mit den Edu Versionen nicht darf und ich auf Linux umgestiegen bin, bin ich bei FreeCAD gelandet. Lernkurve wie EVE online, aber mit Mangojelly Tutorials gut zu meistern. :emoji_slight_smile:
 

Templar

ww-ahorn
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Ich verwende Freecad. Früher hatte ich mal Fusion360 (die kostenlose Variante), aber seit ich keinen Windows-Rechner mehr habe ist das keine Option mehr.
Aber bei beiden handelt es sich um ausgewachsene CAD-Systeme. Da lernt man die Bedienung nicht mal schnell an einem Wochenende.
Wir hatten damals im Studium extra eine eigenständige Vorlesung incl. Praxis-Labor, um zu lernen, wie man damit umgeht.
Fusion360 ist nach meiner Einschätzung etwas verzeihender (ahnt manchmal eher, was der Benutzer eigentlich machen wollte), aber Freecad ist diesbzgl. mit V1.1 viel besser geworden.
 
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Hätte ich nicht gedacht das es doch so viele Anwender von FreeCAD gibt. Lade ich mir mal runter zum Vergleich. Aktuell teste ich die 90 Tage von Rhino 3D aus. Macht erstmal einen guten Eindruck.
 

heiko-rech

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Hätte ich nicht gedacht das es doch so viele Anwender von FreeCAD gibt.
Das Programm hat in der letzten Zeit enorme Fortschritte gemacht. Dennoch ist die Einarbeitung nicht einfach und braucht seine Zeit. Vieles ist einfach nicht so intuitiv, wie man es von anderen Programmen gewohnt ist. Hat man den Einstieg aber mal geschafft, kann man damit gut arbeiten.

Ich habe hier einige Videos dazu veröffentlicht:
https://kurswerkstatt-saar.com/courses/freecad-fuer-den-moebelbau/
Der Kurs geht auch bald wieder weiter, mir fehlte in den letzten Monaten leider die Zeit dafür. Die Videos richten sich ausdrücklich an Einsteiger/ innen. Das Programm kann viel mehr, das überfordert aber denke ich am Anfang einfach.
Wenn die Videoserie mal so weit ist, dass die 2D-Zeichnungen abgeleitet sind, werde ich allerdings auch fortgeschrittene Techniken, wie das "richtige" Arbeiten mit Baugruppen und komplexere Geometrien eingehen. Auch das ganze Thema Rendering kommt später noch.

Was den Einstieg vielleicht auch etwas schwierig macht ist der Umstand, dass FreeCAD dir sehr viele Werkzeuge bereitstellst, die du auf ganz unterschiedliche Arten nutzen kannst. Es gibt also nicht immer die eine Vorgehensweise, sondern mehrere. Und du musst dann am Ende die finden, die für deine Arbeit am besten geeignet ist.

FreeCAD ist Open Source und kein Hersteller kann dir irgendwann mit neuen Lizenzbedingungen, Beschneidungen in der Funktionalität und Preiserhöhungen kommen. Bei den derzeitigen Preisen für Rechner und Komponenten sollte auch noch erwähnt werden, dass FreeCAD recht sparsam mit Speicher und Rechenleistung umgeht. Es läuft also auch noch gut auf älteren oder nicht so leistungsfähigen Rechnern.

Alles, was mit 3D-Druck zu tun hat, mache ich inzwischen nur noch mit FreeCAD. Beim Möbelbau muss ich mich einfach noch intensiver mit dem Rendering beschäftigen, um auch da vollständig von BricsCAD auf FreeCAD umzusteigen.

Gruß
Heiko
 
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Dutrag

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Mein Bruder verwendet Rhino. Da ist für mich das große Problem - wie schon @Avogra meinte - dass es nicht parametrisch ist. Möchte er etwas ändern, kopiert mein Bruder das komplette Modell und ändert die Kopie, hat dann meistens fünf Modelle in einer Datei. Schickt mir auch manchmal Zeichnungen, damit ich sie ihm bearbeite.
Ich habe mir vor ungefähr zwanzig Jahren Solidworks selber über die eingebauten Tutorials beigebracht. In der Zwischenzeit andere kommerzielle Programme ausprobiert, aber von der Benutzerfreundlichkeit ist meiner Meinung nach bisher keines an Soldiworks rangekommen. Auch habe ich einige Zertifikate gemacht, alles basierend auf den Tutorials und einem Kursbuch, das ich ausgeliehen bekommen habe. Heutzutage mit Youtube sind die Möglichkeiten nochmal ganz andere.
Bedenke auch, dass es in der EU erlaubt ist, Software-Lizenzen weiterzuverkaufen. Gerade für Privatnutzer könnte es eventuell interessant sein zu versuchen, eine alte lebenslange Lizenz zu bekommen.
 

chips

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Das Programm hat in der letzten Zeit enorme Fortschritte gemacht. Dennoch ist die Einarbeitung nicht einfach und braucht seine Zeit. Vieles ist einfach nicht so intuitiv, wie man es von anderen Programmen gewohnt ist.
Am Wochenende versuche ich mich mal mit der aktuellsten Version. Als ich vor paar Jahren reingeschnuppert hatte fand ich das Programm quasi nicht nutzbar. Aber ich habe jetzt schon mehrfach das Feedback erhalten das große Fortschritte gab.

FreeCAD ist Open Source und kein Hersteller kann dir irgendwann mit neuen Lizenzbedingungen, Beschneidungen in der Funktionalität und Preiserhöhungen kommen.
Ich finde den open source Gedanken total toll und unterstützenswert. Gerade auch als Gegenspieler zu amerikanischen Tech-Milliardären die die komplette Menschheit in Abomodellen gefangen halten will. Allerdings verstehe ich auch das Programmierer gerne bezahlt werden möchten, wie wir alle auch.

Mein Bruder verwendet Rhino. Da ist für mich das große Problem - wie schon @Avogra meinte - dass es nicht parametrisch ist. Möchte er etwas ändern, kopiert mein Bruder das komplette Modell und ändert die Kopie, hat dann meistens fünf Modelle in einer Datei. Schickt mir auch manchmal Zeichnungen, damit ich sie ihm bearbeite.
Ich habe mir vor ungefähr zwanzig Jahren Solidworks selber über die eingebauten Tutorials beigebracht. In der Zwischenzeit andere kommerzielle Programme ausprobiert, aber von der Benutzerfreundlichkeit ist meiner Meinung nach bisher keines an Soldiworks rangekommen. Auch habe ich einige Zertifikate gemacht, alles basierend auf den Tutorials und einem Kursbuch, das ich ausgeliehen bekommen habe. Heutzutage mit Youtube sind die Möglichkeiten nochmal ganz andere.
Bedenke auch, dass es in der EU erlaubt ist, Software-Lizenzen weiterzuverkaufen. Gerade für Privatnutzer könnte es eventuell interessant sein zu versuchen, eine alte lebenslange Lizenz zu bekommen.
Meine privaten Projekte werden nicht so einen großen Umfang haben das es ins Gewicht fällt ob die SW nun parametrisch ist oder nicht. Kann ich verstehen für große Projekte das jemand für den dritten Prototypen Wandstärken ändern möchte und dies mit geringem Aufwand global umsetzen will. Auf Arbeit haben wir genau die Fälle, aber da bin ich in einer anderen Rolle.

Die Idee nach einer gebrauchten SolidWorks Lizenz zu suchen merke ich mir.

Keine GPU-Funktionen für Berechnungen nutzt. Es ist keine dedizierte Grafikkarte nötig.
Mein vorhandener Mac ist eigentlich flott genug für das was ich machen möchte. Es geht um die Konstruktion von kleinen Möbeln wie einen Stuhl oder Schrank. Da haben doch selbst 10 Jahre alte Spiele höhere Anforderungen an die Hardware als ein CAD Programm mit kleinen Dateien. Und man muss ja auch nicht immer live mit aufwändigen Oberfläche rendern.
 

Tokoloshe

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Meine privaten Projekte werden nicht so einen großen Umfang haben das es ins Gewicht fällt ob die SW nun parametrisch ist oder nicht.
Hab ich auch immer gedacht, aber gerade für 3D Druck und Prototypen ist das grandios. Einfach die Werte in einer Tabelle ändern und 30 Sekunden später das neue Teil drucken.

Dass FreeCAD einen mehr oder weniger zwingt so zu denken, ist wirklich anfangs komisch, wenn man von Fusion kommt, dem ja alles egal ist. :emoji_stuck_out_tongue:
 

heiko-rech

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Ich finde den open source Gedanken total toll und unterstützenswert. Gerade auch als Gegenspieler zu amerikanischen Tech-Milliardären die die komplette Menschheit in Abomodellen gefangen halten will. Allerdings verstehe ich auch das Programmierer gerne bezahlt werden möchten, wie wir alle auch.
Für die meisten dieser Projekte kann man Spenden. Je mehr Leute das machen, umso mehr geht bei einem OS Projekt auch voran. Oder man bringt sich selbst mit ein. Ich mache halt den kostenlosen Kurs, weil meine Programmierkenntnisse nicht ausreichen.
 

Avogra

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Meine privaten Projekte werden nicht so einen großen Umfang haben das es ins Gewicht fällt ob die SW nun parametrisch ist oder nicht.
Das hat nichts mit der Größe des Projekts zu tun. Selbst bei den einfachsten Objekten ist es toll, wenn man die ersten Schritte oder kleine Features in der Mitte nachträglich ändern kann. Und dabei geht es nicht nur um Wandstärken. Man kann auch nachträglich Formen ändern, die Reihenfolge von Features korrigieren und vieles mehr.

Der intuitive Gedanke bei dem Wort "parametrisch" ist, dass man Zahlen nachträglich in einer Parameter-Tabelle ändern kann. Das finde ich sehr irreführend, weil das meiner Meinung nur ein sehr kleiner Neben-Aspekt ist. Parametertabellen habe ich erst nach mehreren Jahren angefangen zu nutzen. Tatsächlich kannst du sogar nachträglich sehr einfach einen Wert in einen Parameter umwandeln wenn du feststellst, dass du mehrere ähnliche Varianten vom Objekt willst.

Das wirklich spannende ist, dass du nachträglich ältere Schritte ändern kannst.

Du kannst zB auch die Zeichnung komplett ändern aus der der erste Grundkörper erzeugt wurde. Ein etwas konstruiertes Beispiel: Angenommen, die willst für deine Frau einen Stern mit 6 Zacken designen, den du ausdrucken, auf eine Holzplatte kleben und per Hand nachfräsen willst. Im ersten Schritt erstellst du eine Skizze von einem Zacken incl Grundkörper, also eine Raute mit 60° Basiswinkel, weil du 6 Zacken willst und extrudierst ihn zu einem Körper. Dann fügst du diverse Details hinzu, zB viele kleine Ausschnitte, durch die später Licht durchscheinen kann. Am Ende machst du eine rotationssymmetrische Kopie des Zacken mit 6x 60° die zu einem Körper verschmelzen. Fertig ist der Stern. Jetzt kommt in den ersten Zacken noch ein Loch zum Aufhängen. Du druckst den Stern aus und zeigst ihn deinem "Kunde". Rückmeldung: "Puh, 6 Zacken sieht komisch aus, ich hätte doch lieber ne ungerade Anzahl, zB 7. Und die Zacken sind auch zu lang, ich hätte lieber ne größere innere Fläche."
Mit einem parametrischen CAD gehst du jetzt zurück in die erste Zeichnung, änderst den Basiswinkel von 60° auf "=360/7" (es kann auch Formeln auswerten) und verkürzt die Zackenlänge. Danach bearbeitest du noch das Rotationsfeature und änderst die Anzahl der Kopien von 6 auf 7.
3 Minuten später hälst du den aktualisierten Ausdruck in Händen. Weitere Änderungswünsche kein Problem.

Ich hab den Fall bestimmt bei jeder zweiten Konstruktion, dass sich irgendeine Designentscheidung von vor einer Stunde als doch nicht so geschickt heraus stellt.
Mit einem parametrischen CAD gehe ich nochmal zurück zu dem Feature, ersetze es vielleicht durch ein anderes und spule wieder vor. Vermutlich haben ein paar Folge-Features dann eine fehlerhafte Verknüpfung. Die muss ich dann noch korrigieren und habe innerhalb von wenigen Minuten den Design-Fehler verbessert.
Ohne diese Möglichkeit müsste ich vielleicht zu einer älteren gespeicherten Version zurück gehen, bevor ich den Design-Fehler eingebaut habe. Wenn es den nicht gibt, starte ich nochmal ganz von Vorne.

Diese Möglichkeit ändert komplett, wie man an Designs heran geht.

Ich denke FreeCAD und wenn ich es von @chips richtig verstanden habe auch Rhino bieten diese Möglichkeiten genau so wie SolidWorks. Von daher sind ja dann alle deine aktuellen Optionen in Ordnung.

Ich wollte einfach nochmal die Bedeutung und den großen Mehrwert von "parametrisch" erläutern, weil ich glaube, das ist erstmal nicht so offensichtlich. Je mehr Details eine Konstruktion dann hat, umso wichtiger wird das dann.
 
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Ich wollte einfach nochmal die Bedeutung und den großen Mehrwert von "parametrisch" erläutern, weil ich glaube, das ist erstmal nicht so offensichtlich. Je mehr Details eine Konstruktion dann hat, umso wichtiger wird das dann.
Danke für die Erklärung und ja sinnvoll ist das natürlich. Ich kenn das aus dem Elektronikbereich vom Altium Designer. Wenn ich da einem Netz nachträglich eine andere Spannungsklasse zugewiesen habe wurden sofort alle Abstände, Masseflächen und das Routing neu berechnet. Ggü. einem reinen "Malprogramm" eine Arbeitserleichterung und Zeitersparnis von teils mehreren Tagen. Da saß man aber auch Monate an einem Projekt mit einer 8-lagigen Leiterplatte. Der Schulungsaufwand war aber auch sehr groß.

Ich bekomm fast Lust drauf auch wieder so eine Space Mouse von 3DConnexion zu kaufen. Nein ich beherrsch mich. :emoji_sunglasses:
 
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Für die meisten dieser Projekte kann man Spenden. Je mehr Leute das machen, umso mehr geht bei einem OS Projekt auch voran. Oder man bringt sich selbst mit ein. Ich mache halt den kostenlosen Kurs, weil meine Programmierkenntnisse nicht ausreichen.
Wenn ich da mit programmieren würde wüsste man wenigstens wer für die Bugs verantwortlich ist. :emoji_joy: Gespendet hab ich auch schon für ein paar kleine Projekte. Viele haben ja so einen Button Donate $xxx auf ihrer Website.
 

Dutrag

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Ich bekomm fast Lust drauf auch wieder so eine Space Mouse von 3DConnexion zu kaufen. Nein ich beherrsch mich. :emoji_sunglasses:
Die Spacemouse Pro kriegst du gebraucht für ~150€, bei Kleinanzeigen bietet einer eine neue sogar für 260€ an - und falls du einen Studenten kennst, kriegst du sie bei 3DConnexion direkt für 285€. :emoji_wink:
(Bei der Compact stört mich, dass sie nur zwei Knöpfe hat, hätte sie wenigstens vier... Und dass sie inzwischen UVP 190€ kostet! :emoji_fearful: Ich habe meine erste über ebay für 60€ statt 110€ gekauft. Und die Pro Wireless vor zehn Jahren bei einer Rabattaktion mit Studentenrabatt für 178,50€!!!)
 
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Die Spacemouse Pro kriegst du gebraucht für ~150€, bei Kleinanzeigen bietet einer eine neue sogar für 260€ an - und falls du einen Studenten kennst, kriegst du sie bei 3DConnexion direkt für 285€. :emoji_wink:
(Bei der Compact stört mich, dass sie nur zwei Knöpfe hat, hätte sie wenigstens vier... Und dass sie inzwischen UVP 190€ kostet! :emoji_fearful: Ich habe meine erste über ebay für 60€ statt 110€ gekauft. Und die Pro Wireless vor zehn Jahren bei einer Rabattaktion mit Studentenrabatt für 178,50€!!!)
Nein, nein, nein, ich lasse mich nicht verleiten da weiter zu recherchieren. Ich kenn mich ja und weiß wie das ausgeht.

Warum läuft gerade im Kopf Deichkind mit Leider geil? :emoji_slight_smile:
 

chips

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Was ist kurz gesagt der Vorteil so einer Spacemouse?
Ich verwende eine Gamingmous (Logitech g502) und hab mir da die wichtigsten Zeichenbefehle auf die Tasten gelegt. Damit bin ich recht flott beim zeichnen.
Aber ich suche immer nach Optimierungen.
Danke und Gruß
Harald
 
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