Erfahrungen Öle von Rubio Monocoat

OmnimodoFacturus

ww-robinie
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Also ich hab mal einen Bericht aus den USA (dort ist die Marke verbreiteter) gelesen, der hat 2-3 Schichten aufgetragen und eine tolle Oberfläche erhalten.
Ich habe es mit einem Schwamm aufgetragen, also hatte ich beide Hände komplett voller Öl (mit Härter). Auf den Unterarmen, wo ich die Reaktion hatte, hatte ich meines Wissens keinen direkten Kontakt, außer beim Händewaschen im Anschluss - eventuell habe ichs dabei etwas verrieben. Es gibt auch einen Warnhinweis auf der Dose, dass es zu allergischen Reaktionen kommen kann. Ich wollte nur sagen, dass ihr darauf achten solltet keinen Hautkontakt mit dem Härter zu bekommen. Der Scheiß hat über ne Woche lang gejuckt/geschmerzt wie sau. Aber vom Holzergebnis her super.
 

Jaquiria

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So ich habe es jetzt mal testen können, bis dato passt alles, ich habe 1x aufgetragen (mit Härter) und werde die Oberfläche so lassen - finde die Schicht absolut gleichmäßig, keine Schlieren etc insofern war es wirklich einfach zu verarbeiten - Nasstest kommt mal in einer Woche, soll ja 5 Tage durchtrocknen bevor es feucht wird....

Anhang anzeigen 115429


werde demnächst mal einen Boden mit der Pure Variante machen....
Und wie verhält es sich mit der Haptik? Wie geöltes Holz, Richtung Hartwachsöl oder lackiert?
 
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ich würde es wie geölt bezeichnen - ich habe nur den Vergleich zu Kreidezeit ölen, im Gegensatz dazu ist es viel Glatter / Feiner - andere würden darin aber vielleicht schon "Schichtbildend" sehen....
 

Kunstbohrer

ww-robinie
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Ich hatte auch eine Zeit lang Rubio.
Das war schon alles ok und bei richtiger Anwendung auch ganz gut, aber preislich ist das schon happig.
Man muss im Prinzip das Auftragen, in den Horden Wagen legen für ein paar Minuten, wieder raus, abpolieren und dann wieder in den Wagen. Außdem hat mich das mit dem Härter irgendwie gestört. Es war immer zu viel oder zu wenig. Für kleine Reperaturen hab ich es dann 1k hergenommen, aber das war irgendwie auch nicht das wahre. 2k und fürn Fußboden war super für kleine Räume - hier war entgegen der Anleitung trotzdem immer mal wieder ein zweiter Auftrag nötig. Für große Räume ist man damit aber alleine Aufgeschmissen. Das fängt viel zu schnell das kleben an. Man muss dann kleine Abschnitte machen. Aber da sieht man einfach immer irgendwelche Ansätze. Auch Mikrokratzer oder nicht ganz sauber ausgeschliffene Stellen von der vorherigen Körnung oder am Übergang zum Rand muss man aufgrund des fehlenden Wachsanteils ziemlich aufpassen. Ohne Trio oder Columus geht da garnichts.

Ich bin wieder zurück zum Complex. Auch das kann ich nur 1x Auftragen wenn ich will.
Es ist günstiger, brennt nicht und ist nach 2-3 Wochen Aushärtung auch nicht erkennbar schlechter.
Außerdem ist es Fehlertoleranter. Da muss ich nix penibel nach wischen sondern Trage es auf (Rolle, Spritze, Pinsel, Schwamm, Spachtel … geht alles) das auf und Fertig. Je nach Vorschliff und Sättigung kommt , wenn nötig, ein kleiner Zwischenschliff und ein zweiter Auftrag oder es wird nur noch der Wachsanteil mit einem Pad aufpoliert.

Für hoch belastete Bereiche wie im Bad oder für Fußböden muss man halt sehr großzügig sein damit das Zeug schön einzieht. Das kann dann schon mal einen Tag dauern bis das trocknet.
 

justplanesteve

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Vor ein paar Jahren habe ich mir Muster-Sets von Rubio und Osmo besorgt und Testflächen von je einem Quadratmeter auf einem Boden angelegt – ebenso wie zwei weitere Oberflächenbehandlungen. Letztendlich haben wir uns für ein Produkt entschieden, das keines der ursprünglich vier getesteten war. Dennoch hat mir Osmo besser gefallen als Rubio. Außerdem habe ich herausgefunden, dass der Härter für Rubio praktisch identisch mit dem Härter für Kunstharzlacke ist, den man bei Tractor Supply kaufen kann. Mit anderen Worten: Bei beiden handelt es sich um Polyisocyanate. Lies also unbedingt die Datenblätter. Es handelt sich um gefährliche Chemikalien; man sollte sie nicht leichtfertig verwenden, sondern mindestens einen guten Hautschutz sowie eine Atemschutzmaske mit Aktivkohlefilter tragen.
 

Kunstbohrer

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Da stellt sich natürlich auch die Frage ob das dann noch ein Öl oder schon ein Lack ist. Irgendwie ist das stark im Wiederspruch zu dem was man neben der Haptik eigentlich erreichen will mit dem Öl.
 

OmnimodoFacturus

ww-robinie
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Meinst du mit diese oberlehrerhaftem Gehabe unterstreichst du deinen Punkt? Nur weil ein Bestandteil von vielen gleich ist, macht das das Produkt nicht gleich oder ähnlich.
 

Kunstbohrer

ww-robinie
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Mir geht es hier nicht darum, den Oberlehrer zu spielen. Es ist nur ärgerlich, wenn mir direkt unterstellt wird, ich hätte keine Praxiserfahrung mit dem Material. Falls ich bei bei meinen Ausführungen einen Fehler drin ist, lasse ich mich gerne korrigieren - dann aber bitte mit konkreten Gegenargumenten oder Praxisbeispielen.

In den Beiträgen #33 bzw. In meiner Reaktion darauf in #34 geht es rein um Fakten.
Die Härterkomponenten von 2K-Ölen (egal ob Osmo, Rubio, o.ä.) sind chemisch nun mal nah mit den Härtern von Lacken verwand und daher ökologisch durchaus fragwürdig. Wer also rein aus Umweltgründen zu Öl greift, sollte diesenen Aspekt zumindest bedenken. Dass sich die Haptik nicht einem Öl entspricht hat hier niemand behauptet.

Lass uns doch bitte sachlich bleiben und auf Augenhöhe diskutieren. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast, teile sie gerne mit uns - davon profitiert das Thema am meisten.
 

brubu

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Die Härterkomponenten von 2K-Ölen (egal ob Osmo, Rubio, o.ä.) sind chemisch nun mal nah mit den Härtern von Lacken verwand
Da hast du vollkommen Recht. Die sind nicht nur verwandt, sondern bei gewissen Herstellern die gleichen PU Universalhärter wie für die Lacke.
Ob und wie ökologisch die noch sind kann ich nicht beurteilen weil ich mich dazu zuerst aufwendig informieren müsste.
 

OmnimodoFacturus

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Ja, der Härter mag ähnlich sein, aber das Öl selbst ist auf Leinöl Basis und damit ganz klar ein Öl. Genauso die sonstigen Eigenschaften wie Haptik, Empfindlichkeit bei Wasser etc. sind vergleichbar mit anderen Ölen, aber weit weg von Lack. Es feuert auch anders an.

mal so nebenbei klebt das Öl auch nicht, wenn du nicht zu viel aufträgst. Es reicht einen kleinen Klecks auf die Fläche zu setzen und es mit einem Exzenter mit Vlies Pad einzuarbeiten. Gerade bei gebürsteter Eiche hast du sonst viel zu viel Öl drauf, das du danach nicht wieder weg bekommst. So kannst du auch riesige Fußbodenflächen alleine erledigen, weil du es nicht wieder abnehmen musst.
 

Kunstbohrer

ww-robinie
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Ja, da wiederspreche ich dir im ersten Punkt garnicht. Das Ergebnis ist defintiv als Öloberfläche zu identifizieren.

Aber nach deutlich über 1000m2 Rubio die ich verarbeitet habe, gebe ich zu bedenken, dass die vorgeschlagene Vorgehensweise gerade bei Fußböden zu Problemen führen kann. Das Holz kann sich ggf. nicht ausreichend vollsaugen. Dann ein wäre ein zweiter Auftrag nötig, jedoch ist dieser eigentlich nicht vorgesehen. Um eine ausreichende Sättigung mit einem Auftrag zu gewährleisten muss z.B. mit einem Wischer, Schamm, Spachtel o.ä. aufgetragen werden und nach einer gewissen Einwirkzeit z.B. mit der Columbus der Überschuss abgenommen werden. Bei großen Flächen ist man da alleine schnell mal zu langsam (ca. 15-20min Bearbeitungszeit) und muss daher in Abschnitten arbeiten. Richtig besch… ist es dann bei Böden mit Microfase und pigmentierten 2k-Ölen. Da wird schnell eine zweite Person nötig zum auswischen der Fasen. Hier sind 1k-Produkte, die sich Aufrollen lassen, klar im Vorteil.

Da 2k Öle auch im Pad und Schwamm aushärten, muss dieses bei Baustellen auch häufiger mal das Pad gewechselt werden und ist in jedem Fall nach der Anwendung zu trocknen und dann zu entsorgen. Bei Leinölfreien 1k Produkten kann man Pads, Schwämme usw. auch in eine Tüte packen und am nächsten Tag wieder verwenden.

Theoretisch könnte man ja auch ohne Härter arbeiten. Aber dann hat es auch keinen wirklichen Vorteil mehr gegenüber einem normalen Öl. Etwas Ungewöhnlich ist da dann nur der fehlende Wachsanteil - aber das gibt es wo anders auch für deutlich weniger Geld.

Ich will das Rubio garnicht schlecht Reden und nutze es auch immer noch bei kleinen Aufträgen mit z.B. einem Zimmer und Mosaikparkett. Da gibt es im Prinzip nichts besseres, da man die Baustelle in einem Tag abschließen kann. Auch für Ausbesserungen, wo ggf. passend ein eingefärbtes Öl vor Ort angemischt werden muss, ist es absolut genial.
 
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