Empfehlung Bettverbindung

Stadi

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Hallo Profis,

ich habe vor ein neues Bett (200*200) zu bauen, Material wird 26mm Eiche Leimholz werden.
Wo ich mir noch unschlüssig bin ist was wohl die beste Art ist die Seitenteile mit Kopf und Fußteil zu verbinden.
Bei dem Gästebett was ich mal gebaut habe, habe ich Berliner Betthaken dafür verwendet.
Ein anderer Gedanke wäre Dübel zu setzen und das Ganze durch ein Taschenloch (Kreg Jig) zu verschrauben.
Was gäbe es noch für möglichkeiten bzw. was würdet Ihr machen?

Gruß Stadi
 

Guido_CH

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Alternativ sog. Schwerlastverbinder, z.B. https://www.beschlaege-koch.de/topform-schwerlast-verbinder-f-zamak-52-x-17mm-tm089974.html
Ich habe sie für das demontierbare Zargengestell einen Gartentisches verwendet. Sind etwas blöd einzubauen (die Löcher sind nicht auf gleicher Höhe, da muss man ein bisschen rechnen), und man braucht einen (Gummi-)Hammer, um sie wirklich kraftschlüssig zusammenzubekommen; sie funktionieren aber.
Ich würde Berliner Betthaken verwenden; habe ich mal bei einem Bett gemacht, auch bei größeren Beanspruchungen gab's keine Probleme :emoji_slight_smile:
 

marcus_n

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Diese Taschenlochverschraubungen sind nicht sonderlich stabil und brechen bei Querbelastung sofort aus. Also die klassische Verbindung wählen.
 

ChristophJ

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Ich hab die hier benutzt:

Aufschraub-Verbinder

Da muss man keine Fräsungen in die Bettteile machen, was je nach Werkzeugaustattung nicht ganz so trivial ist.
Das die "Berliner Betthaken" mechanisch überlegen sind streite ich gar nicht ab, aber die Bettverbinder tuns für mich auch.
Hält seit ~ 2 Jahren
 

teluke

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Wir machen die Berliner Betthaken selbst.
Habe gerade unserer Metallwerkstatt wieder den Auftrag für 2 Doppelbetten gegeben.
Wie machen die aus 3mm Stahl.
 

Stadi

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Warum suchst du dann nach einer Alternative? Nicht zufrieden?

Bei den Berlinern würde ich auf die Materialstärke achten. Ich meine, da gibt es Unterschiede.
Absolut zufrieden, aber hätte ja sein können das es noch bessere gibt

Hab mich wieder für die Berliner Entschieden, sind mit Schablone ja recht fix eingefräst.

Danke Euch für Eure Einschätzungen
 

ministry

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Wenn man die Betthaken zu stramm einbauen möchte, kann es auch mal schiefgehen :emoji_wink: Da hatte der Hammer zu viel Kraft und die Betthaken wohl zu wenig Platz. Ist allerdings nur bei einer von vier mit gleichen Einstellungen gefrästen Verbindungen passiert

Lignoshop Betthaken kaputt.jpg
 

IngoS

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Hallo,

sieht aus, als wären die Haken nur schlecht eingenietet und nicht geschweißt. Das ist nicht optimal, aber billig. Entweder zusammen stecken und schweißen, oder kräftig nachnieten.

Gruß Ingo
 

ministry

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Hallo Ingo, kann man das Nieten denn mit normalem Werkzeug bewerkstelligen? Ein Schweißgerät wurde von meiner Liebsten noch nicht genehmigt :emoji_wink:

PS: die waren vom Lignoshop
 

IngoS

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Hallo Ingo, kann man das Nieten denn mit normalem Werkzeug bewerkstelligen? Ein Schweißgerät wurde von meiner Liebsten noch nicht genehmigt :emoji_wink:
PS: die waren vom Lignoshop/QUOTE]

Hallo,

ich könnte das. Haken fest in einen Schraubstock spannen, Lasche auflegen und mit kräftigen Hammerschlägen den Haken vernieten. Je nach Überstand auch mit Meissel oder Körner arbeiten.

Gruß Ingo
 

IngoS

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Hallo,

Meine Antwort oben ist ins Zitat mit rein gerutscht. Also Zitat ganz öffnen.

Gruß Ingo
 

IngoS

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MMn gehören die höchstens (bzw "tiefstens") bündig eingelassen.
Statt Reparaturversuchen würde ich Neue kaufen.
Hallo,

Die Haken wieder einnieten dauert 5 Minuten und die sitzen dann besser als original.
Unter die Gegenplatte muss natürlich was drunter gelegt werden, damit der Zug auf die Haken geringer wird.

Gruß Ingo
 

riano

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Ich klinke mich mal hier ein - ich bin auch gerade an einem Bettprojekt und verwende dazu die Ligno Berliner Betthaken.

Ihr sagt, dass die Haken nicht zu stramm sein sollen und nicht tiefer als buendig eingelassen werden sollen. Ich hatte das eben mal probegefraest, aber bei buendig wackelt alles. Ist zwar nur ein Probestueck, aber wenn das am Bett so waere wuerde das doch viel zu viel wackeln….

Habe dann 0.5mm tiefer gefraest, jetzt ist alles so stramm dass die Verbindung mit dem Holzhammer hergestellt werden muss. Mein Gefuehl sagt mir dass das auch so beim Bett sein soll.

Wie macht ihr das?
 

joh.t.

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Ich klinke mich mal hier ein - ich bin auch gerade an einem Bettprojekt und verwende dazu die Ligno Berliner Betthaken.

Ihr sagt, dass die Haken nicht zu stramm sein sollen und nicht tiefer als buendig eingelassen werden sollen. Ich hatte das eben mal probegefraest, aber bei buendig wackelt alles. Ist zwar nur ein Probestueck, aber wenn das am Bett so waere wuerde das doch viel zu viel wackeln….

Habe dann 0.5mm tiefer gefraest, jetzt ist alles so stramm dass die Verbindung mit dem Holzhammer hergestellt werden muss. Mein Gefuehl sagt mir dass das auch so beim Bett sein soll.

Wie macht ihr das?
Genauso
 

poeschl

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Ich hab die in mein Bett eingebaut:
https://www.groh-moebel.de/epages/6...024/Products/Solid/SubProducts/"Solid 2 - 12"
Zwar nicht billig und man braucht eine Langlochfräse, aber ich find die Teile super. Man sieht nix davon und sie sind wirklich stabil. Ich habe jetzt aber zugegeben auch nicht viel Vergleichserfahrung :emoji_slight_smile:
PS: Ich bin kein Aluhutträger, der an irgendwelche Felder durch Eisen im Bett glaubt, ich fand die Verbinder einfach interessant und wollte was ausprobieren
 

seschmi

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Wer hat Erfahrung mit den Beschlägen von Knapp? Guido Henn empfiehlt sie hier

https://www.holzwerken.net/artikel/archiv/der-beste-bettbeschlag-einhaengebeschlag
Ich bin gerade dabei, sie zu verbauen. Ich finde sie etwas komplizierter als den Berliner Betthaken, weil man ja zwei Beschläge übereinander setzen muss, und dafür ganz exakt Fräsen und Bohren. Das lässt sich mit Schablonen schon machen, aber sind halt doppelt so viele Fräsungen.

Der Vorteil ist, dass sie sich in gewissen Grenzen verstellen lassen, was beim Berliner (siehe oben) über die Frästiefe passieren muss.

Halten tun sie sicher gut, ich fand die Berliner Betthaken aber einfacher. Wie sich das preislich vergleicht, müsste ich nachschauen.
 
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