Eichenbohlen wann zuschneiden- Restfeuchte?

Pino

ww-ulme
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Taunusstein
Ich weiß der Beitrag ist schon älter.
Bin gerade so am durchstöbern des Forums und möchte kurz meine Erfahrungen dazu schreiben.

Ich habe das Glück das ein Familienmitglied eigenen Wald besitzt und ich das holz zum Schneidepreis bekomme.
Ich lasse die Bohlen auf 6 cm schneiden da ich zu astigem Holz tendire und bei der trocknung trotz sorgfältigem Lager nicht alles gerade bleibt.
Ich bekomme das Holz bei luftiger trockner Lagerung nicht unter 16%.Bei Eiche und Robinie ist das in ca. 6-7 Jahren soweit, Esche sogar bisschen länger.
Danach tut sich nix mehr. Habe gerade Esche von 2008 aufgeschnitten, immer noch 16%.
Gemessen wird mit der Hygromette. Nach dem auftrennen kommt das Holz nochmal 8 Wochen in einen sehr warmen Raum mit Umluft. Dadurch bekomme ich es wenigstens auf 14 %.Danach noch eine Woche in die Werke, dort habe ich Wohnraumklima.
Die Bohlen nehme ich nur für Korpusse, Tischplatten etc.
Für Türen und solche Dinge kaufe ich dann Kammertrocken da es meiner Meinung nach nix bringt sowas aus Luftgetrocknetem Holz zu Bauen. Irgendwann verzieht es sich und die Arbeit war umsonst.

Grüße
 

Friederich

ww-robinie
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Luftgetrocknet wirst Du selbst unter optimalen Bedingungen nur auf ca. 15-16% Holzfeuchte kommen.
Im Freien sind ca 13-14% möglich. Im beheizten Raum ohne weiteres 8-9%. Nur halt nicht innerhalb von Wochen.

Einschneiden bzw Grobzuschnitt sollte man recht zeitnah machen (Tage bis Wochen vorher, und die Teile dann hochkant auf die Hobelbank stellen). Kann ja passieren, dass man zwischenzeitlich die Planung ändert, und dann hätte man unnötig Verschnitt produziert.

Abrichten und Fügen dann erst ganz kurz vor der Verarbeitung. Am besten am selben Tag. U.U kann sich Holz ja schon innerhalb von wenigen Tagen verziehen.
 
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