Eiche verleimen für außen. Welcher Kleber?

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von The Whip, 14. April 2008.

  1. The Whip

    The Whip ww-kastanie

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    Hallo,

    ich möchte Eichebretter zu einer 900x600x150 großen Tafel verleimen. Das fertige Stück soll dann aber für außen sein. Ist also allen Witterungen ausgesetzt.

    Meine Frage: Kann ich dafür normalen Wassserverdünnten Holzleim nehmen? Hält der, oder sollte man die Finger davon lassen?
    Wie mache ich es richtig?
     
  2. Red-Rabbit

    Red-Rabbit ww-ahorn

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    Hi du.
    Es sollte schon ein D3 besser D4 Leim sein. Diese Verleimungen sind dann Wasserfest. Wenn die Sonne noch drauf scheint, und das Teil aufheizt, W91 Verleimung. Da kann dir aber jedes gut sortierte Fachgeschäft helfen...
    900x600x150??

    Länge 900 kein Problem. Breit 600 da kann es zu Rissen im Holz kommen..aber 150 dick? hm.. das gibt sicherlich Risse..

    Gruß Jörg
     
  3. Stick6969

    Stick6969 ww-ulme

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    Hi,

    D3 Leim in Verbindung mit dem passenden Härter wäre eine Wahl.
    Bootsleim z.B. Bindan CIN ginge auch wäre aber wahrscheinlich mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
    Am unproblematischstem wäre vielleicht ein PU -Kleber .

    so long

    Stick
     
  4. colonius

    colonius ww-nussbaum

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    Gelöscht wegen veralteter Info
     
  5. The Whip

    The Whip ww-kastanie

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    Leipzig
    Dann werde ich mal den Fachhändler in der Nähe aufsuchen.

    Wegen der Dicke... ich hoffe einfach mal das mit der Zeit nicht all zu große Risse entstehen. Die Tafel wird in drei Schichten (dicke) zu je drei Teilen (breite) Verleimt.
    Versiegelt wird es auch.

    Apropos, welches Öl zum Versiegeln wäre für die dauerhafte Anwendung im Außenbereich am geeignetsten?
     
  6. deFranke

    deFranke ww-pappel

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    Weißleime, auch mit Härterzusatz sind im direkt bewitterten Außenbereich nicht geeignet.
    PU-Kleber bedingt.
    Epoxidharze(elastisch aushärtend) bringen deutlich bessere Ergebnisse.

    Jede Oberflächenbehandlung im Außenbereich bedarf zur Werterhaltung der regelmäßigen!!! Pflege.
    Einmal auftragen und dann nichts mehr dran machen funktioniert nicht.
     
  7. Bohol

    Bohol ww-pappel

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    Hallo the Whip,

    nun ist seit Deiner Frage einge Zeit vergangen und Du hast bestimmt etwas übers
    wasserfeste Verleimen von Eichenbretter zu berichten.
    Auf meiner Werkbank liegt das gleiche Projekt wie bei Dir einst und so wollte ich nachfragen zu welchem Leim oder Kleber Du raten kannst.

    Vielen Dank, Bohol
     
  8. threedots

    threedots ww-robinie

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    Hallo Bohol,

    Wie Du richtig bemerkt hast, ist dieser Thread bereits einige Jahre alt. Vielleicht antwortet Dir Whip ja noch, er hat allerdings seit 2009 nix mehr hier im Forum geposteted.

    Wenn Dein Projekt bewittert wird, nimm elastisch härtendes Epoxidharz. Und je nach Dicke der zu fertigenden Platte wird diese auch mit ziemlicher Sicherheit reißen.
     
  9. bagalut

    bagalut ww-birke

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    Hallihallo!
    Der Trööt ist ja wirklich schon uralt - aber es ging um eine Verleimung von EICHE!
    Da kann man doch nicht ernsthaft eine Epoxydharz-Verklebung empfehlen?!

    Das war vor 20 Jahren schon ein Reinfall im Bootsbau...

    Eiche ist mit Bindan-Cin zu kleben.

    Schöne Grüße von der "Küste"

    bagalut
     
  10. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Irgendwelche Quellen? Höre ich zum ersten Mal. Hab selber Eiche auch schon öfter mit Epoxy geklebt, kein Problem.
     
  11. threedots

    threedots ww-robinie

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    im Westen
    Hallo,

    habe selbst ein Eiche Leimholzschränkchen mit Epoxid geklebt. Das steht im Bad meiner Eltern und hat bereits einige Wassereinbrüche abbekommen. Die Klebefugen sind immer noch absolut in Ordnung. Das Schränkchen hat zwischenzeitlich schon mehr als fünfzehn Jahre im Bad hinter sich.
     
  12. Bohol

    Bohol ww-pappel

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    Berlin
    Hallo in die Runde,


    habe gestern noch die Bootswerft Hatecke in Freiburg-Elbe angerufen. Da hat man mir auch zu Bindan Cin geraten und weiter zu Epoxyd Kleber von West Systems. Dieser soll jedoch mit Baumwollfasern vermischt benutzt werden um größere Fugen zu verschließen. Weiter hat der den Nachteil sich bei heißem Wasser in Wohlgefallen aufzulösen ( bei beiden Klebersorten aber ein Feuchtigkeitswert des Holzes von 10% nicht überschreiten).

    Bohol
     
  13. Sägenbremser

    Sägenbremser ww-robinie

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    Hallo Bohol

    Das mit der Eiche höre ich jetzt auch zum ersten Mal,
    habe aber auch noch kein Eichenholz mit West -System
    verkleben müssen/wollen. Was ist da der Hinderungsgrund,
    der Gerbstoffgehalt mit der Aminosäure?

    Das mit den Baumwollfasern als Füllmaterial ist aber
    nicht so ganz richtig. Mit der Faser stellt man eher die
    Tixotrophität, also das Ablaufverhalten bei Epoxy ein.

    Als Füllstoff kommen dann Microballons zum Einsatz.
    Bei Sichtfugenverleimungen würde ich auf die Fasern
    immer verzichten, ein gutes Eindringen in die Holzfaser
    setzt Harzmischungen mit niedriger Viskosität voraus.
    Die Baumwollfasern lassen sich zudem schlecht schleifen
    und sehen auch nicht gut in der Leimfuge aus.

    Aus dem West System wird es SP106 bei einem Tisch schon
    richten. SP 120 ist noch teurer und auch etwas übertrieben.

    Wenn du über ausreichende Pressmöglichkeiten verfügst
    ist der Binden Cin auch sehr schön in der Anwendung, aber
    da sollten schon ein paar schwere Türspanner zum Einsatz
    beim Verleimen kommen, mit Schraubknechten kann ich
    mir nicht vorstellen den Pressdruck aufbauen zu können.

    Gruss Harald
     
  14. bagalut

    bagalut ww-birke

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    Hallo Ihr lieben!
    Sorry, dass ich mich erst jetzt melden kann...

    Lieber Harald, jetzt bringst Du aber einiges durcheinander (Wir sind doch im "Professionellen Profiforum:emoji_slight_smile:):

    Zum Thixotropieren nimmt man Thixotropiermittel (Kieselsäure).
    Wenn eine Verbindung, z. B. auf Stoß besonders stabil werden soll, dann nimmt man Baumwollfasern (kein Verhindern des Ablaufens !).
    Wenn eine Verbindung leicht schleifbar werden soll, Microballons (verminderte Festigkeit).
    Es gibt auch noch weitere Zuschlagstoffe (z.B. für das Brandverhalten)

    Es muß übrigens nicht "West-System" daraufstehen...da sind einige Mitarbeiter weggegangen die das "Stöffchen" zu einem anderen Preis anbieten...

    Aber noch mal zur Eiche:
    Ich kann da nix "beweisen", habe aber seit über 25 Jahren Erfahrung auch im Boots- und Schiffbau. Ich hatte auch nie Probleme beim Lamellieren und verwende das "Zeug" gerne. Aber bei Eiche traten immer wieder Probleme auf: Dieses Frühjahr habe ich einen Wechsel neu gemacht der sich nach acht Jahren komplett entleimt hatte (vorher keine Probleme). Auch eine GFK-Lage (mit vernünftigem Gel-Coat) habe ich bei einem Boot entfernt da sie plötzlich ein "Totalausfall" war. Ich weiß von befreundeten Bootsbauern das Sie ähnliche Probleme hatten - immer bei Eiche.
    Vielleicht liegt es an der Gerbsäure? Holzfeuchte zu hoch gewesen?
    Die Bootsbauer die ich so kenne arbeiten bei Eiche alle mit Bindan (ich will hier keine Werbung für das Produkt machen aber ich kenne keine andere Phenolharz-Quelle).

    Also, nur meine Meinung: bei Sipo oder Kambala usw., Ja!
    bei Eiche, Nein

    Es grüßt Euch der
    bagalut
     
  15. Sägenbremser

    Sägenbremser ww-robinie

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    Köln
    Hallo bagalut

    ob ich jetzt einiges durcheinander bringe, sei
    mal dahin gestellt. Das Einbringen von grossen
    Mengen Siliciumdioxid verbessert die Polyaddition
    nicht gerade günstiger. Natürlich hast du damit
    Recht was die Einstellung des tixotrophen Verhaltens
    auf die Harzlösung angeht ist Kieselsäure die erste
    Wahl. Nur gibt es auch beim Epoxyverarbeiten schon
    mehrere Wege das Richtige für den Anwendungsfall
    finden zu können.

    Ein wenig bin ich schon irritiert von solchen Floskeln
    wie " lieber". Du bist es, bestimmt mehr als ich, in deiner
    Umgangsform gewohnt, so in dieser virtuellen Form zu
    agieren, aber als umgangssprachliche Form ist das schon
    eher frech und ich denke das du das in deinem realen
    Leben eher selten verwenden möchtest. Ich kann nicht
    beurteilen was dir dabei auf einer Baustelle passieren wird,
    aber hier im Rheinland ist das bestimmt nicht konfliktfrei.

    Das ein Bauteil über Jahre nicht so ganz den erwarteten
    Eigenschaften gerecht wird, ist bestimmt schon jedem
    hier in der Praxis tätigem Tischler mal passiert, nur deine
    recht abrupte Äusserung über Eiche+ Epoxyverbindungen
    will noch immer geklärt werden. Ja wir sind hier im Bereich
    der professionellen Anwendung, da reicht es nicht mal ebend
    auf "einem" misslungenes Bauteil eine These aufzubauen.

    Gruss Harald
     
  16. bagalut

    bagalut ww-birke

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    Kiel
    Hallo Harald!

    Ich wollte Dir auf keinen Fall "Frech" antworten!
    Ich entschuldige mich in aller Form bei Dir - mit meinem Beitrag wollte ich Dich nicht verärgern oder bloßstellen!



    freundliche Grüße

    bagalut
     
  17. Holzwurm1952

    Holzwurm1952 ww-buche

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    Nördlich von München
    ohne entsprechende Maschinen ist das ganze von vorne herein zum Scheitern verurteilt.
    50 mm starkes Holz in 3 Schichten 3schichtplatte und das im Freien das Hält kein Leim
    Sonne Regen Frost da wird sich sehr schnell das ganze auflösen!
    15 Lagen a`10 mm währe Event. möglich, Beschichtung Bootslack Poren verschließen voraus gesetzt man eine Hydr.Furnierpresse .
    Über 100 Jahre alte Eichenbalken verleimen währe möglich wenn ohne Kern und als Leimholz
    also nicht abgesperrt aber sauberst ausgehobelt und mindestens 20 gute Schraubzwingen
     
  18. Dr.Eckert

    Dr.Eckert ww-ahorn

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    Mittelfranken
    Ich hab nun mal ein bisschen recherchiert...könnt Ihr mir evtl. einen guten Epoxy-Kleber nennen? Muss das dann einer mit Härter sein, also sind die generell dann 2K?

    Vielen Dank Euch schonmal
     
  19. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Dortmund
    Epoxy ist immer 2K. Ich benutze für sowas 90min Epoxy von r-g.

    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Sollte es in der Tat Probleme mit Eiche geben, würde ich da aber erstmal Probeklebungen machen.

    Wichtig: Gut mischen und genau dosieren. Am besten mit digitaler Feinwaage. Gibts so um 20-25 Euro bei Ebay (z.B. tomopol).
     
  20. Holz-Fritze

    Holz-Fritze ww-robinie

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    Bonn
    Mal eine Laienfrage warum kein PU Leim (z.B. Beko Allcon 10) ?
     
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