Dielen entfernen?

Jonas87

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Hallo zusammen,

diese Dielen müssen entfernt werden, weil ein Bad in dieses Zimmer kommt. Wie entferne ich die Dielen möglichst zerstörungsfrei?
 

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K2H

ww-robinie
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Wenn keine Nägel zu sehen sind, sind die Dielen verdeckt, wahrscheinlich durch die untere Wange einer Nut auf die Lagerhölzer genagelt.
Wenn du die Sockelleisten weg nimmst, kannst du wahrscheinlich an den Enden sehen in welche Richtung N+F verlegt sind. Dem entsprechend dürfte das letzte Brett vor der Wand, unter der Sockelleiste von oben, durch das Brett genagelt sein. Dieses musst du zuerst ausbauen, dann kommst du an die Nägel in den Nutwangen.
Sollten die Nägel so im Lagerholz festgerostet sein, dass du sie nicht aus den Nutwangen raus ziehen kannst, ohne die Wangen zu zerreißen, kannst du die Wangen jeweils rechts und links, direkt neben den Nägel mit einem Stechbeitel durchtrennen, die Dielen raus nehmen und die Nägel anschließend ziehen.

Im Übrigen hat @pedder recht, so ein Boden kann man durchaus auch in einem Bad lassen.
 

Pareto

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Kommt drauf an...
... als unsere Kinder noch Kinder waren, hätten sie auf solch einen edlen Boden keine Rücksicht genommen.
Jetzt, wo sie aus dem Haus sind, haben wir Eichenparkett im Bad - funktioniert wunderbar.

Meine Meinung:
Den Boden halbwegs zerstörungsfrei herauszubekommen und dann wieder zu verlegen, ist ein aufwändiges , risikobehaftetes Unterfangen.
Überleg's dir gut! Sorgfältig geölt und halbwegs gepflegt kann der noch 100 Jahre liegen.
Im Übrigen dürfete die hohe Luftfeuchte im Bad dem Boden gut tun - die Fugen werden kleiner oder schließen sich.
 

isso

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Das sieht nach PitchPine aus, ist das Hamburger Raum?

In der Regel sind die durch die Feder genagelt. Nutwange habe ich noch nicht gesehen, muss aber nichts heißen.

Ich würde den auch versuchen drinnen zu lassen.
 

Eilberger

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Aus meiner Erfahrung geht das nicht zerstörungsfrei... Die ersten ein zwei Dielen sind sowieso schwierig, dort die Nägel ohne Druckstellen etc rauszuholen.

Die nächsten gehen theoretisch dann leichter - da die Nägel aber i.d R. fest sind, reißt die Feder.

Evtl. könnte man die Dielen untersägen, ist aber immenser Aufwand.

Zudem kann auch durch diverse Lack / Öle / Wachse / Dreck... der letzten 100 Jahre dazu führen, das Nut und Feder verklebt sind und daher auch brechen...

Kurz und gut --> Verluste müssen einkalkuliert werden. Schade um den schönen Boden :emoji_wink:
 

isso

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Ganz frei von Beschädigungen nicht. Aber mit Vorsicht ist das schon machbar.
Oft wird dann eine Fremdfedern genutzt, spart Material. Aber das sieht man dann.

Aber soll es überhaupt wieder verlegt werden?
 

mj5

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Moin,
Hier noch jemand von der "Drin lassen" Fraktion. Reinigen, vor allem die Fugen damit es nicht klemmt sollten die Dielen quellen.
Ich habe sowas schon ausgebaut und wiederverwertet. Aber es wird wahrscheinlich einiges an Bruch und Beschaedigung geben.
Natuerlich weiss man das erst sicher wenn man angefangen hat. Und dann ist es eventuell zu spaet zum Wiedereinbau.
Wenn "huebsch irgendwo wiedereinbauen" das Ziel sein sollte, wuerde ich mit ziemlich aufwaendiger Fummelei rechnen.
Und einer Ausbeute von +/- 50%. von x Quadrametern (Wieviel Flaeche ist da eigentlich?) Ob das lohnt?
Wie entferne ich die Dielen möglichst zerstörungsfrei?
Mit Geduld und Fluechen.
Wenn Du einen neuen Fussboden ins Bad haben willst wuerde ich mich von der Dielen-Rettung gedanklich verabschieden.
Genug Arbeit hast Du ja auch so vor dir.
 

isso

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Wenn Ausbau, kann man das ruhig mit Denken verbinden. Das dauert minimal länger, wenn überhaupt, und es ist ja nunmal kein Rauhspund
 

Manohara

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ein Bad sollte einen wasserdichten Boden haben. (das wäre jedenfalls mein Tipp)
Was man tun müsste, um diesen schönen Dieleboden wasserdicht zu machen, müsste ich erst rausfinden und würde nicht damit rechnen, dass er dabei sichtbar bleibt.
Zerstörungsfrei rausnehmen wird vermutlich garnicht gehen, weil da sehr wahrscheinlich Nägel drin sind und um die raus zu ziehen, braucht es "Gewalt".
Aber außer: "ein gutes Brecheisen und viel Geduld und Sorgfalt nehmen", fällt mir auch nichts ein.

Es gibt verstellbare Brecheisen, die ich als dermaßen sinnvoll und brauchbar empfinde, dass ich mich frage, wie man mit den "Normalen" überhaupt arbeiten kann, weil die Verstellung des Winkels entscheidend ist, für erfolgreiche "Zerstörungsarmut" (oder was wäre ein gutes, verständliches Wort?)

Was ich noch anmerken möchte:
Bei dem Bad in unserem Haus ärgere ich mich bis Heute, dass ich keine Fußbodenheizung eingebaut habe. Als das geplant wurde dachte ich noch: so einen Luxus brauche ich nicht ... In einem anderen Stockwerk - im Gäste-Bereich - hat sich das dann später "so ergeben" und fühlt sich seit dem für Bäder für mich so gut wie unverzichtbar an.
... okay, überleben kann man auch ohne warme Füße, aber: was für ein wunderbarer Komfort ... und heutzutage in vielen technischen Varianten machbar
 
Zuletzt bearbeitet:

SteffenH

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Ob da wirklich keine sichtbaren Nagelreihen sind, muss uns der TE verraten. Falls Nägel vorhanden, werden die mit einem Splintentreiber/Durchschläger durch das Holz nach unten durchgeschlagen. Falls unsichtbar durch die Feder genagelt, opfert man irgendwo ein erstes Brett und versucht dann mit einer Tigersäge die Nägel unterhalb der Bretter durchzusägen, nachdem man sie mit einem Nageleisen etwas angehoben hat.
 

Bluenose

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Grundsätzlich schauts für mich auf Foto 1 so aus, daß die rechte, kernzugewandte Seite oben ist - eine Unart der Hobler, weil ohne Splint, weniger Durchfalläste etc. Dafür schiefern die Jahresringe.
Wenn der Boden noch i. O. ist, Fugen säubern, mit Sikaflex ausfugen, (Haftvermittler nicht vergessen), ganzen Boden schleifen, gutes Öl drauf,
ergibt einen Traumboden, spritz- und Oberflächenwasserfest, gut zu pflegen und ist warm.
 

Zahlengourmet

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Die Nägel kann man horizontal mit einem "Fein Multimaster" über den Lagerhölzern durchtrennen, ohne daß die Dielen groß Schaden nehmen.
 

isso

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Diese ganze "Voodoo" mit absägen oder durchschneiden habe ich noch nie gebraucht.

Ordentliches Nageleisen mit flacher Klaue und los geht`s.

Wir bieten da für lernwillige Praktikumsplätze an..... :emoji_innocent: (hatten wir lange nicht den Spruch :emoji_wink: )

ISt natürlich kein Voodoo, aber es ist jetzt auch kein kompliziertes Unterfangen, etwas Gefühl und verschiedene Möglichkeiten zum hebeln. Oft kann man lösen, wieder runterkloppen und dann den Nagelkopf greifen und ziehen. Und ja, wir nutzen dafür Nageleisen oder Monierzangen.

Alleine die ganzen nägel durchzuquälen mit diesem Nervgerät würde mir den Spaß nehmen :emoji_grin:
 

isso

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Mache ich auch so gut wie nie.
Entweder ich quetsche die Fasern unterm Nagel unnötig oder der Nagel ist eh schon krumm.

Ja, das funktioniert und löst einiges, das stimmt. Irgendwie spielt es bei mir aber keine Rolle.
 
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